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Diverses:Ein Tag im Leben eines Massenmörders

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Seit den frühen Nachmittagsstunden des 29.12.2012 ist in Hatterwüsting nichts mehr, wie es einmal war. Der Schock sitzt tief. Fragen werden laut, Fragen nach dem Motiv, wie es so weit hatte kommen können. Fragen, die nach guten Antworten schreien. Die dringlichste Frage traut sich hier in Hatterwüsting allerdings niemand auszusprechen: „Was wäre passiert, wenn…“ Denn zum Glück im Unglück konnte das blutige Massaker vor dem alten Dorfkindergarten in letzter Sekunde vereitelt werden.

Der Täter – ein Sonderling[Bearbeiten]

Seit Peter M. an jenem frühen Samstagnachmittag loszog, um das schiere Grauen zu entfesseln, fragt sich die Welt: Warum? Fragt man die Einwohner Hatterwüstings, seine Bekannten, die Nachbarn, hört man immer dieselben Antworten, die nur allzu gut bekannten, sich quälend nach jedem Amoklauf wiederholenden – M. war ein Außenseiter. Er hatte keine Freunde, schon als Kind nicht. Dabei war er nie gewalttätig oder auch nur frech, er war immer höflich gewesen und ruhig, sehr ruhig. Zu ruhig?

Stille Wasser sind tief.

So verschlossen M. nach außen war, so lebendig war es anscheinend in seinem Kopf. Schon bei der Einschulung wurde eine Hochbegabung festgestellt, in der dritten Klasse bekam er eine Zwei in Deutsch und Musik.

Seine alte Klassenlehrerin, Susanne K., erinnert sich an die Kindheit des Jungen zurück: „M. war auf dem Pausenhof immer allein. Fragte man ihn nach dem Grund, gab er vor, er spiele nur gern allein. Er erklärte mir, die anderen Jungen seien zu grob. Er hat Gewalt immer abgelehnt.“ Dabei sollte es für viele Jahre bleiben. M. spielte keine Ballerspiele, selbst auf die weichgespülte Pseudobrutalität der Pokémon-Spiele verzichtete er zugunsten von Sudoku und dem Einsiedlerspiel.

Die Warnsignale waren eigentlich unübersehbar.

In der gymnasialen Oberstufe dann entwickelte sich M. zunehmend vom seltsamen Kind zum verdrehten Erwachsenen. Er verweigerte den Wehrdienst und begann ein Philosophie-Studium; aus dem Haus seiner Eltern zog er nie aus. Überhaupt ging M. selten vor die Tür, nur nachts und bei schlechtem Wetter sah man ihn oft spazieren gehen.

Die Augenzeugen – zutiefst erschüttert[Bearbeiten]

Die Menschen, die am 29.12. in Hatterwüsting ihre Kinder vom alten Dorfkindergarten abholen wollten, stehen noch immer unter Schock, müssen psychologisch betreut werden – die meisten direkt vor Ort, denn die nächste Klinik liegt fast fünzig Kilometer entfernt. „Sie in ihrem jetzigen Zustand abzutransportieren und nach Oldenburg zu bringen, wäre einfach zu gefährlich“, urteilt Einsatzleiter Bertram T.. So müssen derzeit fast zwei Dutzend Menschen notdürftig in Zelten vor dem Kindergarten untergebracht werden. Vier oder fünf von ihnen werden wahrscheinlich dauerhaft dort bleiben müssen, bis irgendwann eine geschlossene Anstalt einfach um sie herum gebaut wird. Doch bis dahin kann es noch Jahre dauern, und der Winter ist kalt in Hatterwüsting.

Ein Gutes hat die Sache aber doch: Die Leute haben Zeit und können stundenlange Interviews geben, bevor sie sich leise in den Schlaf weinen.

Ich bin zutiefst erschüttert“, versucht Erna K. ihre Verfassung zu beschreiben. „So etwas verschlägt einem ja glatt die Sprache.

Die Tat – ein perfider Plan[Bearbeiten]

Es ist ein trüber Winternachmittag, der die Welt der Hatterwüstinger ins Wanken bringen soll. Erna K. erinnert sich genau, wie es passierte: „Da kam dieser Typ angelaufen, Peter, und ich dachte noch ‚ach, wenn das mal nicht der Peter ist, na der kann was erleben, wenn er heute wieder nicht Guten Tag sagt, dem zieh ich die Hammelbeine lang.‘ Und dann stand er plötzlich vor unserem Kindergarten und… “ Erna K. stockt, als sie von den Erinnerungen überwältigt wird.

