Tropico

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Trrropico-Reihe
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Genre Diktaroren-Dreck, zweiter Teil Piraten-Dreck
Plattform PC, ab 3. Teil (leider) Xbox 360, Taschenrechner
Publisher Kollapso
Erschienen 2001, 2003, dann noch 2009 und schließlich auch noch 2011
Zielgruppe Nerds, Sunshine-Spasten und gescheiterte Politiker

Tropico wird eine vierteilige Spielereihe des bulgarisch-kasachischen Spieleherstellers Haemimont, bekannt für diverse U-Bahn-, S-Bahn- und Schrottwagensimulatoren.

In fast jedem dieser Wirtschaftssimulationen, von denen es eh schon zu viele gibt, geht es um einen aufstrebenden Diktator, einfach nur El Presidente genannt. Hier kann der gelangweilte Gamer seinen diktatorischen Hemmungen freien Lauf lassen: Leute erschießen, sich in unzähligen Missionen mit zehn Tassen Kaffee im Spiel halten und seine eigene, kleine Insel zu einer riesigen Weltmacht ausbauen, zumindest ab dem dritten Teil im Kreuzfeuer der F***ing United States und der müffligen UdSSR.

Trotz pottniedrigen Interesses ist mittlerweile der vierte Teil erschienen, und es ist kein Ende in Sicht.

Das Computerspiel Tropico ist allerdings nicht zu verwechseln mit der real existierenden Republik Tropico, die allerdings auch in der Karibik liegt.

Tropico 1

El Presidente in einer Fernsehansprache des staatlichen Senders.

Zur Zeit der Jahrtausendwende wollte der kleine Ami-Spielehersteller PopTop Games, bislang nur durch kindische Billig-Eisenbahnspielchen wie Railroad Tycoon bekannt, mal mehr als 500 Dollar für die Entwicklung eines Spieles ausgeben. Also holte man sich ein paar stinkige Spielentwickler aus Oman, gab ihnen ein paar aufpunschende Müsliriegel, und schon landete man mit der exotischen Pseudo-Wirtschaftssimulation Tropico einen Hit.

Hier spielt man, wie bereits oben erwähnt, einen überhaarten, übergewichtigen, knollennäsigen, grendanisch-bahamanesischen Diktator, genannt El Presidente, der im Jahre 1950 aus der kriegsgebeutelten Insel Tropico eine wirtschaftsstarke Hardcore-Diktatur machen will. Zunächst zögerlich, gelingt es einem jedoch recht schnell, seine diktatorischen Hemmungen auszuleben: Obdachlose abknallen, sich die Macht mit leckeren Bankchecks sichern, Fidel Castro huldigen, mit zwölf Frauen gleichzeitig schlafen, alles rund um die Uhrdas Jahr, gaaanz zeitecht. Man ist jedoch recht lange damit beschäftigt, die verdammte Insel an das Stromnetz anzuschließen sowie im Dauerlauf Häuser zu bauen, die ach so tolle Wirtschaft zu komplettieren und die gesamte Außenwelt mit Bananen und Ziegen zu bereichern, das alles klappt nicht reibungslos, da die Inselbevölkerung am Anfang nur aus Vollidioten besteht. So muss man sich schmierige Studenten aus dem Ausland holen, so vergisst man die Missionen, ehe sie zu Ende sind. Alles kombiniert mit peppiger Latino-Musik, die am Ende jedoch verdammt nervig wird und einen zum Selbstmord treibt.
Klingt alles kompliziert, ist im Vergleich zu den Nachfolgern aber recht stupide und einfach gehalten. Trotz der vielfach kritisierten, schwammigen Spielgrafik und der nicht vorhandenen Story, etlichen Spielfehlern und diversen Problemen mit Windows 2.0-RentnernBenutzern, erreichte das Spiel Kultstatus, dank provokanter Werbung vor allem bei Nerds, die sich vergeblich Insel-Flair in ihr Zimmer wünschten. Allein in Pakistan wurde das Spiel über 20 Millionen mal verkauft, in Deutschland bestehen noch immer bedeutende Fanclubs.

Tropico 2

Tropico 2 war ein Flop, es gibt allerdings noch Fans, irgendwo auf Rügen...

