Spiegelwelten:RTLuxusburg

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in principio erat pecunia
7. Januar 2016
Jahrgang 109
Ausgabe 7
Finanzen

Glück im Unglück

Einen Mann aus Bad Reichensaaler hatten sie erwischt: Er hatte keine Steuererklärung für das Jahr 2015 angefertigt und somit die Möglichkeit, Geld vom Staat zurückzubekommen, gar nicht erst ergriffen. In dieser beispiellosen Dekadenz erkannte man bei den Behörden zurecht Gotteslästerung - ganz offensichtlich handelte es sich bei dem Mann, der nicht namentlich genannt werden möchte, um einen Gemäßigten, jemanden der die Schätze nicht schätzt und des Talers nicht wert ist, weil er den Kreuzer nicht ehrt.

Selbstverständlich wurden, wie in solchen Fällen üblich, Sicherheitskräfte zu dem Mann geschickt, damit er eine sogenannte "Spéit Deklaratioun", eine "verspätete Steuererklärung" unterzeichnen konnte. Diese Praxis dient nur zum Wiederherstellen der religiösen und moralischen Integrität des Betroffenen, da die möglicherweise zurückbezahlten Steuergelder integral an die Kirche der Zeugen Kapitalisti gespendet wird.

Der Mann aus Bad Reichensaaler hatte jedoch Glück im Unglück: durch einen Lapsus bei den Behörden handelte es sich bei der "verspäteten Steuererklärung" gar nicht um eine "verspätete Steuererklärung", sondern um eine ganz normale Steuererklärung für das Jahr 2015. Womöglich ist dieser Fehler auf das Verwechseln der Jahreszahlen 2015 und 2016, wie es einem im neuen Jahr manchmal vorkommt, zurückzuführen. Da die Steuererklärung nun doch bereits am 6. Januar 2015 korrekt unterzeichnet wurde, kommen auf den betroffenen Mann keine weiteren Strafmaßnahmen zu.

PeZwe
Interview

Die Archipelkompanie wächst und wächst

Metze Norb, der Präsident der Archipelkompanie.

Portus Mata (Archipelkompanie). Metze Norb muss sich sehr wohl gefühlt haben, als er heute den Fernseher im großen Arbeitszimmer seiner Wohnung in Portus Mata einschaltete und sich die Berichte über den Kauf des Immobilienfonds Sin Ark durch die Archipelkompanie ansah. In eben jenem Arbeitszimmer empfängt er einen unserer Mitarbeiter nur wenige Stunden später. Der Direktor der Archipelkompanie sitzt in einem Sessel und rührt mit einem silbernen Löffel bedächtig in seinem Blattgoldtee.

Metze Norb: Ich möchte anmerken, dass es sich nicht, wie fälschlicherweise berichtet, um eine Fusion von Sin Ark und der Archipelkompanie handelt. Wir halten lediglich eine Mehrheit der Aktien des Immobilienfonds Sin Ark.
RTLuxusburg: Kommt das im Endeffekt nicht auf das gleiche hinaus?
Metze Norb: Nein.
RTLuxusburg: Was halten Sie von den rezenten Theorien, dass Luxusburg und Jenchu im Chinesischen Archipel gemeinsame Sache machen?
Metze Norb: Haben Sie den jenchuischen Botschafter in Güldstadt schon zu diesem Thema befragt?
RTLuxusburg: Der jenchuische Botschafter wurde letztes Jahr des Landes verwiesen...
Metze Norb: Eben. Wissen Sie wieso? Weil man in Güldstadt nichts mit diesen Kommunisten zu tun haben will.
RTLuxusburg: Sie haben im Chinesischen Archipel inzwischen ein beachtliches Territorium unter Ihre Kontrolle gebracht. Was sind Ihre nächsten Pläne?
Metze Norb: Das Erschließen von Territorium im Namen des Profits. Dazu wurde die Archipelkompanie gegründet und dieses Ziel werden wir auch weiterhin verfolgen.
RTLuxusburg: Auch in Terra Nova?
Metze Norb: Womöglich.
RTLuxusburg: New England sieht Terra Nova als englisches Territorium an. Glauben Sie, dass die Beziehung zu dem Königreich unter einer Besiedlung Terra Novas durch Luxusburg leiden könnte?
Metze Norb: Wissen Sie, ich bin ein großer Freund der englischen Kultur. Hier, zum Beispiel, ich liebe Tee! Außerdem kann ich keinen Fußball spielen und bin ein großer Fan der englischen Monarchie. Alles dabei. New England ist eines der zivilisiertesten Länder der Welt. Außerdem glaube ich fest an das Potenzial der Diplomatie.
RTLuxusburg: Jesse James arbeitet jetzt also indirekt für Sie. Sorgen Sie sich um den Ruf der Archipelkompanie?
Metze Norb: Ich bin natürlich jederzeit um den guten Ruf der Archipelkompanie besorgt, alles andere wäre bei meiner Position wohl nur schwer nachvollziehbar. Die Sorge hat jedoch nichts mit einem Mitarbeiter der Archipelkompanie oder von Sin Ark zu tun.
RTLuxusburg: In den Augen vieler Menschen ist Jesse James ein Schwerverbrecher.
Metze Norb: Jesse James ist kein Schwerverbrecher, sondern ein Geschäftsmann, der weiß was er will und wie er es erreichen kann. Ich freue mich immer über innovative Köpfe in meinen Reihen.
Wir bedanken uns für das Gespräch.

