Spiegelwelten:Heimkehr von Lismar Kreiber

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Lismar Kreiber: die große weite Welt hat ihn verändert

Nach einem aufregenden Jahr in der Fremde kehrte Lismar Kreiber endlich in den Schoss der Heimat zurück. Das Jahr hatte ihn merklich verändert. Nicht nur äußerlich, sondern tief in seinem Herzen wurde etwas geweckt. In der Fremde merkte er, dass es noch mehr gibt als Luftgitarrespielen und durch Felder und Wiesen zu Wandern. Fußballspielen, um nur eines der neuen Dinge zu nennen, die ihm über den Weg gelaufen sind. Andere Länder, andere Sitten, politische Systeme und die Wunderwerke der modernen Technik rissen ihn aus der Castell-Burgischen Beschaulichkeit und Lethargie. Castell-Burgien muss sich weiterentwickeln und den Anschluss an die restliche Welt finden.

So erfüllt mit neuen Ideen und Vorstellungen wollte er die Leute begeistern und aus ihrem Phlegma reißen. Bei der alteingesessenen Bevölkerung traf er leider überwiegend auf taube Ohren. Die Jungen, unzufriedenen Bürger flogen ihm allerdings massenhaft zu und folgten ihm begeistert nach. Was Anfangs eine kleine Schar verschwörerischer Tagträumer war wuchs im Laufe des Sommers immer weiter. Die Protagonisten hießen Lismar Kreiber, Jakob Siebenschläfer, Johann Wirt und Friedrich “Fritz” Schüler. Sie nannten sich “Castell-Burgien Fortschritt und neue Kommunikation” (CB-FunK). Immer mehr sammelten sich unter Führung der CB-FunKer und die Volksseele kochte hoch, etwas, das man in Castell-Burgien so noch nie erlebt hatte, außer in Bürgerkriegszeiten, aber das hatte schließlich immer mehr sportlichen Charakter.

Kreiber spricht zu seinen Anhängern, ein Wendepunkt in der Geschichte von Castell-Burgien

Der Höhepunkt der neuen Bewegung fand am 3. September 2010 statt. Fast 3000 Castell-Burgier trafen sich in der Nähe der höchsten Erhebung in Castell-Burgien. Als Kreiber die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Anhänger traten zu ihm. Als der Tag dem Mittag nahte begab es sich, dass die Leute hungrig wurden, daraufhin verteilten die CB-FunKer Wein. Zum Essen gab es Fisch, wobei die Geschichtsschreibung überliefert, das es nur einen einzigen Fisch gab und dennoch alle satt wurden! Schließlich begann er zu reden und lehrte sie: "Liebe Brüder und Schwestern, für unser geliebtes Castell-Burgien sage ich Euch, wer mit seinem Bruder zürnt, ist kein guter Mensch, wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig, wer aber sagt: Du gottloser Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig. Wir sind das Salz der Erde und das Licht der Welt. Ich aber sage Euch, gehet hin in Frieden und macht was ihr wollt"

Als Kreiber diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre, da der Inhalt dieser Worte für Sie keinen Sinn ergab. Das hervorgerufene Unverständnis und Kopfschütteln, tat aber der Volksfeststimmung keinen Abbruch und man einigte sich darauf, dass es wohl an der starken direkten Sonne gelegen haben muss. So angespornt machten sich die Leute auf den Weg ins nahegelegene Bernle um echte Reformen in Angriff zu nehmen.

In den folgenden Monaten rankten sich schließlich immer mehr Legenden um dieses Treffen und man munkelte das Kreiber aus Wasser Wein machen konnte. Dies hat er in den folgenden Jahren jedoch mehrmals vehement zurückgewiesen und darauf bestanden, Wein lediglich in Wasser verwandeln zu können. Nachdem alle in der Sonne saßen und Durst hatten wurde der Wein lediglich mit Wasser verdünnt, damit es genug für Alle gab. Auch sei die Geschichte mit dem einen Fisch zwar formal richtig, allerdings handelte es sich nicht um einen Fisch, sondern um einen Blauwal und die Fischbrötchen seien zäh und tranig gewesen.

Spaltung von Castell-Burgien?

