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Early Access

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Early Access (dt. unfertige Abzocke) ist eine Strategie, bei der man unfertige Videospiele veröffentlicht, um ohne einen Finger zu rühren einen Haufen Geld zu verdienen. Entgegen dem allgemeinen Glauben wurde Early Access nicht von Valve, sondern schon vor langer Zeit, gleichzeitig mit der Erfindung des Internets vom Publisher Electronic Arts erfunden. Valve machte die Taktik lediglich für Indieentwickler zugänglich.

In aktuellen Spielen von Electronic Arts versteckt sich jedoch immer noch ein Hinweis: Am Anfang jedes Spiels steht der Schriftzug EA Games. EA Games steht für Early Access Games.

Early Access für Indieentwickler

Das Ziel eines Indieentwicklers, der Early Access anwendet, ist üblicherweise, sich als Millionär in die Karibik abzusetzen. Die bekanntesten Plattformen zur Anwendung dieser Strategie für Indieentwickler sind Kickstarter und Steam, welche auch oft in Kombination verwendet werden.

Guide zum eigenen Early Access Titel

Vorbereitung

Um ein Early-Access-Spiel zu veröffentlichen braucht man:

  • mäßige Photoshopskills
  • jede Menge dumme Leute, die dich mit Geld unterstützen

Zuallererst muss man mit Photoshop ein paar angebliche Screenshots faken. Anschließend meldet sicher der Faker auf einer Plattform wie Kickstarter an und lädt die Screenshots hoch. Jetzt wird's knifflig: Als nächstes muss er ein halbwegs seriös wirkendes Video erstellen, in dem er in einen Raum mit ein paar Leuten und Computern geht und so tut als hätte er Ahnung von Videospielen.

Danach läuft eigentlich alles von selbst. Tausende Leute werfen ihm jubelnd ihr Geld vor die Füße und dann kann er sich entscheiden zwischen noch mehr Geld und den Caymans.

Veröffentlichung

Zur Veröffenlichung braucht der Early Accesser:

Sofern man sich für noch mehr Geld entschieden hat, wird es schon ein bisschen spannender. Dann kommt der Hilfsarbeiter ins Spiel. Der muss für den Betrüger das Tutorial von Unity überarbeiten (alternativ kann er das auch selbst machen, allerdings würde er dann ja arbeiten).

Sobald der Hilfsarbeiter das Tutorial errichtet hat, kann er das Spiel endlich veröffentlichen. Am besten veröffentlicht er gleich noch eine Liste mit Dingen, die er vermeintlich in Zukunft noch veröffentlichen wird, um die Fans dazu zu bringen, das Spiel zu kaufen.

Danach werden eine Menge Game-Journalisten an die Tür klopfen. Und hier kommt der schwierigste Teil des ganzen Plans: Ihnen muss der "Entwickler" ernsthaft weismachen, dass er an dem Spiel arbeitet.

Bekannte Phrasen, die an die Journalisten gehen sind dabei:

  • „Das Spiel, so wie es jetzt ist, ist noch nicht einmal zu 5% fertig.“
  • „Das Spiel wird die Videospielwelt revolutionieren - sobald es fertig ist.“
  • „Ich werde mindestens ein Update pro Woche herausbringen.“

Natürlich ist nichts davon wahr.

Als nächstes kommt das Gespür für die richtige Zeit, um in die Karibik zu flüchten. Das Ziel des Entwicklers ist, möglichst viel Geld zu machen, aber weg zu sein, bevor wütende Käufer die Tür einrennen. Üblicherweise ist der ideale Zeitpunkt dafür ungefähr zwei Wochen nach dem Release, doch das Zeitfenster hierfür ist minimal, oft nur einen Tag lang.

Tipps für danach

Wenn er es rechtzeitig in die Karibik geschafft hat, dürfte sich sein Vermögen auf ein paar Millionen Euro belaufen. Jetzt muss er nur noch den Namen ändern und das Geld ausgeben.

Ein paar Vermutungen, was der Entwickler mit dem Geld anstellen könnte:

  • eine eigene Insel kaufen
  • eine Achterbahn in den Garten der Villa stellen
  • eigenen Spieleentwickler kaufen
  • Modelfreundin und ein paar Nutten suchen
  • weitere Kickstarter-Kampagnen unterstützen

Early Access für große Unternehmen

Early Access wird jedoch nicht nur von Indieentwicklern angewendet. Auch viele Großunternehmen bedienen sich der Technik. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Firma Electronic Arts, die erst kürzlich den Early-Access-Titel Battlefield Hardline veröffentlichte. Aber auch Ubisoft bediente sich erst vor kurzem beim Release von Assassin's Creed Unity der Strategie.

Diese Firmen nutzen statt Kickstarter und Steam jedoch meist hauseigene Portale wie Origin oder Uplay.

Das Ziel ist jedoch ein wenig anders als bei Indieentwicklern. Meistens sieht es folgendermaßen aus:

  1. ein neues Spiel wird angekündigt
  2. ein ultrageiler Trailer zu dem Spiel wird herausgebracht
  3. das halbfertige Spiel wird veröffentlicht
  4. eine Menge Leute kaufen das Spiel
  5. eine Menge Leute haten das Spiel
  6. ein paar Updates werden herausgebracht, um die Wut der Fans zu lindern
  7. es wird gewartet, bis die Käufer die Wut vergessen haben
  8. weiter bei 1

Bekannte Early-Access-Titel

Ein paar Beispiele für Early-Access-Spiele bei denen die Entwickler alles richtig gemacht haben: