Wendefurth (Harz)

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"Wo"?

Wendefurth ist eine Schlucht im Harz und die bedeutendste Großstadt Sachsen-Anhalts. Bei einem Grubenunglück stürtzten Ende des 19. Jahrhunderts fünf Harzer Bergleute und zwei Wandersfrauen in die enge Talschlucht der Bode und steckten bis auf weiteres fest, ohne, dass sie jemand hätte befreien oder auch nur ihre Schreie hören konnte. Nach einiger Zeit, nachdem Vorräte, Früchte, Beeren und Kleintiere zur Neige gingen begannen sich die Verunglückten selbst zu verspeisen. Die übriggebliebene Frau und zwei der Bergleute gründeten eine Familie und siedelten sich in dem Tal an.

Am 25. Oktober 1908 wurde diese Siedlung unter dem Namen Wendefurth eine eigene Gemeinde.

Geschichte

Sagenhaftes

Einer Sage nach soll Wendefurth in keiner Sage aus dem Harz jemals vorgekommen sein. Mythenforscher und Aitiologen mutmaßen mittlerweile, ob diese Sage vielleicht gar keine Sage ist, sondern die pure Wahrheit. Nur die Wendefurther wissen das.

Entstehung

Wendefurth wird erstmals in einer Urkunde des Fürsten Otto von Stolberg-Wernigerode im Jahr 1873 erwähnt, in der er in einem Nebensatz zum Harzer Grubenunglück Stellung nimmt. In der beiläufigen Bemerkung "[...] so eine Scheiße!" sieht der Ort bis heute seine Gründungsphrase. Wann der Ort von "So eine Scheiße" in Wendefurth umbenannt wurde ist nicht mehr genau zu belegen. Der Mittelhochdeutsche Name lässt zudem darauf schließen, dass dort eine noch ältere, noch kleinere Siedlung existiert haben muss, die die Bergleute mit ihrem Absturz möglicherweise zerstört haben. Der Name "Wende" bedeutet so viel wie "Kehr um", "Hier nicht lang!" oder "Lauf, solange es noch nicht zu spät ist". Dieser freilich sehr irritierende Namenszusatz scheint sich noch vor dem Aufstellen des Ortseingangsschilds etabliert zu haben. Dieses befindet sich nämlich versteckt hinter einem Baum mitten in der Taldrift vorm Ortseingang, wenn es für eine Umkehr schon lange zu spät ist.

Wendefurth im Altenbraker Unabhängigkeitskrieg 1921-1925

Als sich der Traditionsort Altenbrak 1921 dazu anschickte, angetrieben durch rechte Aktivisten eine Lossagung vom verhassten Nachbarort Treseburg zu vollziehen und eine selbstständige Republik auszurufen, wurde Wendefurth in die Auseinandersetzungen verwickelt. Die strategisch günstige Lage an den abschüssigen Steilhängen der Bode und die Eigenart der Treseburger Truppen die Furth tunlichst zu meiden, ließ Wendefurth zu einem beliebten Annexionsziel werden. Schließlich wurde die kleine Trutzgemeinschaft vom Altenbraker Aktivistenführer Otto Röbbeling durch einen Putschversuch entmachtet, ihre jahrzehntelange in verkrusteten Strukturen verbliebene Selbstverwaltung aufgelöst und nach ihrer Mediatisierung und Eingliederung in die Gemeinde Altenbrak auch zu einem Schwureid auf den neuen Landesherren Röbbeling genötigt. Der Wendefurther Unistenaufstand, dessen einziges Mitglied Hans Achim Schäfer am 23. April 1925 eine Revision der Wendefurther Südgrenze forderte wurde in einem mehrwöchigen Kampf mit der Altenbraker Polizei blutig niedergeschlagen.

