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Speisereste

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Speisereste auf ihrer Jahreshauptversammlung

Als Speiserest wird der Rest einer Mahlzeit (bayrisch = Brotzeit) bezeichnet, welcher vom Verzehrenden nicht als essenswert betrachtet, im Zustand des Sattseins vernachlässigt und/oder einfach in den Zahnzwischenräumen der Mundhöhle vergessen wird. Das natürliche Habitat von Speiseresten ist Muttis` Küchenboden und der Flusenteppich in deiner Zockerbude. Dort fühlen sie sich wohl und gehen oft eine Liaison mit dem hauseigenen Schimmel (nicht dem Pferd!) ein.

Speisereste in der Geschichte

Lange hielten Wissenschaftler das Auftauchen von Speiserresten für ein Phänomen der Neuzeit und der westlichen Überflussgesellschaft. Ein Irrtum! In vergangenen Zeiten entschieden Essensreste sogar über Schicksale ganzer Imperien und Nationen. Ein paar Beispiele: Während die Gallier immer brav ihr Wildschwein bis auf den letzten Bissen verzerrten und von den Göttern vorm herabstürzenden Himmel verschont wurden, wurde Cäsar, einen Tag nachdem er aus Appetitlosigkeit knapp die Hälfte des tollen Kartoffelsalates von Ziehsohn Brutus unters Triclinium gekehrt hatte, von einem Mob wütender Senatoren ermordet. Dies gilt mittlerweile als belegt. Alexander der Große biss in einen Apfel und warf ihn danach angewidert weg. Ein Monat danach starb er durch hohes Fieber. Man ist sich sicher, dass Vitamin C aus dem Rest des Apfels hätte ihm das Leben gerettet. 1500 Jahre später findet Wilhelm Tell den angebissenen Apfel und performt mit ihm den bis heute legendären Apfelschuss. Ironie der Geschichte. Auch Napoleon wurde sein Mahl zum Verhängnis. Eine Karaffe Wein leerte er im Feldherrenzelt nur zu 3/4. Anschließend ging die Schlacht von Waterloo verloren. Außerdem untersucht und belegt:

  • Columbus segelte um die Welt und weigerte sich die Maden in dem Seemannszwieback mitzuessen. Rutschte 1506 auf seinem Ei aus und verstarb.
  • Charles Darwin aß immer nur die äußere Schale einer Banane und wurde später vom Affen gebissen.

Erstaunliche Erkenntnisse, die heute nicht mehr so ganz nachvollziebar scheinen. Hatte Mutti doch recht mit ihren Küchengeschichten über Essensreste?! Führende Schlauköpfe aus den USA können Entwarnung geben. Wo es früher noch schlechtes Wetter und Katastrophen gab, wenn man seine Mahlzeit nicht aufgegessen hat, gibt es, dank Klimawandel und Psychopharmaka, heutzutage keine ernsthaften Konsequenzen mehr zu befürchten. Diese relativieren nämlich die schlimmen Folgen in Gänze.

Verwertung von Speiseresten

Speisereste gehören nicht weggeworfen! Es gibt genug Möglichkeiten diese sinnvoll zu verwenden. Im privaten Bereich ist es schon seit Jahrhunderten Gang und Gäbe. Wer kennt nicht die schönen Sonntagseintöpfe mit dem kaum identifizierbaren Inhalt?! Nicht umsonst hat Mutti die Woche lang die Küche mit dem Kehrblech beackert und fleißig gesammelt! Was den Buben die Tage zuvor noch aus dem Mund gefallen war, findet den Weg zurück in die Mägen der hungrigen Familienmitglieder. Ein bisschen Salz, zweimal umrühren und keinem fällt es auf. Die Küche sauber und die Heimchen versorgt. Mittlerweile hat aber auch die Industrie die Vorzüge der Verwendung von Speiseresten als Grundstoff für zahlreiche Produkte entdeckt.

Industrielle Gewinnung und Verwertung

Diverse Produkte werden aus Essensresten hergestellt. Von dem einfachen Fischstäbchen bis zum Duschgel ist alles drin. Für eine handelsübliche Tiefkühlpizza im Niedrigpreissegment werden pro Kilo, zwei Kilo Speisereste gebraucht, um daraus den Boden zu pressen. Manchmal werden Speisereste auch genutzt um bestimmte Inhaltsstoffe z.B. das Alpakafleisch im Schnitzeltoast zu strecken und spart somit einiges an Materialkosten. Die Rohstoffgewinnung erfolgte früher über das Aussenden von vermeintlichen Staubsaugervertretern, die unter dem Vorwand einer Verkaufsabsicht, heimlich die Wohnungen ihrer Opfer nach Speiseresten durchforsteten und diese während der vermeintlichen "Verkaufsshow" dreist absaugten. Eigentlich Diebstahl. So kam es auch, dass gelegentlich die gestopfte Weihnachtsgans oder der selbstgebraute Doornkaat ausfallen musste. Miese Stimmung vorprogrammiert. Als man der Industrie langsam auf die Schliche kam wechselte man die Strategie und zapfte (auch wieder illegal!) direkt von der Kanalisation ab. Abgekippte Suppe, Apfelschalen, Zahnseide mit Stückchen dran, Mortadella, alte Kondome... Moment!... Das sind ja gar keine Essensreste oder doch oder nicht?!?! Auf jeden Fall fand man dort einiges was zur Verwendung taugte. Doch irgendwann reichte diese Quelle nicht mehr aus. Man erfand die Braune Tonne und stellte fabrikeigene Vorkosterkotzer ein. 24/7 frönen diese Mitarbeiter dem Konsum und produzieren bis heute glutenfreie Essensreste. Die Verwendung von Speiseresten erzeugt natürlich einen faden Beigeschmack bei vielen Menschen. Um das zu verhindern haben sich Lebensmitteltechniker der Industrie die fleißige Hausfrau zum Vorbild genommen und tun es ihr gleich. Etwas mehr Salz, Bauschaum oder wahlweise auch Zucker, umrühren (ca. 1000 mal), abfüllen, hübsch verpacken und keinem fällt es auf. Prinzip eigentlich dasselbe wie oben bereits erwähnt, nur etwas größer aufgezogen.

