Kalter Kaffee Krieg

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Der Begriff Kalter Kaffee Krieg bezeichnet je nach Lage und Anzahl der Bindestriche unterschiedliche Auseinandersetzungen.

Verschiedene Deutungen

  • einen heißen Krieg um kalten Kaffee (Kalter-Kaffee-Krieg)
  • einen kalten Krieg um Kaffee beliebiger Temperatur (Kalter Kaffee-Krieg bzw. Kalter Kaffeekrieg)
  • in der Umgangssprache einen sinnlosen Streit um nichts (Gerüchten zufolge sind diese im Stupidedia-Forum nicht selten), wobei hier nicht der reale Kaffeekrieg als Vorbild zu sehen ist, sondern viel mehr der kalte Kaffee als Metapher für eine beliebige Belanglosigkeit steht.

Neuinterpretation

Ferner kann auch ein kalter Krieg zwischen irgendwem und seinem Kaffee gemeint sein, oder ein Krieg, der auf kaltem Kaffee ausgetragen wird (beispielsweise von verfeindeten Wasserläuferkulturen).

Um die Brisanz der Begriffsverwirrung noch zu verschärfen, entschied man sich im Zuge der letzten Rechtschreibreform aus einer koboldischen Laune heraus (oder aus bequemer Resignation, da das sich rasch verbreitende Deppen Leer Zeichen ohnehin nicht mehr aufzuhalten ist), ganz einfach grundsätzlich auf alle Bindestriche zu verzichten, sodass "Kalter Kaffee Krieg" nun für alle oben genannten Versionen steht und man aus dem Kontext schließen muss, was tatsächlich gemeint ist.

Relevanzverhältnis

Die Relevanz dieser sprachlichen Unklarheiten ist umstritten. Einerseits wird argumentiert, dass es bisher nur einen einzigen Vorfall gab, der nur einer einzigen Interpretation einen realen Bezug gibt, nämlich einen Krieg mit kaltem Kaffee als Auslöser, um den es im Folgenden gehen soll. Die andere Seite führt das Argument ins Feld, dass in Zukunft theoretisch auch kalte Kriege um Kaffee stattfinden können, sodass sich dann spätere Generationen mit den sprachlichen Ungenauigkeiten ihrer Vorfahren herumplagen müssen. Angesichts der aktuell neuen Generation, die sich weder um Klarheiten noch um Unklarheiten der Sprache sonderlich schert und munter gebrochenes Denglisch oder Germish spricht und schreibt, muss dieses Argument sich den Vorwurf eines gewissen Mangels an Schlagkraft wohl oder übel gefallen lassen.

In der englischen Sprache heißt der historische Kalte Kaffee Krieg "Cold Coffee Crieg" (Richtiger wäre "War", aber auch im Englischen legt man Wert auf Alliterationen und benutzt daher den angepassten Germanismus "Crieg"). Im Französischen heißt er "Crise du Café Chaude", wobei sich "chaude" (= "heiß") nicht auf den Kaffee, sondern auf den Krieg bzw. die Krise bezieht, während die Temperatur des Kaffees unerwähnt bleibt.

Verlauf des Kriegs

Vorspiel

Bevor es zum Kalten Kaffee Krieg kommen konnte, fanden am späteren Kriegsschauplatz bereits kleinere Konflikte statt. Seit 1764 bekämpften sich in Massachusetts die Verwalter mehrerer Kaffeeplantagen gegenseitig und strebten die Vorherrschaft über die Kolonie an. Durch die ständigen Kämpfe wurde die Kaffeeproduktion stark geschwächt und schließlich stellten alle so genannten Coffee Warlords die Lieferungen an das Mutterland Großbritannien nahezu zeitgleich 1766 ganz ein und verkauften den Kaffee stattdessen, um Söldner bezahlen zu können.

Nun erst reagierte die britische Regierung und schickte einen Botschafter, der dem Ausbleiben der Lieferungen auf den Grund gehen sollte. In der Kolonie angekommen, traf der Botschafter – entgegen seinem Auftrag – die mutige Entscheidung, aufgrund der kritischen Lage sofort einzugreifen und suchte den Dialog mit den Coffee Warlords. Er forderte sie auf, umgehend ihre Konflikte niederzulegen und die Kaffeelieferungen unverzüglich in altem Umfang wieder aufzunehmen; andernfalls werde die britische Krone sich nicht anders als mit militärischer Gewalt zu helfen wissen.

