Marie Curie

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Marie Curie, als Zeichnung auf einer gefälschten Briefmarke.

Marie Curie (* 7. November 1867 in Warschau; † 4. Juli 1934 an Salmonellen, geborene Maria Salmonella Skoda) ist nicht die Erfinderin der Currywurst. Sie ist eine bekannte Wissenschaftlerin, der zwei Nobelpreise verliehen wurden. Aber es gibt Verschwörungstheoretiker, die Curie für eine Erfindung halten, weil der Feminismus des ausgehenden 19ten Jahrhunderts eine weibliche Wissenschaftlerin brauchte. Mit dieser Theorie befasst sich der folgende Artikel und zwar unkritisch, denn es hört sich alles erstaunlich logisch an.

Die geistigen Mütter von Marie Curie

Hubertine Auclert, eine Französin, wie unschwer zu erraten ist, versuchte damals durchzusetzen, dass die Frauen auch wählen sollten. Das ist nur allzu verständlich, denn wo steht geschrieben, dass die Frau des Mannes Untertan sei und nichts zu sagen hätte? (Ja, in der Bibel und auch der Koran schwimmt auf der gleichen Welle aber in diesem Artikel geht es um Marie Curie und nicht um Maria und Josef.) Hubertine dachte weiter und gründete die Société de Suffrage des Femmes. Eine französische Bezeichnung für eine Frauenkneipe. Die klugen Frauen (wir nennen sie im Folgenden Suffragetten) erdachten sich in zahllosen Diskussionen eine Wissenschaftlerin, die auf einem (ihnen) damals weniger bekannten Zweig der Wissenschaft tätig sein sollte, in der Physik. Sie nannten diese Wissenschaftlerin Marie Wladiwostok Curie und gaben ihr eine polnische Staatsangehörigkeit, denn so konnte man, sollte jemand Frau Curie tatsächlich aufsuchen wollen, immer sagen: "Frau Curie ist grad' unterwegs nach Polen, ihrer Mutter geht's nicht gut." Durch Presseinformationen, Klatsch und Tratsch bauten die Damen über viele Jahre hinweg eine geschickte Propaganda um die fiktive Wissenschaftlerin auf.

Der Siegeszug Massenmedien und Konsequenzen für di

Die Suffragettten stießen bei ihren Bemühungen zunächst auf den bis dato nicht ganz so bekannten Anton Heinrich Becquerel, der im Windschatten von Röntgen die Strahlung von Urankaliumsulfat entdeckte. In 20 langen Winterabenden des Jahres 1898 schrieben die Damen um Auclert eine Doktorarbeit über Radioaktivität und ließen diese der Curie zurechnen.
Verständlich, dass Zeitungen, Magazine, Journale und auch die aufkommenden Berichte und Wochenschauen in den Kinos nach dieser außergewöhnlichen weiblichen Wissenschaftlerin lechzten. Für die Suffragetten wurde das mit der Zeit immer häufiger zum Problem, denn wer sollte die Curie spielen? Nicht jede wollte vor den versammelten Fachjournalisten dumm dastehen. Schon allein die ungewöhnlichen Namen wie Thorium, Radium, Uran und Barium brachte die Verschwörung fast zum Scheitern, als nämlich einer suffragen Acteurin ein Element nicht einfiel und sie dann kurzerhand aus dem Stehgreif das Polonium erfinden musste.

Die Langevin Affäre

Was wäre die Frauenbewegung ohne Männer? Die Literatinnen unter den Suffragetten brachten um 1911 eine gehörige Portion Herzschmerz in den Lebenslauf der fiktiven Wissenschaftlerin ein. Da deren Beziehung ursprünglich als langweilige Ehe mit einem arbeitssüchtigen "Pierre" angelegt war, musste ein belebendes Element her. Und zwar eine doppelt außereheliche Beziehung mit einem Schüler ihres Mannes: Paul Langevin (der Name ist eine Anspielung!). Was als literarisches Stilmittel gedacht war, artete zu einem erbitterten Pressekrieg in Frankreich aus, in dem Curie heftigst attakiert wurde. Erst nach einem Jahr ließ man von Curie und Langevin wieder ab und widmete sich den üblichen Themen wie Baguette, Rotwein und Stinkkäse.

"Marie Curie" mit den vorgeblichen Geschäftsführern der Standard Chemical Company - gespielt von Harrison Ford (links) und Klaus Kinski -

Standard Chemical Company und das Gramm

Nach diesem Coup konnten sich die Suffragetten kaum noch retten, denn nun wollte jeder die kluge aber verruchte Wahlfranzösin sehen. Sogar das Nobelpreiskomitee versuchte erneut die Curie 1911 nach Oslo zu locken, zur Verleihung des Nobelpreises für Chemie. Curie fuhr aber nicht nach Oslo (wen wundert's?) und verhielt sich damit genau wie im Jahre 1903, als ihr der Nobelpreis für Physik übergeben werden sollte. Dafür reisten viele sensationshungrige Abenteurer nach Frankreich, lungerten auf dem frisch gebauten Eifelturm herum oder auf der Schanzelisee (eine der prächtigsten Straßen der Welt) und fragten nach Curie. Die Damen um Auclert reagierten prompt und erfanden eine Geschichte, dass Curie zwar strahlenkrank wäre und darum selten unter die Leute ginge aber unbedingt in das ferne Amerika musste um ein Gramm Radium zu suchen. Auclert schmiedete dazu mit einer entfernten Bekannten aus Emanzentagen, der Verlegerin Marie Melony, einen Plan: Melony veröffentlichte in ihrer Frauenzeitschrift einen Spendenaufruf für Curie und berichtete fortan über die Erfolge des Geldsammelns. Auch in Filmen ließ man Marie Curie als Radiumsammlerin auftreten. Legendär wurde der Wochenschaustreifen "Wie ich von der Chemical Company beinahe ein Gramm Radium bekommen hätte." Hierdurch erlahmte natürlich Frankreich der Curie-Tourismus und es kehrte wieder Ruhe ein auf der Schanzelisee. Die Suffragetten, mittlerweile allesamt ergraut, hatten auch bald keine Lust mehr, die fiktive Wissenschaftlerin "am Leben" zu erhalten. Sie verwendeten die von Melony gesammelten Spenden und baten den Tierforscher Konrad Lorenz irgendeine Geschichte zu veröffentlichen, die die Aufmerksamkeit der Massen von Curie ablenke. Die Sufragetten dachten natürlich an sprechende Pinguine oder radfahrende Fische, Konrad jedoch entwicklete die Ethologie, was aber auch den gewünschten Erfolg brachte, denn die Curie-Verrückten sattelten nun auf Graugänse um.

Legendenbildung bis heute

Kurz vor dem zweiten Weltkrieg also, ließen die Suffragetten Curie von der Bildfläche verschwinden; aber noch heute gibt es Menschen, die immer noch auf diese grandiose Fiktion der Suffragetten hereinfallen. So beschwert sich unlängst eine bekannte aber qualitativ bemitleidenswerte Internetenzyklopädie: "Weniger bekannt pflegen die Schwierigkeiten zu sein, auf die Curie stieß: sie wurde nicht zum Studium an der Warschauer Universität zugelassen, verdiente das Geld für ihre ersten Forschungen als Mädchenschullehrerin, und noch 1911 (!) wurde ihr die Aufnahme in die französische Akademie der Wissenschaften verweigert." [1]
Wir Stupedianer wissen allerdings warum: Ein Phantom kann nicht studieren.