Spiegelwelten:Alcatraz

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Schwerster Unternehmer baut schwerste Gefängnisse für schwerste Verbrecher!

Alcatraz, nicht zu verwechseln mit Artkatraz, ist eine knallharte, bushländische Haftanstalt, um knallharte Verbrecher windelweich zu langweilen. Sie liegt auf einer kleinen, öden Insel, etwa zwei Kilometer vor dem bushländischen Festland, etwas südlich von Christchurch.

Vorgeschichte

Im Jahre 1715 errichtet der reiche Ölbaron und Bauunternehmer, Buffalo Bull Bush, ein entfernter Verwandter des bushländischen Präsidenten, das erste Billighotel ganz Ozeaniens auf der Insel Alcatraz. Warum ausgerechnet auf diesem öden, nackten, gottverlassenen Fels? Weil er wegen seiner Bedeutungslosigkeit von keiner bushländischen Steuerbehörde erfasst wird, was für jeden Investor nicht de jura ganz einwandfrei, aber doch de facto von allen Steuerlasten befreit! Sogar von den amsonsten landesweit so sakrosankten Kirchenzehnten. Mithilfe meinungsbildender Zuwendungen an die verantwortlichen Beamten, schafft es der Baulöwe Buffalo dieses Steuerschlupfloch ständig weiter offen zu halten. Aus Kostengründen schleppte man kein neues Baumaterial vom Festland heran, sondern grub in den Fels Keller, um aus dem so gewonnenen Stein schließlich die Obergeschosse zu errichten. Der Unternehmer denkt eben sehr ökonomisch. Trotzdem ist das Hotel ein Flop! Die Zimmer sind kalt, dunkel und sogar für Gefängniszellen zu klein. Gerade Letzteres ist für den bushländischen Innenminister Hunter Bush (ebenfalls mit dem Präsidenten verwandt) sehr interessant, denkt er doch schon seit Jahren fieberhaft darüber nach, wie man die landläufigen Haftbedingungen in Bushland verschlechtern kann. Schließlich ist der Minister unter dem Slogan angetreten: "Wir bauen keine Hotels, sondern Gefängnisse!" und der Baulöwe Buffalo Bull Bush verspricht zur selben Zeit seinen Kunden voller Stolz: "Wir bauen keine Gefängnisse, sondern Hotels!". Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis die beiden großen Bushländer, der Staatsmann auf der einen Seite und der Privatmann auf der anderen Seite ins Geschäft kommen.

Entstehung

Der Durchschnittsknast mit primitiven Klapptüren bringt es nicht mehr, so die bushländische Regierung

Bull Bush handelt im Jahre 1727 einen (mehr für ihn, weniger für die Staatskasse) günstigen Pachtvertrag für den Bau und Betrieb eines bushländischen Gefängnisses aus. Das heißt: Der Staat trägt alle Unkosten und zahlt zusätzlich einen Betrag pro Häftling (je "gefährlicher" der Häftling, desto höher dieser Betrag). Da Alcatraz aber offiziell für die schwersten und allerschwersten Verbrecher gebaut wurde, bezahlt der Staat pauschall den höchsten Gefahrenzuschuss für jeden Insassen, was lukrative Einnahmen für den Privatunternehmer garantiert. Da sich etwa 80% der bushländischen Gefängnisse in privater Hand befinden, sind Verträge dieser Art hier nichts Ungewöhnliches und es gibt eine hohe Gefängnissteuer, mit welcher der Staat das Geld wieder hereinholt. Der entscheidende Punkt ist aber, dass sich Alcatraz auch weiterhin außerhalb der Reichweite aller Steuerbehörden befindet und sein Betrieb somit völlig steuerfrei bleibt.