Boston Coffee Party

Nach dreitägiger Beratung einigten sich die Coffee Warlords darauf, der Forderung des britischen Botschafters nachzukommen. Sie teilten ihm mit, dass sie Frieden schlössen und die Lieferungen wieder aufnähmen und luden ferner den König von Großbritannien zur legendären Boston Coffee Party ein.
Selbstzufrieden kehrte der Botschafter nach England zurück und verkündete dem König seinen scheinbaren Erfolg. Beide konnten nicht wissen, dass die Coffee Warlords keineswegs gewillt waren, sich kampflos zu ergeben und sich während der Beratung gegen die britische Krone verschworen hatten.

Die Boston Coffee Party, von der die Briten glaubten, es handele sich um eine harmlose Feier des unblutig wiedergewonnen Friedens, war von Seiten der Gastgeber als Provokation geplant. Man servierte den britischen Gästen Kaffee, der stark, schwarz, heiß und lecker war, wie er sein muss, mit einer einzigen Ausnahme. Ausgerechnet der König bekam eine Tasse bräunlich-trüben Kaffee, der mit zu viel Süßstoff gesüßt und zu allem Überfluss nur lauwarm war – nach seiner Ansprache sogar völlig kalt. Die bewusste Provokation scheiterte beinahe an der Begriffsstutzigkeit der britischen Besucher: die böse Absicht wurde nicht erkannt und man führte den desaströsen Verlauf der Boston Coffee Party nicht auf die Böswilligkeit der Coffee Warlords zurück, sondern vielmehr auf deren unverschämte Ignoranz; allerdings verfehlte sie ihren Zweck dennoch nicht – der Zorn des Königs war enorm. Nicht nur, dass er als Engländer Kaffee statt Tee bekam, nein, dieser war auch noch von minderer Qualität – und kalt! Das war zu viel. Blind vor Zorn erklärte der König der eigenen Kolonie den Krieg und kehrte heim nach London.

Weiterer Verlauf

Verkleidete Engländer versenken vor den Augen der Kolonisten Kaffee im Meer

Nach dem Ausbruch des Kalten Kaffee Kriegs verzichteten die vereinten Coffee Warlords auf gegenseitige Plantagenplünderungen und verteidigten sich stattdessen gemeinsam gegen die angreifenden britischen Truppen.

Der Kalte Kaffee Krieg sollte sich als einer der unblutigsten Kriege der Menschheitsgeschichte erweisen. Dem doch recht unwichtigen Anlass entsprechend verzichtete man auf beiden Seiten weitestgehend darauf, die Soldaten des Anderen zu töten und beschränkte sich darauf, die Gegenseite zu demütigen, indem das favorisierte Aufgussgetränk des jeweils Anderen möglichst theatralisch zu vernichten. Die Coffee Warlords also verbrannten an der Küste große Mengen Tee, während die Briten unmittelbar daneben ganze Schiffsladungen Kaffee im Meer versenkten. Derlei Maßnahmen waren natürlich noch wesentlich kostspieliger als es der einfache Verzicht auf die Lieferungen der Kolonie gewesen wäre, aber es galt schließlich seinen Ruf als Seemacht zu verteidigen.

Kriegsende

Die Tee- bzw. Kaffeevernichtung fand ein jähes Ende, als Griechenland damit drohte, zu intervenieren und den schon damals gefürchteten Ouzo einzusetzen. Frieden wurde jedoch offiziell nie geschlossen, sondern es wurden nur die "Angriffe" vorerst auf Eis gelegt und aus dem Kalten Kaffee Krieg wurde der Kalte Kalte Kaffee Krieg, der zumindest formal bis heute andauert.
Gerüchten zufolge lagern in den verfallenden Bunkern der damaligen Coffee Warlords noch immer ein paar Kannen nunmehr jahrhunderte alter, inzwischen wirklich kalter Kaffee, der geduldig darauf wartet, in höhnischer Art und Weise der britischen Krone untergejubelt zu werden.

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