Westwind

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Boah..das Ding dreht sich und hört gar nimmer auf!!
Achtung! Der folgende Artikel ist sehr verwirrend!
Im Interesse Deiner Gesundheit bitten wir Dich, den Artikel möglichst ohne jedes Nachdenken zu lesen.
Die Missachtung dieses Hinweises kann permanente Schäden in deinem neuralkomplexen Nervensystem (????) hervorrufen und zu einer Einweisung in die Klapsmühle führen.
Denk an Deine Zukunft!
Na sowas...das da ja auch!!
Der Wind, der Wind, bleibt mir im Sinn, der Wind, der Wind, weiß wer ich bin!

Der Westwind ist ein laues Lüftchen, welches sich gar nicht dessen bewusst ist - was möglichweise daran liegen könnte, dass Winde gar kein Bewusstsein haben, aber dies ist noch Gegenstand intensiver Forschungen - wie viel Staub es in der Geo-, vor allem aber in der Geisteswissenschaft aufwirbelt.

Hier herrscht seit geraumer Zeit nämlich ein Streit, in welche Richtung der Westwind weht und genauso wichtig - aus welcher Richtung er kommt. Dieser Konflikt scheint schon seit dem Mittelalter zu schwelen, da er im Lied Wind der Mittelalterrockband In Extremo thematisiert wird. Noch heute wird er angeregt in Intelektuellenkreisen, Philosophenschulen und Freibädern kontrovers diskutiert.

Eine Frage der Wissenschaft

Die Wissenschaft erhebt - genau wie die Theologie übrigens auch - den Anspruch, eine vernünftige und verständliche Antwort auf die elementaren Fragen des Lebens zu liefern. Nur äußert sich die Bibel nur undeutlich zur Richtung des Westwindes, und das ruft die Wissenschaft auf den Plan. Hier würde sich natürlich zu erst die Meteologie, Wissenschaft des Wetters anbieten, da diese sich natürlich auch mit atmosphärischen Luftzirkulationen beschäftigt. Das Problem ist aber, dass es mehr als nur als nur einen Meteorologen auf diesem Erdball gibt.

Also müssen es mindestens 2 sein, tatsächlich sind es aber wohl noch mehr, und ebenjene müssen kommunizieren. Sie können also jedes popelige Detail über die Auswirkungen des Windes auf die Fortplanzungschancen weiblicher Kühe in grünem Schafkostüm kennen, wenn sie nicht wissen, ob sie das entsprechende Lüftchen als West- oder Ostwind bezeichnen sollen. Das Problem ist also terminologistischer Natur, und damit wie gemacht für einen Sprachwissenschaftler, der sich selbst natürlich aber als Linguist bezeichnet.

Natürlich könnte man auch einen Profiler bestellen, der dann mittels modernster psychologischer Tricks dem Wind seine preferierte Terminologie entlockt, dementsprechende Versuche sind bislang aber immer gescheitert. Also doch Sprachwissenschaft.

Ein linguistischer Ansatz

Eine Linguist würde in Windeseile konstatieren, dass es sich beim Westwind um ein maskulines Kompositum asyndedischer Wortbildung zweier Substantive handelt, wobei das erstere verkürzt wurde. Das verwirrt den unbedarften Zuhörer erst mal, bringt aber keinerlei Anwort auf die Frage, ob der Westwind nun von Osten nach Westen weht oder von Osten, über den Westen über den Umweg Osten nach Südostwest oder sonst irgendeine Frage. Anschließend wird er anfügen, dass das Wind Genus und Typus des Kompositums angibt, d.h., dass es sich bei Westwind um Wind handelt. Wieder was gelernt...

Anschließend aber wird der Sprachwissenschaftler aber bald mit mit seinem Latein am Ende sein. Das West, Attribut des Kompositums, impliziert es nun Richtung oder Herkunft des Subjekts? Aus Westen oder nach Westen, das ist hier die Frage. hier wird es knifflig, und hier wird der geneigte Linguist die Stirn gaaaaanz tief in Falten legen und erst einmal nachdenken.

