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Schutzengel

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(All)gemeines

der gemeine Schutzengel
Der Schutzengel gehört zur untersten Klasse in der Hierarchie des Himmels und zur Rasse der gewöhnlichen Stuben-Engel.

Er hat keinen Platz am Thron Gottes und darf auch nur durch die Himmelspforte schreiten, wenn er seinen Job auf Erden zu Gottes Zufriedenheit erledigt hat. Es ist nicht bekannt wie viele Schutzengel existieren. In Anbetracht vergangener Katastrophen, die sich nur mit wenigen Überlebenden schmückten, kann man aber annehmen, dass ihre Zahl begrenzt ist.

Gestalt

Man erkennt einen Schutzengel häufig an seinem weißen Gewand, den Flügeln und dem strahlenden Heiligenschein, der für gewöhnlich über seinem Kopf kreist wie ein Saturnring (von Schutzengeln bei denen er an den Teufelshörnern hängen geblieben ist, sollte man Abstand nehmen). Sein Körper ist androgyn, meistens mit langen blonden Haaren und blauen Augen. Außerdem ist ihm meist eine gewisse Unschuld gegeben und eine fast schon kindliche Naivität, gepaart mit dem Wunsch alles zu retten und jedem zu helfen. Jedoch steht er sich bei diesem Vorhaben oft selbst im Wege. Ansonsten hat er spezielle Fähigkeiten, die ihn von einem Zivildienstleistenden, Kirchengruppenleiter oder auch Rettungssanitäter unterscheiden:

  • Er ist dazu in der Lage blitzschnell zu erscheinen, um seinem Schützling in jeder Lebenslage beizustehen.
  • Er kann sich unsichtbar machen (sofern Harry Potter ihm seinen Tarnumhang zurückgibt).
  • Er kann sich in ein weißes Licht verwandeln, weshalb er oft mit einem Ufo, einem Stern oder einem Glühwürmchen verwechselt wird.

Manchmal heißt es auch, dass er die Gestalt von Geistern, kürzlich Verstorbenen oder Tieren annehmen kann, aber dafür gibt es bisher noch keine Beweise. Allerdings gilt es als ausgeschlossen, dass er dazu in der Lage ist die Körper von Fernsehtarottanten in Besitz zu nehmen,um sie mit verstellter Stimme düstere Prophezeihungen sprechen zu lassen. Für nähere Informationen, s. Natürliche Feinde.

Ein Engel unter den Engeln

Kapitalistischer Schutzengel treibt grade sein Schutzgeld ein.

Der Schutzengel ist bei weitem der netteste aller Engel. Es gibt über ihn nur tugendhaftes zu berichten, im Gegensatz zu seinen teilweise recht gewalttätigen Kollegen, den Erzengeln, Seraphim oder Cherubim. Er ist weder dazu in der Lage mit Feuerzungen zu sprechen noch kann er ein Schwert artgerecht bedienen. Daher wird er von anderen Engeln auch oft verspottet.
Er ist für sie ewig der "Kleine", der "Niedliche" und "Harmlose". Somit hat er auch keinen Platz zu Füßen Gottes, sondern muss sich mit den Menschen abplagen, was er aber stets ohne zu meckern erledigt. Man könnte auch sagen: Der Schutzengel ist nicht wie Luzifer das schwarze Schaf der Herde, sondern das Dumme.

Job

Ein Schutzengel schubst zwei Kinder einen Abhang herunter, um den Schmetterling vor den grauenvollen Klauen des Jungen zu retten.

Die Natur des Schutzengels ist es anderen zu helfen. Das tut er auch und zwar 24 Stunden am Tag. Sogar die gelben Engel können es nicht mit seiner Rettungsquote aufnehmen, mal ganz abgesehen davon, dass man einen Schutzengel nicht mit Jahresbeiträgen, sondern mit uneingeschränkter Liebe und Dankbarkeit bezahlt.
Man geht heute davon aus, dass die Schutzengel sich unauffällig unter uns aufhalten und uns beobachten. Möglich wäre auch, dass sie ihre Flügel nutzen, um von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Jedoch wurde trotz des angebrochenen Zeitalters der Luftraumeroberung noch nirgendwo über den Wolken ein fliegender Schutzengel entdeckt. Somit muss man fast davon ausgehen, dass ihre Flügel nur der Zierde dienen und um dem Engelbild der Kirche zu entsprechen, dass diese seit Jahrhunderten geprägt hat. Wahrscheinlich sind die Flügel für den Schutzengel eher lästig, da er viele Stunden des Tages mit der Federpflege verbringen muss.