Leckeres Rezept zum Nachkochen

Selbst mit Zahnseide ist Speiseresten oft nicht entgegen zu kommen.

Biscuit á la Stupi

Zutaten:

  • 250 ml Lauch
  • 1 Glas (Bock-)Wurstwasser (gerfroren)
  • 2 EL Speisereste
  • 2 Eier (gekocht und angebissen natürlich!)
  • 60 TL Mehl aus Freilandhaltung
  • 170 ml Zucker aus der Cola Zero

Zubereitung:

Zunächst schneidet man das Wurstwasser in vier gleich große Teile. Drei davon landen im Topf, einen Teil steckt man auf einen Holzpinn und serviert ihn später als Dessert. Danach gibt man 50 TL des Mehls in den Topf. Der Rest wird in der Küche verteilt, damit es auch nach Arbeit aussieht. Die 170 ml Zucker auf die 2 Eier streuen, den Lauch teilen und je ein Stück in ein Ei stecken. Schließlich alles mit dem Pürierstab vom Schneidebrett aus in den Topf reinhexeln. Obacht! Es könnte was daneben gehen! Alles kräftig verrühren und gleichzeitig bei Stufe 2 leicht anschwitzen lassen. 2 EL Speisereste dazu geben und 5 Minuten in den Kühlschrank mit dem Topf, die Zutaten werden währenddessen in eine kastenförmige Backform für den Ofen umgefüllt. Alles nun bei 270 Grad im Ofen aufbacken lassen.
Sobald der Rauchmelder Alarm gibt ist der "Biscuit al`a Stupi" al dente und ist zum Verzehr freigegeben. Bon Appétit!

Speiseresteindex

Hier lässt sich alles genau ablesen.

Anhand des Speiseresteindexes kann man die aktuelle Nahrungsverfügbarkeit in den einzelnen Ländern auf dieser Welt ermitteln. Im allgemeinen gilt "In Ländern, wo es Speisereste gibt - gibt es auch keinen Hunger". So hat man anhand des Speiseresteindexes schon lange herausgefunden, dass der Hunger auf der Welt bereits besiegt ist. Dennoch gehen damit schwerwiegende Folgen einher, denn es ist klar "Brot für die Welt" und andere Wohltätigkeitsverbände wirtschaften nur in die eigenen Taschen. Die halbverhungerten Kinder auf den Plakaten sind nur gestellt. Es soll sich um verkleidete Mitarbeiter dieser Vereine handeln. Die Organisation "Pizzaboys-Meldorf E.v.", die jahrjährlich den Speiseresteindex betreut, hat dies in investigativen Studien ermittelt. Anzeige ist raus! Doch wie sieht dieser Speiseresteindex aus? Was zählt als Speiserest? Im großen und ganzen gilt diese Definition:

"Bei Speiseresten handelt es sich um Objekte, die essbar sind und schon angeknabbert wurden bzw. werden können. Dazu zählen auch Knochen, Baumrinde, der knusprige Rand von einer Pizza und handelsübliches Weidengras. Die gemessenen Werte werden in Promille angegeben. Dabei wird die theoretisch auftretende Menge von Speiseresten durch 2 geteilt und mit dem durchschnittlichen Essensbedarf von 5 kg/pro Monat/pro Person kalkuliert."

Bisher wird der Speiseresteindex noch im großen und ganzen von der Lügenpresse ignoriert, aber im Netz, da wo die Vernunft immerhin noch ein paar Anhänger hat, ist dieser Index bereits in aller Munde. Besonders geschätzt wird diese sachlich-fundierte Statistik von besorgten Bürgern aller Couleur. Von braun-grau, die ganze Farbpalette ist vertreten. Kommentare wie: "Die hungern doch gar nicht!" - "Die saugen uns doch nur den Schmand von der Zahnseide!" regen zu großen Diskussionen an. "Die" sind dabei meist die anderen. Neben Chemtrails ist dies eines der polarisierensten Themen im Netz.