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Brustvergleich

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Brustvergleich ist ein beliebtes Gesellschaftsspiel für Jung und Alt, dass sich bis in die späte Steinzeit zurück verfolgen lässt. In früheren Zeiten Ausdruck ursprünglicher- wenn auch manchmal recht tierischer Lebensfreude, ist er für den postkapitalistischen-leistungsorientierten und Qualität abhängigen-mit mach-wohl fühl-Neotransgender und alle übrigen Normalos, eine Entscheidungshilfe zur Auswahl von Leuten die: „...man sympathisch findet“ (Dolly Buster).

Die Brust im Blick

Die Brust ist an sich nur ein weiteres ausgestauchtes Körperteil, von der Art, wie sie der menschliche Körper beiderlei Geschlechts, bei genauerer Betrachtung so zahlreich bereit stellt, dass es einem manchmal schon langweilig ist.

Allerdings schon der Steinzeitmensch entdeckte die Brust für sich als mystisches Objekt der Heiligkeit und Sinnbild der Fruchtbarkeit. Wie alles was der Mensch eigentlich umsonst haben könnte, wenn er sich richtig zu verhalten wüsste, wurde die Brust zum Gegenstand unerreichbaren Glücks und ewigen Trachtens erkoren. Alle Mühsal des Lebens, man ertrug sie nur für die Brust. Die Brust.

Dies zumindest ist das Geschichtsbild wie es die elitären Privatschulen, wie das Internat Schloss Phoenix oder der Wissenszirkus vermitteln wollen. Die wissenschaftliche Erkenntnis der Historiker und der experimentellen Archäologie allerdings, legen nahe das Brüste essentieller Bestandteil des täglichen Lebens waren und ein Werkzeug zur Beschaffung von Wohnraum, Nahrung, Kleidung und vieler Alltagsgegenstände.

Hierbei entstand der bis heute abweichende Brustblick, von Männchen und Weibchen. Wie die Brust zur Stifterin der menschlichen Kultur wurde, soll an einer Steinzeitmenschenfamilie verdeutlicht werden.

Die Urgeschichte der Brust

Wenn in der Steinzeit ein junges Steinzeitmenschenpaar heiraten und eine Familie gründen wollte, wurde die Wahl nicht dem Zufall überlassen, sondern der Partner wurde einem eingehenden Brustvergleich unterzogen. Alles andere wäre in damaligen Zeiten grob unverantwortlich gewesen. Der Steinzeitmensch verfügte nicht über Einrichtungsgegenstände, Super- oder Baumärkte. Man hatte dabei was man so dabei hatte und das war es dann auch meistens schon. Immer auf der Flucht vor wilden Tieren und dem Unbill des Wettergottes, waren die Brüste ein wichtiger Ort des Schutzes.

Die Steinzeitfrau musste schon vor der Hochzeit überprüfen ob der Galan eine schön behaarte Brust hatte, da sie aus seinem Brusthaar die wichtigsten Kleidungsstoffe webte und alle Paar Jahre musste Frau, auch eine neue Zeltbahn flechten. Seile, feine Tücher, derbe Teppiche und das Zaumzeug für die frisch gezüchteten Kühe, alles wurde aus der Brust des Mannes gewonnen. Eine Steinzeitfrau wäre verrückt gewesen wenn sie sich mit einer kahlen Hühnerbrust eingelassen hätte, es sei denn sie wäre gut versorgt gewesen mit einem Vorrat alten Brusthaars. Noch heute, wenn auch in abgeschwächter Form, suchen Frauen Schutz bei Brüsten, wenn grad mal schlechtes Wetter ist.

Für den Steinzeitmann hatte die weibliche Brust auch eine wichtige Bedeutung. Nach seinen Jagdausflügen hatte er meistens starke Kopfschmerzen, wenn ihn ein Mammut gerammt hatte, so dass er Zuhause ein Kopfkissen brauchte und da traf es sich das die Frau ja diese Brüste hatte. Nur der dazu unpassende Kopfkissenbezug mit den grellen Blümchen störte allenfalls. Wenn der Steinzeitmann am nächsten Tag nicht zur Arbeit gehen konnte, wegen des Kopfschmerzes und wieder nichts jagte, teilte er sich einfach mit dem neu hinzu gekommenen kleinen Steinzeitmenschen die Mahlzeiten und spannte mal aus.