Nach dem Schäferaufstand reihte sich Wendefurth mehr und mehr in die Altenbraker Tradition und ihre politische Kultur ein, wie die Teilnahme am Weihnachtsmannweitwerfen der "Brauchtumsgruppe Weihnachtsmänner Altenbrak e.V." zeigt oder das beliebte Neujahrsspucken aller Bewohner des Bodetals, die sich zur höchsten Distanzüberbrückung durch Flugspeichel vom einen Wendefurther Ortsende zum anderen jeweils am 4. Januar, den Tag des Wendefurther Anschlusses, treffen.

Irgendwo im Wald soll sich außerdem die Hütte des Eremiten Vinz Kaltenborn befinden, der sich erfolgreich gegen die Annexion von 1925 zur Wehr setzen und sich mit einer Flucht in den nahen Wald retten konnte. Verschiedene Strömungen der Ortsgruppen versuchten während der Zeit des Nationalsozialismus diesen Flüchtling aufzuspüren und den Schlachtplan, der unter der Bezeichnung "Zerschlagung Rest-Wendefurths" lief prestigeträchtig in die Tat umzusetzen.

Nach 1945

Wendefurth wurde 1948 als einziger Ort in der sowjetischen Besatzungszone von einer Zweigstelle der Berliner Luftbrücke versorgt. Anders als in Berlin blieb dieser Versorgungsweg erhalten, weil die Amerikaner die extremen Formen von Kannibalismus und Staatsseperatismus in der absoluten Isolation des Harzer Bodetals nicht mehr dulden wollten.

Im Jahr 2009 wurde Wendefurth im Zuge der Gründung des Landkreises Harz von der Metropole Thale annektiert. Vorher hatte allerdings noch der Landkreis Osterode am Harz, der sowieso in ein paar Jahren nach Göttingen fällt, vor, Wendefurth zu übernehmen und die Bevölkerung auszurotten

Geographie und Bevölkerung

Wendefurth ist in einer bodenlosen Schlucht ohne Hoffnung und Tageslicht an den sonnigen Ausläufern des Bodetals gelegen. Rechts von Wendefurth befindet sich ein See, links ein Wald, mitten durch Wendefurth durch läuft die Bode (leider nie schnell genug). Aus dem Wald vom Westen her öffnet sich mit einer kaum merklichen Steilabfahrt eine kleine Ebene im Tal in der Straßen angedeutet sein sollen. Sie verschwinden nach Nordosten hin im Wald Richtung Blankenburg. Zwischen den bewaldeten Teilen des Umlands steht meist Nutzwald, im dichten Wald im Osten wechseln sich Wald und Nutzwald ab. Auch Mischwald ist nicht selten.

Die Gesteinsformationen der Talschluchten bestehen wie alles im Harz aus Muschelkalk.

In Wendefurth herrscht kaltgemäßigtes Klima mit ständigen radikalen Temperatureinbrüchen. Durch den nahen See und die konkurrierenden Luftschichten ist der Ort verstärkter oft wochenlang anhaltender Nebelbildung ausgesetzt. Es wird daher auch "das deutsche Glasgow" genannt. Für Autofahrer und Pendler ist das ein Mekka.

Talsicht auf die B81

Wendefurth liegt direkt an der B81 und ist über mehrere informelle Schleichwege mit der Republik Altenbrak verbunden. Die B81 ist nicht nur lange Zeit als die Lebensader des Ortes bezeichnet worden, über die alle zwei Wochen neue Nachrichten, Nahrung und Werte in den Ort getragen wird, sondern sie ist tatsächlich der Großbestandteil des Ortes. Etwa 3/4 des gesamten Ortskerns von Wendefurth bestehen aus der B81, ihre Instandhaltung, Verschönerung und Bewinkung, das Putzen der Ortsschilder und das Freimähen der Straßenränder von niedrigem Gehölz sichern ca. 90% der Arbeitsplätze in Wendefurth, was bei einer Jugendarbeitslosigkeit von 60% ein durchschlagender Erfolg ist.

