Spiegelwelten:Gregor von Störtenbeck

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Gregor von Störtenbeck, Oberster Händler Hurricanias.

Gregor von Störtenbeck, (* 12. Januar 1949 in Port-au-Prince, Imperium Verdinga) ist der Oberste Händler Hurricanias und als königlicher Minister für die Wirtschaft des Landes zuständig.
Darüber hinaus besitzt der dubiose Geschäftsmann allerdings allerlei Privilegien und Sonderbefugnisse, die über den üblichen Aufgabenbereich eines einfachen Wirtschaftsministers weit hinausreichen.

Kindheit und Jugend

Der Hafen des Verdingischen Port-au-Prince in den 1950ger Jahren.

Von Störtebeck stammt ursprünglich aus Port-au-Prince im Imperium Verdinga, wo als Sohn reicher Sklavenhalter aufwuchs. Die Kindheit in der imperialen Hauptstadt beeinflusste den Minister sehr, war diese doch zu dieser Zeit ein gewaltiger Umschlagplatz für Waren aus aller Welt.
Das Imperium befand sich in seiner Blütezeit, die imperialen Minen produzierten Rohstoffe im Überfluss und der Sklavenhandel lief prächtig. Der junge Gregor begann schon von der Wiege an sein natürliches Talent zu nutzen, verkaufte erst seine Bäuerchen für Münzen und Milch an seine verzückte Mutter und später sein Schulbrot eher unfreiwillig für das ausbleiben von prügel an lokale Schläger.
Schon früh erlernte er durch seinen Vater die Grundzüge des Handels und der Seefahrt, wobei der Junge in beiden Bereichen ein außerordentliches Talent zeigte und diesen auf einige "Beschaffungsexpeditionen" begleitete. Der Sklavenhandel interessierte Gregor hierbei allerdings nur am rand, er wollte mit allem Handel und alles verkaufen oder Tauschen, natürlich immer für maximalen eigenen Profit.
So begann er den bemitleidenswerten "Reisegästen" seines Vaters Annehmlichkeiten an Bord, im Tausch gegen deren Habseligkeiten zuzusichern. Die Decks des Schiffes teilte er bald in Klassen ein, die bei höherer Preisklasse mehr Beinfreiheit oder weniger stark schimmelndes Brot Anboten.

Obwohl ihn die Einseitigkeit der Verdingischen Wirtschaft störte machte er seinen Abschluss an der Sklavenhandels-Akademie und gewann unzählige Wettbewerbe, der Stiftung "Jugend versklavt E.V.".
Hierbei entwickelte er einige bahnbrechende Verfahren zu Kostenreduktion, wie zum Beispiel das Quetschverfahren, bei dem ein Sklavenschiff so voller "Fracht" gestopft wurde, das diese nicht mehr in der Lage war sich zu bewegen und man auf die teuren Ketten und Fußfesseln verzichten konnte.

Weg nach Hurricania

Nach dem Abschluss verwirklichte er seinen Traum, in die Welt hinaus zu ziehen, um neue Märkte zu erschließen und schloss sich mit einem Schiff seines Vaters, einer Expedition nach Katastrophilia an, wo das Imperium neue Arbeitskräfte "anzuwerben" gedachte. In dem von kriegerischen Stämmen bewohnten Staat konnte Gregor sogleich seiner Leidenschaft frönen und minderbemittelten Mist für ihre Schätze andrehen. Auch wenn seine Vorgesetzten freilich wenig begeistert von der Tatsache waren, dass der Händler keine Sklaven fing, ließ man ihn gewähren, brachte er doch hohe Gewinne für das Imperium ein.
Da der geschäftstüchtige Verdinge seinen Kunden auf Schritt und Tritt folgte, um für jedes ihrer Probleme eine teure Lösung parat zu haben, geriet er auch in die wirren der Galatonisch/Hurricanischen Diaspora. Nägel und Sägen verkaufend begleitete er nun den Bau der Floßflotte, mit der er ebenfalls nach Hurricania übersetzte. Auf der Fahrt konnte er noch einige seiner aus Stöcken und Bindfäden improvisierten Angeln an den Mann bringen, sah sich dann aber alsbald mit der Tristes des Hurricanischen Bauernleben konfrontiert. Der Anbau und die Pflege von Rüben sagte dem passionierten Händler überhaupt nicht zu, sodass er einen Gebrauchtwarenladen im neu errichteten Dorf Schees eröffnete. Dieser lief nach Abschluss der Bauarbeiten allerdings nur sehr schleppend, weshalb von Störtenbeck beschloss die Verhältnisse im Land, zu seinen Gunsten zu ändern.

