ARGE

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(Abk.für Arbeitsgemeinschaft) ist eine Behörde, die Arbeitslosen helfen soll. Oder sollte. Oder auch nicht. Geschäftsführer dieser "Einrichtung" ist Herr Frank Buschmann und ein Clown Namens Gutenberg.
Nicht zu verwechseln mit Arrogante Rücksichtslose Gnadenlose Entscheidungen.

Bewerbung

Jeder „normale“ Bürger kann sich als Mitarbeiter dort bewerben. Hierzu benötigt man keinerlei Vorkenntnisse oder Talente. PC-Erfahrung wird begrüßt, ist aber nicht erforderlich. Der höfliche Umgang mit seinen Mitmenschen ist nicht notwendig. Lediglich Fremdsprachen wären von Vorteil, wenn nicht, ist es auch nicht ganz so schlimm.

Schulungen

Arbeitsloser, der einen Hals bekam

All diese Sachen muss man nicht unbedingt mitbringen, da man kurz nach der Einstellung mit allen neuen Kollegen zu einem Lehrgang geschickt wird, bei dem man meistens für ein oder zwei Wochen mit Übernachtung einplanen sollte. Man muss zwar nicht trinkfest sein, es erleichtert einem aber den Aufenthalt, weil es abends immer ein gemütliches Beisammensein nicht ohne Alkohol gibt. Am Tage werden zwischen den ausgedehnten Pausen, in denen für reichlich Speis und Trank gesorgt wird, Schulungen durchgeführt, in denen man lernt wie man sich verhält, wenn sich Leute mit Ihnen über eine ziemlich aussichtslose Situation im Arbeitsmarkt unterhalten und Hilfe erwarten.

Schulungspunkte

Wie reagiere ich auf

  • Traurige
  • Faule
  • Wütende, die einen Hals bekommen -------->
  • Klugscheißer
  • aggressive Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Abschluß-Prüfung

Ob Sie das alles am Ende des Lehrgangs kapiert haben, interessiert eigentlich keinen. Die oberste Leitung der ARGE hatte vor langer Zeit einmal geplant, dass die Mitarbeiter zusätzlich in folgenden Themen geschult werden sollten:

Zusatz-Schulungen

schwer zu vermittelnde Kundin
  • Der höfliche Umgang mit seinen Mitmenschen
  • Zuhören und Verstehen
  • Schikanieren obwohl sich der Arbeitslose korrekt verhält
  • Zahlungen zurückhalten
  • Begründungen über Sperren der Leistungen erfinden
  • Sicheres Auftreten
  • Rhetorik
  • Abgabetermine so kurzfristig wie möglich gestalten
  • So viel wie möglich an Anträgen ausfüllen lassen

Diese Schulungen waren nicht erforderlich und sind aus Kostengründen nicht realisiert worden.

Weitere Maßnahmen

Wenn der Arbeitslose trotz aller Bemühungen immer noch das macht, was er soll, kann man zu anderen Mitteln greifen, um ihn zu gängeln. Hier kann man z.B. einfach die Zahlungen einstellen und warten bis sich derjenige meldet. Jetzt kann man irgendwelche Ausreden erfinden wie, „der Antrag ist noch einmal in der Überprüfung, wird aber als nächstes bearbeitet“. Man lässt ihn dann trotzdem liegen. Der Antragsteller meldet sich dann frühestens in einer Woche wieder. Die Antworten können dann bei jedem neuen Besuch so aussehen:

  1. „Ich habe den Antrag jetzt gerade erst wieder bekommen.“
  2. „Der Antrag wird als nächstes bearbeitet.“
  3. „Ich war ein paar Tage in Urlaub, geht aber unverzüglich in Arbeit.“

Man kann die Geschichte aber auch anders bremsen, indem man keinen zu sich lässt, der keinen Termin vereinbart hat und zusätzlich einfach nicht ans Telefon gehen.

Die Zahlstelle

soviel bekommt man erst mal

Die Mitarbeiter in der Zahlstelle sind für Sofort-Auszahlungen zuständig.
Hier kann sich der Arbeitslose Bargeld in kleinen Mengen abholen. Wer mehr als das hier ---> (siehe Bild)
haben will, muss einen Scheck anfordern, der aber erst am nächsten Tag zum Abholen bereit liegt. In vielen Fällen sollen hier Beträge ausgezahlt werden, die durch verzögerte Zahlungen entstanden sind oder wegen Dummheit, Dreistigkeit oder einfach "Sado". Die Mitarbeiter, die hier arbeiten, müssen schon so richtig was drauf haben. Der folgende Fall beschreibt die Stärke des geschulten Personals.

Die Zahlstelle als Folterkammer

über längere Zeit kein Geld bekommen

Ein Arbeitsloser hatte über ein halbes Jahr kein Geld bekommen, weil eine Mitarbeiterin der ARGE alles mögliche getan hat, den Vorgang zu verzögern. Hier hatte sich eine nicht unerhebliche Summe angesammelt. Der Arbeitslose sollte nun per schriftlicher Anweisung zur Zahlstelle gehen und sich einen Scheck abholen.

Die geschulte Mitarbeiterin hat die Situation sofort erkannt und gesagt, dass an diesem Tag keine Auszahlungen mehr möglich sind. Der Kandidat sollte am nächsten Tag pünktlich um 7.30 Uhr wieder da sein – aber pünktlich 7.30 Uhr (mit erhobenem Finger)! Am nächsten Tag war derjenige um 7.25 schon da, aber alles war noch dunkel und der Tresen war noch nicht besetzt. Um 7.30 kam die Tresen-Kraft und sagte, es würde gleich los gehen. 7.32 Uhr war sie dann soweit und schickte den „Unterbezahlten“ zur Zahlstelle. Es war bereits 7.33 Uhr. Nach Klopfen bei der Zahlstelle wurde die Tür aufgerissen und auf die Uhr geschaut. Mit dem Kommentar:

Es ist jetzt nicht 7.30 Uhr. Jetzt ist es zu spät. Tja – da müssen Sie ja wohl morgen wieder kommen.

Das nennt man eine sicher auftretende, geschulte Mitarbeiterin, die es verdient hat aufzusteigen. Hier erkennt man, wie wichtig es ist geschultes Personal einzusetzen. Denn wenn alles immer zur vollsten Zufriedenheit abläuft, würde dem Staat die Schuldenuhr wegen zu hohem Tempos um die Ohren fliegen.

Also aufpassen, dass man nicht arbeitslos wird und sich sicherheitshalber gleich beim Arbeitsamt bewerben!

Siehe auch