(rtl)
Kommentar

Über Hurricania

Die jüngsten Meldungen aus Hurricania geben Aufschluss darüber, wie es um den abgelegenen Zwergstaat steht. Nachdem man im Oktober letzten Jahres eine Hypothek auf das gesamte Staatsgebiet aufnehmen musste, um sich eine drei Meter hohe diplomatische Note aus Büchsenblech leisten zu können, die dann unfrankiert (!) nach Güldstadt geschickt wurde, und von dort aus direkt weiter in eine Recyclinganlage im Süden Electronias, nachdem sie ihren König, ein verwöhntes Balg, verloren haben und der eigentliche Strippenzieher im Lande, Gregor von Störtenbeck, inhaftiert wurde, nach all diesen Fiaskos hatte man auf Hurricania vor wenigen Tagen nichts besseres zu tun, als die Mitglieder der Heiligen Allianz anzuschreiben und ihnen den schrecklichsten Blödsinn des Jahres aufzutischen. Und dabei ist das Jahr erst eine Woche alt.

Unter anderem werden in dem kurzen Statement eines "Heinz I.", von dem ich noch nie etwas gehört habe, auf halsbrecherische Art und Weise zuerst die rezenten Verschwörungstheorien zu einer Zusammenarbeit zwischen Luxusburg und Jenchu während der Chinakrise aufgegriffen, bevor unsere engen Partner aus der Mata Dea KG als Kommunisten beschimpft werden und sogar zwischen den Zeilen zum Krieg gegen sie aufgerufen wird!

Es erklärt sich von selbst, dass dieser verzweifelte Schrei nach Aufmerksamkeit nur eine Nachwehe darstellt, die auf die Fehlgeburt Hurricania folgen musste und das nahende Ende dieses in Anarchie versunkenen Etwas ankündigt.

Dagobert vom Ylomp
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19. Oktober 2015
Jahrgang 108
Ausgabe 292
Story

Schanklaut der Junker gibt Pressekonferenz

Ganynendra (Südsee Flagge.png Südsee). Während einer Pressekonferenz nahm Schanklaut der Junker heute in Ganynendra, der Hauptstadt der Südseeinseln, Stellung zu dem rezenten Geschehen in der Spiegelwelt.
Der Regierungspalast in Ganynendra.

