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Hundehaltung: Unterschied zwischen den Versionen

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Normalerweise fällt einem während der Suche nach einem Hund öfters der Kleinanzeigenmarkt in der Zeitung auf, besonders der Teilbereich der Tiere. Und tatsächlich ist es so, dass einem beim Überfliegen der Angebote (Gesuche sind nicht angezeigt), halb wach, halb noch schlafend, zahlreiche abzugebende Hunde verlockend erscheinen. Natürlich sollte man sich auch vor Augen halten, dass diese Anzeigen aus purer Verzweiflung aufgegeben wurden, da der Hund, laut offizieller Angabe wegen einem Umzug in eine kleinere Wohnung, in der Realität aber meistens wegen seines ungezogenen Verhaltens, nicht mehr tragbar ist. Hierbei muss man sich wiederum ins Bewusstsein rufen, dass die Tiere der wirklich verzweifelten Halter im Tierheim zu haben sind.  
 
Normalerweise fällt einem während der Suche nach einem Hund öfters der Kleinanzeigenmarkt in der Zeitung auf, besonders der Teilbereich der Tiere. Und tatsächlich ist es so, dass einem beim Überfliegen der Angebote (Gesuche sind nicht angezeigt), halb wach, halb noch schlafend, zahlreiche abzugebende Hunde verlockend erscheinen. Natürlich sollte man sich auch vor Augen halten, dass diese Anzeigen aus purer Verzweiflung aufgegeben wurden, da der Hund, laut offizieller Angabe wegen einem Umzug in eine kleinere Wohnung, in der Realität aber meistens wegen seines ungezogenen Verhaltens, nicht mehr tragbar ist. Hierbei muss man sich wiederum ins Bewusstsein rufen, dass die Tiere der wirklich verzweifelten Halter im Tierheim zu haben sind.  
  
Sollte der beschriebene Hund in das persönliche Anforderungsprofil passen, vereinbart man per Telefon ein Kennenlern-Treffen mit dem Haustier und, was einen wesentlichen, negativen Einfluss auf die Sympathie mit dem Hund haben kann, seinem Besitzer. Am Telefon kann man sich einen vagen Eindruck von seinem potenziellen neuen Haustier und dessen Familie verschaffen. Dieser überrascht einen immer dann, wenn etwas nicht den eigenen Erwartungen entspricht.
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Sollte der beschriebene Hund in das persönliche Anforderungsprofil passen, vereinbart man per Telefon ein Kennenlern-Treffen mit dem Haustier und, was einen wesentlichen, negativen Einfluss auf die Sympathie mit dem Hund haben kann, seinem Besitzer. Am Telefon kann man sich einen vagen Eindruck von seinem potenziellen neuen Haustier und dessen Familie verschaffen. Dieser überrascht einen immer dann, wenn etwas nicht den eigenen Erwartungen entspricht. Es kann iritierend sein, sollte etwa eine tiefe Männerstimme am Hörer sein, wenn man der Anzeige eines kleinen Pudels nachgeht. Doch letztlich kommt es ja auf den Hund an, über den man allerdings auchschon erste Aussagen treffen kann, hört man ihn beim Telefonat im Hintergrund lautstark bellen. Alles weitere erfährt man dann beim Treffen, welches einem in der Regel den Rest gibt. Hunde, die sich zur Begrüssung an die Wade des Hundeliebhabers klemmen, um schon den Empfang zu einem Höhepunkt zu machen, oder dem Interessenten gegenüber aggressiv werden, sind nichts Ungewöhnliches, was aber nicht heißen soll, dass dies nicht schlimm ist. Solche fürchterliche Besuche kann man vermeiden, wenn man die Inserate konsequent durcharbeitet und dabei auch zwischen den Zeilen liest. Denn nur hier erkennt man das wahre Wesen der beschriebenen Hunde. Das selbe gilt für die Fernsehsendung ''Tiere suchen ein Zuhause'', eine visualisierte Form der Kleinanzeigen oder auch eines Tierheims, in der die Tiere aber ebenso geschönt beschrieben werden wie in der Zeitung.
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|''"...abzugeben aus Scheidungsgründen."''
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|Der Hund hat ein Ehepaar in den Wahnsinn getrieben, sodass die Ehe  zu Bruch ging und der Hund sich ein neues Zuhause suchen muss.
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|''"kinderlieb."''
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|Steht meist am Ende einer Anzeige, der Punkt ist jedoch nicht als Satzzeichen zu deuten, es handelt sich um eine Abkürzung für "kinderliebend", da sie dem Tier so gut schmecken.
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|''"kleine Schutzgebühr fällig"''
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|Wenn der Abnehmer nicht will, dass ihm in der Zukunft noch weitere Köter an die Backe geklebt werden, muss er Schutzgeld zahlen.
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=====Tierheim=====
 
