Spiegelwelten:Jenchu

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Unfreies Großreich Jenchu
Unfreies Großreich Jenchu
Wahlspruch: Unterdrückung heißt Frieden!
Kontinent Desertopia
Hauptstadt Pjonjun
Staatsform Einparteiische Republik
Regierungsform Pseudo-kommunistische nationalistische Diktatur
Staatsoberhaupt und Regierungschef Oberster Generalsekretär Tehan'Kalcheng, genannt "Die Sonne Jenchus"
Pressedienst Radio Pjonjun 1
Fläche 3.010,84 km²
Einwohnerzahl 13.805.39
Währung Jenchuischer Zön (ZöN)
Gründung 1938
Nationalhymne O Freud, Tehan'Kalcheng ist da!
Nationalfeiertag 27. Mai (Geburtstag Tehan'Kiljors, des Großen)
Internet-TLD .jen
Nur für E-Mail-Verkehr zwischen Regierungsbeamten verwendet
Spiegelwelt
Unfreies Großreich Jenchu
SWMap Jenchu.png
SWMap JenchuischOsteurafrika.png

Jenchu (Offiziell: Unfreies Großreich Jenchu) ist ein Land in Desertopia, südwestlich von Katastrophilia. Seit den späten dreißiger Jahren wird das erstaunlich leere Land von einer brutalen Diktatur beherrscht.

Geographie

Das Großreich in all seiner Pracht

Das Reich liegt im gemäßigten Süden des Kontinents Desertopia und lässt sich grob in zwei Bereiche einteilen: Zum Einen in den kontinentalen Teil, der aus großen Gebirgszügen, der unfruchtbar verseuchten Pampa und (hauptsächlich toten) Waldgebieten besteht und in dem sich die industriellen, kulturellen und militärischen Schwerpunkte befinden. Zum Anderen in die eher flache, karge Süderent-Halbinsel, die vorallem landwirtschaftlich geprägt ist. Das Land wird administrativ in vier Regionen gegliedert. Hinzu kommen Überseeterritorien in Eurafrika.

Regionen

Steinwand

Steinwand ist seit den Tagen des prähistorischen Jenchu ein ausgeprägtes Bergbau gebaut. Die Kohlevorkommen aus den Tehan'Kolja-Bergen im Westen der Region sind die größten und ertragreichsten des Landes. Aber während ein solcher Rohstoffreichtum in anderen Gegenden wie dem Ruhrpott oder Dubai zu wirtschaftlichem Aufschwung und dem Bau großer Türme geführt hat, scheint in Steinwand eher das Gegenteil zu passieren. Mit der Industrialisierung der sechziger Jahre wurden zunächst alle Bauern der Gegend enteignet und nach Süderent zwangumgesiedelt. Da sich zur damaligen Zeit niemand um Umweltschutz scherte (heute übrigens immer noch nicht), war bald ein riesiges Gebiet mit industriellen Abfällen verseucht und unbewohnbar. Die ohnehin schon armen Dörfler waren gezwungen, in die Hauptstadt Pjonjun zu gehen, da die toten Böden sie nicht mehr ernähren konnten.
Pjonjun ist mit heute etwa 2,3 Millionen Einwohnern das einzige Ballungszentrum im westlichen Jenchu. Wahrzeichen der Stadt sind unter anderem der Goldpalast, in dem der Oberste Generalsekretär regiert und residiert sowie das Arbeiterviertel Schoum'ha, dass mit seiner Fläche von 64 km² das größte der Spiegelwelt darstellt.