Das luxusburgische Staatsoberhaupt weilt seit dem 6. Oktober in Ganynendra, um an der Flüchtlingskonferenz succurrere teilzunehmen. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Gespräche ins Stocken geraten sind. Hierzu sagte Schanklaut der Junker, die luxusburgische Delegation habe vorgeschlagen, die Laga Recko Utopia (LRU) im Freiheitskampf gegen Jenchu mit Material zu versorgen. Luxusburgische Aufklärungsflüge und zuletzt die Sondermission der Allg. Öyer Gebürgsschützen und des Ordens der Heilerinnen an der Südgrenze Jenchuisch-Osteurafrikas hätten wertvolle Informationen über die jenchuische Grenzsicherung hervorgebracht.
Auch zu der massiven luxusburgischen Militärpräsenz im Chinesischen Archipel stellten viele Journalisten dem luxusburgischen Präsidenten Fragen. Zuletzt war in der internationalen Presse ausgiebig über die RS Jacqueline und die RS Lehman Brothers berichtet worden, Hurricania und Jenchu wollten in den Manövern gar eine Provokation erkannt haben. Schanklaut der Junker lehnte solche Darstellungen klar ab. Die luxusburgischen Schiffe hätten nur internationale Gewässer befahren und sich auch während jenchuischen Provokationen wie dem Zwischenfall am 9. Oktober in der Straße von Salvatio zurückhaltend verhalten. Man müsse vor keinem Staat Rechenschaft für das Befahren neutralen Gewässers ablegen.
Des Weiteren verurteilte Schanklaut der Junker die humanitären Zustände in Jenchuisch-Osteurafrika. Inzwischen habe die luxusburgische Inselrepublik ihre finanzielle Unterstützung für die Lazarettinseln Salvatio und Freidenau weiter erhöht. Nach wie vor wird im Rahmen der succurrere-Konferenz an einem internationalen Flüchtlingsfonds gearbeitet.
Die Flüchtlingskrise war Hauptthema der Pressekonferenz, allerdings wurde auch über andere Themen geredet. Erstmals wurde offiziell bestätigt, dass der jenchuische Gefangene Pjerie R'jodan bereits am 6. Oktober aus dem Kriegsgefängnis auf Grollendug ausgebrochen ist. Trotz hohem Sachschaden sei kein luxusburgisches Personal verletzt worden.

Etwas amüsiert merkte Schanklaut der Junker am Ende seiner Pressekonferenz beinahe beiläufig an, dass das gesamte jenchuische Vermögen auf Konten von luxusburgischen Banken beschlagnahmt worden sei. Auf seine sichtliche Heiterkeit angesprochen erklärte der Präsident, dass es sich dabei um 35 Eurodollar und eine einzelne Socke mit einem Loch gehandelt habe.

(rtl)
Kommentar

3 gute Gründe für eine Kolonie im Chinesischen Archipel

Güldstadt (Flagge Luxusburg1.png Luxusburg). Immer mehr Staaten erheben Anspruch auf Inseln im Chinesischen Archipel. Nur die luxusburgische Inselrepublik wird mal wieder eine große Chance unergriffen vorbeiziehen sehen. Hier 3 gute Gründe, warum wir schnellstmöglich Siedler in den Atlantik schicken sollten!

1. Militärbasis
Das jenchuische Säbelrasseln wird lauter und auch, wenn der Schurkenstaat gar nicht die Mittel hat, in Luxusburg Schaden anzurichten, sollten wir doch auf alles vorbereitet sein.

2. Einnahmen
Anders als Grollendug und Widerstand besteht der Chinesische Archipel aus Inseln, deren Annektion sich schon nach wenigen Jahren rechnen würde, denn: Hier gibt es viele Rohstoffe und großes Potenzial für die Tourismusbranche.

3. Das Flüchtlingsproblem
In Luxusburg haben wir nichts gegen Flüchtlinge, aber alle können wir sie natürlich nicht aufnehmen. Inzwischen leben in Luxusburg über 700 Flüchtlinge - Tendenz steigend. Deshalb sollten wir ihnen in ihrer ehemaligen Heimat gute Verhältnisse schaffen, damit sie dort bleiben können.

AN
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6. Oktober 2015
Jahrgang 108
Ausgabe 279
Kommentar

Schanklaut und die Mafia

Die Spiegelwelt der Frau berichtet über mafiöse Strukturen in der SECS. Unter anderem sollen der aus Italo-Amerika stammende Mafiaboss Jesse James sowie Ken Gut-Happi, der Präsident der SECS, in kriminelle Geschäfte verwickelt sein.

All das könnte uns in Luxusburg herzlich egal sein, wäre in dem gestern veröffentlichten Bericht über die Mafia nicht ein weiterer Name gefallen - das altbekannte Bokassa-Imperium, beziehungsweise, wie die Aktiengesellschaft seit Kurzem heißt, BKSS.

Es wundert wohl niemanden sonderlich, dass es beim größten und wichtigsten luxusburgischen Unternehmen nicht immer mit rechten Dingen zugegangen sein soll. Die Vergabe großer Bauprojekte wie die Planstadt Dea Gratia auf der Südseeinsel Ganynendra an BKSS ließen bereits den Verdacht aufkommen, das zwischen BKSS und SECS unlauterer Wettbewerb stattfinden würde. Nichts neues also.