Auf Hurricania

So entwickelte er alleine maßgeblich den Plan, andere Katastrophilianische Stämme auf der Insel anzusiedeln, um diese in eine Abhängigkeit nach Waren zu zwingen, die er, von Störtenbeck beschaffen und verkaufen würde. Schnell fand er einige Mitverschwörer, die genau wie er schlechte in der Landwirtschaft aber versessen auf Macht und Reichtum waren. Unter ihnen befand sich auch der spätere Ratsprotektor Falkar Scorpio, ein verarmter Bankier mit einer großen Vorliebe für Glänzar (Katastrophilianisches Wort für Münzen).
Der Händler begann nun der heruntergekommenen Bande, die seine Mitverschwörer darstellten, seinen Plan so darzulegen, das sie dachten er währe ihnen selbst eingefallen. Und so verlief auch der Ablauf großteils reibungslos, währen Scorpio und ein weiterer Umstürzler nach Katastrophilia aufbrachen, leitete von Störtenbeck maßgeblich die Vorbereitungen auf der Insel. Auch hier ging wieder sein Bekanntes naturell mit ihm durch, sodass er versuchte an allen ecken und Enden zu sparen, ein Grund warum die Hurricania heutzutage in Zelten und nicht in Hütten leben. Auch schaffte er es nichts für die gewaltigen Ausrüstungsmengen zahlen zu müssen, in dem er die Bauern mit Kaffee und Kuchen für Zelte und anfallende Bauarbeiten bezahlte.

Von Störtenbecks Palazzo am Scheeser Hafen, mit Uhrturm und Wirtschaftsgebäuden. Hier bei der Ankunft des Händlers in seiner Lustbarke zu sehen.

Nach der erfolgten Invasion schloss er das Versorgungsabkommen mit den Scheeser Bauern und begann das Schattenhandelsystem der Insel einzurichten. Zuerst lief dies sehr schleppend ab, die in Schees gezimmerten Schiffchen waren kaum Hochsee tauglich, wodurch anfangs nur mit den Anrainerstaaten gehandelt wurde. Hier verwendete er auch erstmals die Taktik Häfen unter falscher Flagge anzulaufen, um eine Entdeckung Hurricanias und ein ende seines Handelmonopols zu verhindern.
Gewaltigen Fortschritt machte von Störtenbeck, als er in Galatonien ein Radio und einige Zeitungsabonnements erstand, mit dem er nun die Nachrichten der gesamten Spiegelwelt empfangen beziehungsweise Lesen konnte. So lernte er unzählige neue Länder und deren Eigenarten kennen, die er nun mit neuen verbesserten Schiffen ansteuerte.
Mit der Zeit wurden seine Machenschaften immer Krimineller. Er bezahlte spärlicher in den Häfen, erhielt mehr Ware und fälschte Bücher und Bilanzen, um sein Tun zu verschleiern. Im Stil seines Heimatlandes begann er Menschen im Ausland heimlich anzuwerben oder zu entführen, wodurch er sich bald einen großen Mitarbeiterstab mit autonomer Flotte schuf. Durch diese Praktiken reich und mächtig geworden, ließ sich der Ratsherr einen gewaltigen Palazzo aus importiertem Marmor im Scheeser Hafen erbauen. Der Komplex stellt mit seiner Größe und den umgebenden Kontoren, Wirtschaftsgebäuden Kasernen und dem Uhrturm eine eigene kleine Stadt dar.