=====Tierheim=====

Version vom 13. September 2008, 12:56 Uhr

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Auch in der heutigen Welt, in der die Menschen immer weniger Freizeit haben und diese immer sinnloser nutzen, erfreut sich ein Hobby immer noch großer Beliebtheit: Die Hundehaltung. Hierbei handelt es sich um die freiwillige Haltung eines Haustieres, das sich von den anderen gerne oft gehaltenen domestizierten Tieren abhebt, da es einen enormen Kostenaufwand mit einem äußerst hohen Stressfaktor verbindet. Dennoch entscheiden sich sehr viele Leute für einen Hund, noch mehr setzen ihn nach einer Weile völlig entnervt aus. Der Rest ist so freundlich und übergibt ihn an ein undankbares Tierheim oder versucht, das Tier über Zeitungsinserate zu verscherbeln. Nur den wenigsten gelingt es, glücklich und harmonisch mit ihrem Hund zu leben und ihn bis an ihr oder sein Lebensende zu behalten. Die Hundehaltung ist nun mal nicht einfach.

Das Leben mit dem Hunde

Anschaffung

Die Beschaffung eines Hundes ist der Anfang allen Übels. Trotz dem großen Unheil, welches einem die Entscheidung zum Hund bringen kann, beruht der Entschluss meist nicht auf einer Schnapsidee sondern ist relativ durchdacht. Während nämlich die spätere Praxis mit zahlreichen Problemen aufwartet, geschieht das eigentliche Denken schon vorher in der Theorie. Zunächst muss sich der zukünftige Hundebesitzer Gedanken darüber machen, welchen Typ Hund er denn gerne hätte. Allein mit der Idee, sich mal ‚nen Hund anzuschaffen, ist noch nichts getan.

Auswahl

Denn auch wenn es verwundern mag, ist auch eine weit verbreitete und einfache, um nicht zu sagen uninteressante oder eher mäßige Tierart äußerst vielfältig. Gut, dies mag klangvoller klingen als es tatsächlich ist, da auch die verschiedensten Hunderassen immer noch alle absolut hässlich sind, doch immerhin bleibt einem die Wahl zwischen dem gutmütig wirkenden weil schläfrigen, man möchte fast sagen nettem Neufundländer und einem blutrünstigem Kampfhund. Im Wesentlichen unterscheidet man bei der groben Auswahl seines zukünftigen Hundes nach Wesen und Zweck, den man möchte.

So eignet sich etwa ein Chihuahua nicht so gut als Wachhund oder für lange Läufe, ein deutscher Schäferhund hingegen fühlt sich bei einer Oma unwohl, die eher ein kleines Hündchen bevorzugen würde. Im Grunde hätte aber sicherlich auch der ein oder andere Dobermann Gefallen an der Großmutter…

