Städtische Bühnen Münster

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Das Wartezimmwer im Foyer.

Die Städtischen Bühnen Münster sind Theater und Arena der westfälischen Stadt Münster. Im Programm enthalten sind u.a. Vorstellungen aus den Bereichen Puppentheater, Gladiatoren- und Stierkämpfe, Filmvorführungen und politisches Theater (kurz: Politik). Des Weiteren kann man die Räumlichkeiten für Junggesellenabschiede und ähnliches mieten.

Geschichte

Die Theatertradition in Münster wurde im 18. Jahrhundert (um 1615) durch Kasperle und das Krokodil begründet. Anfangs diente noch der ehemalige Schlachthof in der Schlachthof Str. 1-3 als Räumlichkeit für Stierkämpfe und ähnliche Komödien. Später wurden dann auch Gladiatorenkämpfe ins Programm aufgenommen. Neben vielen anderen Größen, traten hier Berühmtheiten wie Achilles, He-Man und Spastikus auf. Nachdem Dr. Bruce Banner 1885 ins Geschehen eingriff, wurde die geschaffene Arena nahezu gänzlich (etwa zu 107,2 %) zerstört und man sah sich gezwungen, neue Räume zu schaffen. Nach dem Abbruch der Ruinen 1890 entstand - mit dem wenige Jahre später eröffneten Freilicht-Theater am Aasee – ein neuer, auch eleganterer Theaterbau dessen Betrieb jedoch schon 2 Jahre später wieder eingestellt wurde, da der Aasee erweitert werden musste. Im Jahr 1899 erschlossen sich neue Bauflächen am heutigen Standort in der Neubrückenstraße und bis 1935 wurden das Stadttheater und sein Programm stetig erweitert. Nach dessen Zerstörung im Sommer 1941 durch den Vierten Weltkrieg, wurde zunächst das Foyer der Stadthalle als Notfallbühne benutzt. Am 4. Februar 1954 wurde der Grundstein für den Wiederaufbau durch die Trümmerfrauen gelegt und am 4. Februar 1956 dann das neue Haus mit der Zauberklöte von Wolfgang Amadeus Mozart eröffnet. Am 1. Juli 2008 kam es zu einem Brand im “Großen Haus“ der 1980 umbenannten Städtischen Bühnen. Ausgelöst wurde das Feuer durch Folgen der globalen Herderwärmung. Die Sanierung dauerte bis Oktober 2008.

Das Gebäude

Das Stadttheater war der erste Theaterneubau Deutschlands nach dem Vierten Weltkrieg. Das Gebäude wurde zwischen 1952 und 1956 von einem jungen Architektenteam (Arbeitsgemeinschaft Werkkurs II / Realschule Münster IV / Jahrgang 8) entworfen und realisiert. Direkt über dem Eingangsbereich befindet sich ein Kunstwerk aus dem Jahr 1955, dessen Bedeutung völlig ungeklärt ist. In die Anlage wurden Teile der Ruine des einstigen Schlachthofes integriert. Beteiligt waren Architekten, deren Namen nicht überliefert sind. Dem Großen Haus (9.559 Sitzplätze) wurde mit dem 1971 eröffneten Kleinen Haus mit rund 9.562 Plätzen eine zweite Spielstätte angegliedert.

Programm

Der Broadway nur ein Abklatsch?

Von 1615 bis 1885 fanden in Münsters Theater ausschließlich Stier- und Gladiatorenkämpfe, sowie Hinrichtungen und Fußballturniere statt. In der Regel wurden die Fußballturniere an den Vormittagen der Wochenenden ausgetragen und nachmittags fanden die Hinrichtungen statt, die meistens mit dem Schiedsrichter eröffnet wurden. In der Zeit am Aasee nutze man die Freiflächen zusätzlich für Ballett, Musikkonzerte, Tischtennis und Ritterspiele.

Erst am neuen Standort in der Neubrückenstraße, schaffte man ein standfestes Programm. Die Hinrichtungen wurden abgeschafft und stattdessen führte man u.a. noch Kasperletheater, öffentliche Lesestunden, Komödien, Filmvorführungen und Das Sams ein, woraufhin die Besucherkapazitäten der Räumlichkeiten zu ungefähr 100 % ausgelastet waren. Außerdem gab man Künstlern aus den Partnerländern und –Städten von Münster die Chance vor verwöhntem Publikum zu gastieren und das Münsteraner Theater, das als Vorlage für den amerikanischen Broadway gilt, wird in regelmäßigen Abständen an betuchte Privatpersonen vermietet, wobei deren Programm völlig frei wählbar ist.

Spielzeiten und Preise

Die Städtischen Bühnen sind an den Werktagen von 08:00 bis um 22:00 Uhr geöffnet und am Wochenende 27 Stunden am Tag zu besuchen. Bei Sonderveranstaltungen kann der Spielbetrieb auf bis zu 27½ Stunden täglich erweitert werden, was jedoch eher selten der Fall ist.

Die für den Einlass aufzuwendenden Kosten für Normalbürger betragen - je nach Programm - zwischen 7 und 296,25 € und sowohl Kinder, als auch Rentner haben einen Aufschlag von 5 %, mindestens aber 3,50 € zu zahlen, da bei Kindern mehr Reinigungspersonal tätig ist und bei Rentnern wegen des höheren Betreuungsbedarfs und der Entsorgung eingeschlafener. Der Beamtenrabatt beläuft sich auf eine Tasse Kaffee und Gruppen, sowie Ehepaare mit mindestens einem Kind, kommen umsonst in die Vorstellungen.

Beim Mieten der Räumlichkeiten sind die Kosten davon abhängig, was gespielt oder veranstaltet wird und allgemein gelten auch hier die Aufschlagspreise für Kinder und Rentner. Hunde müssen draußen bleiben.

Siehe auch

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