Ein neuer Brustblick
Aufstand gegen die weibliche Brust: Der Six Pack.

Mit einer verstärkten Zunahme zivilisatorischer Annehmlichkeiten, trat die männliche Brust als Lebens- und Schutz spendendes Element in den Hintergrund. In der Bekleidungsbranche und dem Wohnungsbau, griff man immer mehr auf tierische oder andere Naturstoffe zurück, so dass der Mann nur noch zur Fortpflanzung und für Gänge in die Metzgerei gebraucht wurde. Da sie auch nicht der Kunst des Kochens mächtig waren, dachten die Männer lebenswichtige Mahlzeiten ausschließlich in Zusammenhang mit den Frauen. Das einzige, bis heute bewiesene, Matriarchat in der Historie des Menschen.

Damit sich die Männer in ihrer Langeweile, nicht irgendwelche Dummheiten einfallen lassen konnten, wurden sie schon als Säuglinge von der weiblichen Brust abhängig gemacht, in dem man ihnen ständig Brüste zeigte- sie ihnen geradezu ins Gesicht drückte. In den damaligen Zeiten mussten sich die Kinder lange Jahre sogar ausschließlich von Brüsten ernähren, die Frauen ahnten nicht was sie damit anrichten sollten.

Es ist Tatsache, dass sich der Brustblick von Männern und Frauen in dieser archaischen Epoche trennte. Die Männer mussten ihrer Langeweile Luft machen und so eroberten sie für sich das einzige Feld menschlicher Kultur das noch Neuheiten und Interessantes versprach: Technik und Fortschritt. Es war klar das die Brust der erste Gegenstand war, der den Erfordernissen der neuen Zeit angepasst werden musste. Als erster Schritt war ein Überzug aus einem aushärtenden Pflanzensaft vorgesehen mit dem man die Brust griffiger und ansehnlicher machen wollte. Die Frauen verboten den Männern selbstverständlich jede weitere- ungewollte und selbstständige Beschäftigung mit Ihren Brüsten, wodurch die Männer dann in Jahrtausende langen Kampf der Abstillung, die moderne Welt schufen. Die männliche Brust konnte in den letzten Jahren in der öffentlichen Gewichtung wieder etwas Terrain gut machen, doch ihre alte Bedeutung wird sie wohl nie wieder erlangen.

Der Blick auf die eigene Brust
Ein kurzer Brustvergleich sollte nie ausarten.

Sowie die Männer, die sich ihre unreflektierte Brustfixierung seit Urzeiten sexuell aufladen, bringen auch Frauen ein reiches urzeitliches Sammelsurium steinzeitlicher Sichtweisen der Brust mit. Um zu verschleiern das ihr klarer Blick auf die Brust genauso verstellt ist wie der der Männer, erschufen sie den Mythos von der erweiterten emotionalen Tiefgründigkeit und Sensibilität der Frauen, in dessen Licht sich die Männer von je her minderwertig fühlten.

In Wirklichkeit wären die Männer verblüfft, wie viel Denkarbeit Frauen damit verschwenden darüber zu sinnieren, wie gut oder schlecht sie beim Brustvergleich abschneiden und wie sie ihre Chancen evtl. verbessern können. Während beim Mann eigentlich an der Brust schnell klar wird: „Wenn der mir eine langt geh ich um.“ oder „Den mach ich alle.“, je nachdem, ist der Vergleich weiblicher Brüste, wie immer, tiefschichtiger. Eine Frau mit (zu) kleiner oder abgeschlaffter Brust, muss als Nahrungsquelle einer Frau mit wohl geformten und genormten Gehängen, nicht unbedingt unterlegen sein.

