Marilyn Monroe

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Marilyn Monroe: deutsche Schauspielerin und Sängerin (* 1. Juni 1926). Eigentlich Maria Bäcker. Stilikone der 50er ("Fräuleinwunder"), Älteste der Jacob-Sisters.

Im Alter wieder vereint: die Jakob-Schwestern. Marilyn M. (m.), Ellen (l.), Alice (r.)

Herkunft

Die Bäcker-Kinder: Marylin rechts und der kleine Jakob in Mädchenkleidern links

Um M.s Herkunft ranken sich diverse Mythen. So geben manche Quellen an, sie wäre die uneheliche Tochter eines ostpreussischen Sektbarons und einer polnischen Diva, anderen Biographen zufolge soll sie die letzte Zarentochter sein (Indiz: die romanowschen Wangenknochen). Die Wahrheit indes stellt sich weniger romantisch dar. M. wurde am 1. Juni 1926 als uneheliches Kind der taubstummen kaschubischen Sängerin Norma Bäcker und des schwedischen Wanderpredigers und Wunderheilers Lasse Blöndström in Klein-Gretow bei Danzig geboren. Letzterer, ein unstetes Leben im gesamten Baltikum führend und ständig auf der Flucht vor den Behörden, zeugte mit Norma Bäcker noch drei weitere Kinder, Alice (* 1928), Ellen (* 1930) sowie den Nachzügler Jakob (*1933), bevor sich seine Spur in den Wirren des Spanischen Bürgerkrieges verliert. Norma Bäcker lebte mit ihren Kindern zunächst in großer Armut. So musste beispielsweise der kleine Jakob die Kleider seiner grösseren Schwestern auftragen, ein Umstand, der seinen späteren Lebensweg bestimmen sollte.

Musische Entwicklung und erste Erfolge

Dienst fürs Vaterland: M. bei der Truppenbetreuung (Berlin, nördlicher Frontabschnitt, April 1945)

1936 wurden die Bäcker-Kinder bei einem Photocasting der reichsdeutschen BDM-Agentur entdeckt. Mit dem frischen Lied "Händchen halten, Köpfchen senken und an Adolf Hitler denken" gewannen sie die Regionalausscheidung im Danziger Korridor und wurden zur Auszeichnung vom Führer selbst in ihre prallen Wangen gekniffen. Erste Rundfunkaufnahmen folgten und die vier Bäcker-Kinder, nun unter dem Namen "Jakob und seine Schwestern", durften noch im selben Jahr im Berliner Olympia-Stadion die Deutschlandhymne beim Einzug der Athleten singen. Es folgten diverse Auftritte bis hin zur vielumjubelten "Rheingold-Inszenierung" in Bayreuth 1941, wo die vier Geschwister die Rheintöchter gaben.

Die sich körperlich rasch entwickelnde M. wurde, nach dem Wechsel ihrer Körbchengrösse von B zu C, im Jahr 1943 offiziell zum Wehrmachts-Spindmädel ernannt und wirkte fortan in der Truppen-Frontbetreuung. Unvergessen bleibt auch der letzte Auftritt der Jakob-Geschwister im Führerbunker zur Geburtstagsfeier am 20. April 1945, wo sie den Kanon "Muss i denn zum Städele hinaus?" intonierten.

Harte Nachkriegsjahre

Solokarriere von Alice und Ellen

Aufgrund ihrer Verstrickung in die Reichspropagandamaschinerie wurden die Bäcker-Geschwister zunächst mit offiziellem Auftrittsverbot belegt, traten aber bereits (mit Jakob am Schlagbass) ab 1946 wieder in diversen amerikanischen Offizierskasinos auf.

Marilyn bei einem Auftritt des Bäckerterzetts (1947)

Unstimmigkeiten unter den Geschwistern führten 1948 zum Zerwürfnis. Während Alice und Ellen Bäcker fortan unter dem Namen "Die Kessler-Zwillinge" eine Solokarriere als ewig junge Kinderstars aufbauten, verschlug es Jakob (letzterer nun endgültig zur Frau mutiert) aufgrund ihrer ausgezeichneten Französischkenntnisse nach Paris, wo sie in den Folgejahren unter dem Pseudonym "Olivia J." in halbpornographischen B-Movies zu einiger Berühmtheit gelangte. Einzig M. blieb in Westdeutschland und schlug sich mit Werbephotos mehr schlecht als recht durch.