Was wir uns jedoch fragen sollten ist, wie weit wir BKSS unsere Regierung kontrollieren lassen wollen. Bereits im November 2011 war der Bruder von Schanklaut der Junker, Gillohm zu Port Monnaie, in Verdacht geraten, ein wichtiger Aktionär des damaligen Bokassa-Imperiums zu sein. (RTLuxusburg berichtete)

Heute ist der Junker mit einer Delegation zu den Südseeinseln gereist - einer Delegation, in der auch sein Bruder Gillohm und BKSS-Funktionäre als Berater tätig sind. Das ist die luxusburgische Vetternwirtschaft, wie sie leibt und lebt.

AN
Story

Humanitäre Krise im Atlantikraum

Wegen den Geschehnissen im Atlantischen Ozean erlebt die Spiegelwelt eine nie dagewesene Flüchtlingskrise.

Güldstadt (Flagge Luxusburg1.png Luxusburg). Täglich erreichen tausende Flüchtlinge aus dem Atlantikraum die Insel Salvatio im Chinesischen Archipel. Die dortigen Auffanglager sind bereits heillos überfüllt. Helfer vor Ort klagen über teils unmenschliche Zustände.
Auch an den Küsten Luxusburgs sind inzwischen mehrere hundert Flüchtlinge gestrandet und haben Asyl beantragt. Die Politik Schanklaut der Junkers bestand bisher im Wesentlichen daraus, diese Menschen in Auffanglagern auf der Insel Bokassa unterzubringen, wo sie sich mit Aufgaben wie dem Säubern der Strände beschäftigen und dabei ein wenig Geld verdienen können. Die Zustände in den luxusburgischen Lagern sind nicht so katastophal wie auf Salvatio, jedoch droht man auch hier in naher Zukunft an die Grenzen der Möglichkeiten zu stoßen. Deshalb wurde in den letzten paar Wochen immer mehr Kritik an der luxusburgischen Flüchtlingspolitik geäußert.
Gestern berichtete die Zeitschrift Spiegelwelt der Frau zudem von mafiösen Strukturen innerhalb der SECS, die die Insel Salvatio verwaltet. Unter anderem seien Hilfslieferungen unterschlagen worden. Die Empörung bei den Freiwilligen vor Ort und in Luxusburg war groß.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist Schanklaut der Junker heute morgen mit einer Delegation in die Hauptstadt der Südseeinseln gereist. In Ganynendra werde man versuchen, die Mata Dea KG davon zu überzeugen, einen gemeinsamen Flüchtlingsfonds einzurichten. Gelder aus Luxusburg sowie aus der Mata Dea KG würden somit eingesetzt, um die Flüchtlingskrise mit einer gemeinsamen Strategie zu bewältigen.

(rtl)
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Das neue Gesicht unserer Armee

Grollendugs-letzte-Ruhestätte (Flagge Luxusburg1.png Luxusburg). Nach der Entscheidung zum Verkauf großer Teile der luxusburgischen Marine, die zur desaströsen Chinakrise führte, ist die Umstrukturierung der luxusburgischen Streitkräfte nun abgeschlossen.

Die luxusburgische Armee ist nun vollends auf wirtschaftliche Kriegsführung spezialisiert. Zwei Schiffe, die RS Jacqueline und die RS Lehman Brothers, wurden generalüberholt. Die luxusburgische Firma Biersch lieferte weiteres Gerät, darunter mehrere Flugzeuge mit Spezialausrüstung.

7.500 Personen dienen jetzt in den luxusburgischen Streitkräften. Ihre Aufgabe ist die Verteidigung der Inselrepublik Luxusburg und derer Interessen.

Lesen Sie alles weitere in unserem Dossier Die luxusburgische Armee.
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18. August 2015
Jahrgang 108
Ausgabe 230
Kommentar

Die jenchuische Schuld

Die Chinakrise kostete wohl mehrere hundert Millionen Menschen das Leben. Aller Voraussicht nach starben auch 20.500 Luxusburger bei der Katastrophe - allesamt Helden, denn sie gingen im Dienst für das Vaterland von uns.

Im Schmerz stellt sich die Frage nach der Schuld, und die liegt einzig und allein bei Jenchu. Die Terrordiktatur hat nicht nur mit betäubender Gleichgültigkeit seine Schuld an der Chinakrise zugegeben, sondern besitzt nun auch noch die Dreistigkeit, Inseln im Chinesischen Archipel für sich zu beanspruchen.

Jenchu ist ein Terrorstaat. Die internationale Gemeinschaft sollte anfangen, es auch so zu behandeln.