Zweck und Konzeption

Die bushländischen Gefängnisse sind knallübervoll. Da waren die Sherrifs sehr fleißig. Und dank der fleißigen Richter gilt diese Über(er)füllung in noch stärkerem Maße für die bushländischen Todeszellen (da in Bushland jährlich etwa 1000 Todesurteile verhängt werden). Da ist Alcatraz eine willkommene (wenn auch rein zahlmässig betrachtet völlig unzureichende) Entlastung. Indessen gibt es hier keinen Todestrakt, was für eine bushländische Vollzugsanstalt einmalig ist. Der Grund ist simpel: Die Haft in Alcatraz selbst ist nämlich bereits die mehr oder minder offizielle Vollstreckung eines Todesurteils und dieses Urteil lautet wortwörtlich "Tod durch Langeweile". Das Hauptziel der Haft besteht darin, die Häftlinge psychisch (notfalls auch physisch) in den Suizid zu treiben. Dort, wo Langeweile alleine nicht zu wirken vermag, hilft man mit Langzeitisolation, Hunger- und Stehzellen ein Bisschen nach. Schließlich ist auch das Knastfutter für einen verantwortlichen Kapitalisten, wie Buffalo Bull Bush nur ein lästiger Kostenfaktor. Und besonders verantwortlich fühlt sich Bush seinen Aktionären, welche sich einen Anteil am boomenden Gefängnismarkt gesichert haben. Übersteht ein Häftling alle typischen Maßregelungen allzu lange, wird seine Folterung schrittweise immer weiter gesteigert, etwa durch das Anketten an die Zellenwand und schließlich wird er am Boden festgenagelt, wo er sich gar nicht mehr bewegen kann. Wahlweise können ihm durch Augenbinde und Ohrstöpsel noch die wichtigsten Sinne beraubt werden. Auch die Gewalt der Häftlinge untereinander ist sehr willkommen, da das Konzept der bushländischen Regierung "Häftling richtet Häftling" zur Geltung kommt.

Sicherheitsmaßnahmen

Die frühesten Zellen haben primitive Klapptüren mit einfachen Eisengitterstäben. Das ist der damalige Standard. Aber für ein Hochsicherheitsgefängniss reicht es nicht. Deswegen setzt man seit 1732 ein neues, innovatives Verfahren ein, indem man industriell massenhaft vorgefertigte, würfelförmige Käftige mit dicken Stahlbetonwänden an allen Seiten und wärmebehandelten Stahlgittern an einer Seite direkt ins Gefängnisinnere in die dicke Felswand hineinmontiert. Will sich ein Häftling aus der Zelle durch die hintere Wand hinausmeißeln, muss er nicht nur den äußerst widerstandsfähigen Stahlbeton des Zellenkäfigs, sondern auch die extrem dicke Felswand dahinter durchbohren.

Fluchtversuche

Manche scheißen auf die Regeln und versuchen ihr Glück als Zielscheibe der Wachen

Fluchtversuche aus Alcatraz gibt es bisher zu Tausenden. Sie reichen von dilettantischen Verzweiflungstaten bishin zu raffinierten bis ins kleinste Teil geplanten Geniestreichen. Es folgen einige historische Beispiele:

30.3.1733

Vier der gefährlichsten Alcatraz-Insassen, der verurteilte Zigarettenschmuggler Hugh Smocky, der Trickbetrüger Anthony Faker, der wegen seiner langen Haare eingelochte Modefrevler Dick Hairly und der unverbesserliche Kriegsdienstverweigerer (Wiederholungstäter! - für die bushländische Armee eine Katastrophe!) Robert Peacer, dürfen wegen guter Führung in der Küche arbeiten und entdecken in der Wand eine hohle Stelle, durch welche sie sich heimlich nach Aussen hindurchbohren. Als das Wachpersonal wieder vorbeischaut, verbarrikadiert sich die Bande im Küchenzimmer und flieht durch die Öffnung. Die Vier stürzen sich ins eiskalte Meerwasser, wo sie nach und nach unterkühlen und bewegungsunfähig ertrinken.