Da die Frau jedoch bis zu 86% ihrer sexuellen Identität in ihren Brüsten vorfindet, steht sie unter einem ständigen Vergleichszwang. Besonders liierte Frauen, leiden zusätzlich unter der selbstreflexiven Wahnvorstellung ihr Partner/in hätte nichts anderes, als Titten im Kopf. Die Frau kann darüber hinaus auch gar nicht verstehen wie man sich überhaupt für Brüste interessieren kann, die nicht die eigenen sind. Dies verwirrt sie noch mehr bis die Wahnvorstellungen überhand nehmen. Sie Sieht überall Brüste und stößt gegenüber ihrem Partner Flüche aus wie: „Na, jetzt schämst du dich mit mir.“ oder „Na los. Geh hinterher, auf! Dann kannst du mich aber mal.
Ein bemitleidenswerter Zustand.

Brüste im Alltag

Spielen sich die beschriebenen Vorgänge meist nur als Innerlichkeiten ab, bzw. gelten in ihren praktischen Auswirkungen als gewohnt, wir es oft unangenehm wenn Brüste direkt in soziale Situationen eingreifen.

Paarverhalten im öffentlichen Raum

Ein junges Paar bespricht auf einer Amüssiermeile das weitere Vorgehen in Sachen Abendunterhaltung. Durch den Disput ist das Miteinander ohnehin nicht das Beste, als die Situation plötzlich durch Brüste gestört wird. Durch verschiedene Brustreziptionen bei den Beteiligten, im sozialen Akt schlagartig gespalten, nehmen alle Anwesenden die Situation unterschiedlich war. An ein gemeinsames Bewältigen des Brustproblems ist nicht zu denken. Involviert sind der außenstehende Betrachter, die Trägerin der Brüste, das junge Paar- aufgeteilt in die männliche und weibliche Komponente.

Bild 1: Sichtweise des Außenstehenden
Auf den ersten Blick eine alltägliche Standardsituation, in der Brüste auftauchen. Der Mann schaut verschämt zu Boden um seine Freundin nicht zu verletzen, während die Frau kühl abwägt ob sie bei dieser Entwicklung dumm da steht, nicht ohne die Blickrichtung ihres Freundes zu überwachen. Die Brüste sind, wie fast immer, einfach nur aufdringlich und selbstverliebt.

Bild 2: Sichtweise des Mannes
Der Mann hat die Brüste schon von weitem gesehen und ist stolz auf sein Adlerauge. Die Freundin findet die neuen Brüste auch super und wirft ihm auffordernde Blicke zu. Die Frau mit den Brüsten, findet die Brüste der Freundin auch toll und wirft dem Mann, ebenfalls auffordernde Blicke zu. Er schaut nach wie viel Koks er noch dabei hat und möchte die Situation gerne unter sechs Augen klären.

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Bild 3: Sichtweise der Freundin
Die fremden Brüste sind ganz schön groß denkt die Freundin und ist gekränkt. In ihrer Enttäuschung ist ihr völlig klar, dass der Freund und die Frau mit den Riesentitten eben alles klar gemacht haben und der Name des Kindes ist auch schon ausgesucht. Sie wirft dem Freund die schlimmsten Blicke zu, fühlt sich jedoch an den Rand gestellt. Die fremde Frau wirft ihrem Freund auffordernde Blicke zu.

Bild 4: Reale Situation
Der Mann schaut in die Richtung, in der am wenigsten mit Brüsten zu rechnen ist, vorsorglich schaut er gleich in zwei verschiedene Richtungen, um von der Freundin später nicht auf eine Blickrichtung festgelegt zu werden. Die Freundin hat nur Augen dafür, welche Brust besser ist. Der Mann hat ja eh hingesehen und wird später, irgendwie blöd, von der Seite angemacht, am Besten so dass er gar nicht weiß wofür. Die fremde Frau freut sich (wie auf allen vier Bildern), dass sie den Größenvergleich schon mal klar für sich entscheiden konnte. Der Mann steht am Rand.
Man erkennt an diesem Beispiel ganz klar, wie soziales Miteinander im öffentlichen Raum durch Brüste immer wieder gestört wird.