Max Giermann

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Giermann in seiner Paraderolle als Tranquillo Barnetta. Mit im Bild: Switch-Kollege B. Höcker.

Max Giermann (auch Max Mustercomedian; *24. Oktober 1975 im Gaglabor von Fips Asmussen) ist ein Typ, der keine eigene Persönlichkeit hat und daher ständig irgendwelche Prominente nachäfft, weil er unbedingt ins Fernsehen will.

Leben

Nachdem Max Giermann im Jahr 1995 vom Dieter-Hallervorden-Gymnasium geflogen war, weil er bei der Schulweihnachtsfeier eine zotige Parodie zum Besten gegeben hatte, wie der Schuldirektor die Sekretärinnen belästigt und sich vom Schulbudget einen Sportwagen gönnt, beschloss er seiner Berufung nachzukommen und Clown zu werden. Irgendwann hatte er es jedoch satt immer wieder vor irgendwelchen Grundschulklassen aufzutreten, da er so nicht wirklich Geld verdiente und nebenbei auch ein dringendes Bedürfnis verspürte, seine grinsende Visage vor irgendeine Fernsehkamera zu zerren. Außerdem rutschte er im Jahr 2005 in der Manege auf einer Bananenschale aus und das tat irre weh.

Zu dieser Zeit war ProSieben gerade dabei, das alte Comedyformat Switch zu reanimieren und suchte dafür neue, unverbrauchte Gesichter. Einzige Voraussetzung war dafür, dass die Bewerber eine größere komödiantische Vielfalt als die alte Petra Nadolny aufweisen. Angesichts dieser niedrigen Messlatte und einem geringen Ansturm an Mitbewerbern konnte sich Giermann beim Casting letzten Endes gegen Imitations-Mangeltalent Matze Knop, den Klempner von Peter Nottmeier und einen Mixer durchsetzen. Ausschlaggebend dafür waren dabei Giermanns weit aufgerissene Augen, die beim ersten Mal ganz lustig aussehen und mit denen Giermann angeblich seinen Postboten per Hypnose dazu bringen kann, ihm keine Werbung in den Briefkasten zu schmeißen.
Da Bernhard Hoëcker mittlerweile Besseres zu tun hatte, als für jede Folge irgendwelche Sketche zu drehen, und Michael Kesslers Hitler-Darbietungen nach den anfänglichen Staffeln an Reiz verloren, konnte sich Giermann durch seine unglaubliche Fähigkeit ganze drei verschiedene Stimmen imitieren zu können als glaubwürdiger Parodist am deutschen Comedy-Himmel behaupten. Einen endgültigen Durchbruch erlebte Giermann schließlich bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises: Da Stefan Raab über die Jahre selbst für die Comedypreisverleihung zu unlustig geworden war, lud man den Entertainer gar nicht erst ein und ließ stattdessen Giermann in voller Raab-Montur unlustig sein, der zudem auch deutlich preiswerter als Raab war. Die Fernsehmacher zeigten sich begeistert und Max Giermann durfte nun jedes Mal einspringen, wenn man irgendwo in der Comedyszene eine Lücke an produktionsgefertigten Standardzoten auszumachen glaubte und diese mit massenkompatibeler Witzlosigkeit füllen wollte.

In Folge durfte Giermann nun überall im deutschen Fernsehen seinen Karl Lagerfeld zum Besten geben. Tatsächlich trat er als solcher derart permanent in Erscheinung, dass Karl Lagerfeld in einer Berliner Fashionsshow mit "Herr Giermann" angesprochen wurde und für den Komiker Autogramme geben durfte.

In einem Anfall äußerster Innovation entwickelten die Produktionsfirmen aus dem Hause ProSieben eigens für Giermann ein geistreiches Konzept mit dem Namen Schwachmaten wie wir, in dem seine Sketche aus Switch Reloaded auf 30 Minuten gestreckt wurden und er in Verkleidung mit irgendwelchen D-Promis schwafeln konnte. Auch die ARD zeigte Interesse am beliebten Nachwuchscomedian: Da nach dem Weggang von Sat1-Gartenzwerg Oliver Pocher Harald Schmidt nicht mehr neben einem kleingeistigen Sidekick brillieren konnte, zog man Giermann rasch hinzu, damit er das Publikum mit satirefreien Impressionen von Christian Wulff amüsieren konnte.
Auch Otto Waalkes ließ es sich nicht nehmen, bei Giermann an die Tür zu klopfen und ihn für sein neuestes Meisterwerk Otto's Eleven zu rekrutieren. Wie in all seinen anderen Produktionen auch vereinte Waalkes in diesem Film den deutschen Comedyolymp, sodass Giermann neben der Creme de la Creme der deutschen Unterhaltungskunst wie Roberto Blanco und Nina Hagen mit seinen eintönigen Parodien sein Publikum zu unterhalten wusste.

Es ist augenscheinlich, dass Max Giermann bereits deutsche Comedygeschichte geschrieben hat - mit seinen Darbietungen von Persönlichkeiten, die ohnehin niemand mehr ertragen kann, und die bestimmt auch über die Jahre ihren Witz nicht verlieren werden. Denn sie sind völlig austauschbar und Niveaulosigkeit verkauft sich immer. Sonst müsste Ingo Appelt ja am Hungertuch nagen.

Die zahlreichen und furchtbar unterschiedlichen Rollen des unglaublich talentierten Max Giermann