Byzanz

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Nostalgieverein Ostrom
Byzantinische Narrenzunft
Byzantinisches Kaiserreich

Labarum.png

Wahlspruch: "Lasst uns so tun, als sei Rom nie gefallen!"

Amtssprache Erst Latein, dann Griechisch oder doch umgedreht?
Schrift Griechisches Alphabet
Hauptstadt Konstantins Opel bzw. Konstantins Popel
Staatsform Monarchie
Staatsgründung 395
Fläche Byzantine Empire animated.gif
Währung Solidus
Nationalhymne Datei:Byzanz.mp3

Das Kaiserreich Byzanz, ist ein bis in das 15. Jahrhundert existierender Pseudostaat, der während seiner gesamten Geschichte die Fassade aufrecht erhalten wollte, Rom sei nicht von Barbaren erobert worden, Griechisch sei noch Weltsprache und das Christentum sei von Konstantin gegründet worden. Damit erfüllte Byzanz die Grundvoraussetzung für moderne Staaten zugleich, nämlich auf einer großen Lüge aufgebaut zu sein.
Die wichtigsten Begriffe die man mit Byzanz verbinden sollte sind Nostalgie, Kaiser und Byzantinismus.


Geschichte

Byzanz übte in vielen Epochen großen Einfluss auf die Weltpolitik und die Geschichte aus, bis es selbst Gegenstand der Geschichte wurde. Auch wenn Byzanz sehr lange brauchte, eine eigene Kultur zu entwickeln (vorher verwendete man die gängige Methode des Kulturraubes), gelang es Byzanz eine prunkvolle, erbärmliche Zivilisation zu schaffen.


Präbyzantinische Zeit

Während man die Zeit des Kaiserreich Byzanz zwischen 395 und 1453 festmacht, so war das Gebiet um Konstantinopel angeblich bereits um 600 v. Chr. besiedelt. Griechische Kolonisten gründeten wohl am Bosporus eine Kolonie, mussten sich jedoch damals demütigen lassen. Die anderen Griechen betrachteten Byzantion (der Name der Kolonie) nämlich als barbarisches Kuhkaff, und das obwohl Byzantion vom Fischfang lebte. Interessanter Weise wurden die "richtigen Griechen" viel früher von den Römern unterworfen, als die in Byzantion beheimateten Griechen. Um 300 v.Chr. wurde die pseudogriechische Stadt Byzantion römisch.
Wobei die Römer auch wieder strikt zwischen Römern mit Bürgerrecht und ohne Bürgerrecht unterschieden. Für Byzantion traf letzteres zu. So musste sich Byzantion in einer schwierigen Lage sehen. Es war weder von den Griechen als griechisch anerkannt, noch von den Römern als Römisch. Daher sahen sich die Präbyzantiner gezwungen sich eine eigene Kultur zu erfinden, in dem sie römische mit griechischen Elementen vermischten.
Dies war jedoch nicht im Sinne der Römer, die den Anspruch darauf erhoben, alleinige Erfinder der Kultur und der Zivilisation zu sein und deshalb machten sie aus Byzantion Byzantium und damit eine Provinzstadt nach römischem Muster. Dadurch konnte sich Byzantiun besser gegen die aus dem Norden einfallenden Thraker, die nach Ansicht der Griechen noch barbarischer als die Byzantiner waren, behaupten und die Thraker zurückschlagen.
Währendessen erlebte das Römische Reich einen innenpolitischen Umsturz und die Jahrhunderte alte Republik, die schon merklich marode geworden war, wurde von Gaius Julius Cäsar übernommen, der aus dem staatlichen Konzern ein Familienunternehmen machen wollte. Dies gefiel jedoch nicht den Gesellschaftern, die Cäsar mit 40 Gabelstichen töteten. Sein Sohn, der eigentlich sein Neffe war, entmachtete die Gesellschafter und gründete den julischen Adel. Nach Jahrhunderten der Gewaltsamen Herrschaft von Cäsaren, gewährte man auch Byzantium das Römische Bürgerrecht, was dadurch jedoch an Bedeutung verlor.
Irgendwann kam ein etwas überforderter Cäsar an die Macht, der das Römische Reich in 4 Teile teilte. Da zu dieser Zeit aber in ganz Europa die Germanen von den Bäumen stiegen und auch etwas von Römische Luxus abhaben wollten, schrumpfte das Römische Reich und die kleinen Viertel übten jeweils soviel Macht auf die europäische Politik aus, wie Luxemburg heute.

