Spiegelwelten:Spiegelwelt der Frau

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Jahrgang 4/1

Stets sich aktualisierende Online-Ausgabe!

  • Exklusivbericht: Kriminelle Strukturen innerhalb der SECS aufgedeckt!




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Nirgendwo Flaggeoeykl.png Öy, 05.10.2015

Im Oktober 2014 gelangte ich durch einen Whistleblower, dessen Namen ich nicht nennen will, an Unterlagen über die SECS, deren Inhalt ich zunächst nicht glauben konnte. Meine Recherchen zielten deshalb darauf ab, den Wahrheitsgehalt der mir zugespielten Anschuldigungen zu überprüfen. Es geht dabei um nichts weniger als die Beteiligung der SECS an einem Staatsstreich in Garnivera und die Schaffung eines Kolonialreichs mit mafiösen Strukturen in der Spiegelwelt.

Jesse James - Der Boss des italo-amerikanischen Mafiabundes (MB)
Ken Happi-Gut. Karriere von der Vorspeise zum Präsindenten der SECS

Demnach reiste bereits am 1. Juli 2012, also noch vor der Staatsgründung Garniveras, in einer Geheimmission der Boss der italo-amerikanischen Mafia Jesse James nach Ganynendra im Inselreich Südsee, um Kontakt mit dem Vize-Präsidenten der SECS, Ken Gut-Happi aufzunehmen. Mir liegt die Quittung eines gemieteten Tretbootes auf James‘ Namen vor. Ziel der Unterredung war es wohl, die im Großen Bandenkrieg an die Macht gekommenen Yakuza trotz Friedensvertrag wieder zu stürzen. Einem Gesprächsprotokoll entnehme ich, dass James Gut-Happi die Ausbeutung der Insel Garnivera angeboten hat, im Gegenzug sollten er und die Mitglieder seines Mafiabundes (MB) gut bezahlte Posten bei den Projekten der SECS erhalten. Der Vize-Präsident stimmte dem Vorschlag zu, der MB sollte ihm zudem zur Führungsposition innerhalb der SECS verhelfen.

Ackermann sagte vor dem WSR "Nein, danke" zu Garnivera, wurde aber dank geschickter Lobbyarbeit zu anderem überzeugt
Petr Wlogga ist immer am Ball - Gezielte Lobbyarbeit stellte ihn aber ins abseits

Daraufhin begannen vom MB rekrutierte und der SECS mit Schwarzgeld bezahlte Piraten ab Anfang August 2012 mit Überfälle auf Schiffe aller Spiegelweltstaaten in der Südsee, um die Weltgemeinschaft gezielt zu provozieren. Gleichzeitig reiste James auf die Müllschieberinsel und konsultierte König Petr Wlogga, um ihn zu überzeugen, dass der Konflikt auch friedlich geregelt werden kann. Ken Gut-Happi sprach ebenso bei Wilbet Kaspa von Öy und der damaligen SECS-Präsidentin Belisana vor, um beide ebenfalls für eine friedliche Lösung des Konflikts zu gewinnen. So konnte am 21. August 2012 im heute nicht mehr existierenden Weltsicherheitsrat trotz anfänglichem Widerstands vor allem Hauke Ackermanns ein Beschluss gefasst werden, der darauf abzielte Garnivera eine Wirtschafts- und Aufbauhilfe anzubieten, die natürlich von der SECS geleistet wurde.

Ken Gut-Happi begann nun gezielt Mitglieder des MB angeblich zur Umschulung und als legale Beschäftigungsmöglichkeit in Casinos, Hotels und weitere von der SECS betriebene Anlagen einzuschleusen. Auch flossen die Gelder, welche die Mitglieder des Weltsicherheitsrates für den Aufbau von Garnivera investierten, vornehmlich in die Taschen von Jesse James und Gut-Happi. Mir liegen Rechnungen über Baumaterial, Champignonzuchtanlagen und Bohrgeräte vor, die nachweislich nie nach Garnivera geliefert wurden. Innenpolitisch setzte James den Yakuza-Boss und Präsidenten Yamura dahingehend unter Druck, weil er Yakuza-Unterbosse durch Schmiergeldzahlungen von Yamura abrücken ließ.

Wilbet Kaspa von Öy - Jung, hübsch mit verknoteten Kopftuch von Dior und ahnungslos
Die 3KB - Eine Mafiabank?

Die Zersetzungspolitik von James ging schließlich nach weniger als zwei Jahren auf: Am 18. Juli 2014 setzten unzufriedene Gangster das Parlament in Brand und im Zuge des daraus folgenden Chaos säuberte die MB die Insel von ihren Gegnern. Yamura konnte zwar entkommen und hinterließ mit seinem Gefolge noch eine Spur der Plünderung durch die Südsee, aber etwa Pat Thompson, Regierungssprecher, und Wladimir Ivanovitsch, Pressesprecher, kamen ums Leben. Ebenso tötete man die gerade auf Garnivera anwesende Präsidentin der SECS, Belisana. Mir liegen auf meinem Schreibtisch die Grabsteine vor. Es war Jesse James, der am 21. Juli offiziell die Auflösung des Staates Garnivera bekannt gab, bevor er sich absetzte, eine andere Identität annahm und anschließend seine Karriere bei der SECS begann, ich werde noch darauf zurückkommen.

