Notgrabung

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Eine Notgrabung ist in der Archäologie ein Grabungsverfahren, welches dann zum Einsatz kommt, wenn alle anderen Verfahren und Methoden zur Erkenntnisgewinnung über antike Kulturen fehlschlagen oder nicht anwendbar sind.

Dann macht sich ein sogenanntes "Notgrabungsteam" mit umgebauten Feuerwehrautos unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln auf den Weg zur potentiellen Grabungsstätte. Dort werden - meist unter Verwendung von C4-Plastiksprengstoff - die Hinterlassenschaften oder Artefakte, welche es zu erschließen gilt, systematisch freigelegt, wobei aufgrund des hohen Zeitdrucks auch gerne mal eine vollständige Zerstörung der Artefakte oder der gesamten Ausgrabungsstätte in Kauf genommen wird. Dies vereinfacht auch die Nachbearbeitung der Ausgrabung.

Die Gefahr, dass auch umliegende Gebäude beschädigt werden könnten, stellt für einen erfahrenen Notgräber auch nur ein peripheres Problem dar, da es schließlich um wertvolle geschichtliche Erkenntnisse geht.