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Sonja Zietlow

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Häh? Krokodilpenis ist ekliger als Ochsenpimmel? Kommt doch nur darauf an, wer das probiert!

Sonja Zietlow (* 13. Mai 1968 in Blondenheim a. d. Tusse) ist eine deutsche TV-Blondine, Göttin, Domina sowie ein Genie.

Ursprünge

Die ersten Entwürfe für eine Frau wie Sonja Zietlow stammen bereits aus dem 19. Jahrhundert und wurden von Richard Wagner angefertigt, der der Ansicht war, dass das aufstrebende Deutschland unbedingt mit eisenharten blonden Walküren ausgestattet werden müsse. Wagner skizzierte den neuen Typ Frau, den Deutschland brauche, als unbeugsame Herrin, hochgewachsen, blond und blauäugig, und begann, schon einmal ein paar Opern für seine Traumfrauen zu schreiben, obgleich diese noch gar nicht existierten.

Im 20. Jahrhundert wurde der Gedanke freudig aufgegriffen und ganz Deutschland erblondete. Wer keine blonden Kinder zeugen konnte, wurde rücksichtslos aus dem Genpool ausgeschlossen. Viele Menschen halfen sich mit Wasserstoffperoxid über diese harte Zeit oder trugen sicherheitshalber Glatze, um nicht mit zu dunklen Haaren erwischt zu werden. 1945 war der Blondinenspuk dann erst mal vorbei, das Deutsche Reich wurde von einer Allianz schwarz- und braunhaariger Nachbarländer erobert und geschmacksmäßig erst mal neu eingenordet. Blondinen bekamen wieder ihren üblichen Platz in der Gesellschaft (Deppen der Nation) zugewiesen, und alles schien in Ordnung zu sein.

Aber etwas hatte überlebt.

In einem kleinen, verborgenen Genlabor in der Eifel experimentierten halbverrückte Fanatiker weiter mit Genmaterial ihrer germanischen Ideale. Um den nordischen Übermenschen zu erzeugen, mischten sie dabei die Erbinformationen germanischer Gottheiten, baltischer Rittergeschlechter, Flachspflanzen, Yorkshire-Terrier und Nobelpreisträger. Die meisten Ergebnisse ihrer Versuche wurden diskret wieder kompostiert, und Ende der 60er Jahre explodierte das ganze Labor und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Doch da war Sonja Zietlow schon auf der Welt.

Karrierebeginn

Diese Abbildung zeigt einen ihrer entfernteren Vorfahren.

Erst als Sonja 15 Jahre alt war, erfuhr sie alles über ihre Herkunft. Das war ein günstiger Termin, denn mit 15 überfällt jeden normalen Menschen sowieso eine mordsmäßige Identitätskrise. Der Gedanke, dass die Idioten unten in der Küche nicht die eigenen Eltern sein können, sondern dass es da schon wahrscheinlicher ist, dass man in einem Labor entstanden ist und Superkräfte besitzt, drängt sich jedem Teenie irgendwann auf. Nur dass es bei Sonja die Wahrheit war.

Während Sonja nun also ihre Identitätskrise durchlebte und grübelte, ob sie sich umbringen, eine Karriere als Superverbrecher anstreben oder doch lieber Stewardess werden sollte, wurde in Deutschland das Verblödungsfernsehen erfunden. Das war eine Idee von Helmut Kohl, der beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen immer einschlief und endlich mehr Werbung, Explosionen und Titten auf dem Bildschirm verlangte. Da er gerade das Sagen hatte, wurde sein Wunsch prompt erfüllt und Privatsender wie RTL und Sat 1 begannen, diese kulturelle Lücke zu schließen.

Diese Entwicklung war ein Segen, zwar nicht für den Zuschauer, aber für Sonja Zietlow, denn das neue Privatfernsehen hatte einen unstillbaren Bedarf an Unterhaltungsmutanten und Quotenzombies. Selbst für eine blonde Halbgöttin wie Sonja Zietlow mit einem IQ von 800, einer Stimme wie einer Bullenpeitsche und dem Gemüt einer Tüpfelhyäne gab es in diesem Umfeld große Verwendung.

Natürlich musste auch sie sich von ganz unten hocharbeiten und begann daher im Kinderprogramm. Sie brachte den Kleinsten bei, Handy-Klingeltöne nachzusingen und wie eine Zeichentrickfigur durch Wände zu rennen. Nachdem sie mit den Kindern durch war, bekam sie eine Talkshow, sie musste also in großen Mengen fernsehgeile Dumpfbacken dazu bringen, ihren geistigen Unrat über das sabbernde Bildschirmpublikum auszuschütten, und das klappte auch prima.

Nichtendenwollender Aufstieg und Dauereinrichtung

1998 folgte dann Verzeih mir, und hier erwies sie sich einmal mehr als Idealbesetzung. Wenn Sonja die Zähne fletschte und mit den Handschellen herumspielte, dann entrang sich selbst dem hartgesottensten Sturkopf ein leichtes Zähneklappern, so dass es kein Problem für sie war, Tausende von entfremdeten Pärchen wieder glücklich zusammenzubringen.

Weil sie so erfolgreich war, durfte sie sich anschließend selbst ein neues Fernsehformat ausdenken. Das Ergebnis ihrer kreativen Bemühungen war Der Schwächste fliegt, eine Quizsendung so ganz nach ihrem Geschmack. In jeder Sendung oblag es ihr, die Kandidaten durch Psychoterror oder körperliche Gewalt zur Aufgabe zu bewegen. Und das gelang auch, geschlagene zwei Jahre lang gewann sie jedes einzelne Mal. Leider blieben neben den Kandidaten auch irgendwann die Zuschauer aus, weil die sich lieber im SM-Studio nebenan von einer richtigen Domina bespucken lassen wollten.

Daraufhin kehrte Sonja kurzzeitig zu ihren Anfängen zurück und moderierte Deutschlands klügste Kinder, eine Sendung, in der sie die vorlautesten Rotznasen des Landes so lange zusammenfaltete, bis sie heulend nach Hause rannten. Anschließend versetzte sie auch noch Deutschlands klügste Lehrer, Deutschlands klügste Bürgermeister und andere Gruppen gesellschaftlicher Außenseiter in Angst und Schrecken. Leider scheiterte sie dann an Deutschlands klügste Fernsehzuschauer, weil nur zwei oder drei Kandidaten in die Sendung kamen, und auch das nur aus Versehen, denn sie wollten eigentlich zum Jauch.

Genaugenommen wollte RTL sie nach diesen Flops endgültig feuern. Aber eine Frau wie Sonja Zietlow feuert man nicht. Auch wenn der Programmdirektor die Kündigung schon ausgedruckt hat, muss er es erst mal schaffen, ihr dieses Papier zu überreichen und dabei trockene Hosen zu behalten. Bis heute schaffte es keiner. Stattdessen ist man froh, wenn man sie ein paar Wochen im Jahr in ein australisches Dschungelcamp abschieben kann. Im übrigen bekommt sie, wenn sie ein wenig die Stimme erhebt, jederzeit einen Sendeplatz für so spannende Themen wie Die 10 interessantesten Kaffeeflecken oder Die 25 emotionalsten Steuerbescheide 2009.

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