Dass ein zweiter Teil folgen würde, war mehr als klar. Da sich PopTop Games mehr auf ihre dämliche Eisenbahnbausimulation konzentrieren wollte, übernahm der turkmenische, selbsternannte Spieleentwickler Frog City die Entwicklung. Nach diversen Ehrenmorden in der Entwicklungsriege erschien das Spiel später als erwartet, nämlich 2003. Trotz guter Kritiken war das Spiel ein gigantischer Misserfolg, vor allem dank der Tatsache, dass man hier einen unsymphatischen Piratenkönig spielen sollte, der eine eigene Insel mit allerlei Getier und Gefangenen besaß. Ähnlich wie im ersten Teil musste man nun diktatorisch eine Insel steuern, aufgrund der weiterhin zermürbenden Grafik und dem verloren gegangenen diktatorischen Flair ging das aber gründlich in die Hose, weil die Menschen damals nach gefühlten hundert gefloppten Piratenfilmen nicht so tolerant gegenüber Piratenzeuch waren wie heute. Fluch der Karibik veränderte dann alles, Tropico 2 war aber weiterhin ein Flop, Frog City wurde insolvent und danach von der turkmenischen Regierung wegen Gewaltverherrlichung verboten. Noch heute warten Exemplare in Stadtbibliotheken auf ihre Käufer - Deppen destotrotz hoffnungslos!

Tropico 3

Tropicos Flagge, nie im Spiel gesehen, und doch existent. Mysteriös.

Fünf Jahre wurde das Spiel totgeschwiegen, bis sich 2008 der deutsch-amerikanisierte "Games Publisher" Kalypso die Namensrechte sicherte und den bulgarisch-kasachischen Spieleentwickler Haemimont mit der Entwicklung beauftragte. Etwas später stellte man das Spiel imposant vor.

Im Grunde genommen unterscheidet sich das Spiel nicht wesentlich vom ersten Teil, der Spielegourmet erkennt jedoch sehr schnell:

  • Dazu gehören auch politische Fraktionen. Stark vertreten (real oder finanziell) sind konsumgeile Kapitalisten, die hechelnden Präsidentenliebhaber, namentlich Loyalisten, die ständig nach Kirchen bettelnden Christen und die traditionellen Freunde der Sowjetunion, auch Kommunisten genannt. Platzhalter sind die ständig nach doofen Menschenrechten und Bildung bettelnden Klugscheißer, auch Intellektuelle genannt, die Militäristen und die nervigen Umweltschützer, sowie der Running Gag, die Nationalisten. Einen Kommentar verkneifen wir uns hier mal.
  • El Presidente darf sein Volk mit Reden, Steuersenkungen, Bildungsprogrammen etc. noch mehr auf seine Seite ziehen, ähnlich wie im realen Leben.
  • Eine offene Feindschaft zwischen USA und UdSSR lässt den Spieler wieder in die Zeit des guten, alten Krieges kommen. Hurra!
  • Weitere Wirtschaftszweige lassen den Durchschnittsnoob verzweifeln...
  • Man kann noch mehr seine diktatorischen Neigungen ausüben, muss sich aber nervige Kriege gefallen lassen
  • Nervige Radiomoderatoren wie der Schleimer Juanito oder die gottverdammte Bitch Betty Boom lassen einen noch mehr verzweifeln.
  • Unzufriedene bzw. abenteuergeile Bürger werden zu Rebellen und lassen Tropico zu einer Kriegssimulation mutieren.

Ansonsten ist aber alles wie gewohnt: Am Anfang ein schäbiges Dorf, wird von einem in unzähligen Missionen, die auf unterschiedlichen, je nach dem von Nazis oder Öl verseuchten Inseln beheimatet sind, verlangt, jedes Mal neu seine Insel zu einer Weltmacht zu machen. Das lässt die Spieler verzweifeln, und so wurden bereits dutzende Cheats auffindig gemacht. Hindert einen zwar am Spielspaß, aber einen Cheater hält ja bekanntlich nichts auf.
Da die Entwickler zu blöd waren, weitere Gebäude und Erlasse in das Stammspiel zu packen, veröffentlichten sie etwas später noch eine überteuerte Erweiterung, worin weiteres "wichtiges" Zeug wie Windräder, sinnlose Denkmäler etc. reingepackt wurde.
Später erschien das Spiel auch auf Xbox 360, bekam aber vernichtende Kritiken augrund der ziemlich schwammigen Bedienung und der allgemeinen Enttäuschung gegenüber Strategiespielen auf Xbox. Die Pläne, das Spiel auf dem ach so tollen Nintendo DS rauszubringen, wurden im Nachhinein verworfen.