AN
Story

Humanitäre Krise im Atlantikraum

Brasilianische Überlebende werden aufgenommen.

Salvatio (Chinesischer Archipel). Im Atlantikraum bahnt sich eine humanitäre Krise an. Luxusburgische Schiffe in der Region, die eigentlich die Aufgabe haben, nach Überlebenden und Wrackteilen der vernichteten luxusburgischen Flotte zu suchen, retteten in den vergangenen Tagen hunderte Menschen, die an Treibgut geklammert auf offenem Meer trieben.
Die Überlebenden werden seit heute auf die Lazarettinsel Salvatio im Chinesischen Archipel gebracht. Die Insel wird von der Mata Dea KG verwaltet. "Ausgezeichnete Arbeit, was die Öyer und die Südseeinsulaner da machen", merkte ein Matrose der Raw Times Luxusburg gegenüber an. Auch luxusburgische Hilfsgüter erreichen inzwischen die Insel Salvatio.

Während erste Staaten versuchen, ihren Einfluss im Atlantikraum durch Annektion der neu entstandenen Inseln im Chinesischen Archipel auszuweiten, geht die Suche nach Überlebenden der luxusburgischen Flotte weiter. "Nach so langer Zeit geht die Chance, noch jemanden lebendig da raus zu fischen, praktisch gen Null", erklärte uns ein Experte, Familienangehörige hoffen jedoch weiterhin - schließlich hat man auch noch keine Leiche eines luxusburgischen Matrosen im Atlantik entdeckt.

(rtl)
Religion

Blattgoldpasties: Blasphemie?

Ylomp City (Flagge Luxusburg1.png Luxusburg). In Ylomp City scheiden sich seit einigen Wochen die Geister. Wieder einmal drehen sich die Diskussionen um das umstrittene religiöse Kleidungsstück Blattgoldpasties.

Die Befürworter der Pasties behaupten, das Tragen des Kleidungsstücks sei nicht nur eine einzigartige Ehrerbietung gegenüber der Religion und allen anderen Praktizierenden, sondern auch jenes große Plus an Gleichberechtigung, das die Zeugen Kapitalisti so modern mache. In Luxusburg ist es Frauen wie Männern nur erlaubt, in der Öffentlichkeit oben ohne herumzulaufen, wenn sie Blattgoldpasties tragen.

Gegner der Blattgoldpasties, die vor allem aus den konservativen Reihen der Praktizierenden stammen, befürchten, dass genau diese Verwendung des zeremoniellen Kleidungsstücks im Alltag gefährlich sei. Mit der Zeit werde so das Tragen der Pasties unvermeidlich banal. Sie fordern deshalb, dass das Tragen der Blattgoldpasties außerhalb von Glaubenshäusern im Gesetz als Blasphemie eingetragen wird.

PeZwe
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28. Juli 2015
Jahrgang 108
Ausgabe 209
Kommentar

Härte zeigen

Die jüngsten Entwicklungen in der Chinakrise werden vor allem eines mit sich ziehen: Jenchu wird politisch immer weiter isoliert werden.

Die Vernichtung des halben Franzosébundes, Chinas, der Utopischen Union, Dystopiens und Atlantis' wird kein Staat der Spiegelwelt einfach so hinnehmen können. Große Nationen wie die Franzosé, die Wanne-Eickler, die Electronier, die Müllschieber, sie werden mit aller Härte auf das Geschehene reagieren. Geschädigte Staaten wie Animalien oder die USA sowieso. Sanktionen gegen Jenchu sind vorprogrammiert, sie werden den Staat mit voller Härte treffen.
Was auch immer die jenchuische Führung mit dieser Aktion bewirken wollte, sie hat es auf jeden Fall fertiggebracht, ihr Land in die außenpolitische Steinzeit zu katapultieren. Ihr rücksichtsloses, egomanisches Verhalten wird eine Generation geprägt haben. Im 21. Jahrhundert gibt es für solche Staaten keinen Platz mehr.

Mit der Zeit werden solche Diktaturen sowieso untergehen. Bis dahin wird die internationale Gemeinschaft Härte zeigen - und das ist gut so.