Holzenburg

Holzenburg liegt im Norden des Reiches an der Grenze zu Katastrophillia und ist für die Holzproduktion von höchster Bedeutung, da Holz, nach Brackwasser, die zweitwichtigste Nahrungsquelle für den durchschnittlichen Jenchuer ist. Es wird von der Planstadt Waldheim aus verwaltet.
In Waldheim gründete Claudia Roth zusammen mit einigen Freunden im Jahr 1987 die Untergrundorganisation "Freie Ökoradikale", deren erklärtes Ziel es war, dass jenchuische Reich zu stürzen und von Holzenburg aus eine grüne Demokratie zu errichten. Alle Pläne scheiterten allerdings daran, dass die Mitglieder sehr viel lieber kiffend in der Ecke saßen, als etwas sinnvolles zu unternehmen.
Konservative setzten sich Jahre lang dafür ein, die vormals als Verding bekannte Region in "Autonome Region Holzenburg" umzubenennen. Damit wollten sie dem präindustriellen Volksstamm der Holzenburger Tribut zollen, von denen heute etwa 90% der Einwohner abstammen. Dieser Wunsch wurde am 26. Februar 2016 erfüllt, als Tehan'Klacheng die Region umbenennen ließ, um Verwechselungsgefahr mit dem Verdinga Flagge.png Imperium Verdinga zu vermeiden.
Ein besonderes Überbleibsel aus der vergangenen Ära der Holzenburger ist das sogenannte Holzenburger Tor, dass an der heutigen Grenze zwischen Steinwand und Holzenburg steht.

Zentraljenchu

In Zentraljenchu, im Volksmund auch "Tote Zone" genannt, ist die Zerstörung der Umwelt am weitesten fortgeschritten. Das Überleben für Tiere und Pflanzen ist unmöglich geworden, vorallem nachdem 1992 die gesammte Region asphaltiert wurde, um die Transporteffizienz zu erhöhen. Hier liegen die beiden größten Seen des Landes, der Große See des Volkes und der Kleine See des Volkes. Sie und die angrenzenden Flüsse werden hauptsächlich als Abfluss für industrielle Nebenprodukte oder als Quelle für leicht zu fangende, weil schon tote Fische gebraucht.
Besonders erwähnenswer sind wohl die Zwillingsstädte Groß-Iphel und Let'Re. Bei Let'Re ahndelt es sich weniger um eine Stadt als vielmehr um einen auf stadtgröße angewachsenen Industriekomplex. Da sogar die Regierung irgendwann einsehen musste, dass man die Arbeiter aufgrund der hohen, toxischen Belastung Let'Res nicht in der Stadt wohnen lassen konnte, wurde quasi um die Ecke Groß-Iphel angelegt. Groß-Iphel ist eine riesige Betonstadt mit quadratischer Grundfläche und besteht aus 4000 exakt gleich großen Wohntürmen, die als kahl zu bezeichnen eine gehörige Übertreibung wäre. Man sieht Groß-Iphel schon aus der Ferne an, dass es aus einem Guss stammt. Groß-Iphel wurde mit Hilfe des "Großen Förmchens" errichtet, ein riesiges, stadtförmiges Sandförmchen, dass mit flüssigem Zement gefüllt wurde. Der ursprüngliche Plan, aus Propagandazwecken das ganze Land mit baugleichen Städten zu überziehen scheiterte letztlich daran, dass das Förmchen kurz nach der Errichtung Groß-Iphels zerbrach.
Schließlich ist da noch Port Suad, dass im Süden, am Golf von Jenchu, nahe der Mündung des Rotan liegt. In der primitiven Zeit Jenchus hatte Port Suad den Beinamen "Der goldene Hafen", weil es ganze Generationen erfolgreicher Fischer und Piraten hervorbrachte. Auch wenn man später herausfand, dass die Piraten im dichten Nebel vor der Küste all die Jahre hinweg nur die Boote der eigenen Fischer gekapert hatten, der Profit der Stadt also bei Null lag, ist in der jenchuischen Bevölkerung dieses Bild der Stadt weitverbreitet. Im Zuge des nationalen Aufrüstungsprogramms wurde Port Suad zum Hauptstützpunkt der Marine. Zugunsten großer Werften, Befestigungsanlagen und Kasernen wurde die urprüngliche Altstadt, die teilweise seit Jahrhunderten bestand, dem Erdboden gleich gemacht.

