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Schilfrohr

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Das Schilfrohr ist eine parasitäre Nutzpflanze, die die ganze Erde mit ihrer uneingeschränkten Ausbreitung verseucht hat.
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Die selbsternannten Pflanzenpsychologen der Wikipedia haben dazu ebenfalls eine Meinung [1].

Gemeinhin wird das Schilfrohr als "Schilf" bezeichnet, seine Art gehört zur Gattung der "Süßpflanzen", Zucker kann man jedoch keinen daraus gewinnen. Das Herz einer Dame lässt sich genauso wenig damit gewinnen, ihr ein paar Schilfrohre unter die Nase zu halten, anstatt süßer Tulpen oder Nelken.


Merkmale

Das Schilf
Typisches Sumpf,- und Kanalisations-Schilf
Art Schilfrohr
Ordnung  Süßgrasartige
Wachstumsgebiet Auf der ganzen Welt, an feuchten Standorten
Größe von 1,2 bis 10 meter
Besondere Merkmale Bambus-Imitator aus Leidenschaft, Detonationsvermehrer
Frucht Getreideartige Ähren

Das Schilf ist optimal an Wasser und feuchte Standorte angepasst, denn die Evolution gab ihm Freischwimmerausweis und Lotus-Effekt (abperlendes Wasser) auf den Blättern mit, so dass die Pflanze in kurzer Zeit ganze Seen erobern kann. Zusätzlich kann sich das Schilf sein gesamtes Leben lang verbreiten, und das in einem atemberaubenden Tempo. Verbraucht ein Gärtner beispielsweise zwei Sensen und macht eine Kettensäge stumpf, bei dem Versuch, alles Schilf um seinen Teich auszurotten, dann ist es am nächsten Morgen sofort wieder da. Die Wurzeln einer Pflanze reichen nämlich bis zu 20 Meter durch die Erde, deshalb kann sie sich sogar nach einer Flammenwerfer-Kur schnell wieder reproduzieren. Das bedeutet, dass oftmals ganze Schilfinseln lediglich von einer einzigen Pflanze ausgehen. Das Schilf ist ein Riesengras und verhält sich dementsprechend rüpelhaft zu anderen Pflanzen und verdrängt diese bei jeder Gelegenheit, zusätzlich wurden schon Schilf-Stauden gefunden, die über 8000 (!) Jahre alt sein sollen, folglich bleibt normalen Unkraut hier nichts anderes übrig, als das Weite zu suchen. Möchte man aktiv an der Vermehrung des Schilfs teilnehmen, oder seine (ganz weit entfernt wohnenden!) Verwandten ärgern, dann schneidet man ein paar Stängel mit etwa drei Knoten ab und pflanzt sie in wenigen Zentimetern tiefen Rinnen nahe eines Ufers an. Nach wenigen Wochen ist die gesamte Region überwuchert.

Standorte

Überall wo es Wasser gibt. Schilfrohre können sich auch an Orten ausbreiten, an denen andere Pflanzen sofort zu bemitleidenswerten Stängeln verkümmern. Am wohlsten, fühlt sich das Schilf bei langsam fließenden Gewässern, reißende Flüsse verträgt es jedoch nicht. Wenn ein Acker überflutet ist, kann sich der Bauer über einen praktisch unverscheuchbaren Schilfbewachs freuen. Solange die Böden kalt und schlammig sind, müssen sie noch nicht mal Sauerstoff enthalten, damit das Schilfrohr gedeihen kann. Durch seine zahlreichen Auswüchse bleibt auch sehr viel Schlamm an den Stängeln hängen und so "vererdet" es nach und nach komplette Seen (laut einigen Wissenschaftlern ging so der größte See der Welt, die Sahara, zugrunde)

Wirtschaftlicher Nutzen

Die Blätter werden in einigen Gegenden als Gemüse verkauft, jedoch ist der strenge Geschmack gewöhnungsbedürftig. Aus den Wurzeln lassen sich psychoaktive, halluzinogene Stoffe wie "Bufotenin" gewinnen. Übrigens werden selbige Wurzeln zu Mehl verarbeitet. Schilf kann als Naturbaustoff verwendet werden, beispielsweise lassen sich Dächer durch getrocknete Schilfrohre, dann "Reet" genannt, abdecken. Da eine Wasserpflanze anscheinend auch keine Feuchtigkeit aufnimmt, verrotten diese auch nur in Zeitlupe und können auch noch die Enkel des Erzeugers wärmen. Durch die große Blattoberfläche, die Fähigkeit, da zu wachsen, wo sich andere Pflanzen schämen und durch die ungewöhnlich hohe Sauerstoffabgabe, schraken einige Unternehmer nicht davor zurück, Schilf in sogenannten "Pflanzenreinigungsanlagen" einzubauen, wo sie tagtäglich Mikroorganismen ernähren und mir Sauerstoff versorgen, die dafür den Unrat verspeisen. Also wird Schilf auch gerne eingesetzt, um unsere Kanalisation biologisch zu reinigen. Hurra. Theoretisch könnte Schilf auch zur Energie-Gewinnung durch Biogas verwendet werden, aber da greift man lieber auf die Kühe mit ihren Methan-Ausdünstungen zurück.

Weiteres

Schilf ist gleichermaßen als Nutzpflanze, Parasit, Schädling und Zierpflanze anzusehen. Ihr Nutzen wurde unter „Wirtschaftlicher Nutzen“ erläutert. Schilf ist ein Parasit, weil es gnadenlos allen anderen Pflanzen und den Böden ihre Nährstoffe entzieht und sogar das Ufer, auf dem es wächst, durch "Vererdung" langsam zerstört. Schädling, bzw. Unkraut weil es schneller wächst, als man es rausrupfen kann und man den Befall nur durch jahrelange Kältebestrahlung los wird, außerdem zieht es Mücken und andere Scheißviecher Insekten magisch an. Zierpflanze, weil es mit dem sanften Farbspektrum von Schlammbraun bis Giftgrün einen schönen Ausgleich für das allgegenwärtige Blattgrün des Waldes bildet.