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Rundschreiben

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Beispiel eines maschinell verfassten Rundschreibens

Das Rundschreiben vereint mit dem Rad und der Schrift zwei der bedeutendsten Erfindungen der Menschheit und ist die natürliche visuelle Entsprechung zur sich im Kreis drehenden Sprache. Seine Anfänge sind in den großen Bürokratien vor ungefähr 10.000 Jahren nachweisbar. Die Entwicklung des Rundschreibens wurde möglich mit der Enteckung der Töpferscheibe und deren Einsatz als Desktop. Erste Rundschreiben der Sumerer wurden deshalb auch folgerichtig auf Tontäfelchen als ebene Datenträger verfasst. Diese Tontäfelchen hatten jedoch eine nur sehr begrenzte Speicherkapazität und waren nach dem Brennen nicht wiederbeschreibbar.

3.500 Jahre altes Rundschreiben

In der weiteren Entwicklung (ca. 1000 v.u.Z) wurde zwischen einem Rundschreiben auf einem ebenen sowie auf einem zylinderförmigen Datenträger unterschieden. Zylinderförmige Datenträger sind beispielsweise Ionische oder Dorische Marmorsäulen auf denen die Schrift spiralförmig um den Säulenschaft herum eingearbeitet wurde. Datensatzbegrenzend wirkte hier die endliche Höhe und der endliche Durchmesser der Säule.

Mit der Miniaturisierung der Schriftzeichen und die Nutzung von Shelllack und später Vinylscheiben wurden die ersten akustischen Rundschreiben, die sogenannten Schallplatten ermöglicht. In Anlehnung an das früher verwendete Material wurden diese runden Vinylscheiben auch „Tonträger“ genannt. Eine Nebenlinie der erfolgreichen Entwicklung der zylinderförmigen Rundschreiben führte zum mechanischen Klavier, dessen Notensatz in ein auf eine runde Rolle gewickeltes Blech gestanzt wurde. In Festplatten der Neuzeit wurden beide Nebenlinien wieder vereint. Mehrere Rundsch(r)eiben übereinander bildeten sogenannte Zylinder für eine fast unbegrenzte Speicherkapazität.

Rundschreiben sind heute in der Lage, komplette Visualisationen von Kurzfilmen und Musikimpressionen (sogenannte CD's) maschinell lesbar zu archivieren. Ähnlich wie die Tontäfelchen sind die meisten dieser Rundschreiben nach dem Brennen nicht wiederbeschreibbar, jedoch gibt es Versionen, die auf Kosten der Haltbarkeit ein Wiederbeschreiben ermöglichen. Ein sehr erfolgreiches Produkt dessen konsequente Weiterentwicklung als DVD und Blu-ray sich für Rundschreiben von mehrstündiger Dauer eignete. Durch die hohe Losgröße bei der Herstellung werden sehr niedrige Preise ermöglicht, so dass diese Rundschreiben als Wegwerfartikel auch in Obstbäume gehängt werden können, um die sich von zum Beispiel den Süßkirschen parasitisch ernährenden Vögel zu vertreiben.

Da die moderne Technik in den Kanzleistuben und Ämtern etwas später Verwendung fand als im Real Life, haben sich dort lange Zeit Schreibmaschinen und Drucker erhalten, welche ein sogenanntes Typenrad benutzten. Diesem Typenrad ist der typische Verwendungszweck für ein Rundschreiben schon anzusehen! Jeder Buchstabe, jedes Sonderzeichen kann in einem beliebigen Winkel zu Papier gebracht werden, ohne dass nun unbedingt eine Töpferscheibe als Desktop eingesetzt werden muss. Dieses Typenrad ist allerdings leider auf die ausschließliche Verwendung von ASCII-Zeichen in dem Rundschreiben eingeschränkt. Typenr%C3%A4der für Rundschreiben, die auch den Zeichensatz UTF-8 k%C3%B6nnen, wurden bisher leider nicht in das Produktionsspektrum aufgenommen. Die mit diesem Typenrad auf Papier erstellten Rundschreiben waren nach dem Brennen nicht nur nicht mehr wiederbeschreibbar, sondern sogar nie wieder lesbar.

Das Typenrad: ein Produktionsinstrument für maschinell zu erstellende Rundschreiben