Tropico 4

YESSS!!! Ich hab' den vierten Teil drauf! Öh...Was? Speicher reicht nicht aus? FUCK THE GAME INDUSTRY!

Lange davor angekündigt, brachte das geldgeile Kalypso den vierten Teil der Reihe heraus. Allerdings unterscheidet sich das Spiel im Vergleich zum Vorgänger mit Ausnahme der für Kellerkinder und Ultranerds aller Art nicht geeigneten megafarbigen, peppigen, kontrastreichen Grafik, ein paar neuen, "supertollen" Gebäuden, neuen, in Form von Bleistiftzeichnungen "Satirische Karikatur"-mäßig porträtierten, gewitzten, hinterhältig bis peinlichen Charakteren, die einem aberwitzige, bekloppte Missionen geben, den dazugekommenen "Handelsnationen" China, Europa und Mittlerer Osten, neuer nerviger Musik und einigen, unbedeutenden Feinheiten, die man erst nach gefühlten 100 Missionen merkt, kaum. Kein bisschen. Trotzdem machte Kalypso einen großen Prunk daraus, verknüpfte das "brandneue" Spiel mit Facebook, Twitter und DiktatorenVZ, und veröffentlichte wieder einige sauteure Erweiterungen wie "Tropico - Modern Times", wo man je nach Nüchternheitsgrad durch die Zukunft reisen, Tropico zu einem zweiten Dubai machen kann und man wieder einmal auf paranormale Charaktere trifft.
Aber mal abgesehen von den "DLCs" genannten kümmerlichen Mini-Erweiterungen, die sich je nach dem um's Militär, um Tourismus, Sex etc. dreht und für 3,99 € vom tropicosüchtigen Durchschnittsidioten erworben werden können. Die Geldkasse von Kalypso wird's freuen.

Der Durchschnittsspieler

Die Hans-Maulwurf-Universität für Sinnlose Studien kam dank tausender, per Taschengeld gelockter Teilnehmer und intensiver Recherche in diversen Foren auf ein angeblich präzises Bild eines Durchschnitts-Tropico-Spielers:

Tropicogamer.png

Liste der spielbaren Charaktere

...wenn man nicht seinen wunderbaren Charakter selber erstellt

So ist es.

Weiteres

  • Für Möchtegern-Architekten und Gelangweilte ist noch das freie Spiel, die "Sandbox" da. Irgendwann hat jedoch auch das ein Ende.
  • Damit das Spiel zuckelfrei läuft, bedarf es schon einen 128-Bit-Prozessor
  • Tropico wurde mehrmals Opfer diverser Verunglimpungskampangen, u. a. von Amnesty International und Greenpeace, aufgrund der Darstellung von exessiver Gewalt gegen Demonstranten und der nicht artgerechten Haltung in den enthaltenen Zoos.
  • PEGI gab Tropico 3 und 4 aufgrund der angeblichen Brutalität und allgemeinen Abneigung gegenüber diktatorischer Gewalt ab 16 frei. Mehrere Pubertierende beschwerten sich bereits bei Kalypso...
  • Raul Castro empfohl den vierten Teil öffentlich in der kubanischen Talk- und Seelsorgeshow "Castro ist für alle da".
  • In Tadschikistan, Schweden (dem Ursprung allen demokratischen Übels), Niger, Nordkorea (aufgrund des Fehlens von Kim Jong-il) und Klein-Kaukasien sind Teil 3 und 4 verboten, in Somalia aufgrund von Piratenverunglimpung auch der zweite.
  • Der zweite Teil war vor kurzem überraschenderweise Teil diverser Diskussionen in Polit-Talks. Dort diskutierten unter anderem somalische Piraten, Mitglieder der Piratenpartei, Forscher und Spielesüchtige um ein Verbot des Spiels. Die Bundesprüfstelle wird alle Möglichkeiten überprüfen...
  • Eine Pizza Tropico gibt es entgegen der Meinungen vieler Cannabiskonsumenten nicht. Noch nicht...

Weitere banale Strategiespiele