Peter M. – ein religiöser Fanatiker?

Ich habe ehrlich gesagt bis heute nicht verstanden, was dieser Wahnsinnige gemeint hat“, fährt K. schließlich fort. „Erst sah er hinauf in den Himmel, die finsteren Wolken; dann lächelte er, sah auf die Uhr und sagte: ‚Jetzt ist es soweit. Genau wie es vorhergesagt wurde.‘ Danach nahm er dieses… er nahm dieses grauenhafte Ding in die Hände, hielt es hoch über den Kopf… “ Wieder muss Erna K. schlucken, verlangt nach einem Taschentuch, bevor sie fortfahren kann. „Es ging alles so schnell. Auf einmal war unser Dorfpolizist da und konnte ihn noch aufhalten. Oh Gott, eine Sekunde später und ich wäre jetzt tot! Und die vielen Kinder!

Die Waffe – eine entsetzliche Höllenmaschine[Bearbeiten]

Neben dem ominösen Täter ist es vor allem die eigentümliche Tatwaffe, die den Ermittlern Rätsel aufgibt. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, gibt Dorfpolizist Rüdiger O. zu. „Wir haben ein Expertenteam aus Oldenburg zu Rate geholt, aber die Jungs können auch nichts sagen.“ Er zeigt auf das Gerät, sieht es misstrauisch an, als könne es auch jetzt noch jederzeit zuschlagen. Es ist eine merkwürdige Konstruktion, etwa einen Meter lang, mit einem gebogenen schwarzen Griff am einen Ende und einer messerscharfen Stahlspitze am anderen. Zahlreiche weitere Spitzen weisen in alle Richtungen, sind über Gelenke mehrfach mit einander verbunden; notdürftig ist die Konstruktion mit einer dünnen Schicht Stoff verhüllt. „Das ist das Ergebnis eines kranken Geistes“, bringt es Rüdiger O. auf den Punkt. „Wir können nur vermuten, was dieses Ding überhaupt bewirken sollte“, ergänzt Dirk V., einer der zu Hilfe geholten Waffenexperten. „Ich glaube, er wollte die vielen kleinen Stahlspitzen in die Menge feuern und dann anschließend mit der großen in den Nahkampf übergehen. Die Ummantelung diente wahrscheinlich der Tarnung.

Wer zieht wirklich die Fäden? Peter M. – nur die Marionette einer kriminellen Macht?
Das Grauen.

Ob das Gerät überhaupt funktionstüchtig war, bleibt offen, da es im Kampf zwischen Rüdiger O. und dem Täter beschädigt worden ist. „Die spannendste Frage ist eigentlich“, überlegt Rüdiger O., „wer die Waffe überhaupt angefertigt hat. Sehen Sie nur hier, die vielen kleinen Einzelteile, allein die ganzen Gelenke“ – zu dem Entsetzen in seinem Gesicht mischt sich eine Spur Faszination, ja Bewunderung für das fremdartige Objekt – „so etwas basteln Sie doch nicht mal eben im Kinderzimmer zusammen. Nein, ich denke, wir haben es hier mit absoluten Profis zu tun.“ Das Wort „Profis“, besonders das Plural-S, hängt lange im Raum. „Die verwendeten Materialien und die minutiöse Verarbeitung lassen in der Tat auf die Mittäterschaft einer technologisch hochspezialisierten Organisation schließen“, fügt sein Kollege trocken hinzu.

Mit großer Spannung wird die Aussage des Täters erwartet, der seit dem Kampf mit Rüdiger O. im Krankenhaus liegt und bislang nicht vernehmungsfähig ist. Die Zeit drängt. Sollte sich der Verdacht der Ermittler erhärten und es steckt eine international agierende Organisation X hinter dem Anschlag, steht Schlimmstes zu befürchten. Dann war Peter M. nur die Spitze des Eisbergs, der Prototyp einer skrupellosen Killerarmee, ausgerüstet mit einem ganzen Arsenal diabolischer Mordwerkzeuge.