Forchheim

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Forchheim
Fo wap.jpg Das Wappen der Stadt Forchheim erinnert an die Sinnlosigkeit des Seins in Zeit und Raum und an die besondere Autofahrtechnik der Fofonauten im Alltag.
Verkehr Auto langsam und qualvoll kurvenbewusst: Gerne wird am Scheitelpunkt der Kurve gebremst, um dem Gegner eine Chance zum Auffahrunfall zu geben.
Verkehr Bett langsam und qualvoll 7.591 Einwohner in 1900 30.420 Einwohner in 2010 ergibt eine Popprate von 210 pro Jahr im Landkreis.
Verkehr Bahn langsam und qualvoll Der InterCityExpress Schän Pohl hält 352 mal täglich und verbindet den Forchen mit dem Rest der Welt.
Verkehr Fluss langsam und qualvoll 30,1 Kilometer rechts Eintausenachthundert Kilogramm können pro Tag umgesetzt werden.

In unserer lieben Stadt Hof wirkte viele Jahre ein Organist aus Forchheim mit günstigem Erfolg. Dieser Scherz von Schäng Pohl wird auf Organistentreffen gerne nach der achten Flasche Leuthäuser Schnarrrenberg kolportiert. Schäng Pohl wurde 1762 (vermutlich in Wunsiedel) gezeugt, 1825 wurde ihm in Bayreuth der Docht abgedreht. Für den Dichter waren die Hofer Orgeltage wie die Inkarnation des Bösen. Daher nannte er sich pseudonym auch J.P.F. Richter (der, der die Orgeln der Welt rächt). Richter liebte die Natur und die Vernunft. Letztlich ist er an dem in Hof wirkenden Forchheimer Organisten tragisch gescheitert. In der Stadt Forchheim kam der exalierte Franke nie vorbei. Warum auch?

Begriffe, ohne die der Fremde nicht bestehen wird

  • Forchheim, extern auch Fofohausen genannt, liegt im Landkreis Forchheim, extern auch Fofoland genannt. Dort, gelegentlich auch anderswo, durcheilt der Fofonaut seine Welt mit seinem Fofomobil. Vorne und hinten am Fofomobil dominiert das Präfix FO(-nn xxxx).
  • Der Fofonaut ist sich des Bösen nicht bewusst und versieht sich keiner Gefahr. Dennoch, und nur für Besucher der Beobachtung zugänglich, unterliegt das Fofomobil in der Hand des Fofonauten gänzlich anderen fahrtechnischen Gesetzmäßigkeiten, als man es seit Anbeginn der Welt vom Automobil gewohnt ist. Zwei typische Gesetzmäßigkeiten: 30/60/90 (Stadtverkehr/Landstraße/Autobahn); Ausholen, was das Zeug hält (vor Rechtskurven rechts blinken aber erst mal zwei Spuren nach links fahren, um dann dem nachfolgenden Verkehr die Breitseite zu bieten)
  • In der Fofozentrik gilt Fofohausen als der Mittelpunkt der Welt. Vermischungen mit extrafofozentrischen Spezies sind eher die Ausnahme. Dies muss der Fremde wissen, wenn er ortstypische Landkarten, Postkarten und Eintrittskarten ohne fremde Hilfe zu verstehen versucht.
  • Der Forche ist ursprünglich der Einwohner Fofohausens, später (ab etwa 1483) galten alle Bewohner des Fofolands als Forchen. Der Forche gilt als bescheiden, höflich und freundlich, die Frage nach dem rechten Weg lässt er nie unbeantwortet. Weltoffen und unmittelbar nimmt der Forche am Geschehen in der Welt teil und entdeckt zunehmend die Welt des Irrsinns und des Klamauks. Entsprechend wird geplant ein Roland-Berger-Friedhof mit McKinsey-Ecke. Dem perversen Städtemarketing konnte sich der Forche im Zwang der Metropolregion Nürnberg leider nicht entziehen.

Der Samstag vor dem zweiten Advent 2010 um 14:30

In der Forchheimer Fußgängerzone tobt der Bär.

Diese Fotografie bedarf nicht einer weiteren Erläuterung. Wie sinnlos vor Begierde kaufen die Bewohner Fofohausens und des umliegenden Fofolandes ein, um mit dem ortsüblichem Megagehalt den Lieben, den Freunden, den Bekannten und überhaupt aller Welt, die kleinen Freuden des Lebens und die Liebe der allenthalben zu feiernden Feste zu bereiten und zu schenken, für die das Sinnbild Weihnachten auch allen anderen Festen Pate steht.

