Wissenschaftliche Stilistik

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Die wissenschaftliche Stilistik ist ein Bereich der Germanistik, welcher sich mit Besonderheiten des naturwissenschaftlichen Sprachgebrauchs auseinandersetzt. Dabei wird hier naturwissenschaftliche Vortragsweise, Lyrik und Prosa berücksichtigt. Leider wird in der modernen Gesellschaft der wissenschaftlichen Lyrik viel zu wenig Beachtung geschenkt. Wer bisher glaubte, die Wissenschaft begnüge sich mit kurzen Inhalten, sachlichen Texten und einer Sprache, die selbst die Sahara wie einen Regenwald aussehen lässt, liegt weit daneben. Der Laie mag die sprachliche Vielfalt nicht erkennen, doch schlummert in allen Wissenschaftlern ein kleiner Goethe oder zumindest ein kleiner Hugo Ball, der ihnen immer wieder neue künstlerische Einflüsse einwispert.

Geschichte

Wenig dokumentiert oder bekannt ist über die Anfänge der wissenschaftlichen Stilistik. Ihr Ursprung ist so alt wie die Naturwissenschaft an sich. Herausragende Künstler dieser Zeit wie Epikur oder Sokrates haben sicher einige Bombeneinschläge griechischer Sprachwissenschaft vollbracht. Zeitgenossen empfanden ihre Ausdrucksweise kryptisch und seltsam. Keine originale Schrift ist von jenen überliefert, so fällt die einwandfreie Zuordnung alter Texte schwer. Eine Mehrfachautorenschaft wie in der Bibel ist wahrscheinlich. Jedoch gilt der Bereich der wissenschaftlichen Stilistik nur für jene Künstler, die Ihr Augenmerk hauptsächlich auf die naturwissenschaftliche Erkenntnis legten. Erst das digitale Zeitalter mit seinen neuen Möglichkeiten führte zur Etablierung der wissenschaftlichen Stilistik als Teilbereich der Germanistik.

Forschung

Leider gibt es nur eine Hand voll Sprachwissenschaftler, die ihr Leben der Erforschung dieses dynamischen und spannenden Gebietes gewidmet haben. Der größte Hinderungsgrund wird jedoch in der geistigen Konfusion bestehen, die Fachfremde beim Anhören von Vorträgen oder Lesen von Papern erleiden.

Der Vortrag

Der Vortrag ist das zentrale Element wissenschaftlicher Stilistik. Hier stellen Wissenschaftler ihr literarisches Können immer wieder unter Beweis. Aufgrund des häufigen Verguttenbergen von Abbildungen und Informationen bleiben viele Vorträge der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Das Füllwort

Essentiell ist ein vom Autor selbstgewähltes Füllwort wie Ähm, äh, äh, im Prinzip oder das allseits beliebte "quasi" (Geht auch als Kombination: "quasi im Prinzip, ähm äh....."). Das Füllwort soll nicht wie angenommen Denkpausen kaschieren, sondern muss als Antithese zum Hoch anspruchsvollen Themengebiet gesehen werden. Das Füllwort kann auch eine Gestik sein (z.B. in der Nase popeln oder wildes "ich fuchtel mal mit dem Zeigestab oder was ich sonst so in die Finger bekomme")

Der Beamer geht nicht an

Da heutzutage diese Kunstform fast ausschließlich digital unterstützt wird ist dies als Protest gegen die Digitalisierung des Wissenschaftslandes gesehen. Wird gerne von älteren Künstlern genutzt.

Laserpointer Lightshow

Auch der gute alte Zeigestock, mit welchem man unaufmerksame Zuhörer durch einen lauten Schlag noch zur Vernunft bringen konnte, gehört der Vergangenheit an. Ersetzt wurde er durch den Laserpointer, der, falls der Künstler etwas auf ihren Folien hervorheben möchten, wild in richtung Tafel sein grünes Licht projeziert ohne jemals den eigentlichen hervorzuhebenden Punkt zu treffen. Dies muss als Metapher verstanden werden, dass die eigentliche Kernaussage nicht auf einen Punkt gebracht werden kann.

Die Sprache

Neben unabdingbaren Anglizismen wie "so what?" (dt. was also?) oder "brainstorming" (dt. Bräinschdorming) wird eine brummbärhafte Aussprache bevorzugt. Soweit es die Stimme hergibt wird auch gerne auf die Variante kranker Kanarienvogel oder Meerschwein zurückgegriffen. Warum diese Stimmrizenverkrümmung? Der offensichtliche Grund hierfür ist der stark individuelle Zug, der dadurch dem Vortrag verliehen wird.

Die Folien

Das wichtigste Element im Vortrag sind die Folien. Hier erkennt man den wahren Profi. Eine Nummerierung oder Strukturierung ist hier fehl am Platz. Die Kunst lebt durch Chaos und Überraschung. Einige wichtige Merkmale sind hier zusammengetragen, es gilt die Grundregel je individueller, desto besser:

1. Schriftart: Comic sans
2. Hintergrundfarbe: möglichst dunkelblau, schwarz oder zumindest dunkelbraun
3. Farbenfroh: Je mehr, desto bunter!
4. Die leere Folie
5.
6. "The missing Folie": wurde 10 min vor dem Vortrag erstellt, passt thematisch nicht in den Kontext
6. Die "springende" Folie: wird übersprungen, da nicht relevant
6. Fehlerhafte Aufzählungen
6. Schaubilder: komplexe Übersichten, die alle Aussagen zusammenfassen; Schriftgröße: 3,75; Auch mit Sehstärke von 110% kaum zu erfassen. Auf eine ausreichend optisch mangelhafte Kopie ist zu achten.

Die Grammatik

Die deutsche Grammatik, sowie Rechtschreibung wird in wissenschaftlichen Vorträgen gerne schleifen gelassen. Doch auch das wird bewusst eingesetzt um den Leser, bzw. Zuhörer aufmerksam zu halten. Kleine Rechtschreibfehler und Buchstabenverwechslungen lockern den Inhalt auf und dienen zur Hervohebung einzelner Wortgruppen. Gerne wird behauptet diese Fehler entstehen aus der Unaufmerksamkeit des Schreibenden, was der Wahrheit überhaupt nicht entspricht. Gerade geübte Autoren sind nach der Vollendung der Folien eines Vortrages stundenlang damit beschäftigt geeignete Fehler einzubauen.

Abkürzungen

Ein wichtiges Stilmittel ist das Verwenden von Abkürzungen. Sie wirken klug und kein Mensch hat wirklich Ahnung für was sie stehen. Man muss sie nur so suverän anbringen, dass sich niemand traut nach deren Hintergrund zu fragen aus Angst sich durch die Frage zu blamieren. Meist hat der Verwendende ebenfalls keinen blassen Schimmer von deren Bedeutung. Abkürzungen werden verwendet, um von einem recht flachen Inhalt abzulenken. Ein gutes Beispiel wäre "F" für Fersuch. Hier hat der Autor gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Fehlerhafte Rechtschreibung und eine Abkürzung, die dadurch für niemanden mehr verständlich ist, sorgen für optimale Verwirrung.