Theokratie

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Als Theokratie wird ein Land bezeichnet, das von Gott regiert wird. Deshalb nennt man diese Länder Gottesstaaten.

Entstehung einer Theokratie

Eine Theokratie entsteht, wenn ein normaler Bürger wie du, ich oder der da merkt, dass er/sie/es dazu berufen ist, Gott zu werden und das Land in die Erleuchtung zu führen. Natürlich braucht es dazu genug Anhänger, denn nicht selten sehen nicht alle Leute ein, dass Gott jetzt für sie lebt, und wollen lieber normale Menschen in der Regierung haben, da diese bestechlich wählbar sind. Die Anhänger sind jedoch sehr geübt darin, Zweifler zum Schweigen zu bringen in der richtigen Meinung zu festigen.
Der neue Gott muss natürlich nicht gewählt werden, denn alle Theokratien basieren auf dem Monotheismus. Gott ist EINZIG, das sollte ja wohl klar sein (nicht klar ist allerdings, weshalb es dann mehrere Theokratien gleichzeitig gibt).
Die Entstehung einer Theokratie bedarf nur wenigen Aufwands, denn ein Parlament, ein Rat oder sonstige ähnliche Einrichtungen, die dann ja gewählt werden müssten (sie bestehen ja nur aus Menschen) kann man sich sparen. Gott ist ALLMÄCHTIG. Er kann wohl noch alleine ein Land regieren.

System

Gott steht logischerweise an oberster Stelle. Er macht die Gesetze, setzt sie um, löst sie wieder auf oder ignoriert sie - Gott ist allmächtig, allwissend und halt eben Gott, er weiß schon, was richtig ist. Verantworten muss er sich nicht einmal vor sich selbst, da er ja der ist, der Gut und Böse definiert.
Für die Einwohner ist es natürlich eine große Ehre, von Gott regiert zu werden. Deshalb nennen sie ihn auch nur "grosser Erlöser", "Vater des Volkes", "Heilbringer" etc., damit jedem klar ist, wie sehr sie seine Rache fürchten ihn lieben.
Gott setzt alles daran, das Wohl seines Landes zu maximieren. Daher ist es auch verständlich, wenn halt zum Teil die Leute ein kleines bisschen ausgebeutet werden, denn sie tun es ja zum Wohl Gottes und somit auch zum Wohl des Staates. Denn wenn es Gott gut geht, geht es auch dem Staat gut, da dieser durch Gott repräsentiert wird. Dennoch gibt es immer wieder Kritik von in- und auswärts (die von innen existiert aber selten lange). Betrachtet man jedoch die guten Gegenargumente, so muss man zugeben, dass die Kritik noch untertrieben völlig unberechtigt ist:

  • Hohe Steuern? - Ihr habt die Ehre, Gott finanzieren zu dürfen!
  • Leute verhungern? - Seid doch froh, dass wenigstens Gott noch lebt - für euch!
  • Keine Meinungsfreiheit? - Also bitte! Wir verhindern doch nur, dass ihr euch mit euren undurchdachten, schlecht begründeten Argumenten überall blamiert!
  • Gesetzliche Willkür? - Was soll das eigentlich? Gott weiss, wer recht und wer unrecht ist! Das ist Gotteslästerung!

Bekannte Gottesstaaten

Der aktuelle Gott (Papst) des Vatikans

Einer der bekanntesten Gottesstaaten ist selbstverständlich der Vatikan. Der Gott des Vatikans nennt sich jeweils allgemein "Papst" und bekommt dann noch einen Extranamen, damit nicht die Biographien verwechselt werden.
Natürlich gibt es immer wieder Gerüchte, über dem Papst gäbe es noch einen weiteren Gott. Insbesondere von den Päpsten wird dieses Gerücht geschürt. Auf diese Weise können sie nämlich allfällige Schandtaten oder Dummheiten damit begründen, dass Gott (also der Höherstehende, nicht der Papst) das gewollt habe. Obwohl diese Idee sehr gut ist, ist der Vatikan bislang der einzige Gottesstaat mit diesem Gerücht. Die anderen Götter sind zu machtgierig, um Konkurrenz zu dulden, und sei diese frei erfunden (wobei es natürlich auch sein könnte, dass an dem Gerücht etwas Wahres dran ist. Das wird man wohl nie herausfinden, denn die Informationen, die ein Gottesstaat veröffentlicht, sind hart zensiert vielfach überprüft.)

Der Ex-Gott von Turkmenistan (Turkmenbaschi) auf einem Plakat

Ein weiterer bekannter Gottesstaat ist Turkmenistan, vor allem, weil vor kurzem Gott gestorben ist. Dieser Gott ließ sich vom Volk nicht "Papst", sondern "Turkmenbaschi" nennen, was soviel wie "Vater der Turkmenen" heisst. Im Gegensatz zum Gott des Vatikans ließ sich Turkmenbaschi gerne als Statue aufstellen. Der Papst würde das zwar auch gerne, aber er kann nicht, weil er ja dann auch eine vom (angeblichen, vielleicht imaginären) höherstehenden Gott machen müsste, aber da sind ihm die Hände gebunden (Du sollst dir kein BILD machen). Deshalb zieht er einfach so prunkvolle Kleider an, dass er selbst wie eine Statue aussieht.
Die Turkmenen freuten sich trauerten alle sehr nach dem Tod ihres Gottes, und ihr neuer Gott ist nicht halb so göttlich wie Turkmenbaschi. Ihm fehlt irgendwie das gewisse etwas (zum Beispiel eine goldene Statue). Aber das kommt sicher noch! Die meisten Götter brauchen ja mindestens eine Woche, bis ihre Welt auch nur halbwegs funktioniert. Vielleicht entwickelt sich Turkmenistan aber auch zu einer gottlosen Diktatur.

Weitere Gottesstaaten