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Weihnachtsgeld

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Sieht bösartig aus; darum will man es schnellstmöglich loswerden:
Das Weihnachtsgeld

Die Spezies der Charta Animalis (ugs. „Weihnachtsgeld“) ist eine Lebensform kleiner, bunt bedruckter Papiertierchen mit grimmigem Blick und rasiermesserscharfen Zähnen am auffälligen Überbiss. Diese Lebewesen kommen ausschließlich gegen Ende November sowie im Dezember vor und nisten sich in den warmen, trockenen und dunklen Portemonnaies der arbeitenden Bevölkerung ein. Biologen kamen deshalb schnell zu dem Schluss, dass sie Kälte, Feuchtigkeit und Licht meiden.

Ihre Lebenserwartung ist jedoch von kurzer Dauer. Betroffene fallen, sobald sie Weihnachtsgelder in ihren Geldbörsen vorfinden, schlagartig in einen nicht therapierbaren Schockzustand. Als primäre Reaktion auf diesen Schock geraten sie in einen stunden-, meist auch tage- oder wochenlangen Kaufrausch, während sie wie unter Zwang bestrebt sind, die Weihnachtsgelder gegen allerlei Güter einzutauschen. Geschäftsinhaber und Ladenbesitzer sind im Gegenzug sehr daran interessiert, den Kunden ihre Waren gegen eine bestimmte Anzahl dieser Lebewesen im direkten Tausch zu überlassen, um die Weihnachtsgelder erst in klingelnden Registrierkassen zwischen- und schließlich in tonnenschweren Tresoren endzulagern.

Als sekundäres Erscheinungsbild stellt sich bei der infizierten Bevölkerung eine unerklärliche Großzügigkeit gegenüber nahestehenden Angehörigen und selbst zu Personen ein, die sie außerhalb dieses mentalen Einflusses nicht mal annähernd leiden können. Ihren absoluten Höhepunkt erreicht diese Generosität jedes Jahr um den 24. / 25. Dezember, wenn es in weiten Teilen der Welt zu überschwänglichen, ja teilweise schon peinlichen Beschenkungs-Orgien kommt.

Dieses Verhalten wird schon seit so vielen Jahrhunderten beobachtet, dass die Gesetzgeber in den betreffenden Ländern den Zeitraum vom 24. - 26. Dezember zu Feiertagen erklärten, an denen sich die Betroffenen von ihrem Schock erholen und wieder zur Normalität zurückkehren können. Schon vor mehreren hundert Jahren nannte man diese Zeitspanne „Weihnachten“, da die oben erwähnten Geschäftsleute sich jedes Jahr aufs Neue nachts in den Schlaf weinen (mittelalterliche Schreibweise: weihnen), wenn die schließlich zur Vernunft gekommenen Bürger in der letzten Dezemberwoche ihre nutzlosen Waren zurückbringen und die Herausgabe ihrer Weihnachtsgelder verlangen.

Inoffiziell versuchen konsumorientierte Wissenschaftler in der ganzen Welt seit Jahren, diese Spezies mit üblichen Hauskaninchen zu kreuzen, um eine noch schnellere Vermehrung zu erzielen, bisher allerdings ohne Erfolg.


Jesus' Geburtstag!
Da strahlt der Baum!