Pillepalo

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Ungekämmt, aber frisch gewaschen und ordentlich angezogen präsentiert er sich dem Publikum: ein Sinnbild der Ambivalenz!

Pillepalo ist ein finnischer Kettenraucher, Musiker und Hauptverantwortlicher für die gleichermaßen unheilschwangeren wie massentauglichen Emo-Texte der Band HIM. Als einer der wenigen Männer, die sich freiwillig die Augen schminken und melancholische Liedchen trällern, ist er in Finnland ein Sexsymbol und auch international der Schwarm der Gothicmädchen und Idol aller schwulen Pentagrammfreunde.

Leben

Am 26. November 1976 wurde Pillepalo in Helstinki als jüngstes von sechs Kindern geboren und schlimmer noch, als kleines Brüderlein fünf älterer Schwestern. Von frühester Kindheit an musste er damit zurechtkommen, den lieben langen Tag von einer enormen weiblichen Übermacht betüdelt, hübsch gemacht und knuffig gefunden zu werden; eine familiäre Extremsituation also, die maßgeblich zur Entwicklung seines androgynen Habitus beitrug, der ihm bis heute die Gunst der Zielgruppe sichert. Dennoch beschreibt er seine Kindheit als sehr schön. Palo leidet an Asthma, seit er im Alter von sechs Jahren seinen kleinen Hund verschluckt hat. Dieses traumatische Erlebnis zog außerdem einige Allergien nach sich und trug entscheidend dazu bei, dass der so früh mit dem plötzlichen Tod einer geliebten Seele Konfrontierte sich fortan viel mit dem Themenkreis Liebe, Schmerz, Tod und Trauer und trotzdem lustig befasste, der sich durch sein gesamtes Lebenswerk zieht.

Künstlerisches Schaffen

Pillepalo gründete 1995 die Band HIM, in deren Mittelpunkt er seitdem steht, umkreist von einem weniger interessanten Gitarristen und einem beinahe unerheblichen Bassisten sowie ständig wechselnden und völlig bedeutungslosen Keyboardern und Schlagzeugern.

In seiner Musik und seinen Texten widmet sich Palo wie eingangs erwähnt überwiegend den Themen Liebe und Tod, er erweitert also gewissermaßen den Horizont des altbackenen Schlagers um eine leicht morbide Note. Diese ist durchaus geeignet, um als jugendlicher Fan in konservativeren Kreisen so etwas wie Empörung zu erzeugen, ohne allerdings den Haussegen nachhaltig zu gefährden, wie das bei Cannibal Corpse schon eher der Fall wäre. In progressiveren Elternhäusern insbesondere der bildungsferneren Schichten läuft der Teenie dagegen Gefahr, sich sein Idol womöglich mit der eigenen Mutter teilen zu müssen, die einen tätowierten Sänger mittleren Alters mit geschminkten Augen und verquarzter Schmalzstimme ebenfalls geil findet.

Multitalent Pillepalo ist nicht nur begnadeter Sänger, sondern spielt auch E-Bass, Gitarre, Schlagzeug und Schach, außerdem beherrscht er einen alten finnischen Trick zum Feuerentfachen, er weiß, wie man unkompliziert und zuverlässig abnimmt und kennt als passionierter Nordsee-Angler die 860 Seiten starke Kennzeichnungsverordnung für in Deutschland als Gefahrgut kennzeichnungspflichtige Fischarten komplett auswendig.

Zitate

  • Hier, komm mal schnell her! Du hast doch letztens gefragt, was ein Transvestit ist. Da ist gerade wieder einer im Fernsehen.“ – ein Vater zu seinem Kinde