Hundetypen
  • Der Normale: Mittlere Größe, anständig gebaut, durchwachsenes Verhalten, schön, wenn man es so will: Was sich anhört wie die Personenbeschreibung eines durchschnittlichen am Bauamt angestellten Beamten der Bundesrepublik Deutschland, ist tatsächlich der wesentlichste Teil von diesem Who is Who der Hundewelt. Der ganz normale Hund eben, wie er am häufigsten vorkommt, Bello, Waldi, oder Hella gerufen. Oder so ähnlich. Zwar kann man diesen Hund niemandem explizit ans Herz legen, vermeiden muss ihn aber auch keiner.
  • Der Kampfhund: Dieses Monster von einem Hund ist besonders für harte Kerle geeignet, die noch ein bisschen härter wirken wollen. Schließlich sind Kampfhunde meist etwas untersetzt, hässlich und extrem aggressiv. Das kommt Leuten zu Gute, die sich aus unerfindlichen Gründen vor irgendwem schützen wollen, oft werden diese Wesen aber auch ohne Registrierung oder Versteuerung für zwielichtige Berufe wie etwa als Schuldeneintreiber-Gehilfe missbraucht. Arme Tiere… Andererseits sind Hunde mit einem solch kranken und von Sadismus geprägtem Charakter wohl kaum für andere Zwecke zu gebrauchen. Obgleich sie einen Blinden in der Rolle eines Blindenhundes immerhin schon aufgefressen hätten, bevor man ihn auf einer gefährlichen Straße überfahren hätte, dienen sie keiner vernünftigen Aufgabe wirklich. Umschulen will diese abscheulichen Hunde auch keiner. Dennoch finden sich immer wieder sozialpädagogisch desorientierte Hundenarren, die auf der Suche nach einem Hund zum lieb haben tatsächlich keinen besseren als dieses Stückchen evolutionären Abschaum gefunden haben und die laut ihnen nur missverstandene Rasse immer und überall auf Teufel komm raus verteidigen wollen. Sie behaupten, die als Kampfhunde abgestempelten Tiere seien nur oft in die falschen Hände gefallen (nachdem sie sich vom schöpferischen Wickeltisch gerollt hatten) und seien wegen ihrem kräftigen und prächtig muskulösem Körperbau zu falschen Zwecken, als Nutte des Selbstvertrauens zahlreicher Gangster prostituiert worden. Wohl kaum jemand wird dem Glauben schenken, doch immerhin halten die beschriebenen Hundehalter ihre Tiere gerne und holen die Viecher damit aus den hintersten Ecken der Tierheime. Für eher normale Tierliebhaber, insbesondere Anfänger auf keinen Fall empfehlenswert.
  • Der Familienhund: Als Familienhunde werden all jene Hunde gebrandmarkt, die sich für nichts Besonderes eignen, wegen ihrer chronischen Faulheit und Inaktivität sind sie aber gerade gut genug um den ganzen Tag in irgendwelchen Haushalten herumzuliegen. Hier nämlich sind treue und gutmütige, bestenfalls sogar speziell kinderfreundliche Tiere gefragt. Durch die ständige Müdigkeit, aus der resultiert, dass diese Spezies Kindern nichts zu Leide tut, werden genau diese Eigenschaften vorgetäuscht. Dennoch liegen junge und unerfahrene Familien mit dieser Rasse nie falsch, da das Risiko, dass irgendetwas passiert, äußerst gering ist.
  • Der Gestörte: Diese Hundeart mag auf den ersten Blick ganz nett erscheinen, meistens handelt es sich um eher große, hübsche Tiere. Charakterlich handelt es sich allerdings um einen absoluten Härtefall, der als Mensch von der Psychiatrie seines Vertrauens zu medizinischen Versuchen in der Atomforschung freigegeben würde. Gründe hierfür könnten sein, dass dieser Hund den Großteil seines Lebens fernab von jeglicher Zivilisation gefristet hat, von seinem ehemaligen Inhaber gefoltert wurde oder es von seinem Aktuellen wird, oder Tollwut hat. Obschon es sich nicht um einen von Grund auf gefährlichen Kampfhund handelt, machen ihn die psychologischen Umstände zu einer Bestie. Selbstverständlich gerät auch diese Spezies immer haargenau an die richtigen Deppen, die beispielsweise einen süßen Therapiehund für ihr leicht konzentrationsunfähiges Kind benötigen. Da die Trennung nach der Erkenntnis, dass das Viech so psychopathisch ist wie ein in den USA stationierter, stalinistischer Postbote mit Zugriff auf Briefbomben, meist sehr schwer fällt, endet eine Vielzahl dieser Schicksalsopfer mit pflichtgemäßem Maulkorb in kargen Kellerräumen. Nicht gerade weiterzuempfehlen, doch irgendwie kommen diese Hunde immer irgendwo unter.