Die Schleichwege nach Osten werden meist ausschließlich von Einheimischen benutzt, die die Routen durch den dichten Wald im Osten genauestens kennen. Teilweise als der letzte Urwald bezeichnet, sollen sich in ihm noch immer viele im Harz bereits als ausgerottet geltende Populationen wie Luchse, Wölfe, Harzbären, Damhirsche und Orks befinden.

Ein überwiegender Teil der Wendefurther Bevölkerung ist evangelisch (ca. 82 %). Dazwischen liegen kleinere katholische Diasporagemeinden wie etwa Friedrich Kellner an der B81 Nr. 52 oder die Witwe Luise Müller-Peter, Am Wald Nr. 11.

Sehenswertes

Neben den Selbstmordklippen und der mehrfach genannten Bode geht an Wendefurth noch der Harzer Hexensteig vorbei. Auf diesem etwa 100 km langen Wanderweg zwischen Osterode am Harz und Thale können Touristen das machen, was sie am liebsten in Wendefurth machen- sie können dran vorbeilaufen. Die Bode hat dieses Vergnügen nicht.

Zeitlos schön und bei westdeutschen Touristen sehr beliebt: Mauer

Eine weitere und die bei weitem wohl touristisch attraktivste Sehenswürdigkeit in Wendefurth ist die begehbare Talsperre, die das Wasser, dass die Rappbodetalsperre gestaut hat noch einmal staut und damit vor Wendefurth einen unnötigen zweiten See entstehen lässt, der neben den Selbstmordklippen auch zum Ertrinken taugt. Daneben wird der See zum Baden, für die Fischzucht, zum Hochwasserschutz und als Untersee genutzt, je nach Jahreszeit. Der See ist etwa 78 ha groß und wird von der 200m langen Mauer begrenzt.

Oben auf der 43,5 m hohen Staumauer können Touristen in eine Richtung laufen, stehen bleiben und/oder mit Blick auf das nahe Pumpspeicherwerk sehen, wo die zum Trassenbau unfähige Regierung den belgischen Exportstrom der epochalen Energiewende produziert. Insgesamt verpulvern wir dabei 837 kW. In einem anschließenden Maschinenpark kann sich der Besucher dann satt sehen. Wer danach nicht genug hat kann auf eine 370 m NN hoch gelegene Aussichtsplattform klettern, um auf den See zu starren oder schöne Familienfotos zu machen. Freilich stellt sich die Frage, warum man bei einem solchen Höhenniveau überhaupt in den Harz fahren muss, doch wer einmal aus Wendefurth wieder weggefahren ist, für den macht die riesige Erleichterung, die er empfinden wird jede noch so majestätische Anmut des alten Brocken zu einer Marginalie.

Bedeutendes und Triviales

  • Exakt am 8. September 1784 18:34 Uhr 9S MEZ übernachtete Goethe in Wendefurth im einzigen Gasthaus, das Bürgermeisteramt, Amtsstube, Kanzleischreiberei, Wesenmeisterei, Kämmerei, Zeughaus, Schlachtbank, Konsumanstalt, Handelshaus und Wohnort zugleich war. Er wurde von diebischen Einwohnern hinterhältig beklaut, die anschließend scheinheilig immer am achten den Goethetag begingen.
  • Der Film "127 Hours" ist von einer Wanderung durch Wendefurth inspiriert worden.
  • Bei Bustouren, in denen Tourguides auf Wendefurth hinweisen ist die statistisch häufigste Frage: "Wo?"
  • Caspar David Friedrich hat Wendefurth nie gemalt. Er hätte es sich vielleicht überlegt, wenn er gewusst hätte, wo es lag.
  • Wenn man von Blankenburg kommend im fünften Gang mit angezogener Handbremse den Berg vor Wendefurth herunterbremst hat der Wagen beim Passieren des Orteingangsschilds kaum mehr 120 km/h.
  • Wendefurth hat schöne...

Wichtige Persönlichkeiten aus Wendefurth

...wird es vielleicht eines Tages geben.