Blautomatenindianer

Aus Stupidedia, der sinnfreien Enzyklopädie!
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Blautomatenindianer waren einst eine in Amerika beheimatete, hochentwickelte Menschenspezies. Nach der humanitären Intervention der Europäer haben sie sich inzwischen aber freiwillig ins Teletubbieland zurückgezogen und führen dort ein einfaches Leben. Aufgrund des großen Andrangs in dieses "Reservat der letzten Reserve" haben sich die Stammesältesten dazu entschlossen, eine Reality-TV-Sendung zu veranstalten, in der jeden Tag vier Kandidaten in ihrer traditionellen Kampfestracht um den Verbleib im Reservat kämpfen. Bekannt sind Blautomatenindianer vor allen Dingen durch ihren genetisch veränderten Verwandten, den Kampfgurkensalat.

Besiedelung Amerikas

Wie alle Ureinwohner Amerikas, kamen auch die Blautomatenindianer auf den amerikanischen Kontinent, indem ihnen beim Angeln ein so mächtiger Fisch in den Haken biss, dass sie von diesem über tausende Kilometer nach Amerika mitgeschliffen wurden. Auf dem Festland angekommen warfen sie ihre Angelroute erneut aus und wurden von demselben Fisch wieder zurückgezogen. Dabei starben 99% der Stammesangehörigen, welches eine ungeheure natürliche Selektionsrate bedeutete. Nur die Intelligentesten unter ihnen warfen die Angelroute nach ihrer Ankunft nicht erneut aus und begannen, die neue Welt zu bevölkern.

Hochkulturelle Blütezeit

Mit ihrer evolutorisch bedingten Intelligenz entwickelten sie in kürzester Zeit eine hochmoderne Gesellschaft. Freiheit, Wohlstand, Wissen und Gesundheit wurde jedem seiner Mitglieder per Vertrag garantiert. So fehlten ihrer Sprache beispielsweise uns so wichtig erscheinenende Ausdrücke wie "Sozialschmarotzer", "Sippenhaft für Bänker" oder "nicht mit diesen Schuhen".

Zu ihrer Blütezeit verfügte die Gemeinschaft der Blautomatenindianer sogar bereits über das Wissen der Biogenetik und hatte den höchsten Bildungsstand in Hinsicht Chemie-technischer Verfahren. Auch hatten sie zum Zeitpunkt der Ankunft der euopäischen Friedenstruppen das globale Klima innerhalb einer Generation um 5° C erwärmt.

Die Blautomatenindianer lebten in Städten mit bis zu 100.000 Einwohnern, die sich vor allen Dingen durch die Abwesenheit jeglicher Polizei von den europäischen Städten unterschieden. Obwohl praktisch keine Kriminalität vorhanden war, waren insbesondere die älteren Einwohner in ständiger Sorge um die Sicherheit, da sie vor langer Zeit gehört hatten, wie jemand auf ein Stachelschwein getreten ist und aus Schreck jemanden ins Gesicht schlug. Daher stand am Ende jedes Straßenzuges ein Beobachtunsposten, der alle Geschehnisse des jeweiligen Straßenzuges in seinem Gedächtnis speicherte um gegebenenfalls auf diese Erinnerung zurückgreifen zu können. Da jedoch andere Teile der Bevölkerung ihre Privatsphäre und eventuellen Missbrauch der "Daten" fürchteten, einigte man sich auf eine, für die Blautomatenindianer typische, salomonische Weise, indem jeder Beobachtungsposten nach sechs Monaten öffentlich gesteinigt wurde.

Ankunft der Europäer

Die ersten Begegnungen mit den Euopäern war für die Blautomatenindianer gleichermassen interessant, amüsierend und bedrohlich zugleich. Aufgrund ihrer weit entwickelten Wissenschaften waren sie ob der scheinbar primitven Weltsicht gepaart mit arroganter Selbstüberschätzung und des "kleinster gemeinsamer Nenner" - monotoistischen Glaubens zum Schmunzeln verleitet. Daher waren sie überrascht, dass diese Neuankömmlinge so gezielt von einem anderen Kontinent zu ihnen segeln konnten. Letztlich war dies auch der Grund, weshalb sie die Europäer aus Seuchenschutzgründen nicht sofort in Quarantäne steckten. Denn ihre mangelnde körperliche Hygiene war sofort ein Indiz für mögliche Krankheitserreger, doch leiteten die Blautomatenindianer aus der gezielten Atlantiküberquerung ein medizinisch fortschrittliches Wissen ab.

Siehe auch