Künstlerischer Durchbruch

Jakob als Olivia J. bei der Wahl zur Miss Rouen 1952
M. schlägt sich mit Werbephotos durch. FIelmann-Reklame, 1950

Der große Ufa-Regisseur Leo Kirch, Freund draller Kurven und Brillenträger, wurde beim Brillenkauf in einem Fielmannladen auf das Modell Marilyn aufmerksam. Probeaufnahmen in Kirchs Wochenendhaus verliefen dermassen befriedigend, dass Marylin M. ihren ersten Filmvertrag 1951 unterschreiben konnte. In dem Skandalfilm "Die Sünderin" spielte sie in derart hinreissender Manier eine Sünderin und deren sündiges Treiben incl. der ersten Nacktszene des deutschen Nachkriegsfilms, dass der Schriftsteller Heiner Boell ihr spontan seinen nächsten Roman "Ansichten eines toten Handelsclowns" widmete. Marilyn, vom Feuilleton als Deutsches Fräuleinwunder apostrophiert, drehte in den 50er Jahren solche Klassiker wie "Rheinfall von Schaffhausen" (mit Joseph Baumwoll), "Man bin ich heiss" (mit Hans Zitrone und Willy Birgel) oder " Eine Million Angeln" (mit Grete Weiser und Marika Röck). Dank ihrer Musikalität schrieben die größten deutschen Komponisten ihr reihenweise Hits auf den Leib wie "Zwei kleine Italiener" oder "Ganz Paris träumt von der Liebe". Unsterblich und zur Weltikone aber wurde Monroe durch den Film "Die verfluchte Sieben", in der ihr beim Überqueren eines Strassenbahngleises ihr Hut in hohem Bogen vom Kopf geweht wird.

Monroe und die Männer

M. und ihr letzer Gatte Helmut K., Filmball 1982

Reihenweise lagen der Monroe die Männer zu Füssen. Neben unzähligen Affären (so soll sie unter anderem ein Liebschaft mit Conny Adenauer gehabt haben [die aber vom BND durch Kastration des alten Wüstlings aus Gründen der inneren Sicherheit der jungen BRD unterbunden wurde]), war Monroe insgesamt vier mal verheiratet. Über ihre erste Ehe mit einem bayrischen Dorfpolizisten ist nur wenig bekannt. 1954 heiratete sie den leidlich erfolgreichen deutschen Sportsmann und Faustballspieler Fritz Walter, von dem sie aber wegen seelischer Grausamkeit (Fritz hielt angeblich ihre Bälle für zu klein) bereits nach wenigen Monaten wieder geschieden wurde. 1956 schloss sie den Bund fürs Leben mit dem ebenfalls kaschubischen Schriftsteller G. Grass. Letzterer, M. hoffnungslos intellektuell unterlegen, litt sehr unter dem Erfolg seiner Frau und beging 1961 (unter äußerst dubiosen und bis heute nicht geklärten Umständen) Selbstmord. Nach dem Suizid von G. Grass verfiel M. in eine zweiwöchige tiefe Depression, die aber mit ihrem ersten und einzigen Oscar, einem strammen Jungen von 7 Pfund, ihr rasches Ende fand. Oscar machte später unter dem Künstlernamen O. Mazerath eine Karriere als Schlagzeuger bei der All Kashubian Jazz Band. 1966 schließlich heiratete sie den jungen deutschen Nachwuchspolitiker Helmut K., eine Ehe, die bis zu dessen Tod im Jahre 2001 halten sollte.

Alterswirken

M., Filmplakat zu "Vier gewinnt", 1958

Die zunehmende geistige Verwirrung ihres Mannes Helmut (letzter hielt sich zeitweise für den Bundespräsidenten und Mörder Erich Honeckers) führte dazu, dass sich die Monroe aus dem Filmgeschäft zurückzog. Stattdessen entdeckte sie ihr Herz für Tiere, gründete den Deutschen Tierschutzbund und widmete sich fortan der Förderung des Deutschen Kleinhundes. Über diese Liebe zum Vierbeiner, die sie mit ihren Geschwistern teilt, kam es 2002 auch zur Deutschen Wiedervereinigung (Revival der Jacob Sisters). Seither leben die Geschwister in trauter Eintracht ein stilles, ganz der Sangesfreude gewidmetes Leben. Ihre alten Tage sollen sie hauptsächlich damit verbringen, sich gegenseitig singend zu kämmen und ihren Hunden Schleifchen ins Haar zu binden.


Warholskys Portrait no. 1347

Trivia

Monroe inspirierte Künstler aller Gattungen zu großen Werken. So schrieb ihr der Komponist R. Siggel beispielsweise den Jahrhunderthit "Ob blond, ob Henna, ich liebe alle Männa", den Dichter Heini Heini inspirierte sie zu dessen größtem Werk "Die Loreley" und der Maler Andras Warholsky schuf seine berühmte Serie von 2000 Porträts der Monroe.

Literatur

  • "Mein Leben für die Kunst. Autobiographie", M. Monroe, NarzissVerlag, Oggersheim 2007
  • "Der deutsche Nachkriegsfilm. Eine Hommage", M. Brooks, CoverPress, Babelsberg 1990