Süderent

Funghi atramenti suederentica - Der Süderenter Tintenpilz ist eins der wichtigsten Standbeine des jenchuischen Exportes

In den 1960ern begann in Steinwand die Chemiewaffenindustrie zu boomen und Fabriken schossen wie Pilze aus dem Boden. Die Abfälle flossen ungehindert in den Boden. Die Bauern in der Gegend verloren ihre Existenzgrundlage. Einige zogen in die Stadt, um dort eine neue Anstellung in der Industrie zu finden. Die meisten aber wurden zwangumgesiedelt. Die Süderent-Halbinsel war damals noch völlig unbewohnt und bot sich perfekt als Standort der Agrarwirtschaft an. Im Spätsommer 1964 wurden 700.000 steinwändische Bauern von Armeetruppen und SSD-Beamten auf einem grausamen Todesmarsch durch das halbe Land nach Süderent getrieben. Nur etwa 30.000 von ihnen kamen lebend an. Dort, am Ufer des Danes, sollte eine erste Siedlung in dieser menschenleeren Gegend entstehen. Sie war von Tehan'Kolja persönlich entworfen wurden und trug den Namen Meriom'Ka, was soviel bedeutet wie "Funkelnder Morgenstern der Landwirtschaft". Groß angelegte Felder wurden abgesteckt. Heute sind Getreide, Mais und Tintenpilztinte die Hauptexportprodukte der Region Süderent.
Im Hauptort Meriom'Ka gilt zudem als Geburtsort der jenchuischen Literaturszene. Ein Grund dafür ist wohl, dass die weitläufige Region in ihren Gründungstagen kaum unter der Kontrolle und Zensur der Regierung stand. Von dort stammt auch Norman Bertram, der größte Schriftsteller und heute Minister für Literatur Jenchus.

Überseeterritorien

Jenchuisch-Osteurafrika

Siehe Hauptartikel: Jenchuisch-Osteurafrika

Flora und Fauna

Wegen der starken Industrialisierung hat es die Tier- und Pflanzenwelt schwer, da es keinerlei Umweltschutzverordnungen gibt. Ganze Wälder wurden während der Industrialisierung einfach abgeholzt. Der Oberste Generalsekretär selbst befahl nur kurz darauf die gnadenlose Jagd auf die Gebirgsbären, dessen Pelze sich am besten für ausgefallenen Kleidung verarbeiten ließen. Die Art dieser, noch kurz zuvor im Großen Südgebirge beheimateten Raubtiere war nach wenigen Jahren ausgerottet. In den 1970ern begann in Jenchu das große Agrobusiness mit der Züchtung und kontrollierten Haltung von Nutztieren. Seither hat sich der Bestand der Wildtiere etwas erholt, wenn auch ihre Lebensräume zunehmend von der Ausweitung der Städte bedroht werden. Giftgase, wie sie etwa bei der Herstellung der Kerzen entstehen führen desöfteren zu sauerem Regen und im Winter zu toxisch verseuchtem Schnee.

Geschichte

Prähistorische Zeit

Knochenfunde in den großen Säuretümpeln um Pjonjun lassen darauf schließen, dass die Region schon seit etwa 2000 Jahren von Menschen bewohnt wird. Die frühen Bewohner Jenchus hausten in Erdlöchern und fertigten einfach Waffen aus Blättern und Grashalmen, wie Malereien aus dieser Zeit nahe legen. Irgendwann schienen sie aber zu realisieren, dass man mit dieser Art Material nicht sehr weit kamen und begannen, Faustkeile zu verwenden.

