Skalp

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Ein klassischer, rein biologischer Wander-Skalp zur Zeit der Besiedelung des Westens der USA! Heute gehört er einer Rothaut, morgen einem Trapper und übermorgen ins Museum.

Skalp, der, altertümliche, aber auch heute noch beliebte Art der Perücke, meist aus biologischem Anbau, ethisch und moralisch unbedenklich. Jeder sollte einen haben!
Der moderne Skalpanbau ist ein langes und mühseliges Unterfangen, denn der ursprüngliche Rohstofflieferant, der nordamerikanische Ureinwohner, steht nach jahrhundertelangem Raubbau unter Naturschutz und kann lediglich in einigen kleinen Wildreservaten betrachtet und mit seiner Leibspeise, dem Feuerwasser, gefüttert werden.

Herkunft und Anbau

Heutzutage werden Skalps auf einem neuen Wirt erfolgreich gezüchtet, dem Metaler. Man benötigt auf jeden Fall genügend Metaler um die hohen Anbaukosten wieder einbringen zu können. Die Probanden wollen natürlich bei Laune gehalten werden, ein größeres PA-System und literweise Bier sind also vonnöten. Glücklichweise ist die Metalerzucht dank enormer Reproduktionsrate kein großes Problem, allerdings ist es oft nicht einfach ein passendes Weibchen für einen jungen, brünftigen Metaler-Bullen zu finden.
Zur Not klappt es aber auch mit Rock- oder Punkweibchen in einigen Fällen sogar mit Exemplaren der Rasse "Gothic", einer sehr ausgefallenen Zucht. Je nach Wahl des Weibchens wird auch die Qualität der Skalpe der resultierenden Metaler variieren.

Wenn der Metaler nun ein oder zwei Jahre (je nach Züchtung) unter freiem Himmel, bei Dauerbeschallung mit harten Gitarrenriffs, strunztrunken und in den Schlammpfützen ausgelaufener Dixiklos verbracht hat, ist er reif zur Ernte. Die Prozedur ansich läuft im Wesentlichen so ab: Die Skalpträger werden auf riesigen Arealen, dem sogenannten Festivalplatz, zusammengetrieben. Im Anschluss werden sie bis Anschlag Oberseite mit Bier und billigem Fusel abgefüllt und mit sonoren Tönen aus mächtigen Soundanlagen, mit geschätzten 25 Millionen Watt Spitzenleistung, beschallt.
Die Kombination aus Vollrausch und einer Art epileptischem Anfall, dem Paarungstanz des Metalers, bewirkt letztendlich einen kompletten Systemausfall im verwackelten Oberstübchen, der sich entweder durch einen grunzenden Tiefschlaf oder apathisch dreinblickende auasdruckslose Augen bemerkbar macht. Dies ist der Zeitpunkt, an dem zur Ernte geschritten werden kann! Ein Heer erfahrener Freiwilliger schwärmt mit Schneidgerät und Bastkorb bewaffnet über das Festivalgelände um dem wehrlosen Wirtskörper den begehrten Skalp zu entreissen. Mit geübtem Griff und schnellem Schnitt wird er von der lederartigen Pelle abgeerntet, gesammelt und anschliessend in LKW zur industriellen Weiterverarbeitung verbracht.

Wenn dann am nächsten Morgen der Metaler aus dem Delirium erwacht, ist er derart verwirrt, dass er einige Jahre als Skinhead in einer gesonderten Herde verbringen muss. Nach spätestens 3 Jahren wird er aber merken, dass das nun wirklich nicht das Wahre ist, und nach weiteren 2 Jahren sollte der Metaler erneut reif zur Ernte sein.

Weiterverarbeitung

Die Metalerskalpe müssen nun gereinigt und entfettet werden, wer will sich schon Butter aus der Perücke pressen können die nach Bier schmeckt? Man sagt auch das die Skalpe von Speed- oder Powermetalern leichter zu verarbeiten wären als die von Death- oder Blackmetalern da bei diesen erst noch mühsam das Blut entfernt werden muss was sich in all den Jahren dort verklebt hat. Im Anschluss wird getrocknet, gefönt und gelegt dass die Heide wackelt, denn wer will schon einen zersausten Zopf auf dem Haupte mit sich herumtragen?
Die nun als Endprodukt als Perücke bezeichneten Skalpe werden maschinell nach Farbe sortiert, verpackt und in alle Welt verschifft. Sie werden als klassische Perücke getragen, auf dem verwelkten Kopf und auch anderswo, an geschützten Bachläufen ausgesetzt um die stark dezimierte Biberpopulation anzulocken und in der Schickeria, zerlegt und gerupft als "Hair-Extension", als Anti-Aging-Mittel im Kontext einer Generalüberholung der Promi-Mumien eingesetzt.