Spiegelwelten:Wie man in der Orbis Alius mit jedem Scheiß Berge versetzen kann

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Dieser Artikel ist zwar im Namensraum Spiegelwelten zu finden, er spielt aber in der Orbis Alius.
Was ist die Orbis Alius?Was sind die Spiegelwelten?
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Hier ist der unbebilderte Sean Spicer zusammen mit dem Geo-Engineerer Professor Aristotterles aus Hygjachora. Ich bin von diesem Land eingeladen worden als Vertreter der führenden Nachrichtenagentur der Orbis Alius unmittelbar an einem denkwürdigen geologischen Experiment dabei zu sein.

Ich stehe hier auf der höchsten Erhebung eines Gebirges, das sich aus dem Meer erhebt und vor mir ist eine weite Senke zu sehen. Dahinter ragt ein gigantischer Berg auf, der nicht nur einen gewaltigen Schatten wirft, sondern auch einen majestätischen Eindruck vermittelt. Und dieser Berg nun soll verkleinert werden, um wieder mehr Licht in die Umgebung zu bringen. Ein gewaltiges Unterfangen, aber ich gebe dem führenden Wissenschaftler mal das Wort, damit er es besser erklären kann. Bitte Herr Aristotterles:

Professor Aristotterles aus Hygjachora trägt seinen Bart nur, dass man sein Stottern nicht so sieht

Gggguten Ttag. Ddder Bbb….erg hahat eine Höhöhöhe von Zwölfzwölfzwölftttt…taaaau…

Na, geben sie mal ihr Redemanuskript her, Herr Aristotterles, soviel Sendezeit haben wir hier auch nicht zu verbraten, das kostet ja alles Geld. Ich les dann mal für sie vor.
Also: Gggguten Ttag. Ddder Bbb….erg hahat eine Höhöhöhe von Zwölfzwölfzwölftttt…taaaau…
Was soll denn das? Der Mann stottert selbst beim Schreiben. Somit, liebe Zuhörer, sind wir wieder einmal allein auf meine alternativen Fakten angewiesen, wenn andere Fakten zu komplex oder zu langweilig sind, weil gegen die eigene Meinung gerichtet.

Also ich stehe vor diesem Berg und wie mir der vegane Bratwurstverkäufer in Ayxano vor der Zentrale des Wissenschaftszentrums gestern nachmittag in Hygjachora erzählte, wird der gewaltige Berg mittels einer Vielzahl eingeführter Sonden im Innern verflüssigt, damit er kleiner wird. Die Chemikalie, die dafür verwendet wird, ist streng geheim. Wie mir aber meine Informationsquelle mitteilte, muss davon ein großer Bestandteil Sojasoße sein, denn die Wissenschaftler des Zentrums schütteten davon immer zu Mittag eine große Menge auf ihre Bratwürste, die sie kauften, und dann heimlich in ihr Labor trugen. Diese Chemikalie also, so erzählt mein vertrauenswürdiger Informant, der betonte, dass er keineswegs fremdenfeindlich ist, weil ja ein Zaun um das Land der Fremden an der Grenze von Hygjachora gar keine feindlichen Fremden herauslässt - dieser Informant sagte also weiter, dass diese Chemikalie leicht das Land dort am Berg, das ziemlich schlechte Qualität hat, und das Gestein ebenso, verflüssigen kann. Dass daran irgendein Ersteller der Landkarte der Orbis Alius Schuld sein soll, der dort die Gegend so schlecht zeichnete, erachtet mein aufgeklärter Informant als abergläubische Mythologie, als lächerliche Verschwörungstheorie, an der vielleicht sogar sicher irgendetwas dran sein wird, aber viel übler, als wir uns das vorstellen können.

Ja, mein wissenschaftlicher Begleiter will mir gerade etwas sagen. Also was denn?
Wiiiiir beginnnn…en jjjetzt ddie.
Ja, schon gut, jetzt tut sich also etwas, ein Schwarm von Mikrodrohnen, wohl mehrere Tausend, WOW WOW WOW, was ist das denn?
Da kommt gerade etwas vom Berg her zurück und verdunkelt geradezu den Himmel. Was für ein Lärm. Ah, deshalb die Kopfhörer der Leute um mich, ich dachte, die hören meine Sendung. Dann setze ich die Dinger auch auf und da hält mir Herr Aristotterles gerade einen Zettel hin. Was steht da? Wackel nicht so rum!
Dddie Dddrohnen hahahaben ddie Chemchemchemikkk….
Toll, zweimal derselbe Witz in einem Artikel, da werden ihn die obersten SW-Wärter wieder als Kram bezeichnen. Na macht nichts, Hauptsache ich hab Spaß und es fördert die Karriere von Sean Spicer bei der Orbis Alius 24.

