Wertvorstellung

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Als Wertvorstellung wird eine tief manifestierte Einstellung bezeichnet, die sich nachhaltig in den Köpfen der Menschen einbrennt. Sie schreibt dem Menschen diktatorisch vor, wie er sich zu verhalten hat. Die Kurzform lautet schlichtweg Wert bzw. Werte, wobei allerdings eine Abgrenzung vorzunehmen ist mit dem Wert im ökonomischen Sinne (siehe hierfür Wert).

Entstehungsursache

Menschen sind seit jeher nicht in der Lage, eigenständige Entscheidungen basierend auf wahrer Vernunft zu treffen. Schon immer brauchten sie eine gewisse Doktrin, die ihnen bei diesem schwierigen Prozess behilflich ist. Bis in die Moderne war man am Ehesten dazu geneigt, sich hierfür an eine Religion anzulehnen. Aufgrund des immer stärker aufkeimenden Atheismus im westlichen Abendland musste es jedoch schon bald einen Ersatz geben, weshalb die Wertvorstellungen geschaffen wurden.

Wertvorstellungen geben genau Aufschluss darüber, wie ein Mensch sich zu verhalten hat und schalten so effektiv den eigenen Denkprozess ab. Sie sind der erster Schritt in eine wohlig angenehme Welt, so wie sie Aldous Huxley in seinem populären Roman "Brave New World" beschrieben hat.

Ihr oberstes Ziel ist es, jede Form der Eigenständigkeit zu eliminieren. Der moderne Mensch soll schön von außen geformt werden können, jedoch keinerlei Selbstverformung unterliegen. Weil Wertvorstellungen wie beschrieben die Last des Denkens nehmen, werden sie schon seit jeher groß umjubelt.

Vorkommen

Das Vorkommen von Werten ist vielgestaltig.

Luftwort

Für irgendetwas müssen ja Werte gut sein, die als bloßes Luftwort verwendet werden.

Das Wort Werte kann wunderbar verwendet werden, um ein inhaltsloses Parteienprogramm derartig zu gestalten, sodass die zugehörige Partei wieder wählbar ist. Es ist deshalb fast schon obligatorisch geworden, in jedem Wahlkampf mehrmals zu wiederholen, dass man im Gegensatz zu den politischen Mitstreitern noch Werte habe. Was das nun konkret bedeuten soll, die Antwort dieser Frage wird ganz getreu dem Motto eines Mathematikbuches dem Hörer oder der Hörerin überlassen.

Gerüchten zufolge soll es mitunter gar möglich sein, dass sich bei dieser Anwendung des Wortes Wertvorstellung nichts dahinter verberge. Besagter Umstand wurde schon oft bei den Klimagipfeln im Kampf gegen die Klimaerwärmung angeprangert, doch gegen diese Form von heißer Luft sei kein Kraut gewachsen, so lautet die gängige Meinung dazu.

Diese Verwendung des Wortes ist allerdings nicht nur in der Politik weit verbreitet. Auch Unternehmen brüsten sich mit quasi nicht vorhandenen Werten und selbst die eine oder andere Privatperson hat bereits dieses Mittel zur idealen Täuschung für sich entdeckt.

Freiwillige Selbstaufgabe

Wertvorstellung fungiert als Köder.

Freiwillige Selbstaufgabe gilt als ultimatives Ziel in unserer perfekten Gesellschaft, die Fehler genauso von sich fern hält wie sich zwei gleiche magnetische Pole voneinander fern halten. Wertvorstellungen sind hierfür das richtige Mittel zum Zweck. Wer sich genügend stark von ihnen infiltrieren lässt, der gilt als bewundernswerter Mensch, der sich schön brav steuern lässt.

Ein gängiges Beispiel hierfür ist unter anderem die Vorstellung, das ein Mensch umso besser ist, je länger seine wöchentliche Arbeitszeit ist. Es reicht nicht aus, mit Arbeit sein Leben zu finanzieren, nein, je mehr man sich darüber hinaus noch zusätzlich ausbeuten lässt, desto besser. Erstrebenswert ist mindestens eine 75 Stunden Woche, damit die paar wenigen Reichen sich auf Grundlage des widerwärtigen wunderbaren Zinssystems genüsslich entspannen können. Irgendwer muss ja schließlich die ganze Last tragen.

Eine weitere Wertvorstellung, die über kurz oder lang zur Selbstaufgabe führt, ist die große Fixierung auf den Konsum. Nur ein Mensch mit dem neuesten Smartphone und Markenkleidung taugt etwas. Die Preise dafür können fast beliebig in unvernünftige Höhen getrieben werden, die Wertvorstellung sorgt dafür, dass alles gekauft wird, solange es nur neu und schick genug ist. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Wertvorstellung, dass das Leben irgendwelche Prominenten oder auch Stars genannt (nicht die sinnvollen Sterne, die unter anderem unser Leben ermöglichen) um einiges wichtiger sei als das Eigene. Dies kann als Selbstaufgabe per Definition bezeichnet werden.

Falsche Werte

Falsche Werte als Ursprung allen Hasses, der in diesem Fall eine nukleare Explosion initiiert hat.

Man höre und staune, es gibt sehr wohl auch zahlreiche Wertvorstellung, die einfach nur falsch sind. Die widerspricht dem gängigen Irrglauben, dass ein Wert ausschließlich positiv besetzt sei. Falsche Werte vereinen die Hinterhältigkeit eines Krebsgeschwürs mit der Ansteckungsgefahr einer Viruserkrankung. Mit absoluter Böswilligkeit infiltrieren sie in rascher Geschwindigkeit die anfällige menschliche Gesellschaft. Das besonders Heimtückische daran ist jedoch, dass sie viel zu spät erkannt werden.

Homophobie

Homophobie, auch bekannt als Schwulenfeindlichkeit, ist eine der größten Schanden der menschlichen Gesellschaft, die sich ja niemals einen Fehler eingesteht. Ausgelöst wird sie von der falschen Wertvorstellung, dass einzig und allein Heterosexualität erstrebenswert und alles Andere zu verachten sei. Entstanden ist die völlig absurde Wertvorstellung deshalb, weil sich Menschen liebend gerne in Dinge einmischen, die sie eigentlich nicht einmal ansatzweise tangieren sollten. So unglaublich es klingen mag, es wurden doch tatsächlich jene Menschen, die niemanden etwas getan haben, strafrechtlich verfolgt.

Heuchelei

Heuchelei ist eine falsche Wertvorstellung, die niemand offiziell vertritt, aber die dennoch weit verbreitet ist. Das Lebensprinzip der Heuchler besteht darin, ihre Mitmenschen zu täuschen, um dadurch einen eigenen Vorteil zu erreichen. Objekt der Täuschung sind meist andere Wertvorstellungen. Heuchelei macht es beispielsweise möglich, dass ein Atheist plötzlich und kurzzeitig zum strengen Katholiken mutiert.