Die Ära der Stämme

Bald danach spaltete sich die Gemeinschaft der ursprünglichen Jenchuer in zwei Stämme auf. Zum einen, die Pjöngjanger, die weiterhin in der Gegend um das heutige Pjonjun lebten und einen barbarischen Lebensstil bevorzugten. Zum anderen, die Holzenburger, die in den Norden zogen und dort eine friedliche Existenz als Beerensammler führten. Die Holzenburger beteten Woody, den Gott des Holzes an, da Holz ihr wichtigster Rohstoff war. Die Pjöngjanger waren dagegen Anhänger von Hecklkoch, dem Gott der Waffen. Man schätzt, dass es im Laufe der Zeit mehrere tausend bewaffnete Glaubenskonflikte zwischen beiden Stämmen gab. Genau nachvollziehen lässt sich das nicht mehr, denn keiner der Stämme führte Chroniken. Die Holzenburger nicht, weil sie die Produktion von Papier als leichtfertige Holzverschwendung und Verunglimpfung ihres Gottes ansahen, die Pjöngjanger, weil sie schlichtweg zu dumm dazu waren. Um 1500 entwickelten sich die Holzenburger, obwohl sie immer noch in der primitiven Stammesordnung lebten, zu einer Art späten frühen Hochkultur und vollbrachten Höchstleistungen in der Philosophie, Astronomie, Architektur, Mathematik und Quantenphysik. Zeugnisse dieser Epoche sind unter anderem das Holzenburger Tor, die Aussichtstürme von Gertis und der Holzenburger Palast. Bei den Pjönjanger setzte zu dieser Zeit eine Art Degeneration ein. Die Wirtschaft brach zusammen, die Gesellschaft verkam immer mehr. Der verzweifelte Versuch des letzten Pjöngjanger Königs Orbus X. den Untergang seines Reiches durch die brutale Abschlachtung von 15.000 Unschuldigen Bauern zu verhindern, scheiterte kläglich. Er sollte mit seiner Art der Problemlösung allerdings ein Vorbild für spätere Machthaber Jenchus werden.

Tehan'Kolja und der Große Feldzug

Tehan'Kolja hält seine erste Rede als Oberster Generalsekretär. Das visionäre Leuchten seiner Augen verzauberte die Zeitgenossen

1938 war das Reich der Pjöngjanger schon lange ins Nirvana der Staaten verschwunden. Das urprüngliche Zentrum des Reiches hieß mittlerweile, durch etliche Lautverschiebungen bedingt, Pjonjun und war ein inzestöses Kackdorf erster Güte. Hier wuchs ein Mann namens Tehan'Kolja auf und eines schönen Abends, als er mal wieder mit seinen Saufkumpanen in der Kneipe saß, geschah es. Bedingt durch das schale Bier begann der fünfunzwanzigjährige Schafsbauernhirtengelehrtestellvertreter auf der Theke stehend ein "Reich aller Jenchuer" zu fordern. Wie für hinterwäldlerische Redneckdörfer üblich, fand sein nationalistischen Gedankengut großen Beifall. An jenem Abend wurde, auf einem Stück Toilettenpapier festgehalten, die "Kommunistisch-nationalistische Partei Jenchus" gegründet und einige Tage später wurde Tehan'Kolja einstimmig zum Bürgermeister des Dorfes erklärt. Bald darauf entstand der zunächst noch recht kleine Staat Jenchu. Zunächst verbesserte Tehan'Kolja das Leben im Dorf, indem er eine Feuerwehr, mehrere Krankenhäuser und natürlich eine Geheimpolizei/private Schlägertruppe (SSD = Staatssicherheitsdienst)organisierte.
1939, nachdem er das Dorf einigermaßen aufgepepellt hatte, begann der Große Feldzug. Mit der neugegründeten Nationalen Armee Jenchus zog Tehan'Kolja hinaus in das wilde Jenchu, um es zu erobern. Wie man sich angesichts der dünnen Besiedlung des Landes denken kann, traf er auf sehr wenig Widerstand. Die wenigen Dörfer, die ihm begegneten, unterwarfen sich kampflos. 1947 zog die Armee in den hohen Norden und brannte die Jahrhunderte alte Kulter der Holzenburger im wahrsten Sinne des Wortes nieder. Im vereinten Jenchu begann die starke Industrialisierung und Vernichtung der Natur. Erste Aufstände gegen diese Maßnahmen wurden in Pjonjun und Port Suad brutal niedergeschlagen.

