Spiegelwelten:Beschießung von Ayxano

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Hinweis!
Dieser Artikel ist zwar im Namensraum Spiegelwelten zu finden, er spielt aber in der Orbis Alius.
Was ist die Orbis Alius?Was sind die Spiegelwelten?
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Heute und hier ist ihre ganz private würgmenische Propagandasendung QoiQalurichal (Ånglisch: DesertPress) direkt an der Grenze zwischen Würgmenistan und Hygjachora, wo nun ein spektakuläres und in dieser Form einzigartiges Ereignis seinen Lauf nimmt!

Hier ist ihr Starreporter Sldsjlv Sldsjv, bei dem die Eltern in der Geburtsurkunde die Vokale vergessen haben und der eigentlich total unfähig ist, aber mit der Presseministerin Marîjana Sharqazqejv geschlafen hat und seitdem der Reporter der QoiQalurichal ist!

Bleiben Sie dran oder landen Sie im Knast!

8. 2. 2017, abends

Sldsjlv Sldsjv: Guten Abend, wir sind hier und jetzt dabei, wenn der Verlust des Berges Da Margh Gar in Pakhtunkhwa gerächt wird. Die Hygjachorer haben den Berg mittels einer geheimgehaltenen Chemikalie um 10'000 Höhenmeter beraubt, und dass ist eine nationale Schande! Obwohl der Da Margh Gar nich einmal auf unserem Staatsgebiet liegt, mischen wir uns einfach ein und rächen das Ganze mal ordentlich. Wie werden wir gegen die Hypochonder von nebenan vorgehen? Das weiß ich selber nicht und auf meinem Teleprompter stehts auch nicht, dafür steht da aber, dass uns einer das gleich verraten wird, und das ist Oberfeldwebel der würgmenischen Armee Êriqeq Êrmaraý. Teilen Sie unser Wissen mit uns?
Êriqeq Êrmaraý: Ungern! Ich habe zu tun! Wir müssen diesen kranken hypochondrischen verdammten Aus-Müllsäcken-fressenden ******* ihre Ideen austreiben! Sowas machen die nicht nochmal!
Sldsjlv Sldsjv: Dann sagen Sie uns doch kurz und bündig, was Sie zu tun haben. Ich denke, das ist genau das, was unsere Zuschauer wissen wollen!
Êriqeq Êrmaraý: Na gut! Unsere Rache läuft ganz einfach ab: wir haben ganz ganz schnell ein paar verfaulte, von Rektalkrebs, Hirnauflösung und zuviel Würgmennama lesen zerfressene Leichen aus allen Ecken Würgmenistans zusammengekratzt und die schießen wir dann mit einem Katapult rüber nach Ayxano, der größten Stadt Hygjachoras! Ich freu mich schon mal für die vor, da wir damit auch noch den einen oder anderen Fluss verseuchen können!
In dem Moment kommt Unterfeldwebel Galîmas Qerqeshi angelaufen. Er scheint etwas Wichtiges mitteilen zu wollen.
Galîmas Qerqeshi: Herr Oberfeldwebel, wir haben in dem Leichenberg eine halbtote Katze mit Leberlepra gefunden. Sollen wir die wirklich auch rüberschießen?
Êriqeq Êrmaraý: Natürlich! Alles wird rübergeschossen, und wenn die verdammten abgesoffenen Drecksviecher Nierenpest gehabt haben!
Êrmaraý scheuert Qerqeshi eine und stapft dann wütend davon. Dabei murmelt er "Dass man auch immer alles alleine machen muss!".
Sldsjlv Sldsjv: So, anscheinend hat unser Oberfeldwebel zu tun, machen wir beide dann das Interview fertig?
Galîmas Qerqeshi: Ich denke, mir bleibt nichts anderes übrig, wenn ich nicht in den Sulfurer Asbestminen landen will – und etwas später wieder hier.
Sldsjlv Sldsjv: Vollkommen korrekt. Eine Frage bleibt vorerst: wie kommt eine Katze mit Leberlepra hierher? Laut UNOA-Angaben ist diese Krankheit bei uns doch seit 30 Jahren ausgestorben, oder?
Galîmas Qerqeshi: Sie haben doch keine Ahnung, wie das läuft. Ob eine Seuche ausgerottet wurde, würfelt der Staatspräsident doch morgens nach dem Aufwachen aus. Wir haben hier auch Kadaver mit der von meinem Vorgesetzten genannten Nierenpest, die offiziell gleichfalls ausgestorben ist, und gleichfalls mit Magen- und Leberpest. Außerdem Rektaldiphterie und einigen weiteren Krankheiten, von denen Sie gar nicht wissen wollen, dass es sie gibt. Aber so schlimm ist das nun auch wieder nicht, denn die schießen wir ja rüber in unser nicht allzusehr geliebtes Nachbarland.
Sldsjlv Sldsjv: Für die Zuschauer von uns, die sich eine Tomatensaftmassage für ihre Ohren leisten können, nochmal die Frage: Warum machen Sie das eigentlich?
Galîmas Qerqeshi: Na weil die Hygjachorer den Da Margh Gar, einen Berg an der Hygjabucht an der Grenze zwischen Pakhtukhwa und Hygjachora um 10'000 Meter gekürzt haben und wir dafür irgendwie Rache üben müssen. Unseren Generälen ist auf die Schnelle einfach nichts sinnvolleres eingefallen als ein paar kranke, halbtote Leute nach drüben zu schießen. Sicher wird es die Hygjachorer ärgern, einige quasi schon immer ausgerottete Seuchen im Land zu haben, aber gleichzeitig ist das Gebiet um Ayxano, das wir beschießen, das einzige, in dem eine nennenswerte Verschmutzung zugelassen wird. Ärgern wird es sie natürlich trotzdem.
Sldsjlv Sldsjv: Das sind doch mal gute Informationen. Klug und handfest vorgebracht, so will der heutige Fernsehzuschauer es haben! Ich wünsche noch einen schönen Abend und wenn ich gestern nicht soviel Wodka gesoffen hätte, könnte ich sicher noch länger moderiereren ... gähn ... gute Nacht!
Galîmas Qerqeshi: Also bei aller propagandistischen Übertreibung, so gut bin ich nun auch wieder ...
Die Kamera wird abgeschaltet und die Bildschirme erlöschen.