  • Das Schoßhündchen: Schoßhündchen sind die zum Leben erweckten Wackeltiere auf Autohutablagen, halten sich meist aber auf den Armen ihrer Herrchen, vorrangig aber Frauchen auf statt in irgendwelchen Kofferräumen. Die Tiere, welche ehemals von dicken Mönchen gezüchtet wurden, um auf ihren Beinen zu sitzen und sie zu wärmen ihren gewaltigen und unchristlichen Bierbauch zu kaschieren, werden gerne von Frauen gekauft, die weder die sportliche Fitness noch die Zeit dazu haben, ausgedehnte Spaziergänge mit ihrem Hund zu tätigen, dem Tamagotchi-Alter aber entwachsen sind und auch so ein putziges Wesen aufnehmen wollen. Die Haltung von kleinen Hündchen ist nämlich auch unter diesen Umständen möglich, da diese Spezies ob ihrer dünnen Beine kaum weiter laufen kann als vom Futternapf bis zur Hundedecke. Beim Shopping und anderen Ausflügen mit den Besitzern wird das Tier praktischerweise getragen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die süßen Schoßhündchen mit funky Haarschnitt, Fun-Accessoires und crazy Styling getrimmt werden können und somit die fleischgewordenen Barbie-Püppchen für die älteren Semester darstellen. Dadurch wird das Schoßhündchen auch für extravagante Modepüppchen oder -designer attraktiv, da sie ihn überall mitnehmen dürfen (Schoßhündchen sind immun gegen „Hunde-müssen-draußen-bleiben“-Schilder) und auch an seinem Aussehen herumexperimentieren dürfen. Insgesamt sollten diese kleinen Hunde also nur von Frauen, die sie wirklich putzig finden, gehalten werden. Man überlässt ihnen die schon fast ekelhaft süßen Viecher, die wandelnde Zuckerwatte unter den Hunden, gerne. Es heißt allerdings, auch manche Homosexuelle mögen die Tierchen. Soll man sie nur lassen, von Schwulen ist man ja noch ganz andere Sachen gewöhnt…
  • Der Sportler: Natürlich gibt es auch sportliche Hunde. Dies wird vom Herrchen aber oft nicht als besonders toll sondern vielmehr als anstrengend empfunden. Schließlich will diese Töle gefördert werden und ihr Potenzial nach allen Registern ausschöpfen. Grundsätzlich braucht ein solcher tierischer Sportsfreund morgens seinen zweistündigen Dauerlauf mit mehreren Steigerungsläufen (im Sprint anfangen, am Ende nicht mehr bremsen können) über mindestens 800 Meter, damit die durch das teure, aber qualitativ hochwertige Kraftfutter Kohlenhydrate auch ordentlich verwertet werden, ist ja klar. Eigentlich auch alles schön und gut, wäre da nicht der entscheidende Haken: Der Besitzer muss alles mitmachen! Für diese morgendliche Belastung könnte man notfalls ja noch den lässigen Sportlehrer aus der Nachbarschaft arrangieren, doch der enorme Leistungswille des Haustieres spiegelt sich auch im Alltag wider. Den Weg mit Hund zu den Freunden gleich um die Ecke sollte man gar nicht erst antreten ohne sich vorher zwei Wochen lang an den Cross-Trainer im Fitnessstudio zu klemmen, zum Apportieren borgt man sich am besten die Ballmaschine vom örtlichen Tennisverein. Drei mal in der Woche zum Hundeplatz ist ohnehin ein Muss und wer nicht jeden Sommer zum Treffen der reinrassigen Rennhunde zum Wolfgangsee fährt, kann seinen Stolz auch gleich durch den Schredder drücken, in die Zeitungen der vergangenen Woche zwischen Inserate von ukrainischen Briefmarkensammlern und einer Kolumne von einem regionalen Straßenlaternen-Lackierer wickeln und in die Mülltonne schmeißen. Es gilt festzuhalten, dass extrem sportliche Tiere höchstens etwas für pensionierte Marathonläufer sind, da andere Leute die Haltung eines solchen Hundes zeitlich oder konditionell nicht bewerkstelligen können.
