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Zestenreißer

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Zestenreißer

Der Zestenreißer (Zesteur, Orangenschäler) ist ein unsinniges Küchengerät. Er wurde 1994 von Alfred Biolek in Kognito erfunden.

Historie

Bioleks Parmesan-Hyalostat war in dieser Form nicht marktreif.

Bereits im Herbst 1993 beschloss Biolek auf Grund einer Wette mit Prof. hc. Hademar Bankhofer, wer von Beiden erfolgreicher ein unsinniges Produkt mittels Schleichwerbung unters Volk bringen würde, ein unsinniges Gerät zu erfinden und in der ARD im großen Maßstab zu vermarkten, während Bankhofer sich auf unsinnige Gesundheitsprodukte spezialisierte. Biolek hatte bereits einige Anläufe genommen und den spiralförmigen Parmesan-Hyalostat mit Edelstahlgewinde sowie den Deutschen Rieslingpropeller erfunden. Doch diese Geräte ließen sich auf Grund ihrer Ausmaße mit keinem der in Frage kommenden TV-Promotion-Formate, die Biolek bereits in der Schublade hatte, vereinbaren. Biolek ersann also ein drittes und diesmal handliches Werkzeug, welches er zunächst als Nasenhaarschneider konzipiert hatte, den Zesteur. Da der Zesteur seinen ursprünglichen Zweck nicht verletzungsfrei erfüllte und auch für die Pediküre ungeeignet war, benutzte Biolek ihn fürderhin zum Abtrennen von Orangenschalenstreifen, den sog. Zesten, die man genauso gut mit einem scharfen Messer herstellen kann. Da der Zesteur mit seinem französichen Wohlklang leider nur in Insiderkreisen Erfolg versprach, nannte Biolek ihn in der Öffentlichkeit bald Zestenreißer.

Die Kampagne

Gefragt oder ungefragt gibt Biolek Auskunft über seine Erfindungen

Biolek initiierte eine groß angelegte Schleichwerbungskampagne. Als Erstes hievte er sein Produkt in eine namhafte Satire-Enzyklopädie:
Der Zesteur bei Wikipedia (erste urkundliche Erwähnung 18. April 2004)
Im September 2005 startete von allen Verantwortlichen der ARD (angeblich!) unbemerkt Bioleks erfolgreiche Dauerwerbesendung für den Zestenreißer »Alfredissimo!«.

Im Verlauf seiner Kampagne erfand Biolek eine ganze Reihe von Rezepten, die den Einsatz des Zestenreißers zwingend erforderlich machen, und veröffentlichte diese in etlichen Büchern, die jeweils im Anschluss an Bioleks Sendung in Trailern beworben wurden.
Im Vorwort des Werkes »Neue Rezepte« äußert Biolek sich wie folgt:
»Im Januar 1995 lief die erste "alfredissimo!"-Sendung am Freitagnachmittag in der ARD. Wer von uns hätte damals gedacht (…) dass zehn Jahre später in fast allen meinen Rezepten die Schalen von Orangen oder Zitronen eine Rolle spielen würden. (…) Egal - ob gerissen oder gerieben: Zesten sind in. Warum? Keine Ahnung!« © Tre Torri Verlag

Natürlich brachte Biolek seinen Zestenreißer in jeder Folge von »Alfredissimo!« zur Sprache, erklärte seinen prominenten Gästen ausschweifend die Vorzüge seiner Erfindung, gab vor, der Zestenreißer sei bereits weltbekannt, ein unabdingbares Küchenutensil und erwähnte geflissentlich die »zahlreichen Rezepte mit Zesten, die man in letzter Zeit überall findet«. Erstaunlicherweise verschwieg Biolek aber, dass er zuhause an Stelle eines Zestenreißers einen Zekenzieher (Kombination aus Zestenreißer und Korkenzieher mit dem auch Zecken entfernt werden können) benutzt ("Wie soll ich denn sonst den guten Wein aus der Pulle kriegen?"). Dabei kam Biolek zugute, dass er ein sympatischer netter Onkel ist, dem man nichts Hinterhältiges zutraute, schon gar nicht Schleichwerbung für ein unsinniges Produkt. Überdies formulierte er mehrere Sinnsprüche, die er in Form von Pawlowscher Konditionierung mit dem Zestenreißer in Verbindung brachte:

  • Küchenwein muss sein!
  • Pfeffer immer aus der Mühle!
  • Parmesan nur frisch gerieben!
  • Rucola war ja früher einfach mal Rauke!

So gelang Alfred Biolek eine Meisterstück in viralem Marketing. Er lud seinen Widersacher Bankhofer sogar in seine Werbesendung am 20. September 2002 ein. Prof. hc. Hademar Bankhofer bereitete Kräutermakrele mit Orangenzesten zu, Biolek marinierte Gemüse:
»… von Orange und Limette je circa einen Teelöffel Zesten abziehen, die Früchte auspressen und den Saft und die Zesten mit dem Balsamico, der Gemüsebrühe sowie dem gepressten Knoblauch …« (Originalzitat)
Bankhofer war über den damaligen Stand der Wette ziemlich beunruhigt, konnte er doch mit dem Erfolg Bioleks offensichtlich längst nicht mehr mithalten. Später bekam Biolek sogar einen Werbevertag bei eben der selben Firma, für die Bankhofer bereits seit einer halben Ewigkeit erfolglos schleichwarb, und hatte den Text zu sagen: »Ja, mir geht es gut!«. Während Bankhofer durch Regionalsender wie den Offenen Kanal und TV Königswusterhausen tingelte und Tipps gab, wie man todbringenden Erkrankungen mittels lauwarmer Fußbäder wirksam vorbeugen kann.
Biolek hat inzwischen nach 12 Jahren und 459 Sendungen »Alfredissimo!« den Kochlöffel abgegeben, erfreut sich aber bester Gesundheit. Ob die Oberen der ARD ihm jemals auf die SchleicheSchliche kamen ihn aber gewähren ließen, ist ungeklärt. Prof. hc. Hademar Bankhofer wurden seine Machenschaften erst kürzlich zum Verhängnis, seine Schleichwerbung wurde öffentlich und Bankhofer geschasst.

Der bioleksche Zestenreißer hat inzwischen einen festen Platz in der internationalen Cuisine-Szene gefunden.
2006 wurde Biolek von Chefkoch.de zum inoffiziellen Zestenreißer-Botschafter ernannt. Etliche Koryphäen der Fernsehkochszene eifern ihm nach. So ist z.B. in J. Lafers Webshop ein Zestenreißer für € 10 zu erhalten.
Biolek hat sich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht als Erfinder des Zestenreißers geoutet.

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