Die Brötchentaste.

Dem McKinsey- und Bergerunerfahrenem Betrachter der Fotografie ist es sicherlich entgangen: Die Bürger des Fofolandes drängeln sich nicht in der Fußgängerzone (dem Wohnzimmer Fofohausens). Nein! Sie drängeln im Inneren der Geschäfte an den Kassen.


Und so ist das nicht nur Weihnachtszeit, so ist das an dreihundertfünfundsechzig Tagen des Jahres. Damit haben die Verantwortungslosen des deutschen Städtemarketings es geschafft, auch aus Fofoland, Fofohausen und der Metropolregion Nürnberg einen Hort des Friedens und des Wohlergehens zu machen. Hast du es gemerkt, Leser? Diese Sätze sind so geschraubt, wie der Anspruch des Stadtmarketings. Aber, wie auf dem Bild rechts nur unschwer zu bemerken ist, haben sich die Stadtoberen die Brötchentaste ausgedacht. Keine Ahnung, was sie sich dabei gedacht haben. Jedenfalls kann jeder Autofahrer im Stadtgebiet 30 Minuten kostenlos parken und sich Brötchen kaufen. Fußgänger haben keine Chance.

Positives Denken in handlungsorientierten Zweifelsfällen

Der gemeine Fofonaut denkt allzeit und immer wieder positiv.
Wie insgesamt in Franken, so denkt sich auch der Fofolandbewohner nichts dabei, eine Straftat oder gar eine Ordnungswidrigkeit zu begehen, so lange er das Teil anderen in die Schuhe schieben kann. Sollte dies aus irgend welchen Gründen mal nicht gehen (auf frischer Tat ertappt, Zeugen, Beweismaterial), so konnte er sich in früheren Zeiten immer auf die 24 Zeugen berufen, die, um seine Unschuld zu beweisen, sich auch nicht nicht unterwanden, weitere Strecken auf sich zu nehmen.Dank der neueren Heuristik innerstädtischer Gesellungsformen nach Maßgabe der politisch gewollten stadtplanerischen Gesamtkonzepte ist hierauf kein Verlass mehr. Dieser etwas schwer zu verstehende Zusammenhang lässt sich, einfach formuliert, mit den Worten Caesars umschreiben:
Divide et impera!
Fragen gilt nicht, Antworten werden nicht gegeben: Als Bürger einfach aufeinander losdreschen! Das entlastet Bürgermeister, Amt und Verwaltung.

Diese Form positiven Denkens unter Verzicht auf Anstand, Menschenwürde und Recht bringt aber nicht nur der neu entdeckten Obrigkeit etwas. Auch der Bürger kann sich im Sinne Caesars (panem et circensis) ewig im Kreise drehen und nach Ausflüchten suchen, so lange er will. Die Inkriminierung des Bürgers ist besonders dem Beinahekanzleramtskandidaten ein besonderes Anliegen. Die Anwaltsdichte in Fofoland ist enorm.

Analysten als das Feuchte von hinten

Bankanalysten haben für Fofoland die besten Prognosen errechnet.

Es ist unglaublich, doch es ist auch die Wahrheit: Das freundliche und friedliche Fofohausen wird von Wirrköpfen, Gernegroßen, Aftersausern und Schmarotzern am Volkskörper gnadenlos zerstört und in die Tonne getreten. Die hier dargestellte Aktion gegen die Menschlichkeit spricht für sich: Eine große Deutsche Bank mit kleiner Elektroabteilung übernimmt in durchaus feindlicher Weise das Fofoland und lässt sich auch noch feiern. Die Forchik ist noch nicht so weit forgeschritten, als dass sie das Maß der Zerstörung schon jetzt ermessen könnte. So viel ist aber jetzt schon klar: Wieder ist ein Gemeinwesen dem Mammon geopfert worden. Der Ausgang der Geschichte wird vermutlich parallel sein zu der Geschichte anderer Großstädte: Links am Schlecker vorbei, bei Douglas und Kik rechts abbiegen, gegenüber der Tchibo-Location kurz verhoffen, dann nach Kaufland bist du am Ziel: Die Uniformitivität der deutschen Großstädte hat andererseits auch etwas für sich: Nach einem Umzug in Folge von Stellenwechsel, Partnertausch und Übelkeit fällt es dir ganz einfach leichter, dich im Fofoland deiner Wahl zurecht zu finden. Diese Innovativität der Städtemacher ist also insgesamt gut. Die Politiker überschlagen sich mal wieder vor Freude und Zuversicht, stecken die Knete und das Gnadenbrot der Geldgeber ein und verkrümeln sich bis zur nächsten Wahl. In Saeculum Saeculorum Prost. Zurück bleibt der Bürger im zerstörten Gemeinwesen, wird fies und gemein, zockt nach dem gegebenen Vorbild die ahnungslosen Touristen ab und denkt sich seinen Teil.

