Saupreiß

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Die schwarze Linie kennzeichnet den vermeintlichen Weißwurstäquator (ja, es heißt Wurst, du Idiot!). Allerdings ist man sich hierbei nicht ganz sicher.
Blasphemie, wie sie nur die Saupreißn begehen können. Wird in Bayern mit der Todesstrafe geahndet.
Saupreiß ist, wie allgemein bekannt, jeder Deutsche, der oberhalb des Weißwurschtäquators (siehe Bild) geboren ist, also in Norddeutschland. Für die Norddeutschen sind alle Bewohner südlich von Frankfurt sogenannte „Schwobs“, auch die Schweizer nennen die Süddeutschen so.

Saupreißn halten sich für vornehmer als Bayern und sind für ihr Leben mit einem komischen Dialekt gebrandmarkt; sie haben dadurch auch dem Bayern in Österreich den preußischen Beinamen Piefke eingebracht.

Den Streit Bayern - Preißn gibt es schon so lang, wie es die beiden Parteien gibt. Es ist weithin anerkannt, dass dieser Konflikt so unauslöschlich ist wie der Kampf Gut gegen Böse, Hund gegen Katze, Tom gegen Jerry oder Gott gegen die Evolutionstheorie. Allerdings ist diese Hassliebe nicht mit dem Verhältnis von Hund und Katze oder VW- und Opelfahrern zu vergleichen, sondern eher wie das von Israelis zu Palästinensern.

Der Ausspruch „Saupreiß“ ist von Bayern keinesfalls beleidigend gemeint, es ist nur eine Warnung für alle anderen Bayern (südlich der Donau), damit diese wissen, dass sie es hier mit Menschen zu tun haben, die nicht mit den bayrischen Traditionen vertraut sind und sich deshalb befremdlich normal verhalten. Im Ort Lüsche ist er eine persönliche Auszeichnung für gut Schweinezucht.

Allerdings verweigern die Baden-Württemberger, die Hessen und die Pfälzer auch weiterhin die Zwangseingemeindung nach Bayern und sehen sich daher weder als Bayern noch als Saupreißn.

Kulturelle Verschiedenheiten

Auch wenn Preißn und Bayern beide der indogermanischen Sprachfamilie und dem europäischen Kulturkreis angehören (im Falle Bayerns ist „Kultur“ ein dehnbarer Begriff), so sind Differenzen zwischen den beiden Völkern unvermeidlich. Im Folgenden nun ein paar Tipps für Zugereiste Saupreißn in Bayern:

Sprache

Preißn - soviel ist allgemein bekannt - können sich in Bayern gemeinhin nicht richtig artikulieren. Hier nun ein paar nützliche Hinweise zu eurem Aufenthalt im Königreich Bayern:

  • Es heißt Mass und nicht Maaaaaß! Kurzes a! Himmiherrgott, wann merkts eich des endlich!
  • Wer sich über den Akzent der Bayern lustig macht, fangt a boar (läuft Gefahr, sich einen Satz warme Ohren einzufangen).
  • Versuche um Gottes Willen nicht, den bayrischen Akzent zu imitieren (wird bei Misslingen als Blasphemie abgestempelt und mit dem Tod bestraft), wenn du es nicht kannst. Sächsisch oder Kölsch klingt doch auch ganz lustig.
  • Es heißt: D'Mass. D'Brezn. D'Wiesn. Da Butta (die Butter oder in Niederbayern der Butter). Da Della (der Teller). Bitte korrigier uns nicht, ihr da oben schreibt eh alle falsch.
  • Es heißt Chiemsee (mit gesprochenem K) oder eventuell auch "Cheamsee", und nicht Schiemsee. Weder schütten wir Schlor ins Alpamare noch fahren wir mit dem Schristian nach Schina. Aber wennst Probleme damit host, nenn's einfach "Boarisch's Meer". Und des bloß, weil da Bodensee a bisserl ins deitsche Gebiet eineragt..., wennas ned doa würd, wär da Cheamsee da grässte See vo Deitschlond.
  • Woiche Rächtschraibrefoam?
  • Es hoaßt servus und ned ses oder servas!

Kultur

Auch in Sachen Kultur gibt es nicht zu vernachlässigende Unterschiede:

  • Bier ist heilig.
  • Bier ist Grundnahrungsmittel.
  • Alle Biere, die in Flaschen kleiner als 0,5 Liter kommen und/oder von nördlich des Mains kommen, sind keine Biere.
  • Wenn du im Wirtshaus nach einem „Alsterwasser“ verlangst, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn dir die Bedienung eine stinkende grüne Brühe hinstellt. Frag nach einem „Radler“, wenn du ein Helles mit Zitronenlimonade bekommen willst.
  • Wir sind keine Landeier. Wenn doch, sind wir so robust gebaut, dassd glei a paar fangst, wenn du dich mit uns anlegst.
  • Iss, was auf den Tisch kommt. Und wehe, du bestellst Ketchup zur Weißwurscht und dazu vielleicht gar a Cola!
  • Wir laufen nur mit Lederhosn rum, wenn Touristen in der Stadt sind. Sonst nicht. Aber auch sonst ganz gerne mal an Feiertagen z.B. am 15. August.
  • Gib dich in Bayern möglichst nicht als Protestant zu erkennen. Wir sind fast alle gottesfürchtige Katholiken.
  • Bei uns kommt der Nikolaus und das Christkind. So etwas wie einen Weihnachtsmann gibt es nicht.
  • Auch hier mögen manche die Partei nicht. Aber sag das in der Öffentlichkeit nie zu laut, sonst holt dich die BASI.
  • Versuche NIE, einen Bayern über Bier zu belehren. NIE, denn 1. hast du keine Ahnung von Bier, wenn du ein Preiß bist und 2. würdest du dir nur a boor einfanga und mit da Fotzn ans Discheck hirumpen (mit dem Gesicht am Tischeck zerschellen).'
  • Zum Thema Lederhose: Die meisten Lederhosen, die du auf dem Oktoberfest bestaunen kannst, sind billige Imitate made in Taiwan. Eine richtige Lederhose kostet meist ordentlich Geld und muss „speziell“ behandelt werden; so muss vor dem ersten Tragen die Lederhose mit Eigenurin geschmeidig gemacht werden das Leder auf den Oberschenkeln muss mit Fett aus dem Essen eingerieben werden, denn Servietten kennt der Bayer nicht und braucht er auch nicht. Hast du da was dagegen oder denkst du gerade „Oh mein Gott, diese Wilden!“ dann fangst da a boor.
  • Und noch was zum Thema Tracht: Die einzige Tracht die am Preißn steht, is a Tracht Prügel!

Berühmte Saupreißn