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Offensives Backen

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Offensives Backen ist ein seit dem Ende des 10. Jahrhunderts entstandener Begriff um schlechte Backkunst zu rechtfertigen.

Es ist bis heute unklar, welcher Dilettant geschichtlich das erste Mal mit offensiven Backen in Erscheinung getreten ist, da diese in der Frühzeit meist unverzüglich mit ihren eigenen Backwerken gesteinigt wurden und deren Existenz aus allen bekannten Unterlagen und Urkunden getilgt wurden.

Historische Bedeutung

Deutsches Reich

Die in der Zeit vor dem Deutschen Reich bisher bekannten waffenfähigen Backwerke fielen nur in handelsüblichen Mengen völlig ungewollt als Nebenprodukte an und kamen bis dato also für den Masseneinsatz nicht in Frage. Daher erforschten, im Auftrag des Kaisers deutsche und ostpreußische Wissenschaftler in der Zeit von 1895 bis 1902 die Kunst des offensiven Backens, um diese als kostengünstige Waffe einsetzen zu können.

Den endgültigen Durchbruch erzielte man aber nicht und das Vorhaben wurde auf Grund ominöser Magenverstimmungen eingestellt.

Das Buch und der erste Weltkrieg

Erst 1912 griff der arbeitslose Hobbybäcker, Todd G. Bakken, das Thema wieder auf und veröffentlichte das Buch „Offensives Backen“. Das zuvor stark kritisierte Buch gewährte der Menschheit brotbrechende Erkenntnisse, um in die tiefen Abgründe der schrecklichen Handwerkskunst hinabzusteigen. Zum einen der kausale Zusammenhang zwischen unprofessionellen Backen und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit auf vielversprechende Produkte aber auch die extrem schwere Endlagerung waffenfähiger, fast unverwüstlicher Backwerke wurden hervorgehoben. Nach Todd G. Bakken übersteht ein solches Backwerk selbst das sonst als ultimatives Ende deklarierte Haltbarkeitsdatum, mit einer durchschnittlichen Halbwertszeit von rund 50.000 Jahren, bei weitem.

Der Versuch des Deutschen Reiches die unheilige Backkunst als kriegsentscheidende Waffe einzuführen scheiterte eklatant und besiegelte den Ausgang des Krieges endgültig. Das Buch steht daher seit 1918 auf dem Index, da Offensives Backen laut der Senfer Konvention auch gegen etliche humanitäre Richtlinien verstößt.

Grundlage für die Entscheidung war der fünfzigjährige Bürgerkrieg zwischen der Bäckerinnung und der Konditormeistervereinigung, bei der extrem viel Zucker, Mehl, Backpulver und Hefe verschüttet wurde. Tatsächlich ging dieser Bürgerkrieg zwar nur 5 Tage und gipfelte in einer recht brotlosen Zeit Ende 1917, aber man wurde sich sehr schnell einig, dass nie wieder soviel Zuckerguss und Schokoladenglasur fließen darf! Besonders nicht in zivile Kindermäuler.
Das Verbot hat zwar letztlich die Welt kein süßes Stückchen besser gemacht, aber wenigstens war der Zentralrat der Eltern nicht mehr empört.

Waffen

Aus den Überlieferungen bekannte Waffen aus dem Ersten Weltkrieg mit enormer Zerstörungskraft, deren Rezepte nur noch zum Teil erhalten sind:

