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Zaubertinte

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In Anbetracht der Gesetze der Physik, muss man sagen, dass immer nur ein Teil des Textes auch wieder zum Vorschein kommen wird.
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Zaubertinte ist ein in Machart, Herstellung und Verwendung völlig unbekannter Stoff. Die Stofflichkeit selbst wird dabei von vielen in Frage gestellt. Während die Forschung der Meinung ist, dass der Aggregatzustand sich wahrscheinlich zwischen „unbekannt“, „nicht da“ und „Was weiß ich denn, wo der Scheiß ist!“ bewegt, glauben die meisten Anwender der Zaubertinte das genaue Gegenteil.

Herkunft

Die frühesten Zeugnisse der Verwendung von Zaubertinte liegen völlig im Dunkeln, wenn nicht sogar im Schwarzen. Manche sagen dies, manche das. Zwar liegen den Historikern und Archäologen verschiedene Steintafeln, Papyri und Schriftrollen vor, von denen die Fachwelt ausgeht, dass sie mit Zaubertinte beschrieben wurden. Unglücklicherweise kann dies jedoch nicht bewiesen werden, da sie mit Zaubertinte beschrieben wurden.

Dämlicher Mist, nix zu erkennen. Prof. Dr. Ignare, megakrasser Auskenner.

Verwendung

Im Allgemeinen nimmt man an, dass Zaubertinte zum Schreiben verwendet wird. Gegner dieser Theorie beharren jedoch darauf, dass Zaubertinte zum Zeichnen verwendet wird. Da sich beide Lager völlig unversöhnlich gegenüberstehen, wurde in der Fachwelt der Vorschlag diskutiert, einen Mentor als Vermittler in diesem Streit zu beauftragen. Daraufhin wurde Dr. Magicink, ein ebenso berühmter wie völlig unbekannter Experte, ausgewählt, der von den einschlägigen Fachgesellschaften kontaktiert wurde. Die kurz darauf per Brief eingegangene Antwort des Experten umfasste lediglich ein weißes, völlig unbeschriebenes Blatt Papier. Die sich daraufhin ausbreitende Ratlosigkeit der Fachwelt wurde zunächst wohlwollend aufgenommen und anschließend ausgiebig diskutiert. Der Verbleib des Briefes ist unbekannt.

Techniken

Aufgrund der Inhaltsstoffe ist die Herstellung von Zaubertinte auf wenige Zutaten beschränkt. Die besten Ergebnisse erzielt man nach geltender Lehrmeinung mit der Tränenflüssigkeit nigerianischer Flachlandziegen, die mit den gemahlenen Zähnen des Steinbeißers und Original oberbayrischem, entsalztem Gebirgswasser vermischt wird. Anschließend muss man die Inhaltsstoffe entsorgen. Darüber hinaus gibt es weitere, landesspezifische Rezepturen, die an kuriosen Absurditäten nicht zu überbieten sind. Während in Chile Zitronensaft verwendet wird, nimmt man in Glücksburghausen an der Knatter dagegen lieber Milch. In anderen Ländern schwört man auf Anderes, vor allem in den Anden, an denen man nicht vorbeikommt.

Weltkongress der Tintenforscher

Zum 1. Weltkongress der Fachwelt, der am 30. Februar 2021 in der Mehrzweckhalle in Tintigny stattfand, versammelten sich Fächer aus der ganzen Welt. Die ebenfalls eingeladenen Tintenfische konnten leider nicht kommen. Die Anwesenden waren froh und glücklich, dass ihnen gerade noch rechtzeitig der passende Name für ihren Kongress eingefallen war. Nachdem kollektiv aufgeatmet wurde, verlegte man die Diskussionen in eine nahegelegene Brasserie und begann einen fröhlichen Umtrunk. Allerdings waren anschließend einige Anwesende derartig in Brass, dass die Diskusion abgebrochen werden musste. Man widmete sich dann den Weinvorräten des Etablissements, feierte Brüderschaft und bestätigte sich jeweils gegenseitig, „der allerbeste Kumpel von allen“ zu sein. Die ebenfalls anwenden weiblichen Fächer verwahrten sich gegen eine derartige Diskriminierung und beschwerten sich, in bestimmte Schubladen gesteckt zu werden. Auch die inflationäre Verwendung von Superlativen fand man nicht so super. Der Kongress endete schließlich damit, dass man die Stühle auf die Tische stellte und der Hausmeister das Licht löschte.

Trivia

Im Volksmund, vor allem im Mund anderer Völker sowie bei dem Volk, dem man auf's Maul schauen kann, hält sich die irrige Vorstellung, dass Zaubertinte unsichtbar wäre. Das entbehrt natürlich jeder Grundlage und ist schon allein aufgrund der Personen, die diese Ansicht äußern, völliger Quark. Alle Tintenexperten im In- und Umland, einschließlich der Fachidioten in Forschung und Lehre sowie der Fachverkäufer im Schreibwareneinzelhandel, sind sich zwar bewusst, dass sie auf diesem Themengebiet keine Ahnung haben, lehnen diesen Standpunkt dennoch völlig ab. Aus diesem Grund sollte der Rest der Welt ihrem Beispiel folgen.