Vidkun Quisling

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Piep, piep! Satellit!
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Lediglich von seinen politischen Gegnern erlange Quisling schließlich etwas Anerkennung.

Vidkun Abraham Lauritz Israel Karlmarx Jonssøn Quisling (* 18. Juli 1887 in Fyre(r)sdal; † 24. Oktober 1945 in Oslo) war ein norwegischer Nazikomparse, der sich während der Zeit des Zweiten Weltkriegs als Politiker ausgab.

Karriere

Quiling war der Sohn einer vormals angesehenen Familie aus der norwegischen Provinz Telemark. Sein Vater war vermögend genug, seinem Sohn den für den Staatsdienst notwendigen Schulabschluss zu erkaufen, und so arbeitet Quiling zunächst als Diplomat in der Sowjetunion. Als sein Vorgesetzter Fridtjof Nansen von dort wieder abreiste, beabsichtigte er, seinen mit dem diplomatischen Geschick einer Backkartoffel geschlagenen Untergeben zurückzulassen; Quisling versteckte sich jedoch in der Gepäckablage von Nansens Zugabteil.


Ab 1933 wandte er sich immer stärker dem Nationalsozialismus zu; Hitler jedoch reagierte abweisend auf seinen übereifrigen Fanboy aus dem hohen Norden, unter anderem deshalb, weil dieser seiner rechtsradikalen Partei mit Nasjonal Samling ("Nationale Sammlung") einen Namen gegeben hatte, der wie eine staatliche Kunstausstellung klang; entsprechend kühl blieben die Beziehungen zwischen dem deutschen Staatsführer und dem norwegischen Möchtegern-Staatsführer. Erschwerend hinzu kam, dass Quislings Partei alles andere als erfolgreich war; die 2% der Wählerstimmen stammten vor allem aus den Reihen der Leute, die das Ganze für einen mehr oder weniger gelungenen Scherz hielten.

Deutsche Besatzung

Nach der Invasion Norwegens durch das Deutsche Reich glaubte Quisling seine Zeit als Führer endlich gekommen; zu seiner Enttäuschung wurde statt ihm jedoch der psychisch instabile Kaffeeproduzent Josef Tarboven als Staatsoberhaupt eingesetzt. Mehr oder weniger aus Mitleid bot man Quisling allerdings den Posten als Ministerpräsident an. Dies stellte sich jedoch als gravierender Fehler heraus, da man somit jegliche Möglichkeit zunichtemachte, den aufmerksamkeitsbedürftigen Spinner aus der Öffentlichkeit fernzuhalten. 1941 erging das landesweite Verbot, Radio zu hören; offiziell wurde dies mit zunehmender Feindpropaganda begründet, in Wahrheit wollte man jedoch der norwegischen Bevölkerung den hirnerweichenden Unsinn ersparen, den Quisling täglich von sich gab.

Tod

Da der Bau einer schalldichten Gummizelle für Quisling nicht mehr fertig gestellt werden konnte, blieb dieser bis Kriegende im Amt. Am 19. Mai 1945 wurde er von vorrückenden britischen Soldaten verhaftet und geknebelt; er starb am 24. Oktober 1945 an akuter Erschießung.