Zug nach Bernle
Der Hohe Rat hockt halt so rum tagt über den Forderungen der Aufständischen
Alfons III ist pissed

Der lange brodelnde Konflikt zwischen Castellen und Burgiern und Jung und Alt in Castell-Burgien drohte zu eskalieren. Seit der weit gereiste Diplomat Lismar Kreiber von seiner Mission mit Prinzessin Adolai von Artkatraz zurückgekommen war, hatte er die vermeintliche Idylle auf der verschlafenen Insel auf den Kopf gestellt. Während vor allem die alte Bevölkerung von den neumodischen Ideen nichts hören wollte, fand Kreiber unter der jungen aufstrebenden Bevölkerung stetigen Zulauf. Ein Protestzug zum Schloss von Bernle, angeführt von CB-FunK, mobilisierte fast die gesamte Castell-Bergische Bevölkerung unter 40 Jahren. Der Zug vereinte sogar die sonst so gespaltene Gesellschaft, Castellen gingen neben Burgiern, Bergier neben Castellen.

Oben angekommen übergaben die Aufständischen dem überraschten Hohen Rat eine Bulle mit Forderungen:

Der Hohe Rat erbat sich Bedenkzeit und begab sich bis auf weiteres in Klausur. Der amtierende Chef-Burgomaster Alfons III zeigte sich hinter verschlossenen Türen wenig erfreut über die neuen Entwicklungen und lehnte die Forderungen entschieden ab. “Das ist doch alles Mist, was glaubt dieser Kreiber, wer er ist. Sowas haben wir noch nie gebraucht und werden es auch nie brauchen." Daraufhin erntete er breiten und langanhaltenden Beifall im Rat, so eine engagierte Rede hatte man hier noch nie gehört. "Dann machen wir eben mal wieder einen Bürgerkrieg, ist eh schon einen Zeit lang her seit dem letzten” fuhr Alfons III weiter fort.

Nach eintägigen Beratungen, wobei die meiste Zeit mit Brunch, Mittag- und Abendessen verbracht wurde, gab der Hohe Rat schließlich seine Entscheidung über die Forderungen der Aufständischen bekannt. Alle Forderungen wurden einstimmig abgelehnt. Soviel Einigkeit gab es selten zwischen Castellen und Burgiern im Rat. Die Aufständischen wurden aufgefordert sofort in ihre jeweiligen Dörfer zurückzukehren und ihrer rechtmäßigen Arbeit nachzukommen. Alternativ schlug der Hohe Rat einen ordentlichen Bürgerkrieg vor, damit sich endlich mal wieder was rührt im Land.

Spaltung von Castell-Burgien!

Die Reaktion Kreibers und seiner Freunde ließ nicht lange auf sich warten. Kurz nach der Verkündigung sagte er zu seinen engsten Vertrauten: “Schade, war wohl nix, gehen wir wieder heim.” Ganz so entspannt sahen das die anderen CB-FunKer allerdings nicht, sie wollten Veränderung und sie wollten sie jetzt. “Wir sind das Volk!" war die Parole der Stunde. Was folgte war eine Belagerung von Bernle um den Hohen Rat vielleicht doch noch umzustimmen. Im Umland wurde diese neue Entwicklung allerdings kaum wahrgenommen. Der Rat zeigte sich weiterhin uneinsichtig, war jedoch empört, dass man an Wanderungen und Spaziergängen ins Umland gehindert wurde. Sowas hatte es noch nie gegeben. Unterdessen dauerte die Belagerung weiter an. Nachdem die Fronten über Tage hinweg verhärtet waren und beide Seiten unnachgiebig auf ihren Forderungen beharrten kam letztenendes doch irgendwann Bewegung in den schwelenden Konflikt. Siebenschläfer kam auf die glorreiche Idee den Rat Rat sein zu lassen, es interessierte sich sowieso niemand für ihn.

Die glorreiche Idee, mit den Aufständischen das Land zu verlassen und einen Neubeginn zu versuchen, war geboren. Aber wo, war die Frage? Da kam Kreiber eine fantastische Idee: "Ich habe eine fantastische Idee, Leute! Auf meiner Reise zurück nach Castell-Burgien bin ich an einer kleinen Inselgruppe vorbeigekommen, die Seefahrer nennen sie die Hemoriden. Es ist nicht weit vom Castell-Burgischen-Festland im Norden. Die Hauptinsel scheint unbewohnt zu sein. Dorthin könnten wir umsiedeln und das Land nach unseren Vorstellungen neugestalten. Sollen die Burgomaster doch machen was sie wollen, das interessiert uns dann nicht mehr. Was meint ihr?" Die letzte Frage ging allerdings bereits im aufbrausenden Jubel unter. Damit war es also beschlossen, ein Aufbruch zu neuen Ufern. So etwas hatte Castell-Burgien in seiner Geschichte noch nicht erlebt! Vielen war das allerdings zu viel Stress, sodass sich nur eine Minderheit von ca. 2500 jungen CB-FunKern auf den Weg machte um diese Insel zu erkunden und zu besiedeln.