Versuch der Erklärung anhand des Beispiels Berlin

Berlin ist eine Stadt, die für die Lösung dieses Problems prädestiniert zu sein scheint. Zum einen gibt es Wind, wenn auch nicht signifikant mehr als in anderen deutschen Agglomerationen, aber immerhin. Zum anderen gibt es hier eine deutliche, wohl auch optisch merkbare Trennung zwischen Ost und West, was die empirische Beobachtung des Windes einfacher macht. Der Sprachwissenschaftler, der sich der Regeln und Regelmäßigkeiten seines Lokalidioms durchaus konzient ist, vorsucht ebensolche aufzuspüren, und tut dies anhand der beiden Komposita Westerberliner und Ostberliner.

Ein Ostberliner kommt aus dem Osten und weht, bzw, geht gen Westen. Dementsprechend müsste Ostwind aus Osten kommen und in Richtung Westen wehen, in Analogie dazu müsste sich der Westwind durch eine Bewegung gen Osten charakterisieren. Als Probe könnte man den Westberliner nehmen. Dieser kommt aus dem Westen, aber er weht, bzw. geht allerdings nicht in den Osten. Ostwind weht also nach Westen, Westwind aber nicht nach Osten - das ist entweder hausgemachter Schwachsinn oder aber das Beispiel mit den Ostberlinern war nicht so gut...

Ein Gegensatz dazu liefert das Wortpaar Ost- respektive Westpolitik. Die deutsche Ostpolitik richtet sich gen Osten, und wird vom Westen gemacht (evtl. mit Ausnahme der Ägide Willy Brandts). Mit der Nahostpolitik verhält es sich genauso. Das West, oder Ost, kann also sowohl Herkunft und Richtung des nahfolgenden, kompositiv gebundenen Subjekts determinieren. Damit sind wir genauso schlau wie vorher.

Spätestens seit Beginn der 90er-Jahre weht in Berlin aber ein ganz besonderer Wind, der sog. Wind of Change. Vielleicht mag er uns Auschluss bieten. Dieser Wind, der übrigens durch sein deutliches Pfeiffen zu erkennen ist, wird von den Scorpions so poetisch besungen, aber über seine Richtung ist nur eine kleine Aussage bekannt: The Wind of Change blows straight into the face of time. Das hat mit der Frage nach Richtung und Herkunft des Westwindes ungefähr so viel zu tun wie der Papst und die Aftershowparty des Christopher Street Days. Aus der Frage, ob es bei dem besungen Wechselwind also um West- oder Ostwind handelt, windet man sich hier allerdings effektiv heraus.

Westwind und die Relativität der Richtung

Eigentlich führt die West-Ost-Wind-Debatte nur zu einer Diskussion im luftleeren Raum, was bei einem Diskurs über Wind ja mal doppelt unsinnig ist. Otto Normalwindbestimmer kann sowieso nicht aus dem Stegreif sagen, wo Westen und Osten ist. Man kann schon froh sein, wenn er nicht gen Himmel zeigt, und denkt, dort wäre Norden, da der Norden bekanntlich immer oben ist. Die Debatte um West- und Ostwind ist also eine Diskussion, die nur irgendwelche superhyperintelligenten Wissenschaftler ohne Freunde führen, und das muss nicht sein. Es muss auch eine populärwissenschaftliche Art geben, die Richtung von Luftzirkulationen zu bestimmen.

Natürlich ist es, um sich der Populärsprache zu bedienen, der durschnittlichen Hausfrau aus Dreis-Tiefenbach ziemlich Wurst, ob nun West- oder Ostwind ihre Wäsche trocknet, aber es kann einfach nicht sein, dass wissenschaftliche Diskurse am einfachen Volk vorbei geführt werden. Und das einfache Volk drückt Richtungen anders aus als durch West und Ost, nämlich durch die beiden Wörtchen "rechts" und "links". Es gäbe dann also Rechts- und Linkswind. Nur gibt es ein Problem: Wind, der von rechts nach links weht, handelt es sich bei selbigem um Rechts- oder Linkswind?

