Pleonasmus: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 3. Oktober 2008, 13:24 Uhr

Was'sn das schon wieder für ein doofes Wort?

Der Pleonasmus (nicht zu verwechseln mit dem Plasma) ist eine Art klugzuscheißen, indem man etwas nochmal sagt, obwohl es selbstverständlich ist. Viele sagen einfach Doppel-Moppel dazu, aber Pleonasmus (Plural: Pleonasmen!) klingt jedenfalls erheblich klüger. Man sollte jedoch vermeiden Pleonasmus-Pleonasmus zu einem Pleonasmus zu sagen, das sonst seine Ehre als Pleonasmus gekränkt sein kann - und das will ja keiner.

Warum Pleonasmen?

Wenn so ein Dichter an seinem Schreibtisch mal wieder seine fünf Minuten kriegt, neigt er dazu den Schülern möglichst viele unbekannte und in Vergessenheit geratene Stilmittel in ein kleines Gedicht reinzupacken - und dazu gehören Pleonasmen. So fällt es den Englisch-, Deutsch- und Suahelilehrern dieser Welt leichter ihre Schüler mit schweren Hausaufgaben (<-- Vorsicht! Pleonasmus!) zu quälen.

Beispiele

Ebenfalls als Pleonasmus zu bezeichnen sind Wörter wie die folgenden:

  • TrO-Tage (Tage religiöser Orientierung Tage)
  • PIN-Nummer (Persönliche Identifikationsnummer-Nummer)

Um dem Pleonasmus erfolgreich auszuweichen, sollte man sich in einen Raum einschließen und jeglichen Kontakt zur Außenwelt einzustellen. Sonst verwandelt man sich schnell in eine tote Leiche.

Lebendes Beispiel

Einer der größten Pleonasten, nein, nicht Spasten!, Pleonasten der deutschen Sprache ist der Ruhrgebietslyriker Werner Hansch aus Schalke bei Gelsenkirchen. Er verfasste im Herbst 2001 folgendes pleonastisches Meisterwerk: (Pleonasmen sind LILA markiert!):

"Meine Damen und Herren, liebe Fernsehzuschauer vor den Bildschirmen! Es ist 15 Uhr 30 nachmittags, die helle Sonne strahlt über dem grünen Rasen im Westfalenstadion in Dortmund! Es ist die 67. Minute in der zweiten Halbzeit des traditionellsten Ruhrgebietsderbys BVB gegen Schalke 04. Die gelbschwarzen Dortmunder haben den runden Ball gegen flächendeckend harmlose Schalker".

An diesem beispielhaften Beispiel sieht man deutlich, wie gezielt Herr Hansch die pleonastische Sprache einsetzt, um ansonsten völlig unverständliche Zusammenhänge auch dem Laien eindeutig zu erklären. Die FIFA in Bern schätzt in einer 2006 herausgekommenen Studie die pleonastische Redundanz innerhalb eines 90minütigen Fußballspiels auf etwa 47% des Gesagten.


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