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Steinköhler

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Das Ausgangsmaterial: Steine

Steinköhler ist ein ehemals erfolgreicher bergmännischer Beruf, dessen Blütezeit im späten Mittelalter lag. Die Beliebtheit fand ihren Ausdruck darin, dass oft sogar die Bezeichnung „Köhler“ als Familienname gewählt wurde. Seitdem Deutschland jedoch Billiglohnland geworden ist (siehe Steinkohlepfennig) ist es kein Ausbildungsberuf mehr und bis vor Kurzem noch aktive Köhler sind bereits zurückgetreten.

Beherrscht wurde das Revier jahrhundertelang durch Familientradition. Bei größerem Kinderreichtum konnte auch ein Refünf oder Resechs bis Rezwölf eingerichtet werden. Die Familienbande wurde oft durch fantasiereiche Uniformen aus meist dunklem Stoff in ihrem Zusammenhalt unterstützt. Für die innerfamiliäre zusätzliche Hierarchie entstanden klangvolle Rangbezeichnungen bishin zu noch heute gültigen Benennungen für bestimmte Berufsbeamtenposten.

Technologie

Hier wird noch das Gebirge über die Steine errichtet

Die Technologie zur Steinkohleerzeugung wurde nur mündlich, bestenfalls unter Zuhilfenahme einer Kohlezeichnung überliefert. So wie Holzkohle aus Holz wurde Steinkohle aus Stein durch Verbrennung unter teilweisem Luftabschluss hergestellt. Bei Holzkohle genügt eine dünne Schicht Erde – bei Steinkohle müsste man ein ganzes Gebirge über den zu verbrennenden Steinhaufen setzen. Um diesen beträchtlichen Aufwand für so ein bisschen Kohle zu minimieren, wurde später der umgekehrte Weg gegangen: es wurde ein Gang unter das Gebirge gegraben. So entstanden riesige unterirdische Produktionsanlagen für die Steinkohle. Der unterirdische Raum war so groß, dass dort unten sogar ein eigenes Wetter herrschte. Üble Wolken mussten durch gesonderte Wetterschächte nach oben abgeleitet werden.

Ökonomie

Das Ergebnis: Steinkohle

In einigen Ländern (zum Beispiel China und Russland) werden die Steinköhler noch staatlich gefördert. Dort nimmt die Steinkohlenförderung noch einen beträchtlichen Posten im Staatshaushalt ein. In Deutschland wurde die Förderung eingestellt, seitdem wird auch keine Steinkohle mehr hergestellt. Dieses Schicksal ist ebenfalls zu erwarten, wenn die Förderung der Solarenergie eingestellt wird. Einige Politiker befürchten deshalb, dass in Deutschland dann bald gar keine Sonne mehr scheinen wird.

Missbräuchliche Anwendung

Nebeneffekt des Tiefbaus war, dass die Technologie der Steinköhler jahrhundertelang vor fremden Blicken geschützt war, ja nicht einmal durch die amerikanischen Aufklärungssatelliten enttarnt werden konnte. Die Produktionsstätten waren derart erfolgreich vor fremden Blicken geschützt, dass diese Methode auch im Irak von Saddam Hussein verwendet wurde, um seine Massenvernichtungswaffen vor dem Radar der Satelliten zu verstecken. (Sie wurden übrigens bis heute nicht gefunden.) Wahrscheinlich lagen einige der Anlagen dicht an der Grenze zum Iran und sind bei den Grenzstreitigkeiten den Mullahs in die Hände gefallen. Die Steinkohle brauchten sie zwar nicht (sie haben Öl) aber sie haben schnell erkannt, dass solche Produktionsstätten gegen einen Raketenbeschuss dauerhaft resistent sein können und wenden so diese Methodik an, um ihre Atomwaffenproduktion zu verstecken. Die Chance, diese zu finden ist dann selbst nach einer vollständigen Invasion gleich Null.