Den Rat der Insel kontrollierte Störtenbeck, genau wie den damaligen Protektor Falkar Scorpio. Bei den zahlreichen innenpolitischen Krisen reagierte er stets souverän, wie bei der Ansiedlung der Schützen in Schees, die er durch zahlreiche sinnlose Festivitäten davon abhielt, aktiv gegen die Slumbewohner vorgehen zu können. Auch die Idee, das Volk mit Musik ruhigzustellen stammte vom Ratsherrn persönlich, ermöglichte ihm dieses Vorgehen doch die Erschließung völlig neuer Handelswege. Es mussten nun nämlich Instrumente und Musiker "importiert" werden, wobei sich der Händler wieder auf die in Verdinga erlernten Praktiken verließ. Der Aufstieg Müllsacks stellte allerdings erstmals eine Herausforderung da, der er nicht gewachsen schien.
Seine Marionette Falkar war desweilen verstorben und Störtenbeck regierte das Land nun fast in Personalunion. Der Sohn, der seinem Vater auf den Thron des Ratsvorsitzenden folgte, war unfähig, rachsüchtig und weinerlich, lies sich aber bei Weitem nicht so gut manipulieren wie sein Vorgänger. So war Gregor gezwungen, als Müllsacks Macht beängstigende Ausmaße annahm, ein Warenstopp für die Slums zu verhängen, auch um das von seinem Schützling angeordnete Blutbad zu verhindern.
In dieser Zeit sah sich der Ratsherr außerdem von Flüchtlingen aus Garnivera bedroht, die nach dem Untergang ihres Staates Schiffe in der Südsee überfielen. Außer sich vor Zorn, über den Einbruch seiner Handelsbilanzen, reiste der Ratsherr umgehen zu einem Notstandsgipfel der Südsee-Anrainerstaaten, wohl darüber im Klaren, dass er so die Existenz Hurricanias vor der Welt bekannt geben würde.
Nun eskalierte die Lage in Hurricania, die Sauf-Unruhen brachen aus und von Störtenbeck musste zusehen wie der minderjährige Scorpio sein Jahrelang aufgebautes Konstrukt über den Haufen warf. Eine absolute Monarchie wurde eingeführt, der Ratsherr zum lediglich beratenden Minister degradiert und ausländische Mächte mischten sich in den Konflikt ein.

Als von Störtenbeck erfuhr, das die Insel von einer FranzoséländischenFlotte blockiert wurde, die seinen bewaffneten Handelskoggen die Passage verweigerten, brach er umgehend auf, um den Konflikt beizulegen und die für ihn anfallenden Verluste zu minimieren.

Im Bürgerkrieg

Bei seiner Ankunft, fand Störtenbeck seine Miniaturstadt im Hafen von Schees jediglich mit Graffitis beschmiert und von Müll Umgeben vor. Die Truppen der Rebellen, die wie ein betrunkener Sturm über Hurricania hinwegfegten waren, hatten sie zwar belagert, aber nie eingenommen. Dies war der verdienst der dort stationierten Söldner, deren Langspieße die Anarchisten auf Abstand hielten. Der Heimkehrer ließ seine Landsknechte nun das Umliegende Städtchen säubern. Zuhilfe kamen ihm hierbei alle verbliebenen Truppen der Regierung, die König Scorpio nach Schees durchbrechen ließ. Der Regierungspalast wurde aufgeben und der Monarch bezog im Palazzo des Händlers sein Hauptquartier. Die Royalistischen Streitkräfte nutzten bei ihrem Ausfall das Chaos, das in den Reihen der rebellen herrschte, nachdem deren Anführer, Pseudoprophet Müllsack, entführt worden war. Ein Schwein hatte nun die Position des Oberbefehlshabers bei den Aufständischen innen und begann die Trotteligen Slumbewohner mithilfe seiner Tierischen Brüder zu Versklaven. Störtenbeck war bestrebt den Schweineführer der Anarchisten zu demaskieren, um den Aufstand so zusammenbrechen zu lassen. Nachdem er von dessen Entführung erfuhr, ließ er seine Schergen auf der ganzen Insel nach Zeugen Suchen, um die Identität von Müllsacks Kidnapper in Erfahrung zu bringen. Diese führten ihn schließlich zu Thomas Doughty, einem Matrosen des Newenglischen Freibeuters Drake und Bevorzugtes Opfer dessen Derber Scherze. Der Pirat hatte den Propheten auf Weisung seiner Monarchin entführt, um den mit England Verbündeten Royalisten einen Vorteil im Krieg zu Verschaffen. Unfähig einen einfachen Brief zu schreiben oder irgendwie sonst Kontakt zu seinen Verbündeten aufzunehmen, machte Störtenbeck sich an die Verfolgung Drakes. Über Gallatonien reiste der Minister nach New England wo er zunächst Müllsack vermutete. Diese Falsche Fährte, der Störtenbeck aufsaß, war von Francis Drake absichtlich gelegt worden. der Freibeuter hatte den Rebellenführer nämlich nicht in seine Heimat überführt, sondern nach Borkum gebracht. Der Plan war auf dem Mist Haucke Ackermanns gewachsen, dem König New Englands und Herrscher der Insel vor der Altweltdeutschen Küste. Auf seiner Reise erfuhr der Minister durch eine Spionin von der Finte des Piraten und wies diese an Müllsack von Borkum zu Reentführen. Währenddessen Veranstaltete Störtenbeck einen riesen Zirkus in New London, umschmeichelte die Queen und machte so die Boulevardpresse auf sich Aufmerksam. Seiner Spionin und Ziehtochter Shoshana gelang es derweil Müllsack zu Kidnappen und mit ihm gen Hurricania zu Segeln. Nahe der Insel Memmert gerieten sie jedoch in einen Hinterhalt der dortigen Piraten, welche kurzerhand die Physik bestachen und das gesamte Meer von Südsee bis nach Hetenland von dieser leeren ließen. Die Seeräuber kidnappten Müllsack, nicht ohne sich vorher über Störtenbecks verstoß gegen das offiziell Geltende kriegsrecht zu Mockieren. Der Minister hatte die Geheimmission seiner Agentin nämlich nicht offiziell im Truppenregister notiert, was den notorischen Kriminellen von Memmert ihren Job erschwerte und deshalb Übel aufstieß. Nach dem Müllsack per Magie ins ferne Wanne-Eikel versetzt worden war, gab Störtenbeck seine Verfolgung auf und beendete den krieg in zusammenarbeit mit Jenchu. Der Minister verschaffte dem Schurkenstaat durch einige Tricks einen gigantischen Roboter, den PSY, mit dem der Diktator Tehan'Kolja die Rebellen in die Kapitulation tanzte.

Die Chinakriese

Im Juli 2015 beschloss Luxusburg seine Armee aus finanziellen Gründen zu verkleinern und bot einen Großteil seines Waffenarsenals zum Verkauf an. Von Störtenbeck Verhandelte im Auftrag des Waffennarren Scorpio mit der Regierung in Güldenstadt, sein Angebot wurde von der für den Deal zuständigen Ethikkommission aber Abgelehnt. China sicherte sich den Deal, wodurch das Kaiserreich den Hass Jenchus auf sich zog, das ebenfalls an dem Militärgerät interessiert gewesen war. Luxusburg stellte allerdings die bedingung, das die Chinesen das von ihnen unterdrückte Tibet in die Unabhängigkeit entlassen müssten. Hierfür sollte das Reich die Chinesische Mauer sprengen, die Tibet von der Aussenwelt Abschnitt.

Zur Person

"Mein Gregor ist kein Verbrecher!." soll Mutter Störtenbeck einmal gesagt haben."Er ist ein Lügner, ein Schleimer, ein Schwein und ein Verbrecher. Aber er ist ganz Sicher kein Pornostar!" Als Händler par ex­cel­lence,ist von Störtenbeck in der Lage, jedem,alles und überall zu Verkaufen. Hierbei besitzt er ein extrem ausgeprägtes Gespür für die Wünsche und Bedürfnisse seiner (potenziellen) Kunden. Mit sich trägt er immer einen leicht magisch wirkenden Bauchladen, der alles Erdenklichen an Waren, vom Bleistift bis zu Segelboot enthält. Problematisch ist, dass alles was Störtenbeck anzubieten hat generell eine minderwertige Qualität aufweißt.
Bei seinem Geschäftssinn hat der Minister nämlich nur seine eigene Bereicherung im Sinn und am meisten Profit macht er mit wertloser und mangelhafter Ware. Seine außerordentlichen Sprachfertigkeiten helfen ihm dabei, sich aus jeglicher Situation herauszulavieren und mit Beteuerungen und Ausflüchten Reklamationen zu vermeiden.
Privat ist von Störtenbeck ein großer Gourmet, ein Freund guter Küche, sowie ein Liebhaber von Prunk und Kitsch, Vorlieben die er aus seiner alten Heimat mitgebracht hat. Auch dienen ihm seine Bauten sowie seine extravagante Kleidung dazu, Rang und Status zu betonen.