Konstantin

Diesen Zustand wollte Konstantin ändern. Er wollte, als Herrscher eines Viertels, aus 4 Römischen Reichen 2 Reiche machen. So warf er einen anderen Kaiser, Maxentius, von einer Brücke und sein Freund Licinus, ebenfalls Kaiser, warf Maximinus Daia mit dem Schwert nieder. Da Konstantin aber neidisch auf den von Licinus kontrollierten Osten war, wo nicht so viele Germanen über die Grenze gehüpft kamen, musste er etwas ändern. Neben der Menschwerdung der Germanen ging zu dieser Zeit aber noch eine Entwicklung von statten. Eine der gefährlichsten Plagen, die die Menschheit je heimsuchte. Damit sind aber weder Hunnen noch Pest gemeint, sondern etwas, was mehr Menschenleben dahinraffen wird, als jede andere Krankheit: Überall im Mittelmeerraum fielen kleine Männchen aus den Wolken, die behaupteten der Heiland habe sie geschickt und sie wollen der Erde Frieden bringen. Während frühere Cäsaren wussten, wie man mit diesen Aliens umzugehen hatte, war Konstantin ratlos. Da er ja lieber im Osten regieren wollte und keinen Grund hatte Licinus anzugreifen, wurde er selbst so ein Alien, die sich mittlerweile Christen nannten.
Licinus hingegen wusste ganz genau, was man gegen Christen unternehmen muss und wollte Konstantin besiegen und das Christentum vernichten. Auf Grund einer unglücklichen Verwicklung von mehreren Pannen wurde allerdings Licinus besiegt und im Westen eingesetzt, wo ihm darauf die Germanen den Schädel einschlugen.
Konstantin jedoch durfte jetzt in Ostrom regieren und suchte nach einer Hauptstadt. Da er jedoch seine künstlerische Freiheit entfalten wollte, wählte er Byzanz, das er von Grund auf umstrukturierte. In Byzanz waren nun die Grundvoraussetzungen für einen eigenen Staat gegeben. Byzanz hatte eine eigene Religion, einen Kaiser und hatte ein Reich. Doch zwei grundlegende Vorraussetzungen fehlten noch.
Der Staat hatte noch kein Symbol. Da Konstantin angeblich in einem Traum Chirho, den christlichen Gott, gesehen hatte, wählte er die Buchstaben Chi und Rho als nationales Symbol für Byzanz. Alle Byzantiner pinselten daher ganz fleißig diese Buchstaben auf ihre Schilder. Damit auch alle Byzantiner diese Botschaft verstehen konnten, baute er ganz viele Kirchen, die das Symbol und ein Mordinstrument als Verzierung verwendeten.
Viel wichtiger als das Symbol war aber die Lüge. Bis kurz vor seinem Tod suchte Konstantin eine passende Lüge, die er seinem Volk hätte vorgaukeln können. Erst als Fritzen wie Alarich oder Odoaker, die eben noch auf Bäumen kletterten, Rom eroberten und brandschatzten, fiel ihm etwas passendes ein. Er sagte "Lasst uns so tun, als sein Rom nie gefallen!" und formulierte so das Motto Byzanz, das seine spätere Größe und auch den Niedergang erklären sollte, nur das später keine Germanen das Laufen, sondern Türken das Reiten lernten.