AN
Story

Schanklaut der Junker bezieht Stellung zu "Chinakrise"

Güldstadt (Flagge Luxusburg1.png Luxusburg). In der luxusburgischen Hauptstadt überschlagen sich die Ergebnisse seit der Katastrophe im Atlantischen Ozean vor zwei Tagen. Wie der SNC bereits gestern Abend meldete, ist ein Pilot der luxusburgischen Luftwaffe mit einer Maschine, die eigentlich an China hätte verkauft werden sollen, am Sonntag in Electronia notgelandet und gestern an seinen Verletzungen gestorben. Fiebrig habe er immer wieder die Worte "Futschi" und "Zeppelin" wiederholt, worauf man sich im Verteidigungsministerium in Dudelange zunächst keinen Reim machen konnte.

In den gestrigen Abendstunden gab es Meldungen, dass ein nicht näher umschriebenes Flugobjekt von der luxusburgischen Luftwaffe nach Grollendug eskortiert worden sei. In Dudelange dementierte man zunächst, inzwischen wurde der Vorfall jedoch bestätigt.

Schanklaut der Junker, der 3. Präsident Luxusburgs.

Am frühen Nachmittag ging Schanklaut der Junker, 3. Präsident der Inselrepublik Luxusburg, in einer mehrstündigen Rede auf die Chinakrise ein. Anfangs sprach er sein tiefes Mitgefühl mit den Opfern der Katastrophe aus, nannte die einzelnen Staaten, die wohl für immer vernichtet wurden, und erwähnte unter anderem die guten Beziehungen zum Franzosébund. Besonders lange sprach er natürlich über die luxusburgischen Opfer, die Soldaten, die sich auf den zu verkaufenden Schiffen im Atlantik befanden, und einige Touristen.
Der Junker mahnte die Luxusburger davor, vor ihrer Verantwortung in der Spiegelwelt zu flüchten. Hilfsgüter zum Wiederaufbau der Küstenregionen seien bereits auf dem Weg ins Franzoséland, in die USA und nach Animalien.
Einigen Anwesenden stockte der Atem, als Schanklaut der Junker mit harter Stimme die Geschehnisse seit Sonntag noch einmal chronologisch aufzählte, und plötzlich sagte: "Am Montag haben wir einen chinesischen, schwer bewaffneten Zeppelin, der südlich von Luxusburg nach Südosten flog, abgefangen und auf die Insel Grollendug gebracht. Es stellte sich heraus, dass neben der Besatzung auch ein Mann an Bord war, der unserem Geheimdienst als Agent der jenchuischen Geheimpolizei bekannt ist. Der Mann spricht nicht viel mit uns, doch die Beweise sprechen eine eindeutige Sprache. Erstens heißt der Zeppelin "Futschi Kato IV", was nur bedeuten kann, dass unser gestern verstorbener Pilot dieses Luftschiff unterwegs gesichtet hat und es also ebenfalls aus Richtung China kommt. Zweitens haben wir dieses Notizbuch bei dem Mann gefunden, in dem er seine Erlebnisse festgehalten hat."
Der luxusburgischen Regierung liegen also die Beweise vor, dass ein jenchuischer Geheimagent sich in China befunden hat, während die Sprengung der Chinesischen Mauer auf verheerende Art und Weise schiefging. "Wir werfen Jenchu, das ja selbst an unserem Militärgerät sehr interessiert war und es nicht bekam, nichts anderes vor als die Manipulation der Sprengung und dadurch auch die Vernichtung all dieser Staaten. Die Beweislage lässt keinen Zweifel an dieser These."
Der jenchuische Botschafter ist zu Schanklaut der Junker gerufen worden. Kurz danach wurde er aufgefordert, Luxusburg zu verlassen. Eine diplomatische Geste, die ganz eindeutig zeigt, wie ernst die Situation ist.

"Ich erinnere daran, dass wir nicht die einzigen sind, die wegen Jenchu unzählige Tote und immensen materiellen Schaden zu beklagen haben", lauteten die letzten Worte der Junkers, bevor er mit festem Schritt das Rednerpult verließ.

(rtl)
Religion

Geldspeicher in Ylomp City: "Massenpanik verhindert"

Ylomp City (Flagge Luxusburg1.png Luxusburg). Er ist das wichtigste Heiligtum der Zeugen Kapitalisti: der Geldspeicher in der heiligen Stadt Ylomp City. Er steht am Fuße des Berges Ylomp und ist mit Goldmünzen und Papiergeld gefüllt, in denen sich jedes Jahr unzählige Gläubige waschen. Die Pilgerfahrt, die jeder gläubige Zeuge Kapitalisti einmal in seinem Leben machen muss, ist ein Spektakel und lockt immer wieder unzählige Touristen nach Luxusburg.