  • Der Behinderte: Leider kann jeder - ob Mensch, ob Tier, sogar betroffene Städte soll es geben - behindert sein. So gibt es auch versehrte Hunde. Geistige Behinderungen bei den besten Freunden des Menschen sind eher selten, da sie entweder als psychisches Trauma gedeutet werden, oder aber einfach nicht so sehr auffallen, da schließlich kaum ein Hund besonders intelligent ist. Und ein so dämliches Tier, welches sein Herrchen in den Mund nimmt und zurück zum Stöckchen apportiert, das wäre nun wirklich etwas zu krank. Körperliche Versehrungen sind dagegegen recht häufig vertreten. Betroffene Tiere treffen allerdings nicht immer auf Ablehnung, im Gegenteil. Sehr viele, fast ausschließlich weibliche Mitbürger behaupten sogar auch ausserhalb ihres Zivildienstes die Behinderten total niedlich zu finden. Ein großes Augenmerk liegt dabei auf dem so süßen Blick - und das trotz nur einem Auge! Zudem ist es ja sehr viel interessanter, seinem Hund statt nur die Stubenreinheit und das Hören auf Befehle auch noch das Laufen auf drei Beinen oder Ähnlichem beizubringen. Unter dem Strich sind diese vierbeinigen Freunde wirklich nur für eventuell sozialethisch desorientierte Mädchen mit seltsamen Idealen ein Vergnügen.
  • Der Wachhund: Wachhunde sind Tiere, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Heim ihres Halters, also ihr Revier zu bewachen. Leider gehören sie zu den Hunden zu so etwas wie den Auslaufmodellen, da sich kaum noch einer großartig schützen muss. Dennoch sind einige Leute immer noch der Meinung, der Besitz eines solch nützlichen Tieres sei absolut unerlässlich. Klar, ohne sie wäre man den hinterlistigen Hühnerdieben und wilden Bauerntölpeln im Kirchweihenrausch nach drei Gläsern Limonade und einem Krug Ziegenmilch nahezu hilflos ausgeliefert, wenngleich man auch auf einem abgelegenen Bauernhof in den Bergen lebt. Man kann mit Recht behaupten, die Anschaffung eines Wachhundes ist ziemlich sinnlos, da das Tier kaum gefordert wird und deshalb dauernd unschuldige Passanten anbellt wie einen Axtmörder und außer des Beschützens keine Bindung zur Familie sucht, da sein Charakter absolut auf das Bewachen fokussiert ist. Sollte die Haltung eines Wachhundes aber irgendwem Sicherheit gewähren und sein Selbstvertrauen stärken, sodass er sich besser in die Gesellschaft einbringt, so kann er ruhig zugreifen.
  • Der Helfer: Ja, auch Hunde können sich ab und zu mal nützlich machen. Von den Jobs der Hunde bei der Polizei oder ach so toller Film- und Werbehund mal abgesehen, Hunde können auch im Alltag sehr behilflich sein. Kleine Kunststückchen wie das Holen der Zeitung oder den Hausschuhen sind nichts weiter als Klischees, die kein Hund wirklich erlernt hat, sondern vielmehr eine von Film und Fernsehen geprägte Hundeverherrlichung die davon ablenken soll, das Hunde in Wirklichkeit liebend gerne Schuhe zerfetzen oder Zeitungen zerschnippeln. Vielmehr ist die Hilfestellung für blinde Mitmenschen gemeint, bei dir die Hunde privat gehalten werden, zuvor aber darauf getrimmt worden sind, ihre Halter regelgerecht durch den Straßenverkehr zu schiffen... oder zumindest ohne einen tödlichen Unfall zu verursachen. Auch gibt es Tiere, denen beigebracht wird, im Notfall die entsprechende Nummer ins Telefon zu beissen. Große und wichtige Hilfen, doch so oft wie sie in den Mittagsmagazinen wie Taff gezeigt werden, kommen sie gar nicht vor. Man munkelt sogar, dass insgesamt schon mehr Führ- und Helfhunde im Fernsehen ausgestrahlt wurden, als überhaupt existieren. Beim Kauf sollte man allerdings beachten, dass man auch wirklich eine derart pflegebedürftige Person zur Hand hat, ansonsten mangelt es dem armen Hund an Beschäftigung und er wird furchtbar unglücklich. Für leidenschaftliche Hundehalter, die trotz allem nicht auf einen Helfer auf vier Beinen verzichten wollen, gibt es lukrative Angebote mit Blinden oder Eppileptikern, die man zu sich aufnehmen kann. Anderenfalls, zur Erblindung führende Augenausstech-Apperaturen finden sich in jedem guten Werkzeugkasten.