Jetzt scheint also die Chemikalie injiziert worden zu sein, man hört ein grummeln vom Berg, ein grummeln, wie es sich anhört, wenn man 1 Kilo gekochte Bohnen mit 3 Maß Weißbier zu sich genommen hat und nun die Verdauung anspringt. Ein leichtes Zittern ist am Boden zu spüren, mehr nicht und … Boah, was für ein Gestank, bäh. Ach deshalb tragen die Leute um mich Nasenklammern. Ich dachte, sie wollten nur alle Sinne bei meiner Reportage haben, um sie zu genießen.
Boah, was für ein fauliger Gestank, wie bei zwanzigtausend Kühen, denen zwanzigtausend Liter Sojasoße durch den Darm schießt und dann wieder hinaus. Dann klammere ich also auch meine Nase zu.
Dss grimmmln hit itz tsugnommn.
Gut, so würde es sich also schriftlich anhören, wenn man durch eine zugeklammerte Nase spricht. Lassen wir also diesen Gag weiterhin, denn sie sehen ja, dass ich hier mit zugeklammerter Nase und Kopfhörer stehe, zumindest ist das so hingeschrieben und etwas Fantasie darf ich wohl erwarten.

Das Grummeln verstärkt sich also. Auf einem Plan, dem ich Herrn Aristotterles aus den Händen nahm, kann ich erkennen, dass die Riesenmenge an verflüssigten Gestein in die große Ebene vor mir abgeleitet werden soll und sich dort ansammeln. Selbst durch den Schallschutz meines Kopfhörers höre ich ein lautes Pfffft.
Jetzt, jetzt kann man was sehen: Die Bergspitze scheint zu verschwimmen, nein, sie bewegt sich. Ich spüre einen Luftschwall auf meiner Haut und es sei gedankt, dass ich ihn nicht riechen muss.
Tatsächlich nun, da bewegt sich was. Noch einmal ein lautes Pffff. Das Zittern des Bodens wird stärker, die …
ja, bäh, was für ein Ekelzeug regnet es denn da vom Himmel. Pappiges, braunes Zeug, überall, iiiii.
Ach deshalb haben die Leute um mich herum einen Schirm aufgespannt. Ich dachte, die wollten nur nicht zu sehr in der Sonne schwitzen, damit sie lange hier bleiben können und meiner Reportage zuhören. Also spanne ich nun auch meinen Schirm auf, denn das braune Zeug kommt immer wieder in unregelmäßigen Intervallen nach einem lauten Pffff herunter vom Himmel.

Mit bloßem Auge kann man jetzt erkennen, dass die Bergspitze sich etwas senkt, es scheint zu funktionieren. Herr Aristotterles bricht in Jubel aus: Huhuhurah!

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Nun kann man auch eine zähe Masse sehen, die vom Berg her langsam Richtung Senke läuft. Sie trägt nun den Namen „The Dell After“, als Reporter darf man schließlich Namen neu erfinden und darauf warten, bis sie zum Unwort des Jahres werden.
Wunderbar, erst seit wenigen Minuten läuft das Projekt und schon kann man Erfolge sehen. Die Senke füllt sich langsam, es ist ein tolles Gefühl live bei einem solchen Geo-Engineering-Projekt ohne Hinterngedanken dabei zu sein.

Es sind nun 3 Stunden vergangen, das Grummeln wird seltener, vom Himmel fällt auch kein Ekelzeug mehr. The Dell After ist fast ganz gefüllt und die nun harte Landoberfläche völlig eben. Hier hätten sicher drei oder vier Berliner Flughäfen Platz, selbst mit funktionierendem Brandschutz und Türen, die zu öffnen sind. Diese Landschaftsumformung ist sicherlich eine Bereicherung dieses Niemandslandes. Eine ebene Fläche ist entstanden und nach Ende des Projekts ein exakt um 10000 Meter niedrigerer Berg, auf dem nun kein Reinhold Messner ohne Sauerstoffmaske mehr aufsteigen muss, sondern jeder kann. Also ist somit auch ein neues touristisches Ziel entstanden und ein Berg, der einen normalen Schatten wirft und die Lebensqualität der Umgebung um 1,0453 % verbessert, wie mir der Stottergreis versichert. Zudem liegt nun der eigentliche Gesteinskern des Berges offen: wertvolles Analit, das für Sanitäranlagen genutzt wird.

Der Tempel ist dem Hl. Spekulatius geweiht

Ich nehme nun die Nasenklammer und die Kopfhörer ab, schließe wieder den Schirm und werfe einen Blick auf die Rechnung, die Hygjachora dem Besitzer des Niemandslandes für diese Verbesserung der Landschaft ausstellen wird: Die Hälfte seines Jahres-Bruttoinlandsprodukts. Das ist äußerst human und sozial, denn es berücksichtigt die schwache Wirtschaftskraft des Landes. Und es ist wirklich günstig, denn inklusive ist die nun gerade beendete flächendeckende Besprühung der Landschaft durch einen Raumspray mit Lavendelduft und zwei riesige Duftsteine, die am Rande der schüsselförmigen After-Senke angebracht wurden. Bei Regen wird der Sommerbrieseduft aus den Steinen gelöst und reinigt und verschönt wohlriechend die Senke. Natürlich achtet Hygjachora die Personenrechte und so wurde zum bewundern hygjachorischer Technik ein kleines niedliches Tempelchen errichtet, damit die heimischen, religiös geprägten Völkerscharen etwas zu beschwärmen haben.

Ich verabschiedete mich vom Wissenschaftsteam, das nun schon zu Hause ist, und nun auch von ihnen, meine lieben Zuleser. Ich betrachte noch einmal die wunderbare neue Landschaft. Als Zubehör könnte man von Hygjachora sogar eine schmucke Flora und Fauna kaufen. Am Ende nun ein Bild des terraverformten Berges, eingefangen von meiner alternativen Faktenkamera:

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