Am Wochenende kam es jedoch beinahe zu einer Katastrophe: nachdem sich die Nachricht vom wegen der Explosion geplatzten Deal mit China verbreitete, brach wegen der hohen Verluste beinah eine Massenpanik vor dem Eingang des Heiligtums aus. Die Menschenmenge wurde unruhig, mehrere Personen stürzten und verletzten sich leicht.

Der Direktor der Polizei vor Ort lobte seine Beamten: "Nur durch den überlegten und schnellen Einsatz meiner Leute konnte heute eine Massenpanik verhindert werden." Die Polizisten hatten die Menge beruhigt, indem sie sie mit einem mit Goldpartikeln angereichertem Gas eingenebelt hatte.

PeZwe
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11. Juli 2015
Jahrgang 108
Ausgabe 192
Story

Ethikkommission fällt historische Entscheidung

Güldstadt (Flagge Luxusburg1.png Luxusburg). Nachdem das luxusburgische Verteidigungsministerium am Montag den Verkauf von Militärgerät angekündigt hatte, haben sich inzwischen mehrere Staaten bei der Regierung in Güldstadt gemeldet und ihr Interesse an den Maschinen bekundet. So sind neben China und Jenchu auch die Mata Dea KG, Hurricania und die Müllschieberinsel in Verhandlungen mit der Inselrepublik getreten. Heute hat die luxusburgische Regierung nun zum Stand dieser Verhandlungen Stellung bezogen.

Ein Regierungssprecher hatte bereits am Freitag bestätigt, dass die jenchuische Regierung die sogenannten "China-Akten" an den luxusburgischen Geheimdienst weitergereicht habe. Zum Inhalt dieser Akten wollte man keine Angaben machen. Dem Stupid News Channel liegen jedoch Auszüge vor, die darauf schließen lassen, dass die Akten von einem bisher unbekannten Volk handeln, das angeblich von den Chinesen unterdrückt wird. Das chinesische Kaiserreich kommentierte die Enthüllungen erwartungsgemäß nicht.
Die Regierung in Güldstadt erklärte gegenüber der Raw Times Luxusburg, dass man aufgrund des richtiggehenden Ansturms auf das zum Verkauf stehende Kriegsgerät eine Ethikkommission einberufen hat, die mitentscheiden soll, welcher Staat für einen Deal in Frage komme. Die Hauptaufgabe dieser Kommission ist es, vermeintlich gute Geschäfte, die jedoch auf lange Sicht eine Gefahr für den Wohlstand Luxusburgs darstellen, als solche zu erkennen und zu verhindern.
Nachdem sie sich 8 Stunden lang zu Beratungen zurückgezogen hatte, hat die Ethikkommission jetzt eine historische Entscheidung gefällt. Sie basiert auf dem IRAK-Prinzip (Immer Rentablere Ausbeute durch Krieg) aus dem Jahre 2003 - es besagt, dass Krieg lukrativ ist, solange er weit genug weg stattfindet. Demnach sei es Unsinn, das Kriegsgerät verschrotten oder abrüsten zu lassen, denn dadurch entstehen kosten und gewinnbringender Krieg wird verhindert. Das Kriegsgerät wird also weder an die Müllschieberinsel noch an Hurricania verkauft werden. Auch fallen nahegelegene Staaten, in diesem Fall also die Mata Dea KG, als potenzielle Käufer weg.

Die luxusburgische Regierung konzentriert sich bei den Verhandlungen um das Kriegsgerät also auf China und Jenchu. Quellen berichten, dass man mit einer Entscheidung frühestens am Dienstag rechnen könne.

(rtl)
Kommentar

Wie schlecht kennt man uns in der Südsee?

Dea Gratia (Südsee Flagge.png Südsee). Offiziell könnte es zwischen der Mata Dea KG, die die Staaten Südsee und Öy vertritt, und der Inselrepublik nicht besser laufen. Der Handel floriert, die politischen Beziehungen dürfen ohne Übertreibung als ausgezeichnet beschrieben werden, eine Sprecherin der SECS bezeichnete sie selbst noch am Freitag als "schon immer freundschaftlich". Unzählige Touristen strömen jedes Jahr ins jeweilige Nachbarland. Man dürfte meinen, in der Südsee kenne man den Luxusburger einigermaßen. Weit gefehlt.