Tehan'Kiljor und die Welt

Tehan'Kiljor setzte die Politk seines Vaters weitestgehend fort. Er übernahm seine Prinzipien und dachte sie konsequent weiter. Dies äußerte sich unter anderem im Bau des Goldpalastes von Pjonjun. Zusätzlich ließ er zahlreiche goldene, überlebensgroße Abbilder seines Vaters und seiner selbst fertigen. Tehan'Kiljor litt zeitlebens darunter, der einzige fette Mensch in einem Land voller abgemagerter Hungerleidender zu sein. Dies kompensierte er durch die errichtung immer neuer Statuen, die ihn als muskulösen, durchtrainierten Arbeiter zeigten, obwohl er den Großteil seiner Zeit in Wirklichkeit nur damit verbrachte, Westfernsehen zu gucken und sich am Sack zu kratzen.
Das änderte sich (zumindest teilweise) als Tehan'Kiljor die militärische Aufrüstung als neues Hobby für sich entdeckte. Im Dezember 2012 erklärte er das "Nationale Aufrüstungsprogramm" für eingeleitet. Mit der Radiosendung, in der er dies verkündete, erhielt die Außenwelt erstmals Kenntnis von Jenchu.
2013 scheiterte das internationale Atomwaffenprogramm mit Florentia aufgrund einer Reihe dämlicher Vorfälle.
2014 beteiligte sich Jenchu am Hurricanischen Bürgerkrieg. So errichtete die jenchuische Marine am 4. August eine Seeblockade um die Seeblockade des Franzosébundes, die Hurricania blockierte. Noch am selben Tag jedoch musste Jenchu einen herben Rückschlag hinnehmen, als der schwere Kampfkreuzer JMS Weltenquetscher in einem Gefecht zwischen Schiffen New Englands und des Franzosébundes versenkt wurde. Am nächsten Tag machte sich der Oberste Generalsekretär höchstpersönlich auf den Weg zur umkämpften Insel, um mit seinem neuen Verbündeten Scorpio I. zu verhandeln. Daraus wurde aber nichts, da die fliegende JMS Blutsturm über Hurricania von franzoséländischen Rosinenbombern abgeschossen wurde und abstürzte. Seitdem fehlt von Tehan'Kiljor jede Spur. Am 6. August übernahm Admiral Brutan Thlen kommissarisch das Amt des Obersten Generalskretärs, bis dieser wieder aufgefunden wurde.

Politik, Recht und Gesetz

Die Politik in Jenchu liegt in den Händen einiger weniger, vorallem natürlich in der des Obersten Generalsekretärs, aber auch beim Befehlshaber des Militärs und den wichtigsten Ministern. Um etwaigen Aufständen zuvorzukommen, wurde 1996 in Jenchu formal die Demokratie eingeführt. Ein Parlament wurde ins Leben gerufen, in dem etwa zweitausend Menschen sitzen und über belange der inneren und äußeren Politik aubstimmen dürfen. Die einzigen Bedingungen lauten: Nur der Oberste Generalsekretär darf Anträge einbringen und wer nicht für die Anträge stimmt, wird erschossen.
Grundlage für das Rechtssystem des Großreiches ist der Code tehan'kolja, eine Art Manifest gegen alle Menschenrechte. Er spricht jedem Bürger Jenchus das Recht ab, seine Meinung frei zu äußern, frei zu leben, sowie das Streben nach Glück. Letzteres wäre in Jenchu ohnehin vergebens. Über die Einhaltung dieses Gesetzes wachen der SSD als Exekutive und die Gerichte als Judikative. Die Gerichte wenden als Bestrafung in der Regel öffentliche Hinrichtungen oder lebenslange Zwangsarbeit an. Wobei der Unterschied zwischen dem normalen Lebensweg und der gerichtlich verordneten Zwangsarbeit kaum festzustellen ist.
Wie bereits erwähnt wird der Diktator in seiner Regierungsarbeit von einigen Ministern unterstützt. Diese sind:

