Tigerlook

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Der Tigerpriester vollzieht die Messe

Der Tigerlook ist ein ästhetisches Gesamtkonzept des Kölner schönen Menschen Jürgen Zeltinger; seither Fachbegriff des Personal Design als auch des Industrial Design.

Ursprünge

Hungerjahre: verlacht und verhöhnt

Jürgen Zeltinger (geb. 1949) war ursprünglich ein von Mutter Natur ausgesprochen stiefmütterlich behandeltes Wesen. Schmächtig, ja nahezu zerbrechlich wirkend, als Hungerhaken verspottet (jahrelang war eine Photographie Zeltingers Lehrbeispiel in medizinischen Handbüchern zum Stichwort "Leptosomie"), war er schlechthin das zurückgestossene verlachte Subjekt der prallen fettstrotzenden Wirtschaftswunderjahre der jungen BRD. Jahre, die tiefe Wunden in die empfindsame Künstlerseele Zeltingers rissen, in denen kein Carepaket ihm Speck auf die Rippen brachte und selbst die Klugheit und schneiderische Gewandtheit seiner Mutter ("Jürjen, kwehrjestreift macht füllisch!!") kaum Abhilfe schufen, wie ein Jugendbildnis Zeltingers auf tragische Weise dokumentiert.

Erst die zufällige Lektüre einer alten tibetischen Schrift, in der über die geheimnisvolle Wirkung von Tigerblut berichtet wurde, brachte die Wende in Jürgens Leben. Eine seinerzeitige Liaison mit Paul S., einem bärbeissigen Tierpfleger des Kölner Zoologischen Gartens, ermöglichte ihm den Zugriff auf edelstes Material ab Quelle. Der ihm sexuell hörige Paul bezahlte die extravaganten magischen Gelüste seines Liebhabers zwar mit einer mehrjährigen Haftstrafe, doch hielt er reinen Mund und niemand verdächtigte Jürgen der Verwicklung in die mehrfachen Tigerdiebstähle aus dem Raubtierhaus. Mit jedem Tropfen Tigerblut wurde Jürgen stärker, Tigerleber, roh verschlungen, liess Jürgen zu herkulischen Proportionen wachsen, und in Vollmondnächten, auf leisen Pfoten, schlich er als Wertiger durch die Gassen Kölns, sich an seiner vom Diskant zu dröhnendem Bass entwickelnden Stimme erfreuend, wenn er den Mond anheulte.

Leicht passierte Jürgen die 120-Kilogrenze, und, nunmehr auf säulengleichen Beinen fest im Leben stehend, wollte Jürgen die Menschheit teilhaben lassen an dem Wunder, welches ihm widerfahren war.

Siegeszug sondergleichen

Ein Kerl wie ein Baum: Tigerjürgen!

Mit neuem und schier unbändigem Selbstvertrauen versehen, stürmte Jürgen in der Folgezeit die Cat Walks dieser Welt. In Bühnenshows von bis dahin nie gesehener physischer Präsenz predigte Zeltinger den Menschen von der "Macht des Tigers", gewandet in frischen Pelz, den er erst kurz zuvor den durch einen Biss in die Kehle getöteten Tigern backstage vom Leibe gerissen hatte.

Weltweit posierten Top Models in Tigerpelzen, die Lippen frisch mit Tigerblut benetzt. Das Erscheinen des Tigers auf der "Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten" bedeutete nicht den mindesten Rückschlag, da Zeltinger schlankerhand Leoparden und Jaguare in seine Kollektionen und Obsessionen mit einbezog.

Zug um Zug gestaltete Jürgen die Welt in Tigerart. Unterwäsche, Tapeten, Schuhe und vieles mehr verwandelte sich unter seinen Künstlerhänden zunächst in gestreifte, später auch gepunktete Flauschigkeit mit animalischem Flair.

Selbst der von Fachleuten als unmöglich bezeichnete Sprung ins Industrial Design gelang Zeltinger. Bahnbrechend beispielsweise seine "Felltasse" für das Porzellanhaus Rosenthal.

Trivia

Hieraus trinkt der Schamane Jürgen sein Tigerblut
  • Das besonders in Swingerkreisen vielgeschätzte Parfum "Tigerschweiss" wird, unter dermatologischer Kontrolle, von Zeltinger selbst produziert. Hierfür absolviert er einen exzessiven zweistündigen Bühnenauftritt in doppelt gefüttertem Tigerslip, der anschliessend zentrifugiert wird, um maximal 250ml jener kostbaren Essenz zu gewinnen, die, abgefüllt auf 2ml-Kristallflakons, alsbald die Epidermen der Reichen und Schönen dieser Welt benetzt.
  • Im Jahre 2007 heiratete Zeltinger in dem für seine Freizügigkeit bekannten Land Myanmar Siegfried und Roy und adoptierte sogleich deren sämtliche Tiger.
  • Jürgen saß in 14 Sitzungen dem Zeichner Janosch Modell für diverse Bilder.