Taugenichts

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Der Taugenichts ist der Titel des Hauptwerkes Joseph Freiherr von Eichendorffs. Der Taugenichts gilt als Meilenstein deutscher Literatur und künstlerischer Höhepunkt der Romantik.

Einleitung

An der Interpretation dieses höchstkomplexen und die Ergebnisse moderner Tiefenpsychologie antizipierenden Textes scheitern seit Generationen heranwachsende Germanisten und Philologen. Deshalb besteht auch seit langem ein Bedarf an enzyklopädischer Aufbereitung dieser immens fordernden Materie.

Die Romantik ist eine Zeit irgendwann im 18. oder 19. Jahrhundert, in der die Schriftsteller viel über Träume und Natur geschrieben haben. Nicht-Ich und Ich und Du und Schillers Kuh spielen in der romantischen Philosophie eine große Rolle, wobei Schiller nicht einmal ein Romantiker war, soweit die Forschung weiß. Aber Eichendorff war einer und so auch sein Taugenichts, der, wie der Name schon sagt, nichts taugt. Dieses Phänomen nennt man ‚sprechender Name’.

Über das Buch

Erschienen im Reclam Verlag, kostet 2,60 Euro.
Für 2,90 Euro bekommt man es mit festem Einband bei Rombach und mit schönem Bild vornedrauf.
Der Reclam Band ist dagegen gelb. Der Eichendorff hats geschrieben und der Germanistikstudent kanns heute kaufen.

Inhalt

Wer es nicht gelesen hat, kann die die im Seminar neben einem sitzen fragen und die erzählen dann, dass es um einen Taugenichts geht, der von seinem Pappi von zuhause weggeschickt wird und in die weite Welt reisen will. Zuerst kommt er aber nicht weiter als ins nächste Dorf, wo er auf einem Schloss lebt. Warum und wie er da hinkam, weiß man nicht mehr so genau, und da dies eine wissenschaftliche Arbeit ist, werde ich mich nicht mit Halbwahrheiten abgeben, sondern lieber gar nichts dazu schreiben.
Irgendwie kommt er dann nach Rom, vielleicht war das aber auch der Hein im „Marmorbild“ von Eichendorff, sicher bin ich mir im Moment da nicht. Jedenfalls gibt es am Schluss ein Happy End, der Taugenichts kriegt die Frau, die er mag und die is dann doch keine Gräfin.

Die Figur des Taugenichts

Auffallen tut, dass der Taugenichts immer nur als Taugenichts bezeichnet wird. Anscheinend hat er keinen richtigen Namen, vermutlich waren seine Eltern zu arm. Der Taugenichts (im Folgenden nur noch T. genannt) kann Geige spielen und bringt die Menschen damit zum Tanzen und dazu, ihm ein Bier auszugeben.
Die Geige ist ein Indiz für die kriminelle Natur des Protaginizisten, denn von seinen paar Kröten, wird er sich wohl kaum ne Geige kaufen können. Es sei denn, sein Patenonkel ist passionierter Geigenbauer, aber das ist im Text nirgends belegt. So von der Einstellung dem Leben gegenüber, ist T. eh ein bisschen komisch. Vermutlich ist dafür ein pränatales Trauma verantwortlich (s. S. 82, Z. 14 ff (geschätzt): „Die Sonne erschien feurig rot am Horizont und er legte schützend die linke Hand über die Augen. Ein kleines Vöglein piepte in den Zwetschgenzweigen über ihm und eine Schwarze Witwe seilte sich friedlich auf seine Schulter ab.“).
Die Schwarze Witwe symbolisiert hier das fremdartige, denn die gibts hier in der Region gar nicht. Die Sonne steht für Gott und dass T. sich mit seiner linken Hand vor den Strahlen schützt und nicht mit der rechten, zeigt sein Vertrauen in die Vorsehung, in sein Schicksal. Mit Schicksal hat sowieso das ganze Buch zu tun, denn der T. macht aktiv eigentlich gar nichts, sondern lässt sich stets von einer höheren Macht führen. Dass das so gut klappt, kann einerseits eine Kritik an der Romantik sein, andererseits aber auch nicht. Das Ende ist ironisch verbrochen, da alles so toll und super ist, und das ist ja meistens ein Anzeichen für Ironie. Darüber hinausgehend (übers Ende von dem Buch) muss man sich vielleicht fragen, ob das mit der Ehe funktionieren kann. Da er ja ein Taugenichts ist, ist es unwahrscheinlich, dass er für die Ehe taugt. Aber das soll nicht unser Problem sein, der Eichendorff hatte auch keine Lust mehr, sich darüber Gedanken zu machen, also belässt die heutige Forschung es dabei, dass es ein Happy End gibt.

Quellenverzeichnis

  • irgendein Opa und die Sitznachbarin im Seminar, die beide behaupten, das Buch gelesen zu haben. Sie erkrankten an Nasenlähmung

Sekundärliteratur

  • Literatur für Dummies, München 2000.
  • In drei Wochen zum Wunschgewicht. Ein Ratgeber, Stuttgart 2005.

Weblinks