Name/Zeitraum Amt Beschreibung
Brutal thlen.png
Admiral Brutan Thlen
Minister für Angriffe
Sorgt mit zuverlässiger Regelmäßigkeit für Krieg, häufig auch gegen die eigene Bevölkerung
Waltspiegel.JPG
Walter Elias
Minister für Propaganda, Zensur und Volksverblendung
Ehemals amerikanischer Trickfilmproduzent. Stellte sich in den Dienst des Großreiches, da die politischen Ansichten ihm hier mehr zusagten.
Fürst Kerat vom Stüxx
Minister für Landwirtschaft und Bauernenteignung/Gouverneur von Süderent
Letztes lebendes Überbleibsel aus der Ära des Stammesadels. Kümmert sich um die Landwirtschaft und um Süderent, was ja im Prinzip dasselbe ist
Norman.gif
Norman Bertram
Minister für Literatur
Schreibt und liest, was andere so schreiben
Oppirobbenheimer.jpg
Dr. Oppi Robbenheimer
Minister für Atomkraft und -waffen
Ist nach dem Ende des jenchuischen Atomprogramms faktisch arbeitslos

Militär

Die Kriegsflagge Jenchus

Die NAJ (Nationale Armee Jenchus) umfasst die gesamte Bevölkerung, da nach jenchuischem Recht jeder gebürtige Jenchuer automatisch als Soldat gilt. Mit Ausnahme des Obersten Generalsekretärs, versteht sich. 90% des Bruttoinlandsproduktes flossen 2011 allein in den Aufbau einer Marine. Das erste fertiggestellte Kriegsschiff, die JMS Oberster Generalsekretär Tehan'Kolja, zerbrach bei seiner Jungfernfahrt einfach in zwei Teile zerbrach und versank. Auch der erste Versuch, eine Luftwaffe aufzustellen, scheiterte kläglich. Die unerfahrenen Ingenieure, die nicht einmal wussten, wie man ein Flugzeug zum fliegen bringt entwickelten unter schwersten Arbeitsbedingungen den JF-01-Typ, ein schwer bewaffnetes Kampfflugzeug. 10 Prototypen wurden hergestellt, keiner von ihnen überlebte auch nur einen Start. Die zuständigen Ingenieure, Piloten und Arbeiter wurden kollektiv dafür schuldig befunden und allesamt exekutiert. Das Oberkommando über den gesammten Miltärapperat hat Admiral Brutan Thlen inne. Durch diese Position ist er der zweite Mann im Staat. Thlen ist außerdem Vorsitzender, Gründer und Ehrernmitglied der Militärschule Pjonjun, an der momentan 200.000 Kadetten für den "Ernstfall" ausgebildet werden. Was Ernstfall bedeutet, weiß man dort nicht. Man macht aber lieber mit, sonst knallts.
Im Dezember 2012 kündigte Tehan'Kiljor in einem Interview mit Radio Pjonjun 1 das nationale Aufrüstungsprogramm an, welches die militärische Macht des Landes vergrößern und es international konkurrenzfähig machen sollte. So wurde die Hafenstadt Port Suad zum Militärhafen ausgebaut, eine weitere Testreihe mit Flugzeugen gestartet und das Heer vergrößert. Das Programm gipfelte am 12. Februar in Jenchus Atombombentest, der in der Welt sowohl Entsetzen als auch Zustimmung hervorrief.
Seit dem ersten August 2014 ist das jenchuische Militär in seinen ersten internationalen Konflikt verwickelt. Es unterstützt Scorpio I., König von Hurricania in seinem Versuch, dass Land wieder unter Kontrolle zu bringen.
Siehe auch: Hurricanischer Bürgerkrieg

Staatssicherheitsdienst

Ssd.gif

Zu jeder brutalen Diktatur gehört natürlich auch eine undurchsichtige und verstörend mächtige Geheimpolizei. Diese Aufgabe übernimmt in Jenchu der Staatsicherheitsdienst. Er ist gleichzeitig ein In- und Auslandsgeheimdienst. Die Ausrüstung eines jeden der 5000 SSD-Beamten besteht aus einem Sturmgewehr und einer Bazooka, die sie nach Gewissen gegen jeden Bürger einsetzen dürfen, der ihnen verdächtig erscheint. Die Zahl der Bewerbungen als SSD-Beamter überschritten in den letzten Jahren die drei-Millionen-Grenze. Der Vorsitzende des SSD ist ein unbekannter Drahtzieher. Verschwörungstheorien zufolge ist es entweder Tehan'Kiljor höchst selbst oder jemand oder etwas, dass noch weit über ihm steht.