Engel und Mensch

Zu jedem Schutzengel gehört auch ein Schützling und das ist in den meisten Fällen ein Mensch. Die Auswahl des jeweiligen Schutzbefohlenen erfolgt durch puren Zufall, was das Ergebnis meistens ziemlich ungerecht macht. Aber es erklärt, warum die größten Idioten oft das größte "Glück" haben und sich beim Bungeespringen oder beim after-work-golf nicht einfach das Genick brechen.
Der Schutzengel ist natürlich viel zu naiv, um die Aversionen anderer gegen seinen Schützling zu bemerken. Genauso sieht er nicht, ob er nun eine charakterstarke oder eine charakterschwache Person beschützt. Ihm geht es allein um den Akt des Helfens. Das ist schließlich sein Job. Es gibt Gerüchte über Schutzengel, die sich aus unbekannten Gründen gegen ihren Schützling wandten und daraufhin in der Hölle, bzw. beim BWL-Studium landeten.

Die Beziehung zwischen Schutzengel und Mensch ist geprägt von tiefer Liebe. Manche Menschen kennen ihren Schutzengel auch persönlich. Man erkennt sie an ihren weißen Hemden, die auf dem Rücken geschlossen werden. Aus sicheren Quellen weiß man, dass es möglich ist durch Tarot, Pendeln oder Gläserrücken mit seinem Schutzengel in Kontakt zu treten. Allerdings ist das mit Vorsicht zu genießen. Für Genaueres s. natürliche Feinde.

Gefühle

Ein Schutzengel ruft bei seiner Anwesenheit ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit hervor. Selbst braucht er lediglich Liebe, Helligkeit und Wärme und ab und zu mal ein bisschen Gras, um wieder runter zu kommen.

Natürliche Feinde

Allein der grausame Gesichtsausdruck des Dämonen lässt einen Engel schon erzittern. Dieses Lächeln ist so... schrecklich!

Der natürliche Feind des Schutzengels ist zum einen der Selbstzerstörungsdrang des Menschen, der sich beim Bau von Autos, Fluzeugen und Fahrrädern für Studenten zeigt. Der permanente Drang des Menschen sich durch Fallschirmspringen, Fußball (spielen und gucken) und andere gefährliche Sportarten in Lebensgefahr zu begeben und der durch die Medien unterstützt und gefördert wird, erfordert vom Schutzengel konsequente Alarmbereitschaft. Er muss immer und überall zur Stelle sein und dabei kann es sein, dass er selbst mal unter die Räder gerät. Auch der Bau von Waffen wie der Atombombe macht den Job des Schutzengels ein ganzes Stück gefährlicher. Ebenso wie die Religion und die Politik den Menschen immer wieder in Kriege hetzt, hetzt sie auch die Schutzengel hinterher, doch niemals würde sich ein Schutzengel darüber beschweren. Nein, er ist mit Feuereifer jedes mal wieder dabei und stürzt sich mit dem Elan eines Lemmings mitten rein ins Getümmel.

Allerdings hat er noch einen weiteren natürlichen Feind (neben der eigenen Dummheit und Naivität): Die Dämonen. Ebenso wie es Schutzengel gibt, gibt es auch kleine gerissene Dämonen, die nur darauf lauern, den Menschen zu verführen. Dies ist ein spezielles Einsatzgebiet für den Schutzengel, eine wahre Herausforderung. Dämonen sind in allem besser als die Schutzengel, aber die Bibel und andere Märchenbücher halten die Menschheit im Glauben, dass das keine Rolle spielt. Die Schutzengel glauben das auch. Dennoch sind die Dämonen ihr gefährlichster Feind. Sie schleichen sich heimlich unter die Menschen, nehmen ihre Gestalt an, übernehmen ihren Verstand und lassen sie die unheimlichsten Dinge tun. Wie weit der Einfluss der Dämonen reicht, lässt sich allerdings leider noch nicht sagen und man hat mir gedroht mir schreckliche Dinge anzutun, wenn ich das wenige, das ich weiß, hier preisgebe (eine kurze Anmerkung: Vielen dank an meine Freunde im weißen Haus, ich schweige wie ein Grab, versprochen...) (edited by NSA)

Das Ende

Ein Schutzengel ist nicht unsterblich, leider. Jedoch werden die wenigsten, die bereits einmal (oder mehrere Male) von ihm gerettet wurden, das Gefühl vergessen, dass sie in diesem Moment hatten. Und das allein ist dem Schutzengel genug.
Forschungsergebnisse sprechen von Sternschnuppen, die man sehen kann, wenn ein Schutzengel im Kampf für seinen Schützling fällt, aber vielleicht gehört das auch eher ins Reich der Legenden.

Schutzengel in Literatur und Film

Unzählige Bücher und Filme haben den Schutzengel und seinen Schützling zum Thema. Es wäre müßig, sie hier alle aufzuzählen. Ohnehin haben nur die wenigsten den Anspruch und die Komplexität dieses Forschungseintrags.