Ostrom

In den nächsten zwei Jahrhunderten nach Konstantin überwog die Idee eines zweiten Roms, eines Ostroms. Dieses Oströmische Reich stand ganz in der Tradition des Weströmischen Reiches, was bei der griechischen Bevölkerung für große Unzufriedenheit sorgte. Die Griechen fanden aber einen Weg die römischen Gesetze zu umgehen, so dass die Quaestoren, die Steuereintreiber, nahezu keine Arbeit hatten; es bezahlte ja ehe niemand.
Die Stadt Byzanz, die man aus praktischen Gründen in Konstantinopel umbenannt hatte, wurde unter den Nachfolgern Konstantins zu einer deratig blühenden Metropole ausgebaut, dass die ganze Stadt nach Blütenduft roch; eine Folge der blühenden Bevölkerung.
Die nachfolgenden Kaiser waren der Idee, ein zweites Rom zu sein, noch so sehr verbunden, dass sie auch fast das ganze Weströmische Reich eroberten, um in altrömischer Tradition weiter zu herrschen. Theodosius trieb diesen Eroberungswahn so weit, dass er das römische Reich wiederherstellte und Konstantins Arbeit teilweise wieder Rückgängig machte. Das Prinzip der Wiederherstellung und des Revidierens von Entscheidungen ist ein wesentliches Grundprinzip der Byzantinischen Reiches. Nach Ansicht der Byzantiner machte man nämlich keine historischen Fortschritte durch Innovation und Entwicklung, sondern durch das Beharren auf veralteten Prinzipien und grenzenlose Nostalgie - ein Prinzip dem noch heute viele Altphilologen verfallen sind.
Die Söhne Theodosius' waren jedoch von Innovativem Geiste und teilten das Reich, vorerst endgültig. Vielleicht waren sie aber auch nicht innovativ, sondern Zwillinge, die sich nicht über das Erstgeborenenrecht einig wurden. Auf jedenfall wurde Honorius ("der Ehrliche") Kaiser von Westrom und Arkadius ("der Kauflustige") Kaiser von Ostrom bzw. Byzanz bzw. Konstantinopel. Dieses "duale" System schien dann wieder so lange zu funktionieren, bis die Germanen das Laufen perfektionieren und von den Hunnen nach Italien getrieben wurden und so die Römer in den Tiber springen lassen mussten. So existierte nur noch Ostrom, das weiterhin auf den Titel "Ostrom" bestand, nicht nur aus nostalgischen Gründen, sondern auch weil man den Papst als Herrscher Roms anerkannte.

Justinian

Justinian kam als Ziegenhirte nahe Thessaloniki zur Welt und arbeitete sich rasch, zusammen mit seiner Frau Theodora, zum byzantinischen Kaiser empor. Byzanz, dass im 6. Jahrhundert erstmals auf ein sehr kleines Gebiet geschrumpft war (auch ein Zustand, der mehrmals eintrat), stand einem mächtigen Gegner gegenüber, den Sassaniden. Die Sassaniden, das Neu-Persische Reich, stand Byzanz, dem Neu-Griechischen (aber auch römischen) Reich, ähnlich freundlich gegenüber, wie einst Dareios III. den Athenern. Ein Kampf David gegen Goliath trug sich zu und gifpelte in einem Kampf zwischen dem kleinem Hirtenjungen Justinian selbst und dem großen Chrosrau, der allein schon wegen seines unaussprechlichen Namens gefürchtet war. Wie durch ein Wunder, genauer gesagt war es ein getrockneter Kuhfladen, gewann Justinian den Kampf und wurde zum mächtigsten Mann der bekannten Welt, nach dem Kaiser von China und diverser asiatischer Kleinkönige.
Unter Justinian kam ein Aspekt zum Vorschein, der unter seinen Vorgängern in den Hintergrund gerückt war. Justinian verkörperte ganz und gar die Alienreligion, die einst Konstantin annahm. Und umso weniger die Religion Betrachtungsgegenstand seiner Vorfahren war, desto konzentrierter war sein religiöses Bestreben wider dem Heidentum. Nachdem man die zoroastristischen Sassaniden zurückgedrängt hatte, fing man im eigenen Land damit an, polytheistische Kultur zu zerstören. Justinian wird von den Christen dafür gefeiert, dass er:

  • Die Philosophischen Schulen in Athen schloss
  • Den Olympischen Pantheon verbot
  • Polytheismus verbot
  • Nichtchristen verfolgte
  • Klassische Kultur vernichtete
  • Christliche "Kultur" schaffte
  • Das Gebot der Nächstenliebe befolgte
  • Tausende Ungläubige hinrichten ließ
  • Die spätere Moschee, die Hagia Sophia erbauen ließ
  • Sich selbst verehren ließ.

