Fips Asmussen

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Er schaut immer so ernst drein. Das ist auch sein Markenzeichen. Und die hässliche Mütze. Aber die hat er hier nicht auf. Darum erkennt man ihn auf dem Bild auch so schlecht.

Fips Asmussen ist eine deutsche Dauerknalltüte, die sich mit der Ausdauer und dem Tiefgang eines Ölteppichs seit inzwischen einem halben Jahrhundert auf der Bühne hält. Sein Markenzeichen ist neben der wattebauschigen Frisur und dem knödelnden Hamburger Dialekt vor allem die Tatsache, dass er anstelle eines Programmes im eigentlichen Sinne einfach nur stundenlang einen Witz nach dem Anderen erzählt, unterbrochen allenfalls von gelegentlich eingestreuten Halbsätzen wie "das ist...", die er stets im erstaunlichen Gelächter seines Publikums verklingen lässt, um den Eindruck zu erwecken, vor lauter Witzigkeit selbst kaum noch zu Wort zu kommen.

Humor

Asmussen bedient sich neben Kalauern und blankem Unsinn einer Fülle von Klischees und Ressentiments insbesondere gegen Frauen, Schwule, Ausländer und Politiker ("Fips Asmussen macht auch Kabarett!") und scheut sich dabei kein bisschen, auch mal unter die Gürtellinie zu gehen – tatsächlich scheint er sogar nur ungern darunter hervorzukommen. Sein Humor überspannt dabei den gesamten Bereich von halb-charmanter Pappnasigkeit über aufdringlichen Schwachsinn bis hin zu unerträglicher Hirnlosigkeit und kann also getrost als vielseitig bezeichnet werden. Öfter, als der abgeneigte Zuhörer vielleicht zugeben mag, wird man tatsächlich zum Lachen gebracht; und öfter, als der Künstler wahrscheinlich wahrhaben will, lacht man dabei mehr über ihn als über seine Witze.

Waren Asmussens Witze zu Beginn seiner flachen, aber stetigen Karriere noch alt und abgedroschen, so haben sie heute infolge seiner konsequenten Weigerung, mit der Zeit zu gehen, eine gewisse Zeitlosigkeit erlangt und werden sogar teilweise aufgrund des inzwischen mehrmals erfolgten Generationenwechsels als frisch und neu empfunden. Bleibt er seiner Linie weiter treu, könnte er schon in wenigen Jahrzehnten als der bahnbrechende Visionär gefeiert werden, für den er sich schon seit vielen Jahrzehnten hält.

Trivia

  • Fips Asmussen teilt sich neben dem unterschwelligen Niveau auch die gewölbte Figur mit der allerdings erst mittelalten Ulknudel Oliver Kalkofe, deren unaufhörlich stänkernder Kritik er sich ausgesetzt sieht.
  • Bei Kerner wurde er dem geduldigen Sat1-Publikum mit mäßigem Erfolg als "Urvater des deutschen Humors" verkauft, weil zwar Loriot sogar noch etwa zwanzig Jahre länger im Geschäft ist, zu einer Teilnahme an Kerners Dauerselbstdarstellungssendung aber partout nicht zu überreden war. Asmussen kann also fairerweise immerhin als kerniger Stiefvater des deutschen Schülerhumors gelten.
  • Über Asmussens Privatleben ist wenig bekannt. Sollte er je eine sehr viel jüngere Lebensgefährtin aus dem Modelbusiness gehabt haben, so muss man ihm zugute halten, dass er sich wenigstens für die Klatschpresse zu schade war, sodass sein Niveau in der Gesamtwertung immerhin eine oder mehrere Stufen über Lothar Matthäus und Jörg Kachelmann anzusiedeln wäre.

Einen hab ich noch

Fährt Fips Asmussen nach Bayern in den Urlaub und sieht in seinem Hotel einen Spiegel an der Wand. Er packt ihn ein und schickt ihn seinen Eltern mit einem Brief: "Schaut nur, wie nett die Bayern sind! Die haben hier sogar ein Bild von mir aufgehängt."
Der Vater sieht sich den Spiegel an und sagt zu seiner Frau: "Mein Gott, ist unser Sohn alt geworden!"
Die Mutter schaut über Vaters Schulter in den Spiegel und sagt: "Kein Wunder, wenn er mit so einer hässlichen alten Frau zusammen ist!"