  • Zimtsterne
Der auf kurze Distanzen ausgelegte, steinharte Wurfstern vom Modell "Kampfstern Galaktika", wurde besonders zur Weihnachtszeit herum gerne eingesetzt. Unbestätigten Gerüchten nach schwören aktuell praktizierende Ninjas weltweit auf diesen Wurfsterntyp, der durch seine schlichte Rezeptur besticht.
  • Mehlstaubexplosionen
Meist ein Nebenprodukt in der Entstehungsphase beim offensiven Backen. Die Sprengkraft konnte zwar in der frühen Entwicklungsphase nicht mit herkömmlichem Schwarzpulver mithalten, hatte aber eine verheerende psychologische Wirkung auf Müller.
  • Zuckerbomben
Die wohl schrecklichste Waffe des offensiven Backens: Der Verzehr einer Z-Bombe kann gleich mehreren tausend Kindern gleichzeitig Karies bescheren und extremen Zuckerflash verursachen. Eine teuflisch süße Versuchung!
  • Tortendiagramme
Eigentlich ziemlich fade Gebäcke - aber oft tödlich langweilig durch schieren Blickkontakt.
  • (Steinhartes) Brot
Aua.
Warnhinweis
Nach dem aktuellen Kriegswaffenkontrollgesetz dürfen nur entschärfte Replikas in Umlauf gebracht werden. Es wird angeraten, keine Versuche zu unternehmen, klassische Versionen in der eigenen Küche nachzubilden. Nur Fachkräfte dürfen Gebäck unter strenger Aufsicht in höchsten Sicherheitsmaßnahmen herstellen und bedienen!

Der Nationalsozialismus

Im Zuge des Zweiten Weltkrieges versuchte Adolf Hitler das verbotene Offensive Backen als Volkswaffe für Jedermann und Jederfrau einzusetzen. Seine bekannteste Propaganda war "Dass wirtt dem Feinnd noch schwerr im Magenn liegenn!".

Jegliche Bemühungen der alliierten Mächte ein wirksames Gegenmittel für offensives Backen zu finden oder das Wettrüsten zu gewinnen, gelang nicht. Einer Schicksalsfügung jedoch ist es zu verdanken, dass am 10. Mai 1933, während der Bücherverbrennung in Deutschland, alle letzten bekannten Exemplare von Todd G. Bakkens Büchern vernichtet wurden. Experten sind sich sicher, dass durch den Verlust dieser "Wunderwaffe" für den Nationalsozialismus der weitere Kriegsverlauf maßgeblich zu Ungunsten der Deutschen entschieden worden ist.

Man munkelt jedoch, dass Überreste der Waffe (oder dessen Rezepte) als Kriegsbeute in die Hände der allierten Mäche gelangen. Als ein bekannter amerikanischer Lokalpatriot und Lieferheld namens Steve Rogers - besser bekannt als "Captain America" - in das Licht der Öffentlichkeit rückte, war dieser zu Überraschung der restlichen Welt äußerst schwer bewaffelt. Eine Beweisgrundlage für die schiere Vernichtungs- und Widerstandkraft offensiver Backkunst findet man dadurch in unzähligen bebilderten Dokumentarunterlagen des Whistleblowers "Marvel". Rezepte liefern diese jedoch nicht, geschweige denn die Geschmackssorte.

Wandel in der Neuzeit

Da sämtliche frei zugänglichen Rezepte vernichtet wurden, ist offensives Backen nicht mehr weit verbreitet und beschränkt sich glücklicherweise nur auf einige wenige fehlgeleitete Individuen.

Die Praxis des offensiven Backens wurde daher abgelöst von dem heutzutage weitverbreiteten passiv-aggressiven Backen ("Nein-nein, ist schon ok - ich bin nicht wütend, dass dir ein Zahn rausgebrochen ist. Ich kann halt nicht backen. Ich dachte, du wüsstest das? Du willst einfach immer nur, dass alles perfekt ist. Das kannst du nicht nachvollziehen, da du nie selbst gebacken hast."), das meist nur Verletzte und weniger Tote verursacht und daher juristisch unter grob fahrlässiger Körperverletzung läuft.

Trivia

  • Offensives Backen ist nicht zu verwechseln mit "Ofensiff backen" - was ziemlich geschmacklos, aber dafür geruchsintensiv ist
  • eine moderne Abart ist das "offensiv backen", bei der der Bäcker mindestens so provokativ hochgeht wie sein Teig
  • Parolen der Kritiker: "Dein Brot bringt den Tod!"
  • keiner überlebt Offensives Backen, außer Chuck Norris... bereits 23.943 Mal