Trotz dieser fielen positiven innenpolitischen Entscheidungen, waren die Byzantiner mit seiner Herrschaft nicht zufrieden, was man auch heute noch nicht nachvollziehen kann. Die Zirkusparteien, zumindest die Grünen und die blauen bekamen sich derartig in die Wolle, dass die Unruhen in einem Brand Konstantinopels mündeten, der jedoch zahlreiche Parallelen zu dem Brand Roms unter Nero aufweist. Doch Justinian wusste sich zu helfen und befolgte die Regel Nr. 1 für Herrscher deren Völker Aufstände machen: Man schafft einen äußeren Feind. Da die Sassaniden sich mit den Indern herumschlagen mussten, weitete Justinian sein Ansprüche auf beinahe den gesamten Mittelmeerraum aus, und so auch auf das Reich Theodosius bzw. das Reich Konstantins bzw. das Römische Reich. Da selbst ein Kaiser nicht gleichzeitig überall kämpfen kann, hatte Justinian 2 Feldherren die seine Politik verwirklichten, während er in Konstantinopel Weintrauben aß. Wobei diese bis heute im Schatten von ihm stehen.
Siehe auch Narses und Belisar

Die nächsten Jahre

Die nächsten hunderte von Jahren schwankte Byzanz immer wieder zwischen Stadtstaat und Weltmacht und stellte auch noch ein paar mal das alte Römische Reich wiederher und verlor es wieder. Irgendwann kam man dann nur noch auf die Idee, man müsse Byzanz wiederherstellen und stagnierte völlig. Das änderte sich erst als Kamelreiter aus dem Süden kamen und meinten, Byzanz wäre ein altmodisches Relikt aus der Antike. So etwas wollte sich Byzanz natürlich nicht an den Kopf werfen lassen und rief die Germanen aus dem Norden zu sich (mittlerweile konnten sie nicht nur laufen, sondern auch schon reiten) um die blöden Germanen gegen die blöden Araber zu Felde zu schicken um dann selbst als Sieger hervorzugehen.
Leider kamen die Germanen zu tausenden, mit Kind und Kegel und wollten eigentlich nicht nur die Araber vertreiben, sondern kamen irgendwann auch auf die Idee, Byzanz sich einzuverleiben.
Mit viel Gewalt gelang es Byzanz zwar die Kreuzfahrer (wie sich diejenigen Germanen nannten, die ihren Führen Costa, Aida, MSC etc. folgten) zu vertreiben, doch war Byzanz nun ein Wrack. Da Byzanz ja ehe nur sich selbst wiederherstellen wollte blieb Byzanz auch die nächsten Jahre ein Wrack.

Die Jahre nach den nächsten Jahren

Byzanz konnte sich nicht davon erholen. Auch wenn man dauernd versuchte, den vergangenen Ruhm wiederaufleben zu lassen, so war das Unterfangen sinnlos geworden. Das ewige Nostalgie-Projekt Byzanz schien auf der Stelle zu stehen und immer rückschrittlicher zu werden.
Nun lernten auch noch die Türken das reiten und migrierten nach Kleinasien. Da Byzanz immer noch nicht verstanden hatte, das die Machtverhältnisse sich verändert hatten, drohten es den Türken, man möge doch bitte byzantinisches Hoheitsgebiet verlassen. Doch die Türken gingen dem nicht nach und eroberten mit Leichtigkeit Byzanz. Da die Byzantiner noch nie gut verteidigen konnten, ging auch Konstantinopel kampflos in die Türkischen Hände über, welches man dann billig auf dem Basar verscherbelte. Byzanz war untergegangen.
Erst heute wird versucht, Byzanz wiederzuerrichten. Das wäre dann eine Nostalgie, der Nostalgie der Nostalgie gegenüber. Unglaublich spannend und nützlich! Nur das Projekt Byzanz an der Donau verzeichnete bisher Erfolgen. Warum nur?

Innere Strukturen

Im Zentrum Byzanz' war der Kaiser, sein Kult und die Nostalgie. Man kann Byzanz daher gut zusammenfassen. Es macht unglaublich Spass Byzanz auf diese drei Dinge zu reduzieren, weshalb auch die moderne Byzantinistik stets darauf erpicht ist, diese Dreiteilung zu lehren.

Byzantinische Kultur

Strenggenommen, hat Byzanz gar keine eigene Kultur, da man ja alles aus der Vergangenheit entlehnt hat. Dennoch gibt es lustige Kulturleistungen, die Byzanz selbst vorgenommen hatte. Dazu zählen:

Justinian.jpg

Byzanz:
Geschichte eines Nostalgievereins
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