Art des Kaufes

Nachdem sich der zukünftige Hundehalter einen Überblick verschafft hat, welche Ausführung des Produktes Hund er denn zu sich nehmen will, muss dieser Wunsch noch in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Ständig hört man, dass im Grunde genommen jeder in seinem Bekanntenkreis irgendwo den Cousin vom Postboten eines Kollegen hat, der ihm ohne weiteres absolute Traumhunde, deren Exzistenz ja oft angezweifelt wird, verschafft. Wirft man als Ahnungsloser jedoch mal salbst einen genaueren Blick auf sein soziales netzwerk, so erkennt man schnell, dass niemand einem auf schnellem Wege einen süßen Hund geben kann. Zumindest kennt man keinen. Wenn man also im Namen aller Vernunft gelegentliche Angebote von georgischen Putzfrauen abgelehnt hat, deren Verwandte irgendeine Töle aus ihrem Hinterhof abzugeben haben, muss man sich selbst auf Hundejagd begeben. Der Markt ist groß, doch um den wirklich richtigen Hund, der zu einem passt zu finden, bedarf es viel Feingefühl und Geduld, im Endeffekt aber meistens nur die Lernbereitschaft, mit einem suboptimalen Hund auszukommen.

Kleinanzeigen

Normalerweise fällt einem während der Suche nach einem Hund öfters der Kleinanzeigenmarkt in der Zeitung auf, besonders der Teilbereich der Tiere. Und tatsächlich ist es so, dass einem beim Überfliegen der Angebote (Gesuche sind nicht angezeigt), halb wach, halb noch schlafend, zahlreiche abzugebende Hunde verlockend erscheinen. Natürlich sollte man sich auch vor Augen halten, dass diese Anzeigen aus purer Verzweiflung aufgegeben wurden, da der Hund, laut offizieller Angabe wegen einem Umzug in eine kleinere Wohnung, in der Realität aber meistens wegen seines ungezogenen Verhaltens, nicht mehr tragbar ist. Hierbei muss man sich wiederum ins Bewusstsein rufen, dass die Tiere der wirklich verzweifelten Halter im Tierheim zu haben sind.

Sollte der beschriebene Hund in das persönliche Anforderungsprofil passen, vereinbart man per Telefon ein Kennenlern-Treffen mit dem Haustier und, was einen wesentlichen, negativen Einfluss auf die Sympathie mit dem Hund haben kann, seinem Besitzer. Am Telefon kann man sich einen vagen Eindruck von seinem potenziellen neuen Haustier und dessen Familie verschaffen. Dieser überrascht einen immer dann, wenn etwas nicht den eigenen Erwartungen entspricht. Es kann iritierend sein, sollte etwa eine tiefe Männerstimme am Hörer sein, wenn man der Anzeige eines kleinen Pudels nachgeht. Doch letztlich kommt es ja auf den Hund an, über den man allerdings auchschon erste Aussagen treffen kann, hört man ihn beim Telefonat im Hintergrund lautstark bellen. Alles weitere erfährt man dann beim Treffen, welches einem in der Regel den Rest gibt. Hunde, die sich zur Begrüssung an die Wade des Hundeliebhabers klemmen, um schon den Empfang zu einem Höhepunkt zu machen, oder dem Interessenten gegenüber aggressiv werden, sind nichts Ungewöhnliches, was aber nicht heißen soll, dass dies nicht schlimm ist. Solche fürchterliche Besuche kann man vermeiden, wenn man die Inserate konsequent durcharbeitet und dabei auch zwischen den Zeilen liest. Denn nur hier erkennt man das wahre Wesen der beschriebenen Hunde. Das selbe gilt für die Fernsehsendung Tiere suchen ein Zuhause, eine visualisierte Form der Kleinanzeigen oder auch eines Tierheims, in der die Tiere aber ebenso geschönt beschrieben werden wie in der Zeitung.


Ausdruck im Inserat Realität
"...abzugeben aus Scheidungsgründen." Der Hund hat ein Ehepaar in den Wahnsinn getrieben, sodass die Ehe zu Bruch ging und der Hund sich ein neues Zuhause suchen muss.
"kinderlieb." Steht meist am Ende einer Anzeige, der Punkt ist jedoch nicht als Satzzeichen zu deuten, es handelt sich um eine Abkürzung für "kinderliebend", da sie dem Tier so gut schmecken.
"kleine Schutzgebühr fällig" Wenn der Abnehmer nicht will, dass ihm in der Zukunft noch weitere Köter an die Backe geklebt werden, muss er Schutzgeld zahlen.
Tierheim
Züchter

Namensgebung

Veränderungen des Umfelds

Ausrüstung

Akzeptanz

Familie

Vermieter

Nachbarschaft

Erziehung

Heimarbeit

Hundeschule

Zusätzliches

Alltag

Spazieren

Routenwahl

Spielen

Hund allein zu Hause

Reisen

Gesundheitswesen

Sexualität

ärztliche Betreuung

Hundeführerschein

Ernährung

Rechtliches

Fazit

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Diesem Artikel wurde die unfassbare Ehre zuteil, zunächst von einer Mehrheit der ehrenwerten Leser zum absoluten Hammer gewählt und anschließend von der Mehrheit der Diktatoren zum Goldpokalartikel erklärt zu werden.

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