Promotion

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Die Promotion bezeichnet den verzweifelten Versuch von Akademikern, ihre Umwelt durch Verleihung eines Doktortitels von der Sinnhaftigkeit ihrer bisherigen (meist über 30-jährigen) Ausbildung zu überzeugen.

Ursachen

Die Ursachen für die Promotion können vielschichtig sein. Die wichtigsten drei sind diese:

  1. Profilneurose. Menschen, die aufgrund ihrer Profilneurose promovieren, haben das tiefe innere Bedürfnis ihrer Umwelt mitzuteilen, was für ein toller Hecht sie sind. Mit Verleihung der Doktorwürde wird aus dem in der Gesellschaft untergehenden Individuum Hans Müller der geachtete Dr. Müller. Das Klingelschild, der Telefonbucheintrag und die Beschriftung der Bürotür werden um den "Dr." ergänzt und mit tiefem Wohlgefallen trägt der Doktor der Profilneurose seinen Namen auf der Anmeldeliste für das nächste Golfturnier ein.
  2. Geld. Stellen sie sich vor, sie sind Arzt und haben ihr Studium als Bester ihres Jahrgangs abgeschlossen. Ihr Klientel sind 80-jährige Patienten mit zumeist schwerwiegenden Stuhlproblemen. Sie eröffnen eine Praxis, und neben ihnen macht eine Woche später eine weitere Arztpraxis auf. Inhaber ist der unfähigste Vollidiot, den Sie im Studium kennengelernt haben. Problem: Er hat promoviert, sie nicht. Zwei Klingelschilder: Hans Müller, Arzt vs. Dr. Müller. Raten Sie mal, wer als erster seine Praxis dem Insolvenzverwalter (promovierter Jurist) übergibt.
  3. Kombination aus Profilneurose und Geld.

Durchführung

Je nach Art des Doktortitels wird die Promotion verschiedenartig durchgeführt:

  1. Doktor der Medizin. Sie führen ihre Promotion bereits im Studium durch. Die Dauer beträgt 2-5 Tage, der Zeitaufwand ist minimalst. Weiteren Aktivitäten während ihrer Doktorarbeit wie Golfspielen oder sich in Studentenverbindungen zu betrinken steht die Promotion nicht im Wege.
  2. Doktor der Naturwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften. Sie kündigen sämtliche sozialen Beziehungen und verbringen 5 Jahre im Labor ohne das Sonnenlicht zu sehen. Wenn der Chef kein Geld mehr hat, sie zu bezahlen, versuchen sie aus keine Ergebnissen eine Doktorarbeit zusammenzuschreiben. Soziale Beziehungen sind nicht nur aus Zeitgründen nicht möglich, sondern auch nicht gewünscht, um sich nicht ständig der Frage "Und wofür ist das nochmal gut?" auszusetzen.
  3. Doktor der Geisteswissenschaften. Sie kündigen sämtliche sozialen Beziehungen und verbringen 5 Jahre in der Bibliothek ohne das Sonnenlicht zu sehen. Wenn sie kein Geld mehr haben, versuchen sie aus keine Ergebnissen eine Doktorarbeit zusammenzuschreiben. Soziale Beziehungen sind nicht nur aus Zeitgründen nicht möglich, sondern auch nicht gewünscht, um sich nicht ständig der Frage "Und wofür ist das nochmal gut?" auszusetzen.

Die Promotion schließt mit einer Disputation ab. Hier muss der Absolvent eine Prüfungskommission davon überzeugen, dass er es in den letzten 5 Jahren trotz nicht vorhandener Ergebnisse geschafft hat, einen derartig großen wissenschaftlichen Beitrag geleistet zu haben, dass er es verdient hat, sein Klingelschild ändern zu dürfen.

Nach der Promotion

Der Mediziner eröffnet nach der Promotion seine eigene Praxis in dem Wunschort seiner Wahl. Da die Anstellung in einem vollkommen überforderten Krankenhaus mit 18-Stunden Schichten und den regelmäßigen Klagen aufgrund von Behandlungsfehlern die nach etwa 15-Stunden Daueroperieren hätten keinesfalls auftreten dürfen zu keinem Erfolg führen, zieht der promovierte Arzt es vor, seinen Arbeitsplatz selbst zu gestalten. Neben der Wahl der Inneneinrichtung, der Öffnungszeiten und den 15 anderen Praxen in 10km Umgebung, hat der Herr Doktor die Möglichkeit seine Angestellten nach Alter, Haarfarbe und Brustumfang einzustellen welches ihm, abgesehen von diesen lästigen Patienten, ein schönes Leben beschert.

Die Absolventen der Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften, welche nach der Promotion gehofft haben weniger Stress zu haben, dürfen sich auf die Verdopplung des Arbeitsstress freuen. Ein Leben mit Personalverantwortung und Top-Gehalt, welches man aufgrund der fehlenden Freizeit nie ausgeben kann, da alle 15 Minuten (zum Jahresende alle 5 Minuten) ein Angestellter mit einer neuen sinnlosen Frage auftaucht. Während die Frau oder der Ehemann das verdiente Geld in das Aussehen, Krimskrams und das der Wohnung investiert, fragt sich der promovierte Naturwissenschaftler oder Ingenieurwissenschaftler immer wieder „Und wofür war das nochmal gut?“

Die Absolventen der Geisteswissenschaften dürfen sich auf neue Sozialkontakte beim Arbeitsamt freuen. Neben den Hartz-4lern und den anderen Absolventen in Geisteswissenschaften, hat der Promovierte mit seinen neuen Erkenntnissen und Fähigkeiten die Zeit um über den Sinn seines Lebens nachzudenken. Neben dem gelegentlichen dozieren vor Studenten der Geisteswissenschaften, um die Rechnungen zu bezahlen, schlägt sich der Dr. phil. mit Spargel-stechen durch den Alltag und fragt sich immer wieder „Und wofür war das nochmal gut?“.

Anerkennung

Je nach Art des Doktortitels schlagen den promovierten Akademikern zwei verschiedene Reaktionen entgegen:

  1. Doktor der Medizin: "Ooooooooh, der Herr Doktor. Sehr angenehm".
  2. andere Doktortitel: "Ist das in Ihrem Gebiet notwendig, um einen Job zu finden?"