Außerdem offenbart die Links-Rechts-Terminologie einen weiteren Schwachpunkt. Rechts- und Links hängen wesentlich von Sicht des Betrachters ab, sind also nach Einsteins Relativitätstheorie relativ. Damit hängen nicht nur Zeit und Raum, sondern auch die Richtung vom Standpunkt des Betrachters ab. Das verkompliziert die Windwestfrage erheblich. Wind legt eine gewisse Strecke mit einer gewissen Geschwindigkeit zurück, durchquert also einen gewissen Raum in einer gewissen Zeit. Damit ist seine Bewegung aber noch nicht zweifelsfrei bestimmt, es fehlt die Richtung. Also ist der Wind sowohl von Zeit, Raum und Richtung abhängig. Die Terminologie verklompliziert das natürlich.

Denn die drei Komponenten sind alle drei relativ. Ein Rechtswind für den einen ist ein Linkswind für den Anderen, ein räumlich großer Wind ist für den anderen ein räumlich kleiner etc. Das heißt, ein und der selbe Wind kann (und muss) - je nach Standpunkt des Betrachters hinsichtlich Zeit, Raum und Richtung - verschieden bezeichnet werden. Ganz schön kompliziert. Die Anzahl der verschiedenen Bezeichnungen für ein und den selben Wind lässt sich stochastisch relativ (hier ist schon wieder diese verdammte Relativität) einfach berechnen. Hierzu genügt es einfach, die einzelnen Anzahlen an möglichen Standpunkten miteinander zu multiplizieren.

Also ran an die Materie. Rechts und links hängt ab von der Himmelsrichtung, in der man steht. Für einen, der gen Osten starrt, ist das Links das Rechts dessen, der in Richtung Westen kuckt. Nur wie viele Himmelsrichtungen gibt es? Beschränkt man sich auf vier (Süd, Ost, Nord, West), oder nimmt man die anderen auf (Süd-Ost, Süd-West, Nord-Ost, Nordwest) auf? Dann wären es vier Richtungen bzw. acht. Aber wie sieht es aus mit der Himmelsrichtung Etwas-mehr-Nördlich-Als-Nord-Ost aus, ganz zu schweigen von Noch-Etwas-mehr-Nördlich-Als-Nord-Ost? Die Zahl der verschiedenen Rechts und Links ergibt sich also aus dem Doppelten der einzelnen Himmelsrichtungen. Das es also unendlich viele Himmelrichtungen gibt, gibt es also 2 mal unendlich viele Rechts und Links. Wenn man bedenkt, dass es genauso viele Standpunkte zu Raum und Zeit gibt, gibt es also

* 2 * ∞² =

verschiedene, populärwissenschaftliche Bezeichnungen für ein und den selben Wind. Diese sind dabei nicht mal exakt, da es nach der Heisenbergschen Unschärferelation unmöglich ist, Zeit und Raum gleichermaßen genau zu bestimmen. Fest steht aber, dass es eine kaum zu überlickende Menge an Bezeichnungen für ein und densselben Wind gibt, und dass es mit der Frage nach Ost- oder Westwind alleine noch lange nicht getan ist.

Fazit

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Die sogenannten Allwissenden von Wikipedia haben - zu ihrer Schande - bislang noch keinen Artikel zu diesem Thema.

Die Frage nach Ost- und Westwind bleibt eines der letzten ungelösten Rätsel der Menschheit, und noch einige Philosophen, Wissenschaftler oder Menschen, die einfach zu viel Zeit haben, werden sich mit diesem Mysterium auseinandersetzen. Die Schwierigkeit dieses Problem zeigt sich an dem Umstand, das selbst das ach so allwissende Internetlexikon "Wikipedia" über keinen Artikel zu diesem Thema verfügt.

Und was haben die Illuminaten damit zu tun?

Wahrscheinlich gar nichts.