1 x 1 Bronzeauszeichnung von Assel

Wasserwaage

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Die Wasserwaage ist ein überflüssiges Instrument zum Einloten von Mauern, Regalen etc. Wird leider auch oft mit „Wasserwagen“ verwechselt, was gerade beim Hausbau zu erheblichen Komplikationen führen kann.

Entstehung und Geschichte

Die Wasserwaage in ihrer primitivsten Form wurde neuesten Forschungen zur Folge wohl schon von den alten Ägyptern verwendet. Diese hatte eine Genauigkeit von etwa 2 cm und war schon zum Bauen geeignet. Die Erbauer des Turms von Pisa entschieden sich jedoch trozdem gegen die Benutzung einer Wasserwaage.

Allgemein entwickelte sich um etwa 1200 ein Trend, der die Benutzung jeglicher Lote und Wasserwaagen verbot und etwa bis ins 16. Jahrhundert anhielt. In dieser Zeit wurde unter anderem der Suurhusener Kirchtrum errichtet, der zu den schiefsten Gebäuden der Welt zählt. Auch andere Baumeister schlossen sich an und es entstanden Bauwerke wie das Schiefe Haus in Ulm, der Dausenauer Kirchturm oder die Oberkirche aus Bad Frankenhausen.

Nach einigen gescheiterten Versuchen entwickelte sich die erste brauchbare Wasserwaage letzendlich in 1920er Jahren. Schon damals wurde die Wasserwaage jedoch als unhandlich und behindernt angesehen und auch nur wenig verwendet.

Heute ist die Wasserwaage ein mehr oder weniger festes Mitglied eines Werkzeugkastens, Hobbybaumeister halten sie jedoch meistens für überflüssig.

Aufbau

Wenn sich die Libelle genau in der Mitte befindet, liegt die Wasserwaage horizontal.

Die Wasserwaage besteht aus einem Messkolben und einer Metallstange.

Der Messkolben war urprünglich mit Wasser gefüllt, man ersetzte es dann aber, zur Auflockerung der Arbeitsatmosphäre, durch Alkohol. In diesem ist eine kleine Luftblase zu finden, die Libelle. Befindet sich die Libelle zwischen den beiden Markierungsstrichen auf der Oberfläche des Messkolbens, so ist die Wasserwaage ausgerichtet. Ursprünglich gab es nur einen Trennstrich, da aber die meisten Arbeiter aufgrund von Alkoholkonsum sowieso zwei Striche sahen, setzte sich die Wasserwaage mit zwei Markierungen schliesslich durch.

Die Metallstange lässt sich vielseitig nutzbar machen, von Prügelein bis hin zu Verwendungen als Ersatzhammer macht sie vieles mit.

Verwendung

Die Wasserwaage wird heute vor allem von professionellen Einrichtungen verwendet, im Hobbybereich ist sie weniger beliebt.

Auf dem Bau wird sie oft für das beliebte Spiel „Schloags hee“, schwäbisch für „schlagen Sie es, bis es kaputt ist“. Bei diesem Spiel hält der Baumeister eine Wasserwaage mit beiden Händen, etwa auf Brusthöhe, von sich gestreckt und die Arbeiter versuchen den Messkolben durch kräftige Kopfstöße zum Brechen zu bringen. Zerbricht der Messkolben, so darf derjenige, der ihn zerstört hat, den Inhalt trinken.

Im Hobbybereich ist sie, wie schon erwähnt, eher selten anzutreffen, da sie nur unnötige Mühen verursacht. Nur in Ausnahmefällen kommt sie zum Einsatz, wenn doch mal das Bier ausgeht.