Geschichte 1 - Der Anfang

Karl der Fünfte am Ende der Welt.

Im Jahre achthundertundfünf kam Karl der Große wieder mal am Ende seiner Welt an. Dies ärgerte ihn wie üblich ungemein und er hatte nichts Eiligeres zu tun, als seinen Horizont zu erweitern. Dies war nicht einfach, denn so viele Horizonte gab es damals noch nicht, doch er kam ganz gut zu recht mit der Situation. Da es damals erst die ersten Versuche mit Händis gab, rief er über das Dosentelefon seine Minister, die Kleriker, den Hofmarschall, den Finanzberater und anderes Gesindel zusammen: 'Ich will da rein.' Dieser Spruch kam gut an, auch beim Volk. Gesagt getan: Es wurde eine Kaiserpfalz errichtet, was immer das sein soll, und die Kaiserpfalz erhielt den Namen Forchheim. So jedenfalls steht es geschrieben und dann muss das ja wohl so wahr sein wie des Saumagenfressers Ehrenwort.

Geschichte 2 - Immerhin

Die Paltz.

Der erste Königshof war bescheiden, so wie es des Hundetöters Art war. Jedoch hatten alle ihren Spaß daran zu rufen: 'Der nächste friert fest, der nächste friert fest.' Festgefroren ist dann Ludwig, das Kind, der eigentlich zum König gekrönt werden sollte. Dazu ist es dann nicht mehr gekommen. Doch das war in den Königshäusern der Brauch der Zeit und daran wurde festgehalten. Manche froren fest, andere wurden vorzeitig oder rechtzeitig ermordet, wieder andere kamen zur rechten Zeit aus der Nummer raus und durften nach Hause gehen. Wegen des jugendlichen Alters des Rechtsnachfolgers sind die Karolinger dann auch ausgestorben, mehr gab der erste Königshof nicht her. Immerhin hatte sich schon etliches Volk um die Location gesammelt.

Geschichte 3 - Der Biertempel

Die Paltz.

Es war der Gegenkönig Heinrich der Zweite, der das Sehnen des Volkes erahnte. Er setzte den bis heute gültigen Mittelpunkt des Fofolandes in Szene. Viele Reparaturen und Renovierungen waren notwendig seither. Doch jeder Fofonaut bis auf den heutigen Tag fährt diesen Tempel der bierigen Art mindestens ein Mal im Leben mit dem Fofomobil an. Denn davor befindet sich die Einfahrt zur Tiefgarage Fofohausens, die Platz bietet für dreizehn achtspännige Kutschen, umgerechnet für Fofomobile ohne Zahl. Oft geht der Jüngling dort zum Trunke bis er bricht. Etwa im Jahr 1210 wurde aus Forchheim eine Stadt. Das ist nicht schlimm und Parkplätze in der Tiefgarage gab es ja schon hinreichend. Dadurch überstand Forchheim auch den 30jährigen Krieg ohne groß weiteren Schaden zu nehmen. Der Bischof aus Bamberg kam auf seiner Flucht vorbei, da war es gerade die Tiefgarage, in der er seine mühevoll vor den Untertanen verborgenen Schätze zwischenlagerte.

Geschichte 4 - Der ecclesiogene Pimmel

Erektion der subnationalen Art.
Am 6. September 1802 wurde die Stadt von bayerischen Truppen besetzt. Ganz Franken war bayerisch. Zum Dank, zum Hohn oder Spott, aus Ablehnung oder aus Zuneigung wurde dieses Bauwerk errichtet.
Damit endet die Geschichte des Fofolandes. Mehr kommt auch nicht mehr? Doch: Im Jahre 2010 wurde OBI neu eingerichtet!