Wie geplant, wurde Gut-Happi nun Präsident der SECS, und er war es auch, der die Regierung der Mata Dea KG dahingehend beriet, die nun verlassene Insel zu annektieren, um weitere Ansiedlungen von Piraten oder Terroristen, wie die Bitches of Hell, zu verhindern. So besetzten am 4. August 2014 Allg.Öyer Gebürgsschützen die Insel. Nun konnte die SECS in größerem Ausmaß mit der Förderung von Rohstoffen beginnen, wobei der Großteil der Einnahmen in schwarze Kassen abgezweigt wurden. Mir liegen Kopien gefälschter Rechnungsbücher vor.

Doch die kriminelle Energie hatte noch weitaus größere Maßstäbe. An den wichtigen Schaltstellen der Projekte innerhalb der SECS stiegen bald Mitglieder des MB auf, so der Geschäftsführer des Casinos auf Casinöy oder der Vize-Präsident der Drei-Königinnen-Bank (3KB), der ehemalige Leiter der Garniverischen Zentralbank Stan Nouton. Auch die Projektleitung der Luxus-Wohnanlagen auf Garnivera, die am 18. August 2015 völlig überteuert fertig gestellt wurden, hat ein Mitglied des MB inne.

Subversive Mitglieder des MB verkleideten sich als Dunkeldeutsche und schüchterten die Brummelmädchen ein.

Wie meine Recherchen ergaben, geschahen in den letzten zwei Jahren innerhalb des SECS außergewöhnlich viele Todesfälle. So kam die Beauftragte der SECS beim Projekt Dea Gratia, welche den Bau der Stadt mit Luxusburg koordinierte, plötzlich bei einer Fettabsaugung ums Leben. Ebenso starb unerwartet bei einem Cocktail-Schirmchen-Sprung der Verbindungsangestellte der SECS zur Regierung der Mata Dea KG, zusammen mit einer internen Rechnungsprüferin. Alle Todesfälle sind bis heute ungeklärt. Ob weitere kriminelle Verbindungen zum Bokassa-Imperium von Luxusburg bestehen, ist noch zu klären.

Mein Informant kam erstmals hinter die dubiosen Machenschaften, als Hilfsgüter für das Flüchtlingslager Dea Salvatio zwar abgerechnet, aber nicht geliefert wurden. Zudem wurde nach seinen Erkenntnissen eine Ordensfrau der Heilerinnen mit Entzug ihres Smartphones bedroht und eingeschüchtert, weil sie gefälschte Unterlagen entdeckte. Meine Recherchen vor Ort ergaben, dass rätselhafter Bootsverkehr zwischen Salvatio und Jenchuisch-Osteurafrika herrscht, der während des Oktoberfests der Allg.Öyer Gebürgsschützen durchgeführt wird.

Besorgniserregend sind Unterlagen, die ich von dem seit 17. September 2015 zur SECS gehörenden Verwaltungsgebiet Borbetsund erhielt. Demnach kam es dort zuvor auf der Missionsstation der Brummelmädchen zu gezielten Sabotageakten, die wohl von Mitgliedern des MB durchgeführt wurden. Dabei grölten regelmäßig als Kahlköpfe verkleidete behelmte Kahlköpfe in Springerstiefeln vor der Missionsstation und wiesen sich als rechte Einwohner aus Dunkeldeutschland aus, weil sie riefen: „Ausländer raus, Asylanten raus, Alles muss raus!“ Dabei zündeten sie Schafställe an und warfen offene Fenster ein, was die Brummelmädchen einschüchterte. Ziel der Aktion war die erfolgreiche Übernahme des Verwaltungsgebiets durch die SECS und die anschließende Ausbeutung der Rohstoffe des Landes, wobei die Gelder wohl erneut in die Taschen des MB fließen.

Ich schreibe dies an einem mir unbekannten Ort, um vor Nachstellungen des MB sicher zu sein, denn ich erhielt bereits mehrere Morddrohungen. Ich hoffe darauf, dass diese gefährliche mafiose Struktur zerschlagen wird und rufe die Regierung der Mata Dea KG auf, sie ist von den Vorgängen innerhalb der SECS völlig ahnungslos, die ihnen zugesandten Beweise zu prüfen und unverzüglich zu handeln. Zudem veröffentliche ich diesen Artikel in der spiegelweltbesten Zeitschrift für investigativen Journalismus und Haarstyling-Trends.

Marlis Schwärzer




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