Die gleiche Sprecherin der SECS bot der luxusburgischen Regierung keine zwei Sätze später ein, Zitat: "Joint Venture", ein "Verteidigungsbündnis", an. Die Nachricht verbreitete sich in Luxusburg wie ein Lauffeuer. Es folgten Hamsterkäufe, die Börse in Güldstadt erlitt starke Verluste. Man erinnert sich an die ATG, die "Anti-Terroristen-Gruppe" und vor allem die ZORNIG (Zentrale Organisation für Recht und Naturschutz innerhalb einer Gruppe) - Verteidigungsbündnisse, die verheerende Folgen für die luxusburgische Bevölkerung und Wirtschaft hatten.

Die Panik hätte verhindert werden können, und man muss sich jetzt fragen: Wie gut kennen die Südseeinsulaner uns wirklich?

AN
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6. Juli 2015
Jahrgang 108
Ausgabe 187
Kommentar

Nötige Veränderungen

Der luxusburgischen Armee wird eine Verjüngungskur verschrieben - das ist eine Wohltat für das Land. Das Militär, das ja eigentlich den Schutz des luxusburgischen Territoriums als Aufgabe hat, trug bisher immer wieder dazu bei, dass die Inselrepublik das Ziel von Extremisten wurde. Durch unvergleichlich schlechte Entscheidungen in den vergangenen Jahren mischte Luxusburg mehrmals in fremden Kriegen mit. Die Eroberung der Inseln Grollendug und Widerstand werden sich vermutlich erst in mehreren Jahrzehnten durch Tourismuseinnahmen rechnen. Für die Soldaten, die in Bushland kämpften, müssen noch immer horrende Psychiaterrechnungen bezahlt werden. Hinzu kommen die immer weiter steigenden Unterhaltskosten für Militärstützpunkte in aller Welt.

Vor allem die Größe der Marine steht in keinem Verhältnis zur luxusburgischen Realität. Sie ist ein Relikt aus der Ära Bokassa - ein weiterer Grund, sie endlich umzustrukturieren.
Luxusburg hat immer wieder bewiesen, dass es hier niemanden gibt, der die nötigen Kompetenzen hätte, ein Heer zu befehligen. Umso besser und ungefährlicher also, wenn das zu befehligende Heer so klein wie möglich ist.

Hoffen wir, dass die Regierung beim Verkauf wenigstens eine möglichst große Summe heraushandeln kann.

AN
Story

Armee wird stark reduziert

Die SDR Grollendug, einer von 3 luxusburgischen Flugzeugträgern.
Dudelange (Flagge Luxusburg1.png Luxusburg). Das Verteidigungsministerium in Dudelange hat gestern während einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass Luxusburg Teile seines Militärs verkaufen wird. Dass diese Entscheidung mit etwaigen Sparmaßnahmen in Zusammenhang stehe, wurde indes weder bestätigt noch dementiert.

Auch gab es nur wenige Informationen darüber, was genau verkauft werde. Ein Sprecher erklärte, sowohl die Marine wie auch die Landstreitkräfte und die Luftwaffe seien betroffen.

Aus zuverlässigen Quellen erfuhr die Raw Times Luxusburg, dass momentan mit zwei potentiellen Käufern geheime Verhandlungen geführt würden: Mit China und mit Jenchu. Es sehe jedoch stark danach aus, dass China den Deal bekomme.

(rtl)
Finanzen

LAX steigt auf über 10.000 Punkte

Güldstadt (Flagge Luxusburg1.png Luxusburg). In Güldstadt dürften die Börsianer sich gestern gefreut haben. Nachdem der LAX morgens noch mit einem leichten Minus gestartet war und am Nachmittag auch noch die Nachricht kam, dass das Wirtschaftsministerium für den Salzexport im letzten Quartal 2015 nur 9% Wachstum prognostiziere, war die Stimmung allgemein schlecht. Erst eine halbe Stunde vor Börsenschluss kamen dann die Neuigkeiten aus Dudelange, dass Teile des luxusburgischen Militärs verkauft würden.
Es waren spektakuläre Zahlen im Umlauf, die sich jedoch später als Gerüchte entpuppten. Das konnte jedoch der Euphorie in Güldstadt nichts anhaben. Der LAX schoss quasi über die 10.000 Punkte hinaus. Die Börse schloss mit einem satten Plus.
Bei den internationalen Börsenkursen, die zum größten Teil an Wochenenden pausieren, rechnet man für heute ebenfalls mit positiven Reaktionen auf die Neuigkeiten aus Luxusburg.

PeZwe
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