Wirtschaft

Die Wirtschaft von Jenchu gründet hauptsächlich auf einigen staatseigenen Betrieben, wie der "Nationalen Kerzenfabrik Pjonjun" und einigen wenigen Bauernhöfen. 2011 verzeichnete Jenchu ein finanzielles Minus von 200 Miliarden Zön, dennoch lässt die Propaganda die Bevölkerung in dem Glauben, Jenchu wäre das reichste Land der Welt. Bei der Arbeitslosenquote hingegen kann Jenchu mit recht stolz auf sich sein. Sie liegt exakt bei 0. Wer nicht arbeitet, wird erschossen oder gefoltert. Momentan sind etwa zwei Drittel der Bevölkerung in der Rüstungsindustrie und ein weiteres Drittel in der Agrarwirtschaft beschäftigt. Das Bruttoinlandsprodukt ist dabei nicht mal groß genug, um die riesigen Militärausgaben zu decken, weshalb staatliche Dienste für die Bevölkerung eher mager ausfallen. Das Arbeitsleben eines Jenchuers dauert in der Regel von der Geburt bis zum Tod. Unter bestimmten Umständen auch darüber hinaus.
Seit 2015 ist die JeKoGe (Jenchuische Kolonialgesellschaft) der größte staatseigene Konzern. Er ist für die Produktion und den Export von Gütern in Jenchuisch-Osteurafrika zuständig, darunter vorallem Hanf, Kupfer und Getreide. Da all diese Materialien dringend benötigt werden, wächst der Einfluss der JeKoGe auf die Staatsgeschäfte beständig.

Kultur

Für die Unterhaltung sind in Jenchu hauptsächlich der staatliche Propagandasender Radio Pjonjun 1, kurz RP1, und das SKzBuUdV (Staatliches Kollektiv zur Belustigung und Unterhaltung des Volkes) zuständig. Radio Pjonjun 1 ist der einzige Radiosender des Landes und damit automatisch der nationale Pressedienst. RP1 hat bei guter Wetterlage eine Sendereichweite von erstaunlichen 15 Metern. Bei schlechtem Wetter sogar bedeutend weniger. Das kümmert allerdings niemanden, denn in Jenchu besitzt sogut wie niemand ein Radiogerät. Der Sender wurde im Jahr 2005 vom Generalsekretär Tehan'Kiljor persönlich ins Leben gerufen, um die Bürger zu unterhalten und zu informieren. Bis heute ist er der einzige Hörer. Die Redaktion von RP1 besteht aus dem Moderator Ser-Shlim, dem Wetterfrosch Giebt-regehn und dem nationalen Sportreporter Melti Fatsu. Gemeinsam erarbeiten sie täglich die Morgensendeung Guten Morgen, Jenchu!. Im Rahmen dieser Sendung wird hauptsächlich Musik des SKzBuUdV gespielt. Das Kollektiv ist pausenlos damit beschäftigt, Lieder über den Obersten Generalsekretär oder sein Militär zu schreiben und zu singen. Dazu malt es Bilder, die den Obersten Generalsekretär oder sein Militär zeigen. Oder beides. Das SKzBuUdV kann damit als einzige Musikgruppe des Landes bezeichnet werden und hat bereits einige Erfolge vorzuweisen, wie etwa ihren Nummer-1-Hit "Selbstlosigkeit, dein Name ist Tehan'Kiljor" oder die Heavy-Metal-Version der Nationalhymmne.

Fußball

Fußball ist der beliebteste Sport des Landes - natürlich nur, weil der Oberste Generalsekretär das angeordnet hat. Jenchu verfügt über eine eigene Nationalliga, die aber nur aus drei Mannschaften besteht - 1. FC Pjonjun, SV Groß-Iphel und Eintracht Port Suad - welche einmal im Jahr gegeneinander antreten. Derzeit hält Port Suad den Titel, nachdem es im vergangenen Jahr im Great Dome von