Schwanzus longus

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Schwanzus longus ist nicht Latein.

Is verstehe nist, was es da su kissern gibt, Soldat.

Weder bei Vergil, noch bei Cicero, noch bei Tacitus, noch bei einem antiken römischen Autoren taucht der Begriff auf. Schwanzus longus ist ein Terminus, der aus der deutschen Synchronisation eines englischen Films stammt, der in einem Land spielt, in dem man Latein und Hebräisch spricht. Was er bedeutet, ist Gegenstand vieler philosophischer Diskussionen. Der Duden kennt den Begriff nicht.

Geschichte

Der Begriff findet sich nicht im normalen Sprachgebrauch, laut Linguisten der Hans-Maulwurf-Universität für Sinnlose Studien ist der Begriff im deutschen Sprachraum zum ersten Mal für das Jahr 1979 belegt, und zwar in oben genannten Spielfilm „Das Leben des Brian“. Ansonsten ist der Begriff in keiner schriftlichen oder visuellen Quelle aufgetaucht. Es liegt also durchaus möglich, dass es sich bei Schwanzus longus um ein Modewort der späten 70er-Jahre handelt, das dann allerdings wieder verdrängt wurde.

Grammatik

Schwanzus ist ein Nomen. Welchem grammatikalischem Geschlecht es angehört, ist unbekannt, da keine Erwähnung mit einem bestimmten oder unbestimmten Artikel vorliegt, oder mit einem deklinierten Adjektiv, das den Genus zweifelsfrei festlegen würde. Ebenso ist sein Plural unbekannt, da er schlicht nie in den Quellen erwähnt wurde. Nach CHAPMAN wären die Pluralformen Schwanzi, Schwanzusse oder Schwanzeen möglich.

Die Wortart von Longus hingegen ist unbekannt. Semantisch erscheint der Status als Adjektiv am wahrscheinlichsten, gerade ob der Homophonie mit dem lateinischen longus, welches lang oder weit bedeutet. Allerdings beugt sich das Adjektiv in keinster Weise der deutschen Deklination, und zudem ist das -us als Adjektivsuffix seit Jahrtausenden demotiviert. Deklinationskongruenz läge nur vor, wenn es sich um ein lateinisches Fremdwort handelte. Da Schwanzus allerdings nicht im Lateinischen auftaucht, fällt auch diese Möglichkeit flach. Longus als Teil eines Kompositums ist ebenfalls unwahrscheinlich, da das die deutsche Morphologie ausschließt und das Deppen Leer Zeichen in den 70ern noch nicht so verbreitet war.

Semantik

Fest steht aber, dass der Begriff existiert. Das beweist schon sein Dasein als Lemma hier. Belegt ist er, wie gesagt, nur im Film „Das Leben des Brian“, und hier nur in der deutschen Synchronisation. Es muss sich also um ein deutsches Wort handeln, die englische Übersetzung lautet „Biggus Dickus“, ein Wort, das sich ebenfalls in keinem Wörterbuch findet.

Im Film bezeichnet Schwanzus longus einen speziellen Römer, der Todesurteile verhängt, aber auch teilweise Delinquenten begnadigt. Hauptmerkmal ist allerdings seine Artikulationsstörung, er lispelt stark . Sollte Schwanzus longus also sein Name sein, so könnte er selbigen selbst nicht fehlerfrei aussprechen.

Interessant ist weiterhin, ob Schwanzus longus einzig und allein den Namen dieses Menschen konstituiert, oder aber als metonymisch für das Lispeln und Kreuzigungen von Juden steht. Da es allerdings außer in Sekundärliteratur zum Film nicht aufgetaucht ist, ist ein Dasein als Metonymie unwahrscheinlich.

Trivia