10. 2. 2017, nachmittags

Sldsjlv Sldsjv: Guten Tag, Zuschauer, die ihr vor euren Fernsehgeräten hockt, weil euer Staatspräsident es euch befohlen hat. Ich bin Sldsjlv Sldsjv, der vollkommen unfähige Fernsehreporter, bei dem die Eltern die Vokale in der Geburturkunde vergaßen und der nur deshalb erfolgreich geworden ist, weil ...
Aus dem Hintergrund fliegt ein Tontopf an Sldsjvs Kopf, eine Stimme ruft "Erzähl den Scheiß jemand anderem!"
Sldsjlv Sldsjv: ... also, ich bins, und ich mach jetzt weiter mit meiner Supershow darüber, wie wir Würgmenen uns auf asozialste Weise an einem asozialen Volk rächen. Und zwar schießen wir irgendwelche todkranken Viecher mit grässlichen Krankheiten mittels eines Katapults über die Grenze nach Ayxano, mit 89'000 Einwohnern die größte Stadt Hygjachoras. Und Warum? Das hab ich zwar gestern schon erklärt, aber heute, sagt jedenfalls mein stümperhaft zusammengebastelter Teleprompter, werden wir eine alternative Deutung dieses Spektakels hören, und zwar von ...
Es ertönt ein lautes Krachen, das Bild wackelt leicht.
Sldsjlv Sldsjv: ... verdammt, ich wusste, dass dieser Teleprompter irgendwann auseinanderfällt. Scheiße, was soll ich denn jetzt sagen?
Olkorîr Srljetzkîy: Wie wärs mit meinem Namen? Also, ich bin Olkorîr Srljetzkîy und Biologe sowie Verhaltensforscher an der Universität von Erbrechabad. Ich lege hier, weil ich zurzeit einfach nichts anderes zu tun habe, mal eine alternative alte naive Deutung dieser Handlungen dar. Also, wir Würgmenen beschießen ein friedliches Nachbarland mit verfaulten Leichen. Was könnte eine Ursache dafür sein?
Sldsjlv Sldsjv: Öhm ... Sensationsjournalismus?
Olkorîr Srljetzkîy: Grundsätzlich schon, aber das gibts nicht hier, sondern woanders. Immerhin hat der Staatspräsident neulich erst eine Sendung verboten, in der entführte Nodianer mit Brennnesseln gegeißelt wurden. Und dabei ist Nod einer unserer zahlreichen Feinde. Vielmehr scheint die Ursache hier woanders zu liegen, ich konnte bisher zwei Hauptursachen herausfinden: Zum einen, dass einem fantasielosen Spiegelweltenautor nichts besseres mehr einfällt, um einen internationalen Konflikt hervorzurufen, und zum anderen gekränkter würgmenischer Nationalstolz, gepaart mit einem innerlich ausgetragenen Konflikt zwischen der Fähigkeit, international als ein seriöser Staat dazustehen, und einem übermäßigen, durch immensen Personenkult einer einzigen Führungsperson erhaltenen, Nationalismus, der sogar soweit führt, dass man ein philosophisch-traditionell ausgerichtetes Propagandamachwerk als How-To für Windoof 95, das modernste Betriebssystem, das mit würgmenischen Computern kompatibel ist, nutzt und in der Schule lehrt, wobei das würgmenische Bildungssystem dem ähnliche ...
Aus dem Hintergrund tritt Êriqeq Êrmaraý ins Bild.
Êriqeq Êrmaraý: Verdammt noch eins, was will dieser wertlose verdammte rektalgebürtige ******** Bettpisser hier? Und warum beleidigt er unseren wunderbaren Präsidenten? Aaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrrrrrgghhhhh!!!!11111!11!!1!!!!!!!11!1111!!!1!11111!!11!11!!!
Êrmaraý packt Srljetzkîy am Genick und zieht ihn mit sich fort aus dem Bild. Kurz darauf ist wie schon so viele Male das Knattern des Katapults zu hören, gefolgt von einem langgezogenen Schrei, der in der Ferne verklingt.
Von unten klettert Sldsjlv Sldsjv wieder ins Bild.
Sldsjlv Sldsjv: Guten Tag, da bin ich wieder, und da sowohl der Teleprompter als auch mein Interviewgast auf die eine oder andere Weise futsch sind und mein Aushilfspartner Galîmas Qerqeshi gerade von seinen Kameraden im Latrinengebäude zu Dingen gezwungen wird, die keiner von Ihnen erleben möchte, mach ich jetzt einfach mal Schluss ...
Sldsjv sinkt genau in derselben Bewegung nach unten, mit der er erst wenige Sekunden zuvor aufgetaucht war, die Kamera wird abgeschaltet und die Bildschirme erlöschen.