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Saftladen

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Drei besonders exotische Säfte (südguineische Stachelbeere, Ananaskiwi und Banapfel) ohne Zusatz von Kristallzucker und mit lecker viel Fruchtfleisch, dennoch selbstverständlich vegetarisch.
Hmmjam, leckerer Blutorangentomatensaft zum Mitnehmen to go mit schönen großen Fruchtstückchen für alle Vampire, die die Angst vor HIV haben...

Als Saftladen bezeichnet das deutsche Handelsregister im Allgemeinen (meist aber auch im Speziellen) eine Gewerbeform, in der meist in flüssiger Form daliegende Endprodukte aus Obst- oder Gemüsewaren in Flaschen oder Trinkgefäßen aus Polyethylen abgefüllt und gewerblich zum Verkauf angeboten werden oder – zu Deutsch – Saft verkauft wird.

Klientel eines Saftladens

Hierbei ist allerdings bei der Terminologie genau darauf zu achten, dass dieser Saft auf keinen Fall mit den handelsüblichen Fruchtverschnitten aus dem proletarischen Supermarkt verwechselt werden darf. Bei Produkten aus Saftläden handelt es nämlich sich um 1A-Prima-Direktsaft, wie hohes-C-Suppe. Und da die Produkte solcher Qualitätshersteller nicht so amerikanisch-kommerziell-gespritzt sind, trifft sich vor solchen Läden immer nur eine ganz gewisse Klientel an Erleuchteten, die den Unterschied zwischen einem Andenpapaya-Direktsaft und einem Apfelsaft aus dem Supermarkt zu kennen vermögen. Genau, solch tolerante Öko-Terroristen wie den bekannten Friedensaktivisten Osama Bin Saftladen.

Diese Kundschaft ist meist linken, grünen und/oder veganistischen Schichten zuzuordnen. Aufgrund dieser speziellen ethnischen Zusammensetzung entsteht vor Saftläden meist ein sehr tolerant-liberalistisches Milieu. Toleranz gilt hier alles, sie gilt auch für die Glaspreise, wie zum Beispiel 2,10 € für 0,2 Liter Orangenguavenbionektar, zumal davon ja eh 10 Cent an Entwicklungshilfe gespendet werden. Auch sorgen solch liberale Bedingungen für eine hohe künstlerische Freiheit, die sich dann ebenfalls in kreativen Poetenwerken wie Saft – eine Kraft, die alles schafft entlädt. Alles darf gegessen, gesagt und - vor allem - getrunken werden, außer der politisch inkorrekte Saft der Abu-Grapefruit, aber das ist eine andere Geschichte...

Die Unbeliebtheit der Saftläden

Dennoch gebraucht der unwissende und unmündige Proletarier den Begriff Saftladen immer wieder als Generalbezeichnung für Unternehmen, die ihm nicht passen und sonst auch immer als Fluch, wenn er das Wort Sch**** verhindern will. Sogar ganz neue Flüche wurden erschaffen und der Saftladen mit anderen bekannten Idiomen zur negativen Meinungsäußerung zusammengeführt, wie zum Beispiel das Modewort Saftzement. Solch unverhohlenen Verunglimpfungen von gewerblichen Minderheiten sorgen immer wieder für Empörung unter den exklusiven Kunden.

Dabei sind sie bei Weitem nicht die Einzigen in solch niederträchtiger Art und Weise Geschmähten. Wer kennt nicht den freundlichen osmanisch-orientalischen Gewürzhändler um die Ecke, der sich aufgrund seines exklusiven Gewerbes schon seit Längerem immer mit dem Begriff Kümmeltürke beschimpfen lassen muss?

Ein Höhepunkt des sogenannten Saftladenrassismus erlebte die Weltgemeinschaft im Jahre 2009, als ein gewisser Bonze namens Thilo Sarrazin gegen alle Gemüseläden der Republik wetterte. Hiermit beleidigte er in erster Linie natürlich sämtliche Saftläden, die ja eine Modifikation von Gemüseläden darstellen.

Manche fürchteten sich schon vor gewalttätigen Übergriffen und gründeten zur besseren Fluchtmöglichkeit mobile Saftbars, die sogenannten Rollläden. Außerdem kam es zu wilden Protestdemos gegen Sarrazin, infolge der seinen Job bei der Bundesbank abgeben musste, wodurch sein Gehalt auf ein Niveau fiel, mit dem er nicht mal im Saftladen einkaufen konnte.

Warum er gegen die Saftläden hetzte, ist unklar, aber es steht auf jeden Fall fest, dass es mit einer mysteriösen Verschwörung zu tun haben musste, mit der das imperialistisch-kapitalistische Amerika auch die letzten Bastionen guten Geschmacks vernichten und die gesamte Welt durch